Was ich nie gesagt habe

Gretchens Schicksalsfamilie – Roman

Authentisch, eindringlich, emotional – Toms und Gretchens Geschichte geht weiter!

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Wer ist Familie?
Was ich nie gesagt habe

Nach dem Nr. 1-SPIEGEL-Bestseller ›Stay Away From Gretchen‹ nun der zweite Roman der Ausnahmeautorin

Tom Monderath ist frisch verliebt: Mit Jenny erlebt er die glücklichste Zeit seines Lebens. Bis er durch Zufall auf seinen Halbbruder Henk stößt, der alles über ihren gemeinsamen Vater wissen will. Doch Konrad starb vor vielen Jahren und seine demente Mutter Greta kann Tom nicht befragen. Als sich weitere Halbgeschwister melden, wird es Tom zu viel. Jenny und Henk hingegen folgen den Spuren Konrads. Selbst fast noch ein Kind, kämpfte Toms Vater im Krieg, geriet in amerikanische Gefangenschaft, bevor er in den späten 40er-Jahren nach Heidelberg kommt. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in die junge Greta, nicht ahnend, dass ein Geheimnis aus der dunkelsten Zeit des Nationalsozialismus ihre gemeinsame Familie ein Leben lang begleiten wird ...

Ein spannender und berührender Roman über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Sprengkraft des Schweigens – sowie über trügerische Gewissheiten und die Frage, was Familie zusammenhält.

»Abel schreibt unterhaltsame, sogar humorvolle Romane aus dem Elend, in das wir alle hineingeboren werden, ohne es uns aussuchen zu können. Chapeau!« Stern

»Eine seltene literarische Perle. Die Geschichte von Toms und Gretchens Familie sollte Schullektüre werden!« WDR

Alle Bände der ›Gretchen‹-Reihe:

Band 1: Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe

Band 2: Was ich nie gesagt habe – Gretchens Schicksalsfamilie

Bibliografische Daten
EUR 10,99 [DE]
ISBN: 978-3-423-44111-7
Erscheinungsdatum: 15.06.2022
1. Auflage
560 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Susanne Abel

Susanne Abel stammt aus einem badischen Dorf an der französischen Grenze. Sie arbeitete bereits mit 17 Jahren als Erziehungshelferin und später als Erzieherin mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen. Im Anschluss studierte sie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin und realisierte als Regisseurin und Autorin zahlreiche Dokumentationen fürs Fernsehen. Mit ihrem gefeierten Romandebüt ›Stay away from Gretchen‹ stürmte sie die Spiegel-Bestsellerliste. Die Autorin lebt in Köln.

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134 von 134 Leserstimmen


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juno dean am 27.08.2023 11:08 Uhr
Ein doch würdiger Nachfolger des großartigen ersten Teils

