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Details

Die Flucht des Vaters – eine Nachwanderung nach 75 Jahren

Alles, was wir nicht erinnern

»Zu Fuß?« »Allein?« Christiane Hoffmanns Vater floh Anfang 1945 aus Schlesien. 75 Jahre später geht die Tochter denselben Weg. Sie kämpft sich durch Hagelstürme und sumpfige Wälder. Sie sitzt in Kirchen, Küchen und guten Stuben. Sie führt Gespräche – mit anderen Menschen und mit sich selbst. Sie sucht nach der Geschichte und ihren Narben. Ein Buch über Flucht und Heimat, über die Schrecken des Krieges und über das, was wir verdrängen, um zu überleben.

Christiane Hoffmann verschränkt ihre Familiengeschichte mit der Historie, Zeitzeugenberichte mit Begegnungen auf ihrem Weg. Doch es ist vor allem ein sehr persönliches Buch, geschrieben in einer literarischen Sprache, die Suche einer Tochter nach ihrem Vater und seiner Geschichte.

Hoffmann schreibt mit einer Eindringlichkeit, die den Schmerz körperlich spürbar macht, ohne je ins Sentimentale abzugleiten. Ein Buch über das, was Familien verschweigen – und was trotzdem bleibt. Dieses Memoir ist Spurensuche, Trauerarbeit und historische Reportage zugleich.

Warum dieses Buch?

  • Ein berührendes, emotionales Buch über ein bis heute schwieriges Thema
  • Ein Fünftel der deutschen Bevölkerung erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg Flucht und Vertreibung
  • Was bedeutet der Verlust von Heimat, auch für die nachfolgenden Generationen?


Was dieses Buch bedeutend macht?

  • Transgenerationales Trauma: Wie das Schweigen der Kriegsgeneration unbewusst an Kinder und Enkel weitergegeben wird
  • Historische Tiefe: Fundierte Rekonstruktion der Flucht von 1945 und der Nachkriegsordnung in Osteuropa
  • Literarische Reportage: Begegnungen mit heutigen Bewohnern ehemals deutscher Dörfer in Polen und Tschechien
  • Körperliche Erinnerungsarbeit: 550 Kilometer Fußmarsch als radikale Form der Auseinandersetzung mit Familiengeschichte

Bibliografische Daten

EUR 15,00 [DE] – EUR 15,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-35216-1
Erscheinungsdatum: 12.10.2023
3. Auflage
288 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch

Autor*innen

Autor*innenporträt

Christiane Hoffmann

Christiane Hoffmann ist Erste Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung. Hoffmann studierte Slawistik, osteuropäische Geschichte und Journalistik in Freiburg, Leningrad und Hamburg. Sie arbeitete fast 20 Jahre für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» und berichtete als Auslandskorrespondentin aus Moskau und Teheran. Anfang 2013 wechselte sie als stellvertretende Leiterin ins Hauptstadtbüro des «Spiegel». Seit 2018 war sie dort Autorin und häufiger Gast in Rundfunk und Fernsehen. Hoffmann ist die Tochter zweier Flüchtlingskinder. Ihre Vorfahren väterlicherseits stammen aus Schlesien, die Familie ihrer Mutter aus Ostpreußen.

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