Schauplätze

Nach den verheerenden Bombenangriffen im Februar 1945 ist fast der gesamte Stadtkern Dresdens zerstört worden. Nach Kriegsende kamen die langen Jahre des Wiederaufbaus, die DDR-Zeit und die Wiedervereinigung. Heute kann man sagen: Dresden hat es geschafft und ist heute wieder die schönste Stadt der Welt - das finden zumindest wir Dresdner.
Das Polizeipräsidium, Max Hellers Arbeitsplatz, ist wieder aufgebaut.
Die Johannstadt, ein zentraler Ort der Handlung in meinem Roman, war damals voller Mietskasernen. Meine Großmutter väterlicherseits lebte bis kurz vor der Bombardierung mit ihrer Familie dort.  Das Viertel war mit am stärksten betroffen. Seit den Siebzigerjahren ist es wieder voller Leben, das sich in unzähligen sozialistischen  Plattenbauwohnungen tummelt.
Die Loschwitzer Brücke (wegen ihres blauen Rostschutzanstriches auch das Blaue Wunder genannt) hat den Krieg überstanden. Sie sollte noch von der Wehrmacht gesprengt werden, was aber  mutige Bürger verhinderten,  indem sie die Sprengvorrichtungen sabotierten.
In mühevoller Arbeit gelang es über die Jahrzehnte, das Zentrum mit dem Schloss, der Oper, dem Rathaus, der Kreuzkirche und all den barocken Bauten, für die Dresden berühmt ist, wieder aufzubauen. Die Frauenkirche, die mich als Ruine durch meine gesamte Kindheit als Mahnmal des Krieges begleitete, steht wieder in all ihrer ursprünglichen Pracht.  Ich muss gestehen, dass es den Besuch einer lieben Verlagsmitarbeitern aus München bedurfte, dass ich die Kirche das erste Mal betrat und auf den Turm stieg, um Dresden auch einmal von oben zu betrachten. 
Von dort kann man auch die Elbwiesen und mein altes Viertel, die Dresdner Neustadt, sehen. Dort wird,  im bitterkalten Winter 1947, der nächster Max-Heller-Roman hauptsächlich spielen.  
Ich selbst lebe heute eher am Rand der Stadt, nicht weit entfernt von Schloss Pillnitz. Es kostet mich gerade zehn Gehminuten und eine kurze Fahrt mit der Elbfähre, um das Schloss und seinen wunderschönen Park zu besuchen -  wenn ich nur nicht immer in meinem Kämmerchen sitzen und schreiben würde!

Dresdner Schauplätze von ›Der Angstmann‹
Polizeidirektion
Polizeidirektion
Johannstadt
Johannstadt
Blaues Wunder
Blaues Wunder
Rathaus und Kreuzkirche
Rathaus und Kreuzkirche
Hofkirche
Hofkirche
Elbwiesen und Frauenkirche
Elbwiesen und Frauenkirche
Frauenkirche
Frauenkirche
Pilnitzer Schloss
Pilnitzer Schloss

 

merkzettel (0)

Es befinden sich keine Artikel in Ihrem Merkzettel


zum Merkzettel

warenkorb (0)

Es befinden sich keine Artikel in Ihrem Warenkorb


Gesamtbetrag:
0,00 €
inkl. MwSt. zzgl. Versand

My dtv


Jetzt registrieren