Der Hexer, Andrzej Sapkowsky, dtv, Fantasy

Die Welt der Geralt-Saga von Andrzej Sapkowski

Die Welt der Hexer-Saga

Ein einschneidendes Ereignis in der Vergangenheit der Welt der Hexer-Saga war die über ein Jahrtausend zurückliegende Sphärenkonjunktion bzw. Sphärendurchdringung. Dabei kam Geralts Welt vorübergehend in Kontakt mit anderen Welten oder Daseinsebenen, und von dort drangen die meisten Ungeheuer ein, mit deren Vernichtung die Hexer befasst sind. Die Sphärenkonjunktion hat aber auch das Verhältnis zwischen Wirklichkeit und Chaos auf komplizierte Weise verändert, und seither können einige wenige, erblich dafür veranlagte und entsprechend ausgebildete Menschen Magie betreiben. Die einzigen anderen magisch begabten Wesen von Bedeutung sind die Elfen (einige weitere zauberkundige Arten werden nur am Rande erwähnt oder sind ein Sonderfall wie Einhörner und manche Drachen).
Die Handlung der Geralt-Saga spielt auf einem namenlosen Kontinent auf der Nordhalbkugel jener Welt, und zwar an seiner Westküste, zwischen dem Meer und einer Kette von östlich gelegenen Gebirgen. Das Gebiet wird gegliedert von mehreren Flüssen, die alle ungefähr von Osten nach Westen fließen, die beiden größten sind der Pontar und die Jaruga. Der südlichere dieser beiden Ströme, die Jaruga (nilfgaardisch Yarra), ist zugleich die Grenze zwischen dem nach Norden drängenden Kaiserreich Nilfgaard und den Nördlichen Reichen. Südlich der Jaruga, neben Nilfgaard und am Meer, liegt auch das Königreich Cintra und vor dessen Küste wiederum das Inselreich Skellige. Der Kern des Kaiserreichs, das eigentliche Nilfgaard, befindet sich weiter südlich, zwischen ihm und der Jaruga liegen mehrere Länder, die von Nilfgaard erobert und als Provinzen ins Kaiserreich eingegliedert wurden, aber zum Teil noch pro forma eigene Könige und Fürsten haben. Das tropische Serrikanien, irgendwo noch weiter im Süden gelegen, ist im Norden schon halb legendär.
Von den Nördlichen Reichen sind die beiden wichtigsten Temerien und Redanien, die Grenze zwischen ihnen ist der Fluss Pontar. Zwischen Temerien, südlich des Pontar, und der Jaruga liegen einige kleinere Länder, darunter im Westen am Meer Verden und Cidaris. Brugge und Niedersodden, beide weiter landeinwärts an der Jaruga, haben nach dem ersten Krieg gegen Nilfgaard die Lehenshoheit Temeriens anerkannt. (Der südlich der Jaruga gelegene Teil von Sodden ist von Nilfgaard annektiert worden.) Temerien beansprucht auch die Oberhoheit über Mahakam, ein Zwergenreich im gleichnamigen Gebirgsmassiv, das de facto aber selbständig ist. Brugge und Verden grenzen an den Brokilon, einen Urwald, der von Dryaden erfolgreich gegen jeden Eindringling verteidigt wird. Östlich und südöstlich von Temerien und dem Mahakam-Massiv liegen im Vorland der Blauen Berge Aedirn und Lyrien-Rivien.
Am rechten Ufer des Pontar-Flusses erstreckt sich an dessen Unterlauf Redanien, östlich am Oberlauf hingegen (und an den Quell- und Nebenflüssen) zieht sich Kaedwen bis zu den Blauen und den Feuerbergen hin. Noch weiter nördlich liegen mehrere Länder, die wegen der großen Entfernung kaum in die Auseinandersetzungen mit Nilfgaard verwickelt sind, darunter Poviss, Caingorn und Kovir.

