Coverbild Der Faustische Pakt von W. Daniel Wilson, ISBN-978-3-423-28166-9
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Der Faustische Pakt

Goethe und die Goethe-Gesellschaft im Dritten Reich
Goethe, gleichgeschaltet


Goethes Leben ist so reich dokumentiert, sein Leben so vielschichtig, dass er leicht von allen möglichen Meinungsmachern vereinnahmt werden konnte. Für die Goethe-Gesellschaft etwa, 1885 in Weimar gegründet, war er schon vor der »Machtergreifung« 1933 weniger der aufgeklärte Humanist als vielmehr der konservative Nationalist, danach transportierte sie das Bild eines betont »braunen« Goethe noch vehementer. Schließlich wurde der Olympier breitspurig für Regimezwecke eingespannt. Die Privilegien einer vorgesehenen »Weltmission«, gepaart mit zunehmenden Verstrickungen, ergeben eine spannende dramatische Kurve.

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Coverbild Der Faustische Pakt von W. Daniel Wilson, ISBN-978-3-423-28166-9
31. August 2018
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Coverbild Der Faustische Pakt von W. Daniel Wilson, ISBN-978-3-423-43359-4
31. August 2018
978-3-423-43359-4
22,99 [D]
Details
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dtv Sachbuch
Originalausgabe, 368 Seiten, ISBN 978-3-423-28166-9
Autorenporträt
Portrait des Autors W. Daniel Wilson

W. Daniel Wilson

Prof. Dr. W. Daniel Wilson, gebürtiger Amerikaner, ist Professor of German an der University of London. Er hat diverse Veröffentlichungen zu Goethe vorgelegt, in ...

Pressestimmen

Christoph Perels, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. September 2018
»Wilson arbeitet überzeugend den antirepublikanischen, monarchistischen und reaktionären, zum Teil auch antisemitischen Geist in der Mitgliedschaft heraus. Eines der Hauptziele seines Buches ist es, den erst an den Rand gedrängten, dann verfemten und schließlich ausgeschlossenen jüdischen Mitgliedern eine Stimme zu geben.«
Christoph Perels, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. September 2018
»Wilson arbeitet überzeugend den antirepublikanischen, monarchistischen und reaktionären, zum Teil auch antisemitischen Geist in der Mitgliedschaft heraus. Eines der Hauptziele seines Buches ist es, den erst an den Rand gedrängten, dann verfemten und schließlich ausgeschlossenen jüdischen Mitgliedern eine Stimme zu geben.«
Paul Kahl, NZZ, Oktober 2018
»Die Nazis instrumentalisierten den Dichter, die Goethe-Gesellschaft half nach Kräften. Wilsons umfassende Aufarbeitung der "Selbstnazifizierung" der Goethe-Gesellschaft enthält den Impuls zur Erforschung der ambivalenten Geschichte der Weimarer Kulturinstitutionen insgesamt.«
ekz-Bibliotheksservice, Oktober 2018
»Die gut verständlich geschriebene wissenschaftliche Arbeit des in London lehrenden amerikanischen Germanisten, der mit seinen Goethe-Studien immer wieder Kontroversen entfacht hat, skizziert die Geschichte einer Institution, die schon vor 1933 einem konservativen Goethe-Bild huldigte. In minutiöser, detailstarker Quellen- und Literaturauswertung zeigt Wilson, wie die Goethe-Gesellschaft, zwischen den konkurrierenden Partei- und Staatsinstanzen jonglierend, nach der Machtergreifung sukzessive in das Fahrwasser der nationalsozialistischen Politik geriet. Wilson zeichnet ein differenziertes Bild, grenzt die Gesellschaft von stärker auf Linie gebrachten Kulturinstitutionen ab, lässt aber keinen Zweifel am letztlich willigen Mittun, das schließlich auch zum Ausschluss der jüdischen Mitglieder führte.«
Christoph Perels, FAZ, September 2018
»Wilsons Quellenbasis ist von beeindruckender Breite, er hatte Zugang zu sämtlichen einschlägigen Archiven und Nachlässen und fand die bereitwillige Unterstützung der heutigen Verantwortlichen. [...] Wilson arbeitet überzeugend den antirepublikanischen, monarchistischen und reaktionären, zum Teil auch antisemitischen Geist in der Mitgliedschaft heraus.«
Karsten Jauch, Thüringer Allgemeine, August 2018
»Das Buch dürfte eine interessante Debatte darüber auslösen, wie sich hochkultivierte Menschen bereitwillig in die Umarmung autoritärer Machthaber begeben.«

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