Krimiautor, Frank Goldammer, dtv
Cover: Tausend Teufel

Erfahren Sie mehr über ›Tausend Teufel‹ von Frank Goldammer

Der zweite Fall für Max Heller


Dresden 1947: Im zweiten Jahr nach Kriegsende gehört die Stadt zur sowjetischen Besatzungszone und ist nach wie vor eine Trümmerwüste. Im klirrend kalten Winter wird das Leben beherrscht von Wohnungsnot, Hunger und Krankheit. Oberkommissar Max Heller wird von der neu gegründeten Volkspolizei an einen Tatort in der Dresdner Neustadt gerufen. Doch bevor er mit den Ermittlungen beginnen kann, wird der tot aufgefundene Rotarmist vom Militär weggeschafft. Zurück bleiben eine gefrorene Blutlache und ein herrenloser Rucksack, in dem Heller eine grauenhafte Entdeckung macht: den abgetrennten Kopf eines Mannes ...

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»Er zögerte. Er hatte keine Angst vor der Dunkelheit, er fürchtete keine Geister, glaubte an keine Dämonen, doch er wusste, wenn er in diese Finsternis hinuntersteigen würde, dann würde etwas mit ihm geschehen. Dann würde er Geräusche hören, die längst verklungen waren, Dinge sehen, die es nicht mehr gab, dann würde er Feuer riechen, verbranntes Fleisch, verschmorte Haare. Schon fasste die Dunkelheit nach ihm, wollte sich anschleichen und hinunterzerren. Heller zog die Schultern hoch und erschauderte. Er wollte sich bewegen, doch er konnte es nicht. Er war wie erstarrt.«

Dresdner Schauplätze von ›Tausend Teufel‹

Wir haben im August 2017 Frank Goldammer in Dresden getroffen. Dabei konnten wir die Schauplätze in Dresdens Szeneviertel »Neustadt« kennenlernen und einige historische Hintergründe erfahren. Auf dem Alaunpark befanden sich früher Exerzierhallen; im Hintergrund sieht man die Garnisionskirche (Bild 1). Eine zentrale Rolle im Kriminalroman spielt die Kneipe ›Schwarzer Peter‹, die zwar fiktiv ist, sich aber im Buch genau an der Kreuzung von Louisen- und Alaunstraße befindet (Bild 2). Die Görlitzer Straße, hier zu sehen in Richtung Innenstadt, durchquert die Neustadt (Bild 3). Sehr malerisch sind die Kunsthofpassagen, über die man einen Eindruck von den zahlreichen Hinterhöfen der Neustadt gewinnt. Versteckt hinter tristen Hausfassaden verbergen sich oft kleine Idyllen. Früher waren die Hinterhöfe Wohn- und Spielraum unzähliger Arbeiterkinder (Bild 4). Über allem thront die Martin-Luther-Kirche (Bilder 5 und 6). Sie wurde im Krieg kaum zerstört. In der Nacht des 13. Februar 1945 traf sie eine Brandbombe, die jedoch keinen großen Schaden anrichtete. Mitten im Szeneviertel, Kreuzung Alaunstraße und Böhmische Straße (auf der freie Fläche) befand sich ein Lichtspieltheater, das im Bombenhagel zerstört wurde (Bild 7). Die Kreuzung Görlitzer- Louisen- und Rothenburgerstraße ist heute ein beliebter Treffpunkt an den Wochenenden (Bild 8). Nicht weit davon und ebenfalls in einem Hinterhof ist das Nordbad. 1895 wurde es als Germania Bad erbaut und 1922 als Volksbad der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.  


Der Alaunpark
Der Alaunpark
Die Kreuzung Louisen- und Alaunstraße
Die Kreuzung Louisen- und Alaunstraße
Die Görlitzer Straße
Die Görlitzer Straße
Kunsthofpassage
Kunsthofpassage
Martin-Luther-Kirche
Martin-Luther-Kirche
Martin-Luther-Kirche
Martin-Luther-Kirche
Kreuzung Alaunstraße und Böhmische Straße
Kreuzung Alaunstraße und Böhmische Straße
Kreuzung Görlitzer- Louisen- und Rothenburgerstraß
Kreuzung Görlitzer- Louisen- und Rothenburgerstraß
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