Wie kam ich zu diesem Buch?Durch Zufall wurde ich auf das Buch bzw. die Autorin aufmerksam. Es ist das zweite Buch von Susanne Abel, das ich gelesen bzw. gehört habe. Nachdem dieses hier dann einige Zeit auf dem Abspielgerät vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal gegriffen.Wie finde ich Cover und Titel?Passt beides zum Buch bzw. der Geschichte.Um was geht’s?Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension, vor allem bei einer doch recht komplexen Geschichte, die auch nicht gespoilert werden sollte. Lasst euch aber gesagt sein, dass es noch so einige Geheimnisse in der Familie Monderath gibt. Nicht nur Gretchen hat so einiges mitgemacht in ihrem Leben, sondern auch ihr Mann Konrad, um dessen Leben es in diesem Buch geht. Die ursprüngliche Geschichte, also die von Gretchen, war ja eigentlich schon erzählt, aber die Welt dreht sich natürlich weiter. Halbgeschwister von Tom sind durch Zufall gefunden worden, und er trifft sich mit Hank, der sein Leben ordentlich durcheinanderbringt. Die Story ist logisch und kann durchaus so passiert sein. Sie ist spannend aufgebaut und hatte einige echt überraschende Wendungen. Wie ist es geschrieben?Es handelt sich um den 2. Teil einer Serie, und ich hatte keine Probleme, wieder in die Rahmenhandlung einzutauchen, ich war ja auch gleich angefixt und wollte wissen, wie es weitergeht. Es wird zwar hin und wieder erwähnt, was im ersten Teil passiert ist, aber ich finde, man sollte ihn schon gelesen haben, um den zweiten Teil einfach besser zu verstehen. Außerdem war Teil 1 einfach super genial, den sollte man sich nicht entgehen lassen. Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass die Erzählperspektive wechselt, so bekommt man sehr viel aus verschiedenen Sichtweisen mit. Es gibt markierte Zeitsprünge zwischen dem Zweiten Weltkrieg, der Nachkriegszeit und dem Heute, wodurch innerhalb des Buches teilweise fiese Cliffhanger entstehen und die Geheimnisse des Konrad Monderath erst nach und nach aufgedeckt werden. In Rückblenden wird die Geschichte von Konrad erzählt, der in der NS-Zeit aufwuchs und im Krieg seine ganze Familie verlor. Einige Szenen sind aus Teil 1 bekannt, jetzt erfährt man die andere Perspektive. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Die langen Kapitel sind in kurze Abschnitte unterteilt. Hin und wieder kommt ein äußerst amüsanter Humor durch.Wer spielt mit?Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Tom, im ersten Teil noch bekannter Fernsehmoderator und arrogantes Arschtörtchen, der gefühlt über Leichen geht und seine Umwelt wie den letzten Dreck behandelt, hat sich sehr verändert. Er ist jetzt mit Jenny zusammen und hat zumindest diese Kurve gekriegt. Hin und wieder schien mir sein neues Leben aber schon fast zu unrealistisch, so krass ändert sich kein Mensch.Wie steht es mit der Fehlerquote?Das Buch war meines Erachtens gut lektoriert/korrigiert und dementsprechend eine Wohltat für die Augen beim Lesen.Mein Fazit?Das Buch kommt einerseits nicht an den Vorgänger heran, andererseits werden aber auch hier interessante und aktuelle Themen verarbeitet, beispielsweise Euthanasie, die Vernichtung lebensunwerten Lebens im Dritten Reich. Mit dem Thema Kriegsgefangene in Amerika habe ich mich auch noch nie beschäftigt. Alles regt wieder zur weiteren Recherche an, und das macht eine gute Geschichte für mich irgendwie aus. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch der Autorin sein, das ich lese.

anni121 am 25.09.2022 17:09 Uhr
Gelungene Fortsetzung

Wie schon der Vorgänger der Gretchen-Reihe konnte mich auch "Was ich nie gesagt habe" von Susanne Abel wieder sehr in seinen Bann ziehen.In diesem zweiten Teil widmet sich Susanne Abel der Vergangenheit von Toms Vater Konrad und gewährt dem Leser einen Einblick in die Zeit des zweiten Weltkriegs.Der Roman selbst ist wie auch schon der erste Teil in zwei Zeitebenen unterteilt, wobei mir die Einblicke in die Vergangenheit besser gefallen haben. Diese empfand ich auch als emotionaler und berührender.Die Gegenwart befasst sich wieder mit Tom Monderath, der den Geheimnissen um seinen Vater Konrad näher kommt. Zentrales Thema dieses Buches ist das Schweigen, welches sich durch das ganze Buch zieht und einen oftmals sehr bedrückend zurück lässt. Susanne Abel hat hier sehr eindrucksvoll gezeigt, wie sich ein Schweigen in der Familie durch das ganze Leben ziehen kann. Obwohl auch dieses Buch wieder eine große Sogwirkung auf mich hatte und mich, vor allem auch durch den gelungenen und fließenden Schreibstil, an die Seiten gefesselt hat, muss ich sagen, dass mir der erste Teil der Gretchen Reihe ("Stay away from Gretchen") doch etwas besser gefallen hat und mich auch emotional mehr berührt und mitgenommen hat.Trotzdem ist dies hier eine gelungene Fortsetzung, die ich sehr gerne gelesen habe.

