Cover: Requiem

Requiem

Im Jahre 1961 wurde in Nord-Irland ein Mordprozess geführt, dessen Ausgang Geschichte schrieb und noch heute für Empörung sorgt: Der Angeklagte, Robert McGladdery, war der letzte Mann, der in Nord-Irland gehängt wurde. Beschuldigt des Mordes an einer 19-jährigen, beteuerte er seine Unschuld, bis er, überraschend, am Abend vor seiner Hinrichtung, ein fragwürdiges Geständnis ablegte.

Der Fall:
Januar 1961. Nach einem Tanzabend in der Newry Orange Hall wurde, halb verborgen unter Gestrüpp, die Leiche einer jungen Frau, Pearl Gamble, gefunden. Ihr nackter Körper wies zahlreiche Stichverletzungen auf. Sie wurde brutal zusammengeschlagen und erwürgt.

Der Richter:
Lord Justice Curran hätte den Fall gar nicht übernehmen dürfen. Neun Jahre zuvor war seine ebenfalls 19-jährige Tochter ermordet worden, der vermeintliche Mörder gefasst, zum Tod verurteilt und schließlich – weil unzurechnungsfähig – begnadigt worden. Allerdings sprach weit mehr gegen den Richter als allein die tragische Verstrickung in einen ähnlichen Fall.

Der Ermittler:
Eddie McCrink erkannte schnell, dass hier eine Stadt nach Vergeltung schrie und höchste Stellen manipulierend eingriffen. Da ist der Filz in Justiz, Regierung und Klerus, und da ist Nord-Irland, ein kleines gespaltenes Land, das sich gegenüber der großen Insel behauptet und gleichzeitig kuscht.

McNamee spürt einem Geschehen nach, das nie eindeutig geklärt wurde. Sein Interesse gilt dabei dem mutmaßlichen Justizirrtum ebenso wie der Anatomie einer Gesellschaft, die einen solchen Irrtum erst möglich macht. Halb Fallstudie, halb Fiktion, ist dies ein roman noir von düsterer Brillanz und Scharfsicht, eine Expedition in ein menschliches und soziales Drama.

merkzettel (0)

Es befinden sich keine Artikel in Ihrem Merkzettel


zum Merkzettel

warenkorb (0)

Es befinden sich keine Artikel in Ihrem Warenkorb


Gesamtbetrag:
0,00 €
inkl. MwSt. zzgl. Versand

My dtv


Jetzt registrieren