Cover: Das Schönste, was ich sah

»eine wunderbare Hommage an Giovanni Segantini«

Das Buch ›Das Schönste, was ich sah‹ wurde 2015 unter dem Titel ›Magie des Lichts‹ verfilmt. Wie gefällt Ihnen der Film?
Asta Scheib: Sehr gut. Man kann ihn sicher nicht besser machen. Anders vielleicht, aber nicht besser. Es stimmt einfach. Kamera, Musik, Sprecher. Und dass Christian Labhart so viele Bilder haargenau zeigt, das ist eine wunderbare Hommage an Giovanni Segantini. Ich habe den Film zum zweiten Mal gesehen und er war wieder völlig neu für mich. Demnächst werde ich ihn noch ein drittes und viertes Mal sehen und kommentieren dürfen, darauf freue ich mich.

Wie sah Ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Christian Labhart aus? Waren Sie bei den Dreharbeiten dabei?
Asta Scheib: Christian Labhart und ich haben uns getroffen (er lebt  in der Schweiz) und er hat mir berichtet, dass mein Buch den Anstoß zu seinem Film gegeben hat. Dass er aber schon früh mit ›Segantini-Land‹ vertraut gewesen sei, da seine Familie dort heimisch gewesen sei. Ich hatte von Labhart den Film APPASSIONATA gesehen, den ich hervorragend fand, daher habe ich ihm zugetraut, dass er mit Segantini behutsam umgeht.

Was hat Sie daran gereizt, einen Roman über Segantini zu schreiben?
Asta Scheib: Ich kannte sein Bild DAS PFLÜGEN. Es hängt in der Neuen Pinakothek neben einigen Hodlers (der viel mit Segantini gemeinsam hat). Durch Zufall besuchte ich mit meiner mal-begabten Enkeltochter zwei Sommer lang einen Malkurs in Savognin. Dort versuchte man, den Schülern etwas von der Arbeitsweise Segantinis zu vermitteln. Unser Kurs-Raum war die Sala Segantini. Überall Segantini. Und in Deutschland kannte ihn kaum jemand. Selbst in den Städten der Schweiz, in denen ich Lesungen hatte, kannten ihn viele nicht. Das wollte ich ändern. Daher begann ich zu recherchieren. Sprach mit alteingesessenen Leuten, die Beziehung zu Segantini hatten, und so weiter. Irgendwann beschloss ich dann, mich mit diesem großen Künstler intensiv zu beschäftigen.

Wie haben Sie für den Roman recherchiert?
Asta Scheib: Siehe oben. Es ist klar, dass ich in Archiven nach Material über ihn gesucht habe. In Deutschland und in der Schweiz. Ich habe mit Kunsthistorikern über den Künstler gesprochen. Und so weiter…

Konnten Sie aus dem Film noch eine neue Perspektive auf den Maler gewinnen?
Asta Scheib: Der Film verdichtet womöglich noch meinen Respekt vor dem Maler. Doch ich glaube, ich habe ihn in meinem Roman umfassend vorgestellt.

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