petzi_maus am 14.09.2022 15:09 Uhr
bewegende Familiengeschichte

Der Moderator Tom Monderath, dessen Leben durch seine neue Liebe Jenny und deren Baby Carlchen sowie seine alzheimerkranke Mutter Greta ordentlich durcheinandergebeutelt wird, bekommt einen weiteren Chaosschub, als plötzlich sein Halbbruder väterlicherseits, Henk aus Amsterdam, vor der Tür steht, von dem er nichts wusste. Henk will jedoch unbedingt mehr über seinen leiblichen Vater Konrad, der bereits verstorben ist, erfahren.Als dann auch noch nach und nach weitere Halbgeschwister auftauchen, begeben sich Henk und Jenny entgegen Toms Willen auf die Spurensuche nach Konrads Vergangenheit.Meine Meinung:Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen - in der Gegenwart erfährt man aus Sicht von Tom sein aktuelles Leben mit seiner neuen Freundin Jenny, und wie er mehr und mehr in die Vaterrolle hineinwächst, obwohl Carlchen nicht sein leiblicher Sohn ist. Auch sein langsames Anfreunden mit dem Gedanken, dass er Halbgeschwister hat, ist schön dargestellt. Henk ist ein lustiger Kerl und bringt - trotz anfänglicher Ablehnung - viel Freude in Toms Leben.Und in der Vergangenheit verfolgt man ab 1933 das Leben von Konrad Monderath und erfährt so nach und nach um das dramatische Familiengeheimnis, das Tom, Henk und Jenny nach und nach aufdecken.Die Autorin beschreibt ergreifend, packend und eindrücklich sowohl das Leben von Konrad, als auch das von Tom. Man fiebert zu jeder Zeit mit, und natürlich sind die dramatischen Ereignisse in der Kriegszeit sehr bedrückend, besonders das Vernichten von 'unwertem Leben', wobei Konrad selbst mit seiner Schwester Lizzy persönlich betroffen war.Die handelnden Personen sind detailliert dargestellt, mit Ecken und Kanten, und polarisieren, vor allem Konrads Onkel Heinrich Pütz, der von allen nur Drickes genannt wird.Sehr emotional war auch Gretas Alzheimer Erkrankung und Toms doch sehr positiver Umgang damit.Mir hat besonders gut gefallen, dass viele historische Tatsachen - Persönlichkeiten sowie Ereignisse - so lebendig in die Geschichte eingeflossen sind.Leider wurden einige wiederholt; eine Kürzung hätte der Geschichte nicht geschadet.Fazit:Eine sehr emotionale und bewegende Familiengeschichte, in der v.a. auch die Zeit des Zweiten Weltkriegs sehr bedrückend aufgearbeitet wird. Und mal wieder wird mir bestätigt, dass es nicht gut ist, Wichtiges (egal ob groß oder klein) zu verschweigen - denn Geheimnisse kommen fast immer ans Licht, und können ein Leben nachhaltig negativ beeinflussen.

gisel am 12.09.2022 23:09 Uhr
Eine ergreifende Familiengeschichte

Tom Monderath erfährt, dass er einen Halbbruder hat. Henk war auf der Suche nach ihm und will nun alles über ihren gemeinsamen Vater wissen. Konrad starb vor einigen Jahren, Toms Verhältnis zu ihm war nicht das Beste. Toms Mutter Greta ist dement, sie kann er nicht mehr zu Konrads Vergangenheit befragen. Tom, seine Freundin Jenny und sein Halbbruder Henk machen sich daran, Konrads Lebensgeschichte auszugraben. Während des Kriegs fast noch ein Kind, hat Konrad im Krieg gekämpft, gerät in amerikanische Gefangenschaft und lernt nach dem Krieg seine große Liebe Greta kennen. Ein großes Geheimnis wird seine spätere Familie prägen…Bereits in „Stay away from Gretchen“ hat die Autorin Susanne Abel die Lebensgeschichte der Kriegsgeneration aufgearbeitet. Ging es dort um Tom Monderaths Mutter, steht in diesem Buch der Vater im Mittelpunkt. Es ist eine ergreifende Geschichte von vielen Verlusten, von gescheiterten Lebensträumen, von der Suche nach ein bisschen Glück für sich und seine Familie. Die Erzählung wechselt zwischen Toms heutigem Erleben und Konrads Geschichte während der Kriegszeit und danach. So erlebt der Leser hautnah die jeweilige Perspektive und erhält damit einen Einblick in die jeweiligen Gedanken und Gefühle der Personen. Die Geschichte wirkt deshalb äußerst authentisch und realitätsnah. Mich hat die Geschichte dieser Familie sehr schnell in ihren Bann gezogen, ich habe mit Tom und mit Konrad von Anfang bis Ende mitgefiebert. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

fredhel am 12.09.2022 19:09 Uhr
Geschwister!

