Interview mit James Patterson

Über 280 Millionen Mal haben sich die Bücher von James Patterson weltweit bereits verkauft. Mit ›Heart. Beat. Love.‹ hat er nun einen Roman geschrieben, zu dem er einen ganz besonderen persönlichen Bezug hat, wie er uns im Interview verrät.

Laut SPIEGEL sind Sie »der erfolgreichste Schriftsteller der Welt« und haben bis heute fast hundert Bücher in ganz unterschiedlichen Sparten veröffentlicht. Wie kommt es, dass Sie jetzt eine Liebesgeschichte für junge Erwachsene geschrieben haben?

Ich liebe es, viele verschiedene Arten von Büchern zu schreiben, aber manchmal erzähle ich einfach gerne eine Liebesgeschichte. Ich habe zuvor schon welche geschrieben: ›Tagebuch für Nikolaus‹ und ›Sams Briefe an Jennifer‹. Ich denke nicht, dass ›Heart. Beat. Love.‹ ausschließlich für junge Menschen geeignet ist, es ist eine Geschichte für jeden, der an die Liebe glaubt.

›Heart. Beat. Love‹ ist ein sehr emotionales Buch über die erste wahre Liebe. Wie versetzen Sie sich selbst in die verzwickten und verwirrten Gefühle und Gedanken zweier Teenager, um eine so authentische Geschichte zu schreiben?

Nun, ich war auch einmal ein Teenager. Ich denke, die Weltsicht, die man als junger Erwachsener hat, hat etwas ganz Besonderes an sich. Man ist alt genug, um viele Möglichkeiten zu haben, und jung genug, um sie mutig anzugehen. ›Heart. Beat. Love.‹ ist außerdem inspiriert von einer Frau, mit der ich in meinen Zwanzigern eine Beziehung hatte. Sie war meine erste große Liebe - und eines Tages erfuhren wir, dass sie einen Gehirntumor hat und ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Sie hatte einen unglaublich starken Willen und wir sagten uns immer: »Wir haben so ein Glück, diese Zeit jetzt noch zu haben.«

Axi und Robinson laufen von einem Tag auf den anderen weg. Sie setzen ihre Reise sogar fort, als ihnen beiden klar wird, wie krank Robinson tatsächlich ist. Ist das nicht ein Davonlaufen vor Problemen und Konflikten mit ihren Familien?

Ich denke, dass Robinson und Axi ein wenig raus mussten, um am Ende ihren Weg nach Hause zu finden. Jane und ich entschieden uns damals, nicht zu trauern, solange sie noch lebte. Wir entschieden uns, zu leben, Spaß zu haben, unser Zusammensein zu genießen. Und Axi und Robin haben sich genauso entschieden.

Was denken Sie: Wem sind Sie ähnlich? Sind Sie vorsichtig wie Axi oder eher draufgängerisch wie Robinson?

Ich glaube, ich bin eine Kombination aus beiden. Obwohl ich das Buch aus Axis Perspektive geschrieben habe, weil ich weiß, wie es ist, der Überlebende zu sein.

Ein Roadtrip wie in Ihrem Roman verkörpert Freiheit und Loslassen. Waren Sie je auf einer solchen Reise? Oder könnten Sie sich vorstellen, wie Axi und Robinson einfach übers Land zu fahren?

Ich bin schon viel herumgekommen in meinem Leben, aber eine solche Reise habe ich noch nie unternommen. Glücklicherweise hatte ich die Möglichkeit, verschiedenste Städte überall in den USA zu besuchen, und ich habe ein paar meiner Lieblingsorte in die Geschichte einfließen lassen.

Wen würden Sie auf Ihren Roadtrip mitnehmen?

Meine Frau Sue und meinen Sohn Jack. Ich kann mir nicht vorstellen, eine längere Reise irgendwohin ohne sie zu unternehmen.
Das Interview führte Mirjam Oppelt / dtv.

 

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