Mrs Fletcher

Mit zarten 46 Jahren kann’s das doch noch nicht gewesen sein! Gerade war Eve Fletcher noch alleinerziehende Mutter. Jetzt probiert ihr Sohn Brendan am College aus, was es heißt, ein Mann zu sein, und auch, was es nicht heißt. Aber sind Mütter nicht auch nur Frauen? 

Ein herrlich provokanter, rasend komischer Roman über die Möglichkeit, noch einmal ein ganz anderes Leben zu führen. Über Begehren und Elternschaft. Über Sex und Liebe und alles dazwischen.

 Leseprobe
Das Leben ist zu kurz, 
um sexuell frustriert zu sein

»Mrs Fletcher handelt davon, wie man sich selbst in eine neue Identität hineindenkt. Es ist die Geschichte einer Frau, die eine Superkraft entdeckt oder zumindest ein geheimes Ich, das ihr gesamtes bisheriges Leben auf den Kopf stellt.«
Tom Perrotta


Tom Perrotta wurde 1961 in Garwood, New Jersey, geboren. Seine Romane werden regelmäßig fürs Kino verfilmt (u.a. ›Little Children‹ mit Kate Winslet in der Hauptrolle). Er lebt mit seiner Frau in der Nähe von Boston.

Ein Brief von Tom Perrotta

Liebe Leserinnen und Leser in Deutschland,

wer darf welche Geschichte erzählen? Inwieweit beschränkt unsere Identität unser Vorstellungsvermögen? Diese Fragen stellen sich, wenn man als Autor die Grenzen von Rasse, Klasse oder Geschlecht überschreitet. Und natürlich fragte auch ich mich bei der Arbeit an ›Mrs Fletcher‹: Darf ich – ein heterosexueller, weißer Schriftsteller –, die Geschichte einer Frau mittleren Alters erzählen, die ein sexuelles (Wieder-)Erwachen erlebt?  

Die Tatsache, dass ich mich nicht auf gänzlich unbekanntes Terrain vorwagte, machte mir etwas Mut – zwei meiner drei letzten Bücher (›Little Children‹ und ›The Abstinence Teacher‹) drehen sich um weibliche Hauptfiguren und unverhohlen sexuelle Themen. Außerdem hatte sich das Zuhause von meiner Frau und mir, genau wie das von Mrs Fletcher, gerade in ein Empty Nest verwandelt: Die Kinder waren erwachsen geworden und ausgeflogen – unsere Tage als »richtige Eltern« schienen gezählt. Ich wusste also, wie sich das anfühlt, etwas zu verlieren, gleichzeitig aber auch neue Möglichkeiten zu bekommen. [...]

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