Erst hinterher habe ich gesehen, dass dieses Buch eine Fortsetzung ist. Man hat absolut keine Verständnisschwierigkeiten, wenn man Band Erst1 (Stay away from Gretchen) noch nicht gelesen hat, eher wird man neugierig auf diese Vorgeschichte.Es geht um den Journalisten Tom Monderath, der plötzlich mit einem ihm unbekannten Halbbruder konfrontiert wird. Es bleibt nicht dabei, denn es tauchen noch mehr Halbgeschwister auf. Ein Albtraum beginnt, der ihn beruflich ruinieren könnte. Tom beginnt gezwungenermaßen mit Nachforschungen. Zu seinem tiefsten Entsetzen muss er erkennen, dass der Bruder seines Vaters im Nationalsozialismus gewissenlos medizinische Experimente an KZ-Insassinnen vorgenommen hat.Tom ist ein sehr eindrucksvoller Protagonist, der eine große Bandbreite von Gefühlen zeigt, als sein Leben derart auf den Kopf gestellt wird. Auch die Personen in seinem engsten Umfeld sind Menschen mit eigenständigem Charakter, besonders Mutter Greta mit ihrer Demenz wird liebevoll skizziert. Die Autorin scheint sich mit dem Krankheitsbild gut auszukennen.Sehr schön ist auch, dass sie durch Lieder oder Nachrichten zum Beispiel aus dem Radio die Handlung in der jeweiligen Zeit verankert. So wird aus einem Familienroman eine lebendige Zeitreise durch die deutsche Geschichte.Die Erzählung dieser Familiengeschichte wird hervorragend von Vera Teltz vorgetragen, die großes Fingerspitzengefühl für Nuancen beweist und außerdem perfekt den "Kölsche Dialekt" in der wörtlichen Rede beherrscht.

justm. am 12.09.2022 13:09 Uhr
Lebensgeschichten

Obwohl ich absolut kein Fan von historischen Romanen bin, war "Stay away from Gretchen" eines meiner Lese-Highlights des letzten Jahres. Ein Buch das mich bewegt hat und für mich als abgeschlossen galt. Umso überraschter war ich, als ich die Fortsetzung der Geschichte entdeckt habe. Und um es direkt vorweg zu nehmen: auch dieses Buch wußte zu begeistern!"Was ich nie gesagt habe" ist auf der einen Seite die Weiterführung von Tom Monderaths Geschichte, auf der anderen Seite wird dieses Mal aber eben nicht (nur) das Leben seiner Mutter Greta beleuchtet, sondern das seines Vaters Konrad. Schnell zeigt sich, daß dessen Leben nicht weniger aufregend war. Erneut in zwei Erzählstränge unterteilt, führt Autorin Susanne Abel ihre Leser*innen durch deutsche und auch Weltgeschichte und packt ein heißes Eisen nach dem anderen an. Ich muß gestehen, als sich zur Mitte des Buches ein bestimmtes Thema als führend für den weiteren Verlauf abzeichnete, war ich ein bißchen genervt, einfach weil es sich ein wenig "zu viel" anfühlte. Allerdings schaffte es Abels Erzähltalent, daß ich schnell darüber hinweg sehen konnte. Vielleicht auch, weil für mich relativ schnell klar war, wie die "Auflösung" des Themas aussehen würde (und damit Recht behielt).Das außen vor gelassen ist auch dieses Buch nicht nur eine Reise durch die Geschichte, sondern auch durch die eigenen Gefühle. Von Abscheu, Haß, Wut und Freude war auch dieses Mal alles dabei. Und so bin ich überzeugt davon, daß "Was ich nie gesagt habe", genau wie sein Vorgänger im letzten Jahr, zu einem meiner diesjährigen Lese-Highlights werden wird. Abschließend noch ein paar Worte zum Hörbuch, in das ich ebenfalls reinhören konnte: Sprecherin Vera Teltz macht einen wirklich hervorragenden Job. Sie schafft es spielerisch sich durch Dialekte und Akzente zu lesen und läßt auch sonst zu keiner Zeit Langeweile aufkommen! Wer sich also lieber vorlesen lassen möchte, dem ist auch das Hörbuch wärmstens zu empfehlen.

