Coverbild Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann von Volker Seitz, ISBN-978-3-423-41748-8

Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann

Ein Insider aus dem Diplomatischen Dienst meldet sich zu Wort

17 Jahre war der deutsche Diplomat Volker Seitz auf Posten in Afrika, zuletzt als Botschafter in Kamerun. Er hat die Ergebnisse der Entwicklungspolitik sehr genau vor Ort beobachten können und jetzt in einer aktualisierten und erweiterten Ausgabe dargestellt. Volker Seitz plädiert in ›Afrika wird armregiert‹ für eine radikale Veränderung dieser Politik. Er plädiert dafür, auf bombastische Konferenzen, Workshops, Tagungen zu verzichten und statt dessen auf die Gedanken der Afrikaner und Afrikanerinnen zu hören, die wissen, was für ihre Länder gut ist: Das Business der Barmherzigkeit muss gestoppt werden, den Herrschaftscliquen muss die Kontrolle über den Geldfluss entzogen werden.

Volker Seitz plädiert für eine radikale Änderung der Entwicklungspolitik


Afrika ist nicht nur der Kontinent der Kriege, Krankheiten und Katastrophen, sondern auch ein Kontinent voll gewaltiger Ressourcen und reicher Kulturen, der von freundlichen, dem Leben zugewandten Menschen bewohnt wird. In den ärmsten Ländern sind die Menschen oft am heitersten. Doch Volker Seitz weiß, es ist eine Heiterkeit am Rande des Abgrunds, denn viele leben und sterben unter verheerenden wirtschaftlichen und hygienischen Verhältnissen. Ein Ende ist nicht in Sicht, solange die korrupten Eliten vom Stamm der Wa Benzi, so genannt nach der sehr beliebten Automarke, in ihrer Ausplünderungsmentalität weiterhin ohne jede Verantwortung regieren und unbekümmert die Ressourcen verschwenden können, weil dieser Missbrauch für sie keine Folgen hat. ›Afrika wird armregiert‹, so Volker Seitz.

Aus dem Vorwort von Rupert Neudeck:


»Es gibt viele Bücher über das Scheitern dessen, was wir mit einem falschen Wort Entwicklungshilfe nannten. Dieses Buch gibt dem Gebäude den letzten Stoß. Nach seiner Zerstörung muss etwas ganz Anderes aufgebaut werden.«

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eBook
Mit einem Vorwort
von Rupert Neudeck
240 Seiten, ISBN 978-3-423-41748-8
Autorenporträt
Portrait des Autors Volker Seitz

Volker Seitz

Volker Seitz, Jahrgang 1943, war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das Auswärtige Amt tätig, unter anderem bei der EU in Brüssel und in mehreren Ländern ...

