Cover: Die Unperfekten

Die Unperfekten

Ein zutiefst menschlicher Roman um eine internationale Zeitung und eine liebenswerte Truppe von Lebens- und Überlebenskünstlern.


Was, wenn ein Zeitungserbe seinem Basset mehr Interesse entgegenbringt als dem Schicksal seines Blattes? Was wird aus der unglückseligen Ruby (alleinstehend, immer auf der Suche nach dem Mann fürs Leben)? Aus Ed, der gefeuert wird und sich an der zuständigen Sachbearbeiterin (alleinerziehend, drei Kinder und keine Zeit für die Liebe) rächt? Aus der Chefredakteurin Kathleen (verheiratet mit einem Weichei und verliebt in einen anderen)? Und aus Lloyd, der, einsam wie ein Straßenhund, aus Not eine Story erfindet und auffliegt?

Rachmans wunderbar hintergründiger, ernst-komischer Gesellschaftsroman über eine internationale Tageszeitung und ihre Macher in Rom ist von bezwingender Leichtigkeit und ein Panoptikum unserer Zeit.

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 Die Charaktere

»Das Leben steckt voller unglücklicher und schmerzhafter Erlebnisse, aber dennoch ist das Leben selbst keine unglückliche Erfahrung. Und das ist eine dieser seltsamen Paradoxien über das Leben, dass es so viele wunderbare Momente und so viel Schönheit gibt, die uns für die Tragödie, die das Leben in vieler Hinsicht ist, entschädigt. Das ist sogar etwas, das Schopenhauer sagte – nicht der Hund Schopenhauer in meinem Buch, sondern der Philosoph: Aus der Nähe betrachtet ist das Leben eine Tragödie, aus der Entfernung eine Komödie. Und ich glaube, dass das Leben tatsächlich beides ist.«
Tom Rachman

Tom Rachman über den Titel ›Die Unperfekten‹

»Ich war bei einem Abendessen mit einer Gruppe von Italienern. Den ganzen Abend wurde italienisch gesprochen, und während des Essens sagte mir einer von ihnen, ich spräche sehr korrekt. Und es war kein reines Kompliment, denn was er meinte, war: „Du sprichst sehr korrekt, aber nicht wie ein Italiener, du sprichst nicht die lebendige Sprache, sondern wie ein Lehrbuch.“ Sein Kommentar war: „Du bist eindeutig ein Perfektionist.“ Ich dachte nach über das, was er sagte – und darüber, wie unperfekt ich mich tatsächlich fühlte. Denn dass ich so sorgfältig sprach, lag ja nur an meinem übersteigerten Bewusstsein für die Fehlerhaftigkeit meiner Sätze. Jeder klang falsch, ich sprach mit Akzent, ich hörte die kleinen Fehler im Satzbau, fragte mich, ob ich nicht den falschen Artikel genommen hatte usw. Und ich fand, dass dieser Perfektionismus (falls es so etwas gibt) völlig fehlbenannt ist, weil davon ja Leute befallen sind, die sich ständig unperfekt fühlen und versuchen, an ein unerreichbares Ziel zu gelangen. Perfektionismus ist auch nur eine andere Art, über Enttäuschung zu reden. All diese verschiedenen Gedanken gingen mir durch den Kopf, und die Idee von Nicht-Perfektionisten – von Leuten, die unerreichbare Ziele verfolgen und dabei zwangsläufig enttäuscht werden. Solche Leute sind auf ihre Art sehr menschlich. Und das ist die Art von Charakteren, die ich in diesem Buch versammeln wollte.«
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