Lea Coplin im Interview

Wie wurdest du zu ›Nichts ist gut. Ohne dich.‹ inspiriert? Gab es einen bestimmten Moment, in dem sich die Geschichte gebildet hat?

Die Idee zu ›Nichts ist gut. Ohne dich.‹ hatte ich schon vor einigen Jahren, ehrlich gesagt, als ich das für mich neue Genre New Adult entdeckt habe und Bücher von Autorinnen wie Colleen Hoover, Jessica Sorensen oder Simone Elkeles las. Wenn diese unfassbar tragischen, romantischen Geschichten schön erzählt sind, können sie einen wirklich berühren, und damals dachte ich mir, das möchte ich unbedingt auch mal versuchen. Es lagen dann noch einige andere Bücher dazwischen, aber das Exposé und die ersten Seiten von ›Nichts ist gut. Ohne dich.‹ immer in der Schublade.
 
Gab es Vorbilder für die Charaktere von Jana und Leander?
 
Nein, die gab es nicht. Beide Charaktere sind erfunden, wobei sich manche ihrer Eigenschaften vermutlich bei mir selbst oder in meinem Freundeskreis finden lassen – so ist es wohl bei jedem Buch.

Janas und Leanders Schicksal ist tragisch und einzigartig. War es deine Absicht eine Liebesgeschichte zu schreiben, die in dieser Form noch nicht erzählt wurde?

Na, ja: Ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass es eine Liebesgeschichte gibt, die noch nicht erzählt wurde – leider. Man ist immer um Originalität bemüht, aber man wird das Rad nie neu erfinden können. Wenn Janas und Leanders Geschichte frisch und einzigartig wirkt, freut mich das natürlich trotzdem.

Was ist dein Lieblingsort in München und hat er es mit in deinen Roman geschafft?
 
Mmh, das ist eine echt schwere Frage ... Also, da ich an der Isar wohne, gefällt es mir dort auch sehr, besonders in dem Teil nach der Eisenbahnbrücke, zu dem Leander joggt. Darüber hinaus kann ich keinen Ort festmachen. Ich mag die Biergärten, das Glockenbachviertel und Haidhausen, ich freu mich, wenn die Sonne scheint, und ich von unserer Wohnung zum Viktualienmarkt spazieren kann. Geheimtipps kann ich nicht geben, fürchte ich.

Wie sieht dein Schreiballtag aus? Hast du feste Rituale, die dich beim Schreiben unterstützen?
 
Ich brauche absolute Ruhe, das heißt, ich bin leider nicht der Typ, der in Cafés schreiben kann. Morgens bin ich am besten, weshalb ich mich bemühe, früh aufzustehen – oft schaffe ich es aber doch nicht vor neun an den Rechner. Daneben brauche ich Tee und meine Katzen für kreative Pausen, und wenn ich Hunger habe, kann ich mich leider gar nicht mehr konzentrieren.
 
Gibt es bestimmteKünstler oder Schriftsteller, die dein Schreiben beeinflusst haben?
 
Oh, das ist auch eine schwierige Frage. Ich kann sagen, welche Künstler oder Schriftsteller ich mag, aber ob die mein Schreiben beeinflusst haben? Ich habe viele Jahre als Journalistin gearbeitet, habe ein Volontariat bei der Süddeutschen Zeitung gemacht und das Schreiben in vielen Facetten gelernt. Zum Beispiel habe ich gelernt, dass es besser ist, einfach zu formulieren statt alles zu verklausulieren, und dass es auch in der Sprache eine Melodie gibt. Das hat mein Schreiben geformt und beeinflusst, denke ich.

Möchtest du deinen Lesern noch etwas zu ›Nichts ist gut. Ohne dich.‹ mitgeben?

Nur, dass ich hoffe, dass ihnen das Buch gefällt, denn für sie habe ich es geschrieben.
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