Pressestimmen

Wolfgang Kaufmann, Preußische Allgemeine Zeitung, Februar 2019
»Seitz' Buch ist eine hervorragende Analyse der Gebrechen der Entwicklungshilfe. [...] Das Buch, dessen erste Fassung 2009 erschien, aber umfassend aktualisiert und erweitert wurde, gehört in die Hand einer jeden Person, die irgendwie mit Entwicklungshilfe zu tun hat.«
Philip Plickert, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Dezember 2018
»Volker Seitz [...] ist ein intimer Kenner des Kontinents. In seiner Streitschrift ›Afrika wird armregiert‹, die jetzt aktualisiert und erweitert vorliegt, legt er eine faktenreiche Analyse vor.«
Martin Westholt, Der Medienbrief, Februar 2018
»Ein interessantes Resümee der Entwicklungspolitik angesichts der Migrationsdebatte.«
Ullrich Riedler, Hessische Allgemeine, Oktober 2018
»Volker Seitz macht kritisch, faktenreich und anhand vieler Beispiele deutlich, woran es Afrika und der westlichen Politik gebricht.«
Andreas Jungbauer, Mainpost, Januar 2010
»Das Buch liefert einen bereichernden Beitrag mit klarsichtiger analytischer Bestandsaufnahme und einer spürbaren Verbundenheit mit Afrika.«
Wiener Zeitung, Oktober 2009
»Eine äußerst interessante Analyse hinter die Kulissen der Entwicklungshilfe.«
Berlin Online/Berliner Zeitung, Juli 2009
»Ein fulminantes Plädoyer des früheren deutschen Botschafters in Kamerun gegen das Business der Barmherzigkeit.«
Magdeburger Volksstimme, Juli 2009
»Wer sich für Afrika interessiert, muss diese Schrift der unbequemen Wahrheiten lesen.«
orf.at, Juli 2009
»Ein lesenswerter Diskussionsbeitrag in einer seit lange schwelenden Debatte.«
Münchner Merkur, 12. Juni 2010
»"Ein interessanter und aufschlussreicher Ansatz."«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»Volker Seitz Buch ist Vision und Vergangenheitskritik zugleich. Hart geht er mit den westlichen Industrienationen ins Gericht, denen er jahrzehntelange Versäumnisse bei der Entwicklungshilfe vorwirft. Zu viel, zu teuer, zu wirkungslos – so die Kernvorwürfe in seinem Buch. Er plädiert daher für einen radikalen Wandel, hin zu mehr Eigenverantwortung und schärferer Überprüfung der Ergebnisse in Afrika. Seitz Ausführungen lassen Erinnerungen aufkommen an den Ablasshandel im Mittelalter. Die Menschen kauften Ablassbriefe, um sich ihrer Sünden zu entledigen. Während die Kirche reicher und reicher wurde, sparten sich die Menschen das Geld für die „Sündentilgung“ vom Munde ab. Auf seine Wirksamkeit überprüfen konnten sie ihren Sündenerlass freilich nicht. Ähnlich verhält es sich mit Afrika: Der Westen spendet Millionen von Euro, erlässt Schulden und startet Programme. Jeder will teilhaben am weltweiten Wettlauf um den meisten Einsatz fürs Gute. Doch auch hier überprüfen wir die Wirksamkeit nicht, obwohl wir (anders als im Mittelalter) durchaus dazu in der Lage wären. Stattdessen sehen wir auch hier wieder zu, wie korrupte Eliten das Geld zur eigenen Bereicherung nutzen und den Kontinent lähmen. Und der Irrsinn geht weiter: Statt die Notbremse zu ziehen und zu beweisen, dass wir seit dem Mittelalter hinzugelernt haben, verschließt der der Westen weiter die Augen und überschüttet das Land (oder besser gesagt die Eliten) mit Geld. Bis jetzt! Denn Volker Seitz rüttelt wach, ermahnt und kritisiert schonungslos das jetzige System, in dem es so vielen um das Wahren von Besitzständen geht. Er spricht für Afrika, das Land, in dem er so viele Jahre seines Lebens verbrachte. Bisher wurden die Menschen dort häufig überhört. Mit diesem Buch haben sie eine Stimme. Denn Volker Seitz kritisiert nicht nur. Er räumt auch mit Vorurteilen auf und zeigt Perspektiven. Sein Buch ermutigt und bedrückt zugleich. Fassungslos liest sich der Leser durch die rund 200 Seiten. Wie kann ein solches System noch immer existieren? Wie können sich Menschen auf Kosten anderer so unglaublich bereichern? Und vor allem: Wie konnten die Verantwortlichen so lange davor die Augen verschließen? Zwischen den Zeilen spürt man, welchen Kampf gegen Windmühlen Seitz über all die Jahre in Afrika mit den deutschen Behörden gekämpft haben muss. Wie viele Appelle unerhört blieben. Wie oft er vor verschlossenen Türen stand. Doch man spürt vor allem noch etwas anderes: Seine Liebe zu Afrika. Und zwar nicht die nostalgische Liebe, wie sie vielleicht in Touristen entsteht, die majestätische Elefanten und Löwen in den Nationalparks beobachteten. Es ist vielmehr eine Liebe, die es ihm erlaubt zu kritisieren. Nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe. Und das ist es doch, worauf es bei der Entwicklungszusammenarbeit ankommt.«
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