Zwischen Ende und Anfang

Nachkriegsjahre in Deutschland

Nachkriegszeit, Besatzungszeit: Wolfgang Brenner erzählt von einer Zeit zwischen Zerstörung und Neuanfang.

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Deutschlands prägende Jahre
Zwischen Ende und Anfang

Die Phasen der Besatzungszeit in Ost und West haben die Deutschen geprägt, auf unterschiedliche Weise. Wie haben sich die Menschen in dem Chaos ernährt? Was haben sie sich erhofft, wovor hatten sie Angst? Wie gingen sie mit ihrer Schuld um? Wie kam die große Zahl der Vertriebenen zurecht? Wie gingen die Besatzer mit diesem Sieg um, welche Pläne hatten sie, was konnten sie davon verwirklichen? Und wie hat sich das alles auf das Bewusstsein der Menschen in der Bundesrepublik und der DDR ausgewirkt?

Die Not, der Hunger und der jeden Winter auftretende Brennstoffmangel – diese Erfahrungen machten die Deutschen sozial und ökonomisch schmerzunempfindlich und damit erst fähig, den wirtschaftlichen Aufschwung zu schultern. Eine besondere Zeit, die noch lange nachwirkt.


Die Stiftung »Friedrich-Schiedel-Literaturpreis« der Stadt Bad Wurzach verleiht 2018 dem Schriftsteller Wolfgang Brenner den Preis für sein Buch ›Zwischen Ende und Anfang – Nachkriegsjahre in Deutschland‹. »Das Buch zeichnet sich aus durch eine flüssig geschriebene, sachliche und ausgewogene Gesamtdarstellung der Nachkriegsjahre in Deutschland seit dem totalen Zusammenbruch im Jahre 1945 bis zum Jahre 1945, dem Gründungsjahr der Bundesrepublik Deutschland«, begründet die Jury unter anderem die Auszeichnung von Wolfgang Brenner.

 

Bibliografische Daten
EUR 24,00 [DE] – EUR 24,70 [AT]
ISBN: 978-3-423-28106-5
Erscheinungsdatum: 09.12.2016
1. Auflage
392 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Wolfgang Brenner

Wolfgang Brenner, geboren 1954, lebt in Berlin und im Hunsrück. Er ist Autor von Romanen, Sachbüchern und Drehbüchern und gestaltet Features für Radiosender. 2007 wurde er mit dem Berliner Krimipreis »Krimifuchs« für sein langjähriges Schaffen in diesem Genre gewürdigt. Mit seinen »Schmalenbach«-Geschichten, die siebzehn Jahre in der ›Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung‹ erschienen sind, hat er eine große Fangemeinde erobert. Auch für seine Radiofeatures wurde er ausgezeichnet, so zum Beispiel 2008 mit dem Internationalen Featurepreis der Stiftung Radio Basel.

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Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

P.M. History

Detailliert und facettenreich.

Militär & Geschichte

Wolfgang Brenner versucht, dieses lange vernachlässigte Kapitel der deutschen Geschichte auszuleucht...en - und es gelingt ihm hervorragend. Von der Bewältigung des Alltags über die Integration der Millionen Flüchtlinge bis zum politischen Neubeginn werden alle wichtigen Facetten ausgebreitet und auch auf ihre Folgewirkungen hin analysiert. Wer die Nachkriegsgesellschaft verstehen will, kommt um dieses Buch nicht herum. mehr weniger

Schwäbische Zeitung

... flüssig geschrieben und spannend zu lesen. In plastischen Bildern führt der Verfasser dem Leser ...die Probleme nach dem Zusammenbruch des Nazi-Reiches vor Augen, Probleme, die unser heutiges Vorstellungsvermögen oft übersteigen. ... Wolfgang Brenner beschreibt aber nicht nur den chaotischen Alltag der Bevölkerung in jenen Jahren, sondern auch ausführlich die Rolle der Besatzungsmächte und die Rivalitäten zwischen ihnen, insbesondere zwischen Amerikaner und Briten auf der einen und Sowjets auf der anderen Seite. mehr weniger

Rolf Dieterich, 11.09.2018

Badische Neueste Nachrichten

Das ausgezeichnete Buch von Wolfgang Brenner, der sich auch als Autor von Kriminalromanen und Radiof...eatures einen Namen gemacht hat, ruft die gern vergessenen Jahre des mühsamen Neuanfangs mit plastischen Schilderungen und Exkursen in Erinnerung. ... Dabei bleibt der Blick immer auf beide Seiten gerichtet und setzt die Entwicklung hin zum befreienden Marshall-Plan gegen die andere in der Errichtung eines Arbeiter- und Bauernstaates, ohne diese so ungleichen Wege von ihrem Ergebnis her zu gewichten. mehr weniger

20.09.2017

kulturbuchtipps.de

Wolfgang Brenners Buch über die Nachkriegszeit ist spannend geschrieben und malt das facettenreiche ...und bunte Bild einer Zeit, die uns mit ihren Sorgen und Nöten, ihrer Ungewissheit und ihren Träumen so fremd ist wie jene aktuellen Bilder aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten. Dieses arme, besiegte und besetzte Deutschland hat nichts mit der deutschen Gegenwart gemein, und doch wurden hier die Wurzeln gelegt für den Wohlstand und den Reichtum, von dem wir heute noch profitieren. mehr weniger

Ralph Krüger, 06.07.2017

Buchprofile/Medienprofile

Brenner hat hier ausführlich, sehr fundiert und gut lesbar eine Zeit beschrieben, die Deutschland zw...ar sehr geprägt hat, aber in der Geschichtsschreibung wenig berücksichtigt wird. Deshalb wird dieses Sachbuch allen Büchereien mit historischem Bestand sehr ans Herz gelegt. mehr weniger

Dorothee Rensen, 10.05.2017

Theater

…Brenner geht auf alle diese Probleme detailliert ein, wobei er den sachlichen Ton des Chronisten au...ch da beibehält, wo es um Tod oder Leben, um Schuld und Sühne geht. Sein Ziel ist nicht die Abrechnung mit der Generation seiner Eltern oder die große Vergangenheitsbewältigung des deutschen Volkes, sondern eine möglichst detaillierte und sachgerechte Analyse der Jahre zwischen 1945 und 1949. Dabei kommt auch die neu entstehende politische Landschaft in Deutschland zur Sprache. … Brenner zeigt deutlich, dass in diesen vier Jahren vieles oder alles ganz anders hätte ausgehen können, und dass es für Deutschland ein Glück war, dass sich die West-Alliierten immer wieder zusammenrauften. mehr weniger

15.03.2017

Lesart

... Doch der Autor befasst sich nicht nur mit der Versorgungslage im Nachkriegsdeutschland, um dabei... auch die prägende Rolle des Bergbaus hervorzuheben, er zeichnet ebenso pointiert die politische Entwicklung von 1945 bis 1949 nach. ... eine komplexe Darstellung jener Jahre, in denen die Weichen für die nächsten Jahrzehnte gestellt wurden. mehr weniger

Theo Körner, 01.03.2017

Rheinische Post

Der Autor von Dreh- und Sachbüchern versteht es, diese Zeit lebendig zu machen. Gewissermaßen von un...ten beschreibt er die Stimmungen der Deutschen nach dem völligen Zusammenbruch des Reichs. Er macht deutlich, wie sehr diese Zeit des ›Interregnums‹ die junge Bundesrepublik geprägt hat. mehr weniger

25.02.2017