Sofies Welt - Jostein Gaarders Welterfolg

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis (1994)

Natürlich hat Sofie schon darüber nachgedacht, wer sie eigentlich ist - wer hat das nicht, mit fast fünfzehn, vor dem Spiegel? Aber sich deshalb gleich mit Philosophie zu befassen, nein. Bis eines Tages dieser Brief im Briefkasten liegt, in dem nur eine Frage steht: »Wer bist du?« Sonst nichts, ohne Absender. Noch am selben Tag kommt ein zweiter Brief, diesmal mit der Frage: »Woher kommt die Welt?« Und von da an immer neue Briefe mit immer neuen Fragen, aber auch mit Antworten auf die jeweils alten. Bald ist klar: Der Absender spielt mit Sofie nicht nur ein Frage-und-Antwort-Spiel, er erzählt ihr nicht mehr und nicht weniger als die Geschichte der Philosophie. Und die ist spannend, spannender, als Sofie sich je hätte träumen lassen! 
 

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Denn Philosophie, führt Gaarder seinen Leserinnen und Lesern vor, ist alles andere als langweilig und ohne Bezug zum Leben. Lebensnotwendig und keineswegs von gestern ist sie, gerade in unserer modernen Welt der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Denn, so Gaarder: »Wir modernen Menschen wissen sehr viel, aber es ist wie ein Mosaik: Uns fehlt der Rahmen, in dem wir das Wissen ordnen können.«


Und noch ein Vorurteil hat Gaarder ein für allemal entkräftet: Dass Philosophie nur etwas für die Erwachsenen wäre. Ganz im Gegenteil, sagt Gaarder: »Die Fähigkeit, sich zu wundern« - nach Aristoteles die Voraussetzung des Philosophierens überhaupt »ist nicht etwas, das wir lernen, sondern etwas, das wir vergessen. Man braucht ja nur die Kinder zu beobachten. Ständig möchten sie etwas wissen. Wir Erwachsenen sind es dann, die sagen: ›Sei ruhig, frag nicht so viel.‹ Sofie hat sich einiges davon bewahrt und lässt sich von Alberto Knox keineswegs alles ohne Widerspruch einflößen. Einmal unterbricht sie ihn: ›Alle Philosophen, von denen ich bisher gehört habe, waren Männer. Und Männer scheinen in ihrer eigenen Welt zu leben … Ich finde, bisher gab es zuwenig Windeln und Kindergeschrei.‹«

Deutscher Jugendliteraturpreis

 

Aus der Jury-Begründung zum Deutschen Jugendliteraturpreis 1994 für ›Sofies Welt‹:

»Die vierzehnjährige norwegische Schülerin Sofie Amundsen, die bisher ein ganz normales Leben geführt hat, wird plötzlich durch geheimnisvolle Briefe aus ihrem Alltag gerissen und mit den Rätseln des Universums konfrontiert. Ein geheimnisvoller Lehrmeister offeriert ihr einen Philosophiekurs, der mit den Fragen ›Wer bist du?‹ und ›Woher kommt die Welt?‹ beginnt. Er möchte ihre kindliche Neugier erhalten und verhindern, dass sie später zu den ›Trägen‹ und ›Gleichgültigen‹ gehört, die keine Fragen mehr stellen und sich nicht mehr wundern können. Sofie lässt sich auf das Abenteuer des Denkens ein und wird entführt in eine Welt voller Rätsel und überraschender Lösungen. So entsteht, eingebettet in eine Rahmenerzählung, eine spannende Geschichte der Philosophie des Abendlandes von Sokrates bis Sartre. Sofie lernt ihre Wurzeln in der Geschichte kennen und begreift angesichts des Sternenhimmels, dass sie ›ein Funken des großen Feuers ist, das vor Jahrmillionen angezündet wurde‹.«

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