Fünf Fragen an die Autorin

dtv: Wie war es für dich, mit "Das Geheimnis der Meereselfe" wieder in die magische Welt von Lia Sturmgold einzutauchen?

Aniela Ley: Sobald ich über Springwasser schreibe, geht es mir wie Lia, wenn sie durch ein Portal schlüpft. In einem Moment stecke ich noch Hals über Kopf in der Menschenwelt, die Katze kratzt gerade genüsslich am Sofa, während die Geschirrspülmaschine vor sich hingluckert und in der Wohnung über mir veranstalten die Kids dem Lärm nach ein Wettrennen in Holzclogs. Und dann passiert plötzlich etwas Magisches, der Alltag verschwindet und vor mir öffnet sich Andersreich. Manchmal folge ich Lia direkt in eine Unterrichtsstunde Plantlingspflege und finde mich in dem traumhaft schönen Gewächshaus wieder. Oder ich darf der Clique aus der Nachtflugwabe dabei zuschauen, wie sie Staubkristalle polieren und dabei einen geheimen Coup planen, was in "Das Geheimnis der Meereselfe" nicht gerade selten vorkommt. 

Mit Lia unterwegs zu sein, ist immer ein Abenteuer, nur leider vergeht die Zeit in der Andersreich bekanntermaßen ja viel zu schnell – und während Lia dem Flugunterricht wegen ihrer Höhenangst entgegenbibbert, muss ich schon wieder die Rückreise in den Alltag antreten, weil mein knurrender Magen auf Mittagessen besteht. Leider denke ich nie daran, mir auf meiner Stippvisite in Springwasser noch schnell ein paar Minz-Pops einzustecken!

 

Hast du einen Lieblingsort im Elfeninternat Springwasser?

Die Wahrheit ist: Springwasser quillt über vor Lieblingsplätzen, ob es nun der Waschraum der Einheit Hochhinaus ist, der eher ein Badeparadies mit allen denkbaren Wasservergnügen ist vom Tiefseebecken bis zur duftenden Nebeldusche. Oder Madame Nachtalbes Verborgener Salon, dessen Schwelle von einem Wahrheitsfinder bewacht wird, der es faustdick hinter seinen Zipfelohren hat. 

Das Besondere an Springwasser ist ja, das man nicht alles sofort sieht. Manche Orte muss man entdecken oder ihr Geheimnis lösen, damit sie sichtbar werden. Oder man besteht bestimmte Prüfungen, wird in die nächste Liga versetzt oder folgt heimlich, so wie Lia, seiner Freundin Serafina und landet in einem unterirdischen See. 

Immer, wenn ich glaube, Springwasser zu kennen, öffnet sich ein neuer Raum, zeigt sich eine andere Seite, offenbart sich ein Geheimnis. Wenn Elfen eins nicht kennen, dann ist es Langeweile.

 

In Springwasser tummeln sich verschiedene Elfen: Meereselfen, Luftelfen, Erdelfen, Blumenelfen - mit wem würdest du gern mal einen Tag tauschen?

Natürlich ist alles, was Flügel hat, ganz weit vorn. Der Schwerkraft im Pixie-Blo-Style einen Vogel zeigen und abschwirren – genial. Aber eine Wasserelfe wie Serafina zu sein, ist ebenfalls reizvoll. Unter Wasser offenbart sich ja eine ganze Welt voller eigener Schönheit und abgefahrener Gegenden, wie etwa die Korallengärten der Unterwasserstadt Atlantis. Oder doch lieber Erdelfe sein mit lauter magischen Edelsteinen auf der Haut? Also, am liebsten würde ich im Stundentakt tauschen. Aber im Zweifelsfall wäre ich auch schon happy, als Flatterling ein wenig in Andersreich herumzuschwirren.


In Andersreich gibt es viele magische Wesen, wie z.B. den Wahrheitsfinder, der immer die Wahrheit sagen muss. Hättest du so etwas auch gern im wirklichen Leben?

Wenn wir uns umschauen, ist unsere Welt tatsächlich bunt und voller Überraschungen. Wenn man Asalia fragt, die ja in Lias Körper einen ganz normalen (Schul)Alltag hat, ist die Menschenwelt nur so gespickt mit Wundern, wie Toilettenspülungen (funktionieren ganz ohne lästigen Gargoyle!) oder Zimtkaugummi. Um uns herum gibt es also ganz viel Magie, wir müssen nur lernen, alles durch Asalias Elfenaugen zu sehen. Aber trotz all dieser tollen Sachen wäre es schon nice, die Tunnelsysteme der Stängelpost als Abkürzung benutzen zu dürfen oder einen Geist als Haushälterin zu haben wie Madame Nachtalbe. Nur auf den Wahrheitsfinder könnte ich ehrlich gesagt verzichten, der nimmt seinen Job nämlich äußerst ernst. Ich mag es lieber, manche Dinge - wie etwa die Frage, ob es das Andersreich wirklich - meiner Fantasie zu überlassen. 

 

Neugierige Frage zum Schluss: Hast du schon weitere Abenteuer für Lia geplant?

Ich kann doch Lia nicht im Stich lassen! Um in ihr altes Leben zurückkehren zu können, braucht sie die Taukristalle. Und solange sie die noch nicht hat, halte ich ihr die Treue und berichte fleißig, wie es ihr und ihren Freundinnen in Springwasser ergeht. Nachdem Lia im zweiten Band „Das Geheimnis der Meereselfe“ löst, bin ich bereits in das dritte Abenteuer in Springwasser eingetaucht. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber vielleicht so viel: Im Elfeninternat geht ein Trickser um – und Lia muss aufpassen, nicht in seine Falle zu tappen.

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