Coverbild Der Faustische Pakt von W. Daniel Wilson, ISBN-978-3-423-28166-9

Der Faustische Pakt

Goethe und die Goethe-Gesellschaft im Dritten Reich
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Goethe, gleichgeschaltet


Goethes Leben ist so reich dokumentiert, sein Leben so vielschichtig, dass er leicht von allen möglichen Meinungsmachern vereinnahmt werden konnte. Für die Goethe-Gesellschaft etwa, 1885 in Weimar gegründet, war er schon vor der »Machtergreifung« 1933 weniger der aufgeklärte Humanist als vielmehr der konservative Nationalist, danach transportierte sie das Bild eines betont »braunen« Goethe noch vehementer. Schließlich wurde der Olympier breitspurig für Regimezwecke eingespannt. Die Privilegien einer vorgesehenen »Weltmission«, gepaart mit zunehmenden Verstrickungen, ergeben eine spannende dramatische Kurve.

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dtv Sachbuch
Originalausgabe, 368 Seiten, ISBN 978-3-423-28166-9
Autorenporträt
Portrait des Autors W. Daniel Wilson

W. Daniel Wilson

Prof. Dr. W. Daniel Wilson, gebürtiger Amerikaner, ist Professor of German an der University of London. Er hat diverse Veröffentlichungen zu Goethe vorgelegt, in ...

Pressestimmen

Ludger Lütkehaus, Badische Zeitung, Januar 2019
»Wilson belegt bis ins historische Detail die Krisen, in welche die Goethe-Gesellschaft in Deutschland nach der politischen Machtübernahme durch die Nazis 1933 geriet. [...] Es ist frappierend zu sehen, wie einst renommierte Namen der Universitätsgermanistik [...] von Wilson ihrer Nazi-Geschichte überführt werden.«
Eckart Goebel, Die Welt, Januar 2019
»Der in London lehrende US-amerikanische Germanist und bedeutende Goethe-Forscher W. Daniel Wilson hat nun das erste umfassende und akribisch recherchierte Buch zur Geschichte der Goethe-Gesellschaft im Dritten Reich vorgelegt. Wilsons exzellentes Buch beeindruckt durch die Ergebnisse genauer Archivarbeit, die erforderlich wurde, weil nach 1945 just (und wenig überraschend) die Akte zur "Organisation der Gesellschaft ab Mai 1933" verschwand. Wilsons Buch imponiert ferner, weil es ihm gelingt, den richtigen Ton jenseits von Herablassung und moralischem Sensationalismus zu treffen. [...] Wilson fördert viele unangenehme Texte deutscher Germanisten und Politiker zutage. [...] Schritt für Schritt rekonstruiert er den 'Faustischen Pakt', den die wichtigste literarische Vereinigung in Deutschland nach 1933 im Interesse ihrer Erhaltung schloss. [...] Daniel Wilsons eindrucksvolles Buch [...] ist daher nicht nur ein bleibender Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Verstrickung der deutschen Germanistik, sondern es kann auch als beständige Mahnung gelten, jedes unbefragte Goethe-Bild immer wieder neu in Zweifel zu ziehen.«
Badische Neueste Nachrichten, Januar 2019
»Eine lesenswerte Untersuchung des in London lehrenden Germanisten und ausgewiesenen Goethe-Spezialisten.«
Heribert Hoven, literaturkritik.de, November 2018
»Auch in seinen gelegentlichen Seitenhieben auf die neuere Forschung bietet das Buch viel Diskussionsstoff und darüber hinaus Anschauungsmaterial für den aktuellen Umgang unserer Gesellschaft mit Unrechtsregimen in aller Welt.«
Paul Kahl, NZZ, Oktober 2018
»Die Nazis instrumentalisierten den Dichter, die Goethe-Gesellschaft half nach Kräften. Wilsons umfassende Aufarbeitung der "Selbstnazifizierung" der Goethe-Gesellschaft enthält den Impuls zur Erforschung der ambivalenten Geschichte der Weimarer Kulturinstitutionen insgesamt.«
ekz-Bibliotheksservice, Oktober 2018
»Die gut verständlich geschriebene wissenschaftliche Arbeit des in London lehrenden amerikanischen Germanisten, der mit seinen Goethe-Studien immer wieder Kontroversen entfacht hat, skizziert die Geschichte einer Institution, die schon vor 1933 einem konservativen Goethe-Bild huldigte. In minutiöser, detailstarker Quellen- und Literaturauswertung zeigt Wilson, wie die Goethe-Gesellschaft, zwischen den konkurrierenden Partei- und Staatsinstanzen jonglierend, nach der Machtergreifung sukzessive in das Fahrwasser der nationalsozialistischen Politik geriet. Wilson zeichnet ein differenziertes Bild, grenzt die Gesellschaft von stärker auf Linie gebrachten Kulturinstitutionen ab, lässt aber keinen Zweifel am letztlich willigen Mittun, das schließlich auch zum Ausschluss der jüdischen Mitglieder führte.«
Christoph Perels, FAZ, September 2018
»Wilsons Quellenbasis ist von beeindruckender Breite, er hatte Zugang zu sämtlichen einschlägigen Archiven und Nachlässen und fand die bereitwillige Unterstützung der heutigen Verantwortlichen. [...] Wilson arbeitet überzeugend den antirepublikanischen, monarchistischen und reaktionären, zum Teil auch antisemitischen Geist in der Mitgliedschaft heraus. Eines der Hauptziele seines Buches ist es, den erst an den Rand gedrängten, dann verfemten und schließlich ausgeschlossenen jüdischen Mitgliedern eine Stimme zu geben.«
Karsten Jauch, Thüringer Allgemeine, August 2018
»Das Buch dürfte eine interessante Debatte darüber auslösen, wie sich hochkultivierte Menschen bereitwillig in die Umarmung autoritärer Machthaber begeben.«

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