Coverbild Heimatsterben von Sarah Höflich, ISBN-978-3-423-21970-9
Leseprobe
neu

Heimatsterben

Roman
Hardcover
18,00 EURO
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14,99 EURO
Ein großartiger Familienroman, der sich zusehends zum Politthriller entwickelt

Tilde Ahrens, mehrfache Mutter, Oma und Uroma, liegt im Sterben und bittet kurz vor ihrem Tod Lieblingsenkelin Hanna, die Familie zusammenzuhalten. Keine einfache Aufgabe für die freigeistige Journalistin, die eigentlich seit Jahren in den USA lebt, denn in dem weitverzweigten Ahrens-Clan prallen die unterschiedlichsten Weltanschauungen aufeinander. Hanna taucht ein in die Geschichte ihrer Familie und stellt sich der Auseinandersetzung mit ihrer erzkonservativen Schwester, deren Mann Felix Kopf einer nationalistischen Partei ist. Es kommt zu einer vorsichtigen Annäherung. Doch dann gewinnt der charismatische Felix überraschend die Wahl, zieht ins Kanzleramt ein und ausgerechnet Hanna soll ihn bei seiner politischen Arbeit unterstützen. …

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dtv Allgemeine Belletristik
Originalausgabe, 384 Seiten, ISBN 978-3-423-21970-9
Autor*innen
Portrait von Sarah Höflich

Sarah Höflich

Sarah Höflich, Jahrgang 1979, war schon als Kind fasziniert von Geschichten und Geschichte. Sie studierte Anglistik und ging als Fulbright Stipendiatin in die USA, wo ...

