Cover: Das wirkliche Leben

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DAS WIRKLICHE LEBEN

»Ich war keine Beute mehr. Ich war ich und dieses Ich war durch nichts totzukriegen.«

Die explosive Geschichte eines mutigen Mädchens mit einer unbändigen Lebenskraft, das in einem widrigen Umfeld zu einer starken Frau heranreift und sich aus der weiblichen Opferrolle befreit. 

»Welche Bücher haben es im Augenblick überhaupt geschafft, einen so in Bann zu ziehen, dass man tatsächlich mal für ein paar Stunden alles stehen und liegen lässt und einfach nur in einer Lektüre versinkt? Diesem Buch ist das gelungen. […] Es ist ein radikales Plädoyer, sich nicht von der Angst hetzen zu lassen.« Thea Dorn, ZDF, Das Literarische Quartett



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Adeline Dieudonné

Adeline Dieudonné, 1982 geboren, lebt mit ihren beiden Töchtern in Brüssel und ist Theaterschauspielerin. Nach preisgekrönten Erzählungen und einem One-Woman-Theaterstück war sie mit ihrem grandiosen Romandebüt der Shootingstar der ›Rentrée littéraire 2018‹. Der Titel wurde mit 14 (!) Literaturpreisen ausgezeichnet und avancierte zum Liebling des französischen Buchhandels.
© Gwladys Louiset Photography

 Interview mit SR2
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
in diesen Tagen wollte ich eigentlich nach Deutschland kommen, und hoffte, Ihnen in einer Buchhandlung zu begegnen. Die Coronakrise verhindert das leider. Deshalb schicke ich Ihnen nun ein paar Worte aus meiner Heimatstadt Brüssel, wo ich gerade an meinem zweiten Roman arbeite und selbstgezogenen Pflänzchen beim Wachsen auf meiner Terrasse zusehe.
 
Ich dachte mir, es interessiert Sie vielleicht, wie ich zum Schreiben kam. Nun, ich begann damit, weil ich wütend war: Es machte mich wütend, zu sehen, wie die Welt an dem Ast sägt, auf dem meine beiden Töchter und alle nachfolgenden Generationen sitzen. Und es machte mich wütend, dass ich mich so ohnmächtig fühlte. 
 
Während ich ›Das wirkliche Leben‹ schrieb, war ich mir dessen nicht bewusst. Aber in die Figur des Vaters legte ich damals das, was mich dabei am meisten empört und erschreckt: dieses ultraliberale Räuber-Beute-System. »Im Leben fressen die Großen die Kleinen«, erklärt der Vater in meinem Roman. Für ihn ist man entweder Beute oder Raubtier: Nach dieser grausamen, simplen Gleichung funktioniert die Welt.
 
Die Probleme, vor denen wir heute stehen, sind komplex. Auf der Erde leben mittlerweile über sieben Milliarden Menschen. Jeder hat ein Recht auf Wasser, ausreichend Nahrung, medizinische Versorgung und ein Leben in Sicherheit. Und zugleich müssen wir alles dafür tun, diese Erde für die zukünftigen Generationen zu erhalten. Das Ganze ist wirklich komplex. Dennoch: Es ist eine Sache, dass wir unfähig sind, angemessen zu kooperieren, damit all das irgendwann für jeden gewährleistet ist. Eine ganz andere aber ist es, dass wir Tag für Tag auf die Opfer blicken und uns vormachen, dass sie unvermeidlich sind. Oder dass die »anderen« die Schuld daran haben. Wenn ich milde gestimmt bin, nenne ich das ignorant, aber im Grunde ist es zynisch. 
 
Ja, ich mache mir Sorgen um die Zukunft. Wir befinden uns auf der Titanic und steuern direkt auf den Eisberg zu. Doch zum Glück gibt es mittlerweile einzelne Stimmen, die sich erheben. Stimmen von Menschen, die die Dinge differenzierter betrachten. Die wegweisend sind. Und in Aktion treten. Es ist also doch noch nicht alles verloren. Und ich glaube, dass (wie alle Kunstschaffenden) auch wir Autorinnen und Autoren einen Part dabei haben: Denn mittels unserer Geschichten kann der Mensch die Realität aus anderen Blickwinkeln betrachten, ihm noch unbekannte Situationen erleben, sich in andere Menschen hineinversetzen – und sich eine andere Zukunft ausmalen, sei es die schlimmste oder die beste. Mit meinen bescheidenen Mitteln will ich also ein wenig dazu beitragen, dass wir zusammen den Kurs noch ändern und so die Kollision mit dem Eisberg nicht ganz so katastrophal wird wie erwartet. 
 
Und so hoffe ich, dass die Lektüre meines Debüts Ihnen erst mal hilft, sich von Ihrer eigenen Wut und Ihrem Ohnmachtsgefühl zu befreien. So wie mir das Schreiben geholfen hat. Und ich hoffe ebenfalls, dass Sie und ich uns doch noch irgendwann begegnen, sei es in meinen Romanen oder im »wirklichen« Leben. 
 
Herzlich,
Adeline Dieudonné

»Nach kaum einer Seite wusste ich, dass ich diesen Roman lieben würde. Zart und roh, magisch und schmerzhaft, wunderschön und gleichzeitig furchterregend hässlich bildet Adeline Dieudonné ›Das wirkliche Leben‹ in all seinen Facetten ab. Ein wahres, kleines Kunstwerk.« Romy Hausmann

»Dieudonné ist eine der Entdeckungen der Saison.« buchreport 
 
»Ein verstörend brutales, gleichzeitig faszinierend sanftes Buch — ein Debüt, bei dem man von der ersten bis zur letzten Seite Gänsehaut hat.« Mareike Fallwickl

»Man muss von Dieudonnés Heldin einfach hingerissen sein, diesem großartigen, heranwachsenden Mädchen, das so klug, sensibel, sinnlich ist und einen so unbändigen Lebenstrieb hat.« Nathalie Dupuis, ›ELLE‹

»Dieudonnés Sprachmacht und ihre Verve beeindrucken zutiefst.« Marianne Payot, L’Express
 
»Diesen so grausamen wie leidenschaftlich-kämpferischen Debütroman sollten Sie nicht verpassen. Adeline Dieudonné betritt die Literaturszene wie eine wahre Kriegerin.« Jérôme Garcin, Le Nouvel Observateur

»Ein Buch voller Hoffnung, das den unbedingten Lebenswillen und die große Widerstandskraft von Kindern feiert.« Bruno Corty, Le Figaro

So schwärmen die französischen Buchhändlerinnen




»DAS Debüt der Literatursaison. An dieser literarischen Bombe kommt keiner vorbei. Die umwerfende, realistische Geschichte gehört für mich in die Kategorie ›Bücher, die einem den Atem rauben‹. Mit dem ersten Satz atmen Sie tief ein – und atmen erst wieder aus, wenn Sie das letzte Wort gelesen haben.« Librairie Michel, Fontainebleau
 
»Diese Geschichte ist von einer hypnotisierenden, magnetischen Kraft.« Librairie La Rose des Vents, Dreux
 
»Dieser Roman ist überwältigend schön und grausam zugleich, er berührt unser Innerstes, bricht uns das Herz und beweist mit Brillanz die Kraft der Literatur. Einfach superb!« Librairie La Carline, Forcalquier
 
»Ein brisanter, eindrucksvoller, fesselnder Coming-of-Age-Roman! Wir haben unser Herz an diesen Roman verloren, der so machtvoll ist wie ein Faustschlag und keinen unberührt lässt . Das müssen Sie lesen! Unbedingt!« Librairie La Lison, Lille
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