»Das Entwicklungshilfebudget ist verschwindend gering, geradezu lächerlich, wenn man es mit den strukturellen Verlusten und Abflüssen vergleicht, die der Globale Süden erleidet.«
»Gegen Ende 2016 veröffentlichten der US-Thinktank Global Financial Integrity (GFI) und das Centre for Applied Research an der Norwegian School of Economics eine Studie, die durchaus geeignet ist, einen Paradigmenwechsel herbeizuführen. Die Autoren der Studie saldierten sämtliche Finanzressourcen, die jedes Jahr zwischen reichen und armen Ländern transferiert werden: nicht nur Entwicklungshilfe, Auslandsinvestitionen und Handelsströme, wie es vorher schon in anderen Studien gemacht worden war, sondern auch andere Transfers wie Schuldentilgungen, Überweisungen und Kapitalflucht ...

Die Autoren der Studie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklungsländer im Jahr 2012 gut zwei Billionen Dollar erhalten hatten, einschließlich aller Hilfen, Investitionen und Einkommen aus dem Ausland. Aber mehr als das Doppelte, nämlich etwa fünf Billionen Dollar, flossen im selben Jahr aus diesen Ländern ab. Mit anderen Worten: Die Entwicklungsländer »schickten« drei Billionen Dollar mehr in den Rest der Welt, als sie von dort erhielten. Und wenn wir sämtliche Jahre seit 1980 in Betracht ziehen, kumulieren sich diese Nettoabflüsse auf den schwindelerregenden Betrag von insgesamt 26,5 Billionen Dollar – das ist die Summe, die im Laufe der vergangenen paar Jahrzehnte aus dem Globalen Süden abgezogen wurde.  Man bekommt ein Gefühl für die Größenordnung, um die es hier geht, wenn man sich vor Augen führt, dass der Betrag von 26,5 Billionen Dollar ungefähr der Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten und Westeuropa zusammengenommen entspricht.«
Aus ›Die Tyrannei des Wachstums‹

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