9783423300001
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Inge Deutschkron

Ich trug den gelben Stern

Ein Dokument über Entrechtung, Verfolgung, Deportation und Tod, über Illegalität und Identitätsverlust und zugleich stiller menschlicher Hilfsbereitschaft.

Viele Angehörige der älteren Generation erinnern sich noch daran, wie die Nazis ihre Kindheit mißbrauchten, ohna daß sie dies damals erfassen konnten. Wie aber erlitten die Söhne und Töchter jüdischer Eltern diese Zeit? Inge Deutschkron, in Berlin aufgewachsen, mußte erfahren, was es heißt, ein jüdisches Kind zu sein. Zunächst bedeutete dies nur, nicht mit Gleichaltrigen spielen zu können, vom Schwimmen- und Sportunterricht ausgeschlossen zu sein, mehrmals die Schule zu wechseln und in andere Stadtviertel umzuziehen zu müssen. Allmächlich kommt die Angst vor Verhaftungen zuinzu, und bald wird der Familie klar, daß es sich um eine planmäßige Diskriminierung handelt, an deren Ende die totale Menschenverachtung und Mord stehen.

Der Ausbruch des Krieges verhindert die Emigration. Ab 1941 mußten die Juden den gelben Stern tragen, die ersten Deportationen unter den 66 000 Berlinern Juden setzten ein. Die verzweifelte Angst vor dem offenbar unausweichlichen Schicksal wurde übermächtig. Für Inge Deutschkron und ihre Mutter begann nun ein Leben in Illegalität, unter fremder Identität, lebensbedrohend für sie selbst wie für ihre Freunde, die ihnen in menschlicher Solidarität Beistand gewährten.

Nach Jahren der quälenden Angst vor der Entdeckung haben sie schließlich den bürokratisierten Sadismus des nationalsozialistischen Systems überlebt: zwei unter 1423 Juden in Berlin, die dem tödlichen Automatismus entronnen sind.

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  Taschenbuch
9783423300001
25. Auflage 2013
978-3-423-30000-1
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dtv Sachbuch
Mit Abbildungen
224 Seiten, ISBN 978-3-423-30000-1
25. Auflage 2013

Autorenporträt

Inge Deutschkron

Inge Deutschkron, geboren 1922 in Finsterwalde, ist Journalistin. Sie erwarb 1966 die israelische Staatsbürgerschaft und lebt seit 1972 abwechselnd in Israel und Deutschland. 1994 wurde sie mit dem Moses-Mendelssohn-Preis ausgezeichnet. Autorin von ›Ich trug den gelben Stern‹.Am 29.11.2002 wurde Inge Deutschkron hat vom Berliner Senat die Rahel-Varnhagen-von-Ense-Medaille für ihre Arbeit mit Jugendlichen überreicht. Buchmarkt online: »Mit der undotierten Auszeichnung ehrt die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußische Seehandlung Persönlichkeiten, die sich um das literarische Leben in Berlin verdient gemacht haben.«

Pressestimmen

Noch keine Pressestimmen zu dem Titel vorhanden.

Leserstimmen

Ihre Meinung

Sarah, Juli 2008
»Ich finde dieses Buch über aus Interessant :) und auserdem ist es mall eine "abwechslunq" von ich sag mal den bekannteren Geschichten wie Anne Frank , Geschwister Scholl usw. Und ich habe wirklich sehr viel respekt vor dem Buch und vor der Schreiberin«
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xxx, Mai 2007
»kann die inge deutschkron auch mal in unseren Unterricht kommen ..?? wir alle 9 klasse finden es interessant etwas von früher zu hören(9 .klasse)«
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sharon dehn, November 2005
»ich finde das buch sher schön das nehmen wir auch gerade in der schule durch<<< 10 kl. inge deutschkron war auch schon auf unsere schule und hat ein inerwev gegebn sehr schön gruß sharon 17 jahre«
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Christina, Juli 2005
»Meiner Meinung nach ist "Ich trug den gelben Stern" eines von den Büchern, das man unbedingt lesen sollte. Ich habe eine Buchvorstellung über dieses Buch gehalten und bin eben dadurch an dieses Buch gekommen. (Wir mussten uns aus der Schülerbücherei ein Buch aussuchen hatten ein Vierteljahr zum Lesen Zeit, und mussten dann ein Referat darüber halten. Ganz unbewusst habe ich mich für diese Lektüre entschieden.) Es ist, wie ich finde, nicht arg spannend, aber es fesselt einen auf eine Art und Weise, die kaum zu beschreiben ist. Meine Empfehlung: UNBEDINGT LESEN!!!!«
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Hilmar Benkmann, Juni 2005
»Guten Tag! Gerne stöbere ich in Antiquariaten nach Büchern. In einem Trödlerladen auf der Hamburger Sraße in Hamburg stieß ich auf das Buch " Ich trug den gelben Stern ". Als ich den Inhaber nach dem Preis fragte erhielt ich zur Antwort: " Dieses Buch schenke ich Ihnen, Sie müssen es unbedingt lesen!" Von der Biographie des jungen Mädchens Inge Deutschkron war ich derart gefesselt, daß ich das Buch in nur 2 Tagen durchgelesen habe. Es schildert in packender Weise die menschenverachtende Lebenssituation der deutschen Juden zur Zeit der Hitlertyrannei. Als im Jahre 1939 geborener Junge habe ich auch die Schrecken des Krieges und dessen Folgen miterlebt. Ich habe den Bombenhagel, zerstörte Städte, Verlust von Familienmitgliedern und Hunger erlebt. Beim Lesen dieses Buches war ich deshalb der Autorin oftmals sehr nahe und konnte mit ihr fühlen. Natürlich war das von mir erlebte nicht zu vergleichen mit dem Überlebenskampf von Inge Deutschkron und ihrer Mutter. Meine Meinung zu diesem Buch: Die beste und wertvollste Lektüre, welche ich seit Jahren in den Händen hielt. Mein besonderer Dank gilt dem Inhaber des Trödlerladens in Hamburg«
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Karla Paproth, November 2004
»Ein sehr eindrucksvolles Buch, das man gelesen haben muß. Es beschreibt sehr genau die Ängste, Gefühle, Gefahren des Überlebens zu dieser Zeit. Das Buch sollte man in deutschen Schulen zum Leseprogramm hinzufügen, damit auch nachfolgende Generationen mitbekommen, wie schrecklich diese Zeit für viele Menschen war und damit unser heutiges Leben nicht allzu selbstverständlich hingenommen wird. Sehr gut hat mir vor allem die Schlußkritik von Frau Deutschkron in Ihrem Buch gefallen. Ich jedenfalls werde weiterhin solche Bücher lesen, um noch mehr aus dieser Zeit zu erfahren, und werde diese Bücher auch weiterempfehlen, damit sich noch mehr Menschen mit diesem Thema befassen. Karla Paproth«
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Gernot K., April 1998
»Ein errschuetterndes Dokument ueber die noch nicht lang vergangene Vergangenheit.«
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