Pressestimmen

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Leserstimmen

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»Wir sind Heimat! Der Roman beginnt mit Tilde Ahrens. Sie ist mit ihren 97 Jahren die Älteste des Familienclans, der mit seinen Nachkommen den Mittelpunkt der Geschichte bildet. Ihr schweres Schicksal, der weitere Verlauf ihres Lebens/Sterbens/Tod und ihr unmittelbare Einfluß auf die sie umgebenden Menschen werden immer wieder thematisiert und bilden das Gerüst für das aktuelle Geschehen. Die Entwicklung eines neuen Deutschlands wird hauptsächlich erzählt anhand der Familienmitglieder Ahrens und von Altdorff. Ich bekam mit der Geschichte beunruhigende Ausblicke in die nahe Zukunft, in das Jahr 2023. Die Pandemie ist gerade vorbei. Aus der Türkei droht die nächste große Flüchtlingswelle – Hauptziel Deutschland. Die Situationen und Handlungsabläufe werden anhand der verschiedenen Charaktere, zu denen es durchaus ähnliche Pendants zur heutigen politischen Szene gibt, sehr authentisch dargestellt. Mit dem Slogan „Wir sind Heimat“ erhob sich eine neue Partei, die BürgerUnion, nachdem die AfD implodiert war. Felix von Altdorff ist der Spitzenkandidat der Partei. Seine Ehefrau Trixie ist die Schwester von Hanna Ahrens, der ältesten Enkelin von Tilde. Schließlich erstarkten die nationalistischen, heimatbewussten Kräfte so sehr, dass die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten entschieden wurden. Die rechte Partei BürgerUnion siegt mit überwiegender Mehrheit. Felix von Altdorff, „die neue deutsche Hoffnung“, wird der neue Bundeskanzler mit großer Strahlkraft. Er ist der Typ Saubermann, der die Massen schon mit seiner Erscheinung beeindrucken kann. Erst recht mit seinem Hintergrund des uralten Adels, seiner aparten Frau und den properen Kindern. Durch seine charismatische Art versteht er es auch Hanna auf seine Seite zu ziehen, obwohl sie eine andere Einstellung hat. Sie wird ihm zunächst eine große Stütze in der politischen Arbeit sein. Sehr beeindruckend, wie Sarah Höflich es verstanden hat, in ihrem Debütroman so packende Szenen mit ungeheuerlicher Sogwirkung zu entwickeln. Die Ereignisse überstürzen sich. Die dramatische Entwicklung für die gesamte Gesellschaft wird überdeutlich. Extrem rechtsradikale Kräfte agieren mit roher Gewalt, ohne Rücksichten und ohne Verstand. Das schlichte Cover mit dem verfaulenden Apfel kommt für mich symbolträchtig daher. Sehr stimmig zur Geschichte! Hilfreich beim Lesen und Verstehen der Zusammenhänge ist der Stammbaum der Familie im vorderen Innenteil des Buches. Die politischen Geschehnisse sind fiktiv. NOCH! Ich verstehe das Buch als Warnung. Vieles kommt schon sehr realistisch und aktuell daher. Deshalb wehret den Anfängen. Wir müssen aufpassen. Ich empfehle den Debütroman mit der Höchstbewertung!«
ANTWORTEN
»Denk ich an Deutschland in der Nacht... Hannah Ahrens, die als Journalistin in New York lebt, erhält einen Anruf ihrer Schwester Trixie: ihre 97jährige Großmutter, bei der sie aufgewachsen ist, liegt im Sterben. Hannah schafft es gerade noch rechtzeitig zurück nach Deutschland, um sich von der Matriarchin Tilde verabschieden zu können. Als junge Frau war Tilde in den Wirren des zweiten Weltkriegs aus dem Osten nach Niedersachsen geflohen, ihr Erstgeborener hatte die Flucht nur knapp überlebt. Dort heiratete sie einen verwitweten Gutsbesitzer und hatte mit ihm zwei weitere Kinder, eines davon Hannahs und Trixies Mutter Lou, der jedoch ihre Unabhängigkeit wichtiger war als ihre Kinder. Auf dem Sterbebett verspricht Hannah Tilde, auf ihre Schwester achtzugeben. Trixie ist mit dem Adligen Felix Graf von Altdorff verheiratet, der einer rechten Partei angehört und als Bundeskanzler kandidiert. Zu ihrem großen Erstaunen fragt Felix die liberal eingestellte Hannah, ob sie nicht für ihn arbeiten möchte. Die gegensätzlichen Einstellungen empfindet er als Herausforderung. Nach längerem Zögern willigt Hannah ein, zumal ihr Leben in New York gerade nicht so rund läuft. Die weitverzweigte Verwandtschaft und Familiengeschichte der Hauptpersonen stellt eine Herausforderung dar, sehr hilfreich ist dabei der zu Anfang des Buchs eingefügte Familienstammbaum, ohne den man als Leser wahrscheinlich verloren wäre. Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft und viele der beschriebenen Probleme und politischen Strömungen bestehen auch heute schon. Ein großes Thema ist beispielsweise Migration und Fremdenfeindlichkeit. Ein immer größerer Teil der Bevölkerung lehnt sich gegen die Überfremdung Deutschlands auf und ultrarechte Kräfte wehren sich durch die Gründung einer sogenannten Bürgerwehr. Obwohl Felix Graf von Altdorff selbst sehr konservativ ist, sind ihm diese Strömungen äußerst suspekt, doch manches geschieht, ohne dass er darauf Einfluss nehmen könnte. Hannah ist von der politischen Entwicklung in Deutschland zunehmend abgestoßen und beschließt, sich aus der Politik zurückzuziehen. Doch längst sind die Dinge nicht mehr zu kontrollieren, da sie den Alltag jedes Einzelnen bereits mitbestimmen... Obwohl es sich bei diesem Roman um eine Dystopie handelt, ist es ein sehr realistisches Szenario, das sich abspielt und das jederzeit so oder so ähnlich stattfinden könnte. Dieser Gedanke macht Angst und erinnert an Heinrich Heine: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ Sarah Höflich hat mit „Heimatsterben“ einen sehr eindringlichen und spannenden Debütroman geschrieben, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Absolute Leseempfehlung und 5 Sterne!«
ANTWORTEN
»Interessante Geschichte – tolles Debüt Hanna Ahrens lebt seit eingen Jahren in New York und arbeitet dort als freie Journalistin. Ihre Familie in Deutschland sieht sie nicht so oft, da der Kontakt nie so eng war. Doch dann ruft ihre Schwester Trixie an, erklärt, dass Oma Tilde die Treppe in ihrem Haus herunter gestürzt ist und im Krankenhaus liegt. Sofort packt Hanna ihre Koffer und fliegt in ihre alte Heimat. Hier steht ihr Schwager, Trixies Mann Felix Graf von Altdorff, mit seiner sehr konservativen leicht rechtslastigen Partei, kurz davor der neue deutsche Bundeskanzler zu werden. Und er hätte Hanna gerne an seiner Seite. Ich liebe Debütromane und ich liebe Familiengeschichten. So toll, dass hier beides zusammen trifft. Was das sehr einfach gehaltene Cover mit dem langsam vor sich hin faulenden Apfel mit dem Buch zu tun hat, liest man mit der Zeit aus der Geschichte heraus. Ich finde es sehr gut gemacht. Den Schreibstil von Sarah Höflich kann ich nur schwer erklären. Einerseits schreibt sie leicht, flüssig und sehr ruhig; andererseits habe ich das Buch durch die Schnelligkeit der Ereignisse und durch eine tiefe Anspannung nicht aus der Hand legen können. Sie schafft für mich eine sehr gute Harmonie zwischen Hektik und Ruhephasen. Ich begebe mich mit Tilde und ihrem Säugling 1945 auf den Weg der Flucht Richtung Westdeutschland. Erlebe ihre Jahre in der neuen Heimat in Rückblicken und stehe dann im Jahr 2023, kurz vor den Bundestagswahlen. Mit Felix Graf von Altdorff ziehe ich 2023 in den Wahlkampf mit einer Partei, bei der mir von Anfang an nicht wohl war. Bzw. mit Menschen in seinem Umfeld, die noch mehr rechter Gesinnung sind, als er selbst. Hanna Ahrens stellt sich ebenfalls, jedoch mit einer ganz anderen Gesinnung, in den Dienst von Felix´ Politik. Da die Verbindung gerade jetzt in unsere Zeit sehr stark ist und sehr viel realistischen Bezug zu unserer derzeitigen Politik hat, hat das Buch auf mich einen besonderen Sog ausgeübt. "Heimatsterben" ist kein Buch, das man mal schnell zwischendurch liest. Ich habe mir die Zeit für diese fiktive Geschichte genommen und immer wieder Pausen zum Nachdenken gebraucht. Ein gerade jetzt hoch aktuelles Buch mit hohem Unterhaltungswert, das ich sehr gerne weiter empfehle.«
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