Cover: Die Eleganz des Igels

Auf der Suche nach der Schönheit in der Welt

Renée ist 54 Jahre alt und lebt seit 27 Jahren als Concierge in der Rue de Grenelle 7 in Paris. Sie ist klein, häßlich, hat Hühneraugen an den Füßen und ist seit längerem Witwe. Paloma ist 12, hat reiche Eltern und wohnt in demselben Stadtpalais. Renée führt eine Art Doppelleben: Sie spielt die einfältige Concierge, in Wirklichkeit aber ist sie ungemein gebildet. Während der ruhigen Stunden im Haus hat sie die großen Werke der Literatur und Philosophie gelesen und blickt höchst wachsam auf die Welt und das oft eigenartige Treiben ihrer reichen Nachbarn. Und Paloma? Altklug wie sie ist, hat sie beschlossen, erst gar nicht in die verlogene Welt der Erwachsenen einzutauchen. Sie will sich noch ein paar grundlegende Gedanken über die Welt machen - sich dann aber an ihrem 13. Geburtstag umbringen. Als jedoch Monsieur Ozu, ein japanischer Geschäftsmann, einzieht, verändert sich das Leben im Stadtpalais ganz überraschend.

Hinreißend komisch, bitterböse und sehr berührend erzählen Paloma und Renée von ihrem Leben, den Bewohnern des Stadtpalais, von Büchern, Filmen und Mangas - und von ihrer Suche nach der Schönheit in der Welt. Ein einzigartiges Buch voller Charme und Witz - der Besteller des Jahres 2007 in Frankreich.
 

Paloma:
„Wenn man Selbstmord begeht, muß man sicher sein, was man tut, und man kann die Wohnung nicht «für die Katz» anzünden. Wenn es also auf dieser Welt etwas gibt, das es wert ist zu leben, darf ich es nicht verpassen, denn wenn man einmal tot ist, ist es zu spät zur Reue, und zu sterben, weil man sich getäuscht hat, ist wirklich zu dumm. Außer der Liebe, der Freundschaft und der Schönheit der Kunst sehe ich nicht viel anderes, was das menschliche Leben nähren könnte. Die Liebe und die Freundschaft, da bin ich noch zu jung, um wirklich Anspruch darauf zu erheben. Aber die Kunst … wenn ich hätte leben sollen, wäre sie mein ganzes Leben gewesen. Also, wenn ich sage die Kunst, muß man mich recht verstehen: Ich spreche nicht nur von den Meisterwerken der Großen. Nicht einmal für Vermeer hänge ich am Leben. Das alles ist erhaben, aber es ist tot. Nein, ich denke an die Schönheit in der Welt, an das, was uns in der Bewegung des Lebens erheben kann.”

Renée:
„Wo ist die Schönheit angesiedelt? In den großen Dingen, die, wie die anderen, verurteilt sind zu sterben, oder in den kleinen, die, ohne Anspruch auf etwas zu erheben, einen Edelstein Unendlichkeit in den Augenblick einzufügen vermögen?”

"Die Kamelie auf dem Moos des Tempels, das Violett der Berge von Kyoto, eine Tasse aus blauem Porzellan, dieses Aufblühen der reinen Schönheit inmitten vergänglicher Leidenschaften, ist es nicht das, wonach wir alle streben? Und was wir, die Zivilisationen des Westens, nicht zu erreichen vermögen? Die Betrachtung der Ewigkeit in der Bewegung des Lebens.”

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