»Er hat Millionen verblüfft, unterhalten und aufgerichtet.«
New York Times

 

Die besten Storys des großen amerikanischen Erzählers, der einst den Pulitzerpreis ablehnte und den Oscar gewann.

»Man setzt sein gesamtes Erspartes auf den Außenseiter und verliert ‒ und ist trotzdem vollkommen glücklich, weil man weiß, man hat das einzig Richtige getan. Genau diese Momente sind William Saroyan-Momente.«
Lektor Lars Claßen über die Wiederentdeckung


Wer ist William Saroyan?
William Saroyan (1908‒1981) wurde als Sohn armenischer Einwanderer in Fresno, Kalifornien, geboren und begann seine Karriere mit Storys, aufgrund derer Columbia Pictures ihn als Drehbuchautor anheuerte. Für das Theaterstück ›The Time of Your Life‹ erhielt er den Pulitzer-Preis, den er jedoch ablehnte, weil er fand, Geschäftsleute sollten nicht über Kunst urteilen, da war er gerade mal zweiunddreißig. Für das Drehbuch zu seinem Roman ›The Human Comedy‹ wurde er drei Jahre später mit einem Oscar ausgezeichnet, und diesen Preis nahm er an; heute gibt es sogar einen Preis, der nach ihm benannt ist. Er war zweimal mit der Schauspielerin Carol Grace verheiratet, aus der Ehe gingen zwei gemeinsame Kinder hervor. »Jeder muss einmal sterben«, lautete Saroyans letztes Pressestatement, »aber ich habe immer geglaubt, dass in meinem Fall eine Ausnahme gemacht würde.«
 
Wieso ist er von der Bildfläche verschwunden?
Vielleicht fand das prosperierende Amerika der fünfziger und sechziger Jahren einfach nicht mehr den gleichen Gefallen an seinen trotzig-optimistischen Geschichten aus der Unterschicht, das vermutet Richard Kämmerlings in seinem Nachwort. Und die Popularität eines Autors in seinem Heimatland wirkt sich natürlich aus auf die Aufmerksamkeit, die man ihm im Ausland entgegenbringt. Woran es auch lag, es ist Saroyan nicht gut bekommen, er war ja ein ganz schöner Exzentriker, ein Trinker noch dazu, ein Spieler. Dennoch hat er gerade in dieser Zeit einige seiner schönsten Romane geschrieben. Auf die können sich die deutschen Leser schon einmal freuen!  
 
Wie haben Sie William Saroyan wiederentdeckt?
Ganz unspektakulär. Ich kannte Saroyan gar nicht; um ehrlich zu sein, hatte ich nicht mal von ihm gehört. Nun hatte ich aber eben einen seiner Storybände in der Hand, der mir als ein Titel von vielen von einer englischen Agentur angeboten wurde. Auf der mitgeschickten Liste stand er ganz unten, und aus irgendeinem Grund wollte ich mich diesmal von unten nach oben durcharbeiten. Dann ging alles ganz schnell, dieser Mann hat mich gleich mit der ersten Story auf die Bretter geschickt. Ich dachte, das gibt's doch nicht, wie kann man denn so schreiben? So frisch und mutig, so anrührend und komisch, so weltoffen und warmherzig ‒ und dann mit so einem Punch! Manchmal ist unspektakulär eben das größte Spektakel.
 
Wieso sollten wir ihn heute wieder lesen?
Ganz einfach deshalb: Man liest diese Storys und merkt, man hat sie schon immer vermisst! William Saroyan war ein Star zur Zeit der Großen Depression, weil seine Storys nämlich das beste erdenkliche Anti-Depressivum waren, und das sind sie auch heute. Wir alle kennen jene raren Momente der Freiheit, in denen wir endlich einmal ganz wir selbst sind und die nur uns ganz allein gehören. Man setzt sein gesamtes Erspartes auf den Außenseiter und verliert ‒ und ist trotzdem vollkommen glücklich, weil man weiß, man hat das einzig Richtige getan. Genau diese Momente sind William Saroyan-Momente, und mit Saroyan ist einfach nichts hoffnungslos!

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 Richard Kämmerlings über William Saroyan
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