mike nelson am 11.09.2022 10:09 Uhr
Lohnenswert

Lohnenswert. Zunächst habe ich gedacht, einen der üblichen Historienschmöker in der Hand zu haben. Und in die Hand genommen habe ich Susanne Abels "Was ich nie gesagt habe" überhaupt nur, weil es um die Verbindung der Zeit des Nationalsozialismus, des zweiten Weltkriegs mit dem Heute ging und mich schon vor einiger Zeit bereits die Bücher von Sabine Bode (z.B. "Die vergessene Generation") sehr interessiert haben, wenn es darum ging, zu verstehen, wie sich die oft traumatischen Erlebnisse der Eltern- und Großelterngeneration wohl auf mich und mein (Seelen-) Leben ausgewirkt haben können... und was sich hinter dem Schweigen dieser Generationen verbarg. Wie auch immer - die Geschichte, die Susanne Abel erzählt, hat mich ab der ersten Seite gepackt, weil sie so ungeheuer nahe am Leben sielt und in keiner Weise aufgeblasen oder sogar rührseelig wirkt. Die sehr einfache Sprache lässt zuweilen den Eindruck entstehen, die Geschichte wäre nicht niedergeschrieben, sondern vielmehr mündlich erzählt. Zudem wird sich jedermann und jedefrau bestimmten Alters darin wiederfinden, weil die Autorin es versteht, das eine oder andere zeitgeschichtliche Ereignis einzubinden und auch das Lebensgefühl der Zeit nachfühlbar zu machen.

engineerwife am 05.09.2022 11:09 Uhr
Alles eine Frage der Herkunft ...

Nachdem wir im ersten Band namens „Stay away from Gretchen“ in Rückblicken die Geschichte von Toms Mutter Greta und ihrer kleinen Marie erfahren durften, macht Tom sich diesmal auf die Suche nach der Wahrheit um seinen Vater Konrad, zu dem er fast sein ganzes Leben ein eher gestörtes Verhältnis hatte. Getriggert wird die Neugier durch das Auftauchen eines vermeintlichen Halbbruders, welches eine ganz Lawine loszutreten scheint. Doch Tom ist verliebt und hat die rosarote Brille auf, da lässt sich vieles leichter ertragen, meint er zumindest. Zu Anfang ahnt er nicht, welche Geheimnisse hier noch an die Oberfläche treten werden. Conny, wie sein Vater also Kind liebevoll genannt wurde, kämpfte selbst gegen die Dämonen der Vergangenheit, die sein eigenes Leben sowie das seiner Frau Greta und seines Sohnes Tom belasteten und ihn zu dem kühlen und wortkargen Menschen werden ließen, der er nie sein wollte …Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, euch aber ein spannendes Buch mit mehr als einem brisanten Thema nahelegen. Auch „Was ich nie gesagt habe“ präsentiert Susanne Abel wieder als gut geschriebene Story mit einem interessanten Plot. Ein Sternchen Abzug gibt es von mir für die Dopplungen, die immer wieder auftreten, weil eben gleiche Vorkommnisse durch unterschiedliche Augen geschildert werden. Dennoch möchte ich dieses Buch allen Lesern von „Stay away from Gretchen“ ans Herz legen, rundet es doch die Geschichte ab und beantwortet so manche offen gebliebene Frage. Von mir gibt es vier von fünf Sternen mit Empfehlung. Ich habe wieder viel dazugelernt und mich hat das Buch sehr nachdenklich zurückgelassen.

gluexklaus am 31.08.2022 12:08 Uhr
Toms Familiengeschichte geht weiter - packend, bedrückend und dennoch optimistisch

