Paola Peretti, In der Nacht hör ich die Sterne

Paola Peretti erzählt ihre Geschichte

Mafalda ist zwar der Name meiner besten Freundin, doch das kleine Mädchen in meinem Roman ‒ das bin ich. Ich bin die Mittlere in unserer Familie, die mich mit viel Liebe umgibt, damit aber auch erdrückt. Seit einem Jahr wohne ich deshalb 
allein, schreibe für Regionalzeitungen und bringe Kindern aus anderen Ländern Italienisch bei. Und außerdem werde ich bald blind: Mit meinen braunen, nicht besonders ausdrucksstarken Augen sehe ich inzwischen nur noch ein Fünftel von dem, was andere sehen.
Aber keine Sorge, ab hier wendet sich meine Geschichte zum Guten.
Seit ich weiß, dass es eines Tages in einer nicht allzu fernen Zukunft um mich herum vollkommen dunkel sein wird, erlebe ich jeden Morgen in einem neuen Licht. Und so stürze ich mich nun kopfüber und mit doppeltem Eifer ins Leben.
Ich fahre Ski, geleitet von meinen Freunden. Ich spiele Klavier nach Gehör. Nachts sitze ich am Fenster, schaue hinauf zu den Sternen und flehe sie an, sich ganz tief in meine Netzhaut zu brennen.
Daneben ist Lesen meine größte Leidenschaft. Und ich möchte schreiben. Denn ich sehe nun immer mehr mit meinen Händen − und wenn ich schreibe, werden die Bilder in meinem Kopf wieder heller. Bevor mein Licht ausgeht, möchte ich in dieser Welt ein Feuer entzünden, ein Feuer, an dem sich die Menschen wärmen können in diesem verrückten, sich immer schneller drehenden Leben.
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