Nilfgaard

Nilfgaard ist ein Kaiserreich; der zur Handlungszeit der Geralt-Saga regierende Kaiser heißt Emhyr var Emreis. Es ist eine absolute Monarchie mit einer schlagkräftigen Armee und einer straffen, modernen Verwaltung; auch die Nilfgaarder Zauberer üben keinerlei Macht aus und sind nichts als bessere Bedienstete des Kaisers. Elfen sind in Nilfgaard – wie die gegen den Norden gerichtete Propaganda betont – völlig gleichberechtigt.
Das eigentliche Nilfgaard mit der gleichnamigen Hauptstadt liegt weit im Süden und hat sich im Laufe der Zeit immer weiter nach Norden ausgebreitet, die dabei eroberten Länder wurden als Provinzen eingegliedert, darunter Nasair, Metinna und Vicovaro. In einigen Fällen wurden die Herrscher der eroberten Länder als Marionetten auf dem Thron belassen; beispielsweise hat Maecht noch immer einen eigenen König, ist jedoch ein Teil der Nilfgaarder Provinz Metinna. In den Provinzen wird statt des Nilfgaardischen der Eroberer von den meisten Menschen noch die auch in den nördlichen Reichen verbreitete Gemeinsprache gesprochen.
Während sich Geralt ziemlich weit im Norden befand (im Band „Das Schwert der Vorsehung“), unternahm Nilfgaard einen weiteren bewaffneten Vorstoß nach Norden, der von den nördlichen Reichen teilweise zurückgeschlagen werden konnte. Nilfgaard behielt nur seine Eroberungen südlich der Jaruga, darunter Cintra und Obersodden. Der damals geschlossene Frieden ist jedoch brüchig, und beide Seiten rüsten zu neuen Kriegen.

Cintra

Cintra ist ein nach der gleichnamigen Hauptstadt benanntes Königreich, das im Norden vom Fluss Jaruga, im Westen vom Meer und im Süden von den Amell-Bergen begrenzt wird. Königin Calanthe, genannt „die Löwin von Cintra“, wurde auch vom Herrscher der weiter westlich im Meer liegenden Skellige-Inseln als Oberherrin anerkannt. Im ersten Krieg gegen die nördlichen Reiche hat Nilfgaard Cintra erobert und als neue Provinz eingegliedert, Calanthe kam dabei ums Leben. Ihre Enkelin Ciri konnte fliehen. In den politischen Plänen sowohl des Nilfgaarder Kaisers als auch der nördlichen Könige spielt Cintra weiterhin eine wichtige Rolle.

Skellige

Die Skellige-Inseln liegen im Meer westlich vor der Küste und sind von kühnen Seefahrern bewohnt. Sie bilden ein selbständiges Reich, doch ihr Herrscher, der Jarl Crach an Craite, hat die Oberherrschaft von Königin Calanthe von Cintra anerkannt. Nach dem Tod Calanthes und der Eroberung Cintras durch Nilfgaard hat er sich dem Frieden zwischen Nilfgaard und den nördlichen Reichen nicht angeschlossen; seine Männer führen den Krieg gegen Nilfgaard mit Piratenüberfällen auf eigene Faust fort.

Temerien

Das Königreich Temerien wird im Norden von dem großen Flusse Pontar begrenzt (auf der anderen Seite liegt Redanien), im Westen vom Meer. Südlich liegen zwischen Temerien und der Jaruga, bis zu der sich Nilfgaard ausgedehnt hat, noch einige kleinere Reiche – Cidaris, Verden, Brugge und Niedersodden; die beiden letzteren haben die Lehenshoheit Temeriens anerkannt, seit längerem zu Temerien gehört das Herzog- bzw. Fürstentum Ellander, wo sich der Tempel der Muttergöttin Melitele befindet. Temeriens Herrscher ist König Foltest, die Hauptstadt heißt Wyzima. Foltest beansprucht auch die Oberhoheit über die unmittelbar vor der temerischen Küstenstadt Gors Velen liegende Insel Thanedd und über das Gebirgsmassiv von Mahakam; de facto aber regieren auf Thanedd die Zauberer, und auch das Zwergenreich von Mahakam ist unabhängig.

