Die Cazalet-Chronik

»Bezaubernd, ergreifend und vollkommen unwiderstehlich.«
Sunday Times

»Diese Chronik wird man als einen Klassiker über das Leben in England im 20. Jahrhundert lesen.«
Sybille Bedford

Die Cazalets. Eine großbürgerliche Familie im England der späten Dreißigerjahre – unruhige Zeiten. Aus dem Familiensitz Home Place in der malerischen Grafschaft Sussex wird unerwartet ein Zufluchtsort für mehrere Generationen. Feinfühlig erkundet Elizabeth Jane Howard die Sehnsüchte und Geheimnisse der Familie Cazalet und erweckt eine vergangene Welt zu neuem Leben.

 Alle Bände

Geschichte eines modernen Klassikers



»Die autobiografischen Sachen müssen im Keller lagern, wie Wein.«


von Übersetzerin Ursula Wulfekamp

Im Grunde haben wir die Chronik der Familie Cazalet Martin Amis zu verdanken, denn er riet seiner »bösen Schwiegermutter«, wie er sie liebevoll nannte, die Geschichte ihrer eigenen Familie literarisch zu verarbeiten. Also setzte sie sich Ende der 1980er-Jahre, mit weit über sechzig Jahren, an die Arbeit. Ihr großes Anliegen dabei war, zu zeigen, wie sehr sich das Leben in England durch den Zweiten Weltkrieg veränderte. War Dienstpersonal bis in die ersten Kriegsjahre hinein noch gang und gäbe, mussten nach 1945 die Frauen der gehobenen Mittelschicht selbst am Kochherd stehen – ein Gedanke, den die Figur der 17-jährigen Louise 1940 noch als völlig absurd abgetan hatte. Und die Frauen der unteren Schichten, die bislang als Hauspersonal in Sicherheit, aber auch in großer Abhängigkeit gelebt hatten, kehrten nicht mehr »in Stellung« zurück, nachdem sie einmal kriegswichtige Arbeit geleistet und den Duft der Freiheit geschnuppert hatte. Was nicht heißen soll, dass die britische Zweiklassengesellschaft damit ein Ende gefunden hätte, was Elizabeth Jane Howard auch deutlich macht.
 
Auf die Frage, weshalb sie ihre Familiengeschichte erst so spät erzählerisch nutzte, erklärte die Autorin einmal: »Die autobiografischen Sachen müssen im Keller lagern, wie Wein.« Nachdem der Stoff genügend herangereift war, schrieb sie die Chronik der Cazalets, die sich in vieler Hinsicht als Porträt ihrer Familie darstellt: Home Place etwa ist das Haus, das Howards Großeltern auf dem Land besaßen und wo sie als Kind viel Zeit verbrachte, ihre eigene Gouvernante lieferte das Vorbild für Miss Milliment, und die drei Cousinen Louise, Polly und Clary sind nach Aussage der Autorin »verschiedene Aspekte von mir selbst«.

Nach dem Erscheinen der ersten vier Bände – sie wurden zwischen 1990 und 1995 veröffentlicht – galt der Romanzyklus in Großbritannien schon bald als moderner Klassiker, ein wenig vergleichbar mit John Galsworthys Forsyte Saga. In mancher Hinsicht erinnert er auch an die in Deutschland so beliebte TV-Serie Das Haus am Eaton Place, für die Elizabeth Jane Howard tatsächlich eine Folge schrieb.
 
Die BBC erkannte das Potenzial des Stoffes und verfilmte die Chronik 2001 in sechs Teilen. Da war allerdings der fünfte Band noch nicht erschienen – den verfasste Howard erst 2013, ein Jahr vor ihrem Tod. Diese fünf Bände dienten als Vorlage für ein Hörspiel, das im englischen Radio 4 in zehn Episoden ausgestrahlt.
 
Wenn die fünf Bände dann auch noch in mehrere Sprachen übersetzt werden – oder bereits wurden –, müssen sie wohl einen bleibenden Reiz besitzen ... Aber mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

 Jetzt neu übersetzt von Ursula Wulfekamp

5 Bände in neuer Übersetzung ... to be continued!

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