»Maria Dermoût ... hat geradezu einen Instinkt für Schönheit, ... häufig meint man berühren zu können, was sie beschreibt.«
›The New Yorker‹

 

1958: Das ›Time Magazine‹ ernennt ›Die zehntausend Dinge‹ neben ›Lolita‹, ›Doktor Schiwago‹ und ›Frühstück bei Tiffany‹ zu einem der besten Romane des Jahres.

»Maria Dermoût zu lesen ist pure Entschleunigung.«
Lektorin Hella Reese über die Wiederentdeckung


Wer ist Maria Dermoût?
Maria Dermoût (1888-1962) ist eine Ausnahmeerscheinung in der niederländischen Literatur. Geboren wurde sie auf einer javanischen Zuckerplantage und hat schon früh mit dem Schreiben angefangen. ›Die zehntausend Dinge‹, ihr zweiter Roman, erschien allerdings erst 1955, als sie bereits 67 Jahre alt war und seit über 20 Jahren in den Niederlanden lebte. In den Roman flossen ihre Erinnerungen an ihr Leben auf Java ein – für sie ein paradiesisches Fleckchen Erde, dessen Schattenseiten sie allerdings nicht ausspart. Das Buch wurde auf Anhieb ein großer Erfolg, umgehend ins Englische übersetzt und in den USA mit Boris Pasternaks ›Doktor Schiwago‹, Truman Capotes ›Frühstück bei Tiffany‹ und Vladimir Nabokovs ›Lolita‹ verglichen.

Wieso ist sie in Deutschland von der Bildfläche verschwunden?
Über die Gründe lässt sich nur mutmaßen. Irgendwann war der Roman nicht mehr lieferbar und geriet in Vergessenheit – ein Schicksal, das Maria Dermoût mit nicht wenigen anderen Autoren teilt. Umso schöner ist es, dass sie nun in einer zeitgemäßen, fabelhaften Übersetzung wiederentdeckt werden kann!

Wie haben Sie den Roman wiederentdeckt?
Reintje Gianotten, eine Kollegin von der niederländischen Stiftung Literatur hat in einem Gespräch so sehr von Maria Dermoûts Roman geschwärmt, dass ich am liebsten sofort angefangen hätte zu lesen. Rasch auftreiben ließ sich allerdings nur die englische Übersetzung. Nach der Lektüre war klar: Dieses Meisterwerk muss auch auf Deutsch wieder zugänglich werden.

Wieso sollten wir ihn heute wieder lesen?
›Die zehntausend Dinge‹ verströmen einen einzigartigen Zauber: Maria Dermoût entführt uns in ein exotisches Land, beschwört in eleganter Prosa eine untergegangene Welt und holt längst Vergangenes in die Gegenwart. Das Besondere: Obwohl Maria Dermoût in einer ehemaligen niederländischen Kolonie aufgewachsen ist, schreibt sie keine Kolonialliteratur. Im Gegenteil, sie empfindet sich als Einheimische und vermag »von innen« und sehr sinnlich zu erzählen. Sie nutzt Strukturen des mündlichen Erzählens, dadurch wirkt der Text sehr unmittelbar, unkonventionell und authentisch. Sie nimmt sich Zeit, ihre Geschichte gleicht kleinen Wellen, die sanft an einem Strand auslaufen. Maria Dermoût zu lesen ist pure Entschleunigung.

 Mehr zum Buch
 Mehr zur Autorin
 Die Autorin in Bild und Text auf 26zeichen.de
© Autorenbild: privat
merkzettel (0)

Es befinden sich keine Artikel in Ihrem Merkzettel


zum Merkzettel
warenkorb (0)

Es befinden sich keine Artikel in Ihrem Warenkorb


Gesamtbetrag:
0,00 €
inkl. MwSt. zzgl. Versand
My dtv

Jetzt registrieren