Verden

König Ervylls Reich Verden liegt nördlich der Jaruga-Mündung am Meer, gegenüber von Cintra. Mit seinen drei starken Festungen Nastrog, Rosrog und Bodrog spielt es eine große Rolle in den strategischen Plänen der nördlichen Könige. Ervyll glaubt, ein Teil des Urwaldes Brokilon gehöre von Rechts wegen zu seinem Reich, und führt einen ständigen Kleinkrieg gegen die Dryaden, die diese Ansicht naturgemäß nicht teilen.

Brugge

Brugge ist ein relativ kleines Reich, das am Nordufer der Jaruga östlich (stromauf) von Verden liegt. Die Hauptstadt heißt ebenfalls Brugge. Den angrenzenden Urwald Brokilon versucht Brugges Herrscher, König Venzlav, mit diplomatischen Mitteln an sein Reich zu binden, womit er freilich ebenso wenig Erfolg hat wie seine Nachbarn mit ihrer kriegerischen Politik. Angesichts der Bedrohung durch Nilfgaard unterstellt sich Venzlav schließlich dem Seniorprotektorat des weitaus mächtigeren Königs Foltest von Temerien.

Brokilon

Der Brokilon, „der Letzte Ort“, ist das Reich der Dryaden, die weder irgendwelche Schädigungen der Bäume in diesem Urwald noch Feuer dulden und den Wald gegen jeden Eindringling verteidigen. Nur für verfolgte Elfen sowie für geeignete Männer, die sie zur Zeugung ihrer Kinder brauchen, machen die Dryaden gelegentlich Ausnahmen – und für den Hexer Geralt, der von früher her ein freundschaftliches Verhältnis zur Dryadenkönigin Eithné hat. Die Menschenreiche Verden, Brugge, Kerack und das später zwischen Nilfgaard und Temerien geteilte Sodden grenzen an den Brokilon. Im Brokilon liegen auch die Ruinen der uralten Elfenstadt Craag An.

Aedrin

Aedirn, das Reich von König Demawend, liegt östlich von Temerien, dem Mahakam-Massiv und Sodden im Vorland der Blauen Berge, südlich des Pontar bzw. seiner Quellflüsse. Die Hauptstadt ist Vengerberg. In der Nähe der Blauen Berge befindet sich in Aedirn auch Dol Blathanna, das Blumental. Der nördliche Nachbar entlang der Gebirgskette ist Kaedwen, der südliche Lyrien-Rivien.

Lyrien-Rivien

Lyrien und Rivien sind zwei unter der Herrschaft von Königin Meve vereinigte Reiche. Im Südosten werden sie von den Blauen Bergen begrenzt, die hier in die Amell-Berge übergehen; der nördliche Nachbar ist Aedirn, im Westen liegen Mahakam und das von Nilfgaard annektierte Obersodden. Rivien hat seinen Namen von der Hauptstadt Riva.

Redanien

Das Königreich Redanien liegt am Unterlauf des Flusses Pontar, und zwar am rechten Ufer gegenüber von Temerien. Nördlich von Redanien liegen unter anderem Poviss, Caingorn und Kovir, östlich Kaedwen. Die Hauptstadt ist Dreiberg, weitere bedeutende Städte, die eine weitgehende Autonomie genießen, sind die Handelsmetropole Nowigrad und die Universitätsstadt Oxenfurt. Redanien wird von König Wisimir regiert, später dann von Königin Hedwig. Beide – vor allem die Königin – stützen sich dabei stark auf Ratgeber unter den Zauberern und auf den redanischen Geheimdienst unter Sigismund Dijkstra.

Kaedwen

Kaedwen zieht sich nordwestlich von den Blauen Bergen und den daran anschließenden Feuerbergen hin. Seine Nachbarn im Westen sind Redanien und Caingorn, im Süden Aedirn. Es ist ein weitläufiges, aber relativ dünn besiedeltes Land, gebirgig und waldreich. Im Nordosten von Kaedwen liegt im Gebirge Kaer Morhen, die Heimstatt der Hexer. Der Herrscher ist König Henselt, die Hauptstadt Ard Carraigh. Zu Kaedwen gehört auch die Stadt Ban Ard, wo Zauberer ausgebildet werden.
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