Ulrike Rylance und Lisa Hänsch - über Sprechblasen-Spaß, Hunde in ihrem Leben und den Lieblingsort zum Arbeiten.


In einem Interview mit der Autorin Ulrike Rylance und der Illustratorin Lisa Hänsch erfuhr ploxxo.de wie es zu der Idee für den Comic Roman kam, warum Hunde auch in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielen und welchen Spaß sie an der Zusammenarbeit haben.

Penny Pepper ist ein lustiges, aufgewecktes Mädchen, mit einem charmant, frechen Eigensinn und einer Vielzahl verrückter Ideen. Waren Sie als Kind auch so und haben sich mit Freude beim Schreiben der Geschichte daran erinnert? Oder sind Penny und ihre Freundinnen, oder auch Flora, ihre Erzfeindin, frei erfunden?
Ulrike Rylance: Penny und ihre Freundinnen sind frei erfunden, allerdings steckt schon ein bisschen was von mir in Penny. Ich habe mir immer brennend einen Hund gewünscht, aber nie einen bekommen, weil unsere Wohnung zu klein war. Und Detektivbande haben meine Freundinnen und ich natürlich auch gern gespielt. Wir haben die (wahrscheinlich völlig harmlosen und langweiligen) Leute in unserer Nachbarschaft beobachtet und uns dabei ausgemalt, was sie wohl für düstere Geheimnisse haben könnten. Einmal haben wir im Wald einen Schatz gefunden (zerschepperte Küchenkacheln mit Mustern), darauf waren wir ganz stolz, weil wir dachten, die sind antik. ☺


Der Wunsch nach einem Hund von Penny Pepper hat doch bestimmt einen Hintergrund. Spielen Vierbeiner in ihrem Leben eine Rolle, und sind sie eher kleine oder große Beller?“

Ulrike Rylance:
Oh, ja. Vierbeiner spielen mehr oder weniger die Hauptrolle in meinem Leben, zumindest seit einem Jahr. Letzten Sommer haben wir uns zwei Welpen angeschafft, einen Mops (Gatsby) und einen Schäferhund (Roonie) und seitdem geht es in unserem Haus rund!

Wie ist die turbulente Geschichte um Penny und den vermissten Hund entstanden? Hatten Sie die Geschichte im Kopf oder hat sie sich eher im Laufe des Schreibens entwickelt? War Ihnen von Anfang an klar, dass es ein Comic-Roman werden soll?

Ulrike Rylance: Ja, es war von Anfang an klar, dass es ein Comic werden soll. Das hat beim Schreiben besonderen Spaß gemacht, weil man da schon Sprechblasen und „Kawumm!“ und „Boing!“ usw. hineinschreiben kann. ☺ Die Geschichte an sich stand auch schon ganz grob fest, aber so die Details, die entwickeln sich dann irgendwie fast wie von selbst beim Schreiben.

Haben Sie zwischendurch getestet, wie die Geschichte bei Mädchen ankommt?

Ulrike Rylance: Nein, zwischendurch nicht. Aber als sie fertig war, haben zwei kleine Mädchen sie schon als Manuskript lesen dürfen und die waren begeistert, das war ein gutes Zeichen.

Verraten Sie uns, wie Sie auf den Namen „Penny Pepper“, den wir super finden, gekommen sind?

Ulrike Rylance: Die Idee für den Namen kam ganz spontan von meiner Lektorin. Sie meinte, dass das Mädchen doch „Penny“ heißen könnte und das fand ich sofort auch ganz klasse.

Schaut man sich die herrlich lustigen Illustrationen an, merkt man den großen Spaß an dem Thema. Wie arbeiten Sie denn am liebsten, damit Ihnen so witzige Ideen einfallen?

Lisa Hänsch: Am liebsten bin ich mit meinem Skizzenbuch in der U-Bahn und am Bahnhof unterwegs. Da gibt es die verrücktesten Leute! In meinem Skizzenbuch entstanden dann auch die ersten Entwürfe für Penny, und die anderen Figuren. Wie verhalten sich die Figuren im Buch? Wie reden Sie? Sind sie eher zurückhaltend oder frech? Das spielt bei der Figurenentwicklung eine große Rolle. Das Layout und die fertigen Illustrationen dazu entstehen dann aber bei mir Zuhause am Schreibtisch.

Was hat Ihnen an Penny Pepper am besten gefallen und hat Sie bei Ihren Illustrationen inspiriert?

Lisa Hänsch: Am besten gefallen hat mir, dass Penny kein Blatt vor den Mund nimmt, und sagt was Sie denkt. Sie ist kein Klischee von einem Mädchen das Detektiv spielt, sondern eine Figur mit Persönlichkeit. Und ich bin ein sehr großer Fan von Rosi, dem dicken Wursthund. :)


Haben Sie sich ausgetauscht und Ideen zugespielt bei der Entstehung von Penny Pepper und ihrer tollen zeichnerischen Welt – oder arbeitet jede von Ihnen lieber für sich und am Ende kommt es so klasse zusammen?

Ulrike Rylance: Nun, Lisa bekam ja mein Manuskript, als es fertig war, und ich hatte während des Schreibens schon ein paar Bildideen in den Text hinein notiert, aber mehr so als Anregung oder weil ich mir das gerade in dem Moment gut vorstellen konnte. Lisa hat manches übernommen, aber das meiste hat sie selbst entworfen und es ist so toll geworden, wie ich es mir nicht hätte träumen lassen.

Lisa Hänsch: Bei dem Projekt hat von Anfang an die Chemie zwischen Ulrikes Schreibstil und meinen Illus gestimmt. Die Word Datei mit dem Manuskript war schon ein Feuerwerk an Sprechblasen, Ideen und Notizen. Das inspiriert, und lässt dabei unheimlich viel Freiraum für eigene Ideen. Wenn man am Schreibtisch sitzt und auf einmal über eine verrückte Idee aus dem Text und seine eigenen Illus lachen muss, dann merkt man das dem Buch später einfach an.

Wir hatten größten Spaß mit Penny Pepper und ihrem verrückt, detektivischen Spürsinn. Die Geschichte endet mit Herrn Meckermann, dem überaus verdächtigen Herrn von der Straße. Dürfen wir uns da vielleicht auf ein neues Abenteuer von Penny Pepper freuen? Dürfen Sie schon ein bisschen was verraten?

Ulrike Rylance: Ja, es wird ein neues Abenteuer geben, es ist auch schon fertig geschrieben und wird gerade von Lisa illustriert. Ich glaube, es soll im Winter oder Frühling herauskommen, man darf also gespannt sein!

Lisa Hänsch: Genauso ist es, der zweite Band ist gerade in Arbeit. Ich weiß auch schon was der Meckermann im Schilde führt, kann es aber noch nicht verraten - Detektivgeheimnis!

Liebe Ulrike Rylance und Lisa Hänsch – wir danken Ihnen sehr für das tolle Interview und freuen uns auf weitere Detektivabenteuer mit Penny Pepper.
 
Interview: ploxxo.de

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