„Die Schuld wird nicht weitervererbt.“ „Der einzige Weg für uns ist es, unser Leben als Schicksal anzunehmen, da wir die Vergangenheit nicht ändern können, und uns auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.“Nach seinem Zusammenbruch und nachdem er von der tragischen Vergangenheit seiner Mutter Gretchen erfahren hat, läuft es jetzt rund für den Journalisten Tom Monderath. Die Beziehung zu Jenny entwickelt sich gut und Gretchen, die an Demenz erkrankt ist, wird von Nachbarin Helga zuverlässig betreut und fühlt sich wohl. Doch dann taucht der Holländer Henk auf und behauptet, Toms Halbbruder zu sein. Henk und Jenny beginnen, sich hinter Toms Rücken näher mit Toms verstorbenem Vater Konrad zu befassen: Konrad verliert früh seine Familie, wird als Soldat im Zweiten Weltkrieg eingezogen und gerät in amerikanische Gefangenschaft. Nach dem Krieg verliebt er sich in Gretchen, doch diese Liebe steht unter keinem guten Stern. In Konrads Familie gibt es ein dunkles Geheimnis, dem sich Konrad nicht entziehen kann. Auch Tom ist davon betroffen. Und plötzlich ist nichts mehr, wie es vorher war.Susanne Abel schreibt leicht verständlich und flüssig. Sie erzählt abwechselnd von der Vergangenheit und Toms aktueller Situation. Zunächst konzentriert sie sich auf Konrads Schicksal, später schildert sie auch Toms Werdegang, seine Kindheit und seine Jugend. Am Ende ergibt sich das schlüssige Bild einer recht komplizierten Familienkonstellation. Nachdem Tom in „Stay away from Gretchen“ von der Existenz seiner Halbschwester Marie erfährt, taucht nun auch noch Halbbruder Henk auf. Die Beschäftigung mit seiner Vergangenheit stürzt den sensiblen Tom erneut in eine Krise. Jenny versucht ihn zu unterstützen, doch ihre Neugier, selbst mehr herausfinden zu wollen und Tom dabei nicht einzuweihen, entwickelt sich bald zum Problem zwischen den beiden. Vor allem Toms Vater Konrad steht anfangs im Fokus des Romans. Sein tragisches Schicksal, wie der frühe Verlust seiner gesamten Familie, geht einem beim Lesen sehr nahe. Konrad wird oft vom Leben mitgerissen, ohne dem etwas entgegensetzen zu können. Er hat selten die Möglichkeit, aktiv etwas zu ändern, muss sich fügen und kann dann nicht anders, als hilflos zusehen, wie anderen und ihm geschieht. Das prägt natürlich seine Persönlichkeit und seinen Umgang mit Tom. Diese Entwicklungen stellt die Autorin nachvollziehbar und realistisch dar.Susanne Abel zeichnet das Bild einer nicht gerade glücklichen Familie. Sie erzählt packend, nimmt die Leser mit auf eine erschütternde Reise in die Vergangenheit. Dabei befasst sie sich mit Familie, Vergangenheit und Schuld, stellt die Schrecken und Verbrechen des Dritten Reichs, den späteren Umgang damit und deren weitreichende Auswirkung schonungslos dar. Wie weit beispielsweise Konrads Mutter geht, um ihren Sohn zu schützen, stimmt traurig und zeigt deutlich die Zerrissenheit, die die Menschen unter Hitler aushalten mussten.Mich hat „Was ich nie gesagt habe“ gefesselt, eine dramatische, interessante oft bedrückende Geschichte, die mich sicher noch lange beschäftigen wird. Trotz aller Gräueltaten und Verletzungen muss das Leben aber weitergehen, steht nicht still, was auch Tom sehr wohl weiß. Das Ende des Romans empfand ich als etwas zu kitschig und zuckrig, der durchaus komplexen, differenzierten Geschichte nicht ganz würdig. Insgesamt dennoch ein über weite Strecken gelungener, interessanter und spannungsreicher Roman über den Umgang mit der Vergangenheit, unsere Geschichte und das, was eine Familie ausmacht und zusammenhält. Das Buch kann man auch unabhängig vom ersten Teil lesen, dennoch würde ich empfehlen, vorher den ersten Band zu lesen. Denn dieses Lesererlebnis sollte man sich nicht entgehen lassen.

solodze am 31.08.2022 09:08 Uhr
Wundervolle Fortsetzung!

