1.  ›Im dunklen, dunklen Wald‹ ist Ihr Debüt. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer Geschichten erzählt. Als ich klein war, habe ich sie laut erzählt, vor allem meiner kleinen Schwester. Sobald ich schreiben konnte, habe ich sie hingekritzelt, und als ich 13 oder 14 war, habe ich schon Sachen in Bücherlänge geschrieben. Ich war aber zu schüchtern, um sie jemandem zu zeigen, und habe sie alle unter meinem Bett versteckt. Nach der Uni habe ich im Verlagswesen gearbeitet und das hat mich erst recht eingeschüchtert. Ich habe mit großartigen Autoren zusammengearbeitet, großen, international bekannten Namen, und konnte mir nur schwer vorstellen, selbst Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Es dauerte lange, bis ich ein Buch geschrieben habe, das ich nicht einfach in der Schublade verschwinden lassen wollte.

2. Was hat Sie zu ›Im dunklen, dunklen Wald‹ inspiriert?
Es gab einen ganz bestimmten Moment der Inspiration, was eher unüblich ist. Eine Freundin erwähnte in einer Unterhaltung, dass sie noch nie einen Thriller gelesen hat, der während eines Junggesellinnenabschieds spielt. Da wusste ich sofort, dass ich dieses Buch schreiben wollte. Zum Glück ist sie selbst keine Schriftstellerin, so hatte ich nicht das Gefühl, ihr die Geschichte zu stehlen! Ich saß in der U-Bahn, war auf dem Weg nach Hause und stellte mir die Geschichte vor, sie nahm in mir Form an und die Figuren wurden lebendig. Als ich nach Hause kam, war ich bereit, das Buch zu schreiben. Bei den Büchern, die ich davor und danach geschrieben habe, waren die Inspirationen viel diffuser. Ich glaube, das ist einer dieser seltenen Momente, bei dem ich sagen kann, genau da hat es angefangen.

3. Sie haben vor zehn Jahren geheiratet. Wie haben Sie Ihren Junggesellinnenabschied verbracht?
Mein Junggesellinnenabschied war viel ruhiger als der in meinem Buch! Es war auch nur ein Tag, kein Wochenende. Wir verbrachten den Tag in London und nahmen an einem Schokoladenworkshop teil (ja, zugegeben, wir stellten Schokoladenpenisse her, das war unser Zugeständnis an den schlechten Geschmack!). Nachmittags tranken wir gemeinsam Tee im Dorchester, einem berühmten Luxushotel, und sind dann Cocktails trinken gegangen.  Ich hatte ein kleines Baby, also war ich es, die von Mitternacht an nervös auf die Uhr schaute, weil ich mir Sorgen machte, ob mein zukünftiger Ehemann wohl zurechtkam!

4. Was lesen Sie privat – auch Krimis und Thriller?
Ich liebe Thriller und Krimis, besonders Klassiker wie Agatha Christie und Dorothy L. Sayers, aber auch zeitgenössische Autorinnen wie Donna Tartt, Megan Abbott, Erin Kelly … es sind zu viele, um sie alle aufzuzählen. Ich habe aber einen sehr breiten Geschmack und lese eigentlich alles, von übersetzter Belletristik von Elena Ferrante und Arnaldur Indridason über historische Romane von Patrick O’Brien bis zu aktuellen Romanen wie Emma Clines ›The Girls‹. Im Grunde genommen lese ich alles! Jetzt gerade lese ich ›He Said / She Said‹ von Erin Kelly. Es ist noch nicht erschienen, aber ich empfehle es wärmstens – das erste Drittel habe ich regelrecht verschlungen.

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