Die Fortsetzung der Geschichte rund um Gretchen und ihre Familie ist der Autorin Susanne Abel wunderbar gelungen.Wie bereits im ersten Buch greift Susanne Abel äußerst sensible Themen auf und schafft es diese auf eine berührende und sehr nahbare Weise den Lesenden näher zu bringen. Trotz der Tatsache, dass es zu dem Zeitgeschehen des zweiten Weltkriegs und der Zeit danach eine Menge Literatur gibt gelingt es der Autorin sowohl in diesem, als auch im ersten Buch neue Ereignisse und Thematiken in ihren Romanen einfließen zu lassen und zu behandeln.Mir gefallen insbesondere die nicht perfekten und somit authentischen Charaktere und wie diese in das Erzählte eingewoben werden. Die Zeitsprünge sind angenehm umgesetzt und die Aufteilung zwischen dem "heute" und der Vergangenheit empfand ich als ausgeglichen und durchaus förderlich für den Lesefluss und die Aufrechterhaltung des Spannungsbogens.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Stern

Abel schreibt unterhaltsame, sogar humorvolle Romane aus dem Elend, in das wir alle hineingeboren we...rden, ohne es uns aussuchen zu können. Chapeau! mehr weniger

11.08.2022

dpa

Susanne Abel weiß einfach spannend zu schreiben und mit überraschenden Wendungen aufzuwarten.

Sibylle Peine, 08.07.2022

WDR 5

Eine seltene literarische Perle. Die Geschichte von Toms und Gretchens Familie sollte Schullektüre w...erden! , mehr weniger

Andreas Wallentin und Christine Westermann, 01.07.2022

DONNA

Mitreißend.

01.07.2022

Bild + Funk

Interessant, eindringlich, warmherzig.

24.06.2022

Freie Presse

Teilweise erzählt Susanne Abel die gleichen Szenen wie im ersten Roman – nur aus einer anderen Persp...ektive. Das macht einen Reiz eines neuen Buches aus, das erneut exzellent recherchiert ist, historisches Geschehen aufgreift und gekonnt in einen Roman verwandelt. mehr weniger

Welf Grombacher, 22.06.2022

Die Rheinpfalz

Ein lesenswerter Roman über Verlust, Verschweigen und Neubeginn.

Gerhild Wissmann, 19.11.2022

Kleine Zeitung

Mit "Was ich nie gesagt habe", Gretchens Schicksalsfamilie erweist sich die Autorin wieder als routi...nierte Geschichten-Erzählerin, sorgfältige Rechercheurin und psychologisch versierte Menschen-Beobachterin. mehr weniger

04.10.2022

buchSZENE

Wer schon schlaflose Nächte mit dem ersten Band hatte, wird von der Fortsetzung ebenfalls begeistert... sein. mehr weniger

Dora Heldt, 01.10.2022

Kölner Stadt-Anzeiger

Susanne Abel verhandelt in beiden Büchern schwere Themen; Flucht und Vertreibung, Zweiter Weltkrieg,... Naziverbrechen, transgenerationale Traumata, Demenz. Es geht um Köln in der Nachkriegszeit und um die Suche nach einem verlorenen Kind. mehr weniger

30.09.2022

Neue Presse

Gretchens Schicksalsfamilie ist spannend. Abel verknüpft erneut historische Aspekte und Gefühlswelte...n. mehr weniger

01.09.2022

Westdeutsche Allgemeine

Sie zeichnet ein erschütterndes Bild vom alltäglichen Rassismus im Deutschland der 50er-Jahre.

12.08.2022

Stuttgarter Zeitung

Eine gut erzählte, interessante Geschichte.

06.08.2022

TV Media

Berührende Fortsetzung.

20.07.2022

Spazz – Das Magazin für Ulm & Neu-Ulm

Susanne Abel erzählt eine ergreifende Geschichte aus einer grauen Vergangenheit.

01.07.2022

buchSZENE

Eine berührende Geschichte über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Sprengkraft des Schweigens.

29.06.2022