Die Karriere der Kalorie
Wie eine Maßeinheit unsere Körper und die Gesellschaft formte
Von Industrialisierung bis Diätkultur – wie die Kalorie ganze Gesellschaften ordnete
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Details
Eine etwas andere Geschichte der Gegenwart
Die Karriere der Kalorie
Die Kalorie ist allgegenwärtig und doch wissen wir kaum etwas über ihre Geschichte. Sie beginnt im 19. Jahrhundert, als Forscher anfingen, den Menschen als Maschine zu verstehen und festlegten, was bis heute gilt: Kalorientabellen und Nahrungsempfehlungen. Kalorien waren nie eine neutrale Maßeinheit, sondern immer politisch. Sie machten Nahrung, Körper und Arbeit messbar und damit regulierbar: von Löhnen und Kolonialpolitik über Geschlechterordnung bis zum eigenen Teller. Hier nahm das Kalorienzählen die Einzelnen in die Pflicht, ihre Körper zu kontrollieren – die Grundlage für heutiges Fat Shaming. Nina Mackert zeigt, wie die Kalorie die Gesellschaft bis heute ordnet und unser Denken über Essen, Körper und Verantwortung prägt.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Autor*innen
Prof. Dr. Nina Mackert
Nina Mackert, geboren 1981, ist Professorin für Nordamerikanische Geschichte und Public History an der Universität Hamburg. Sie interessiert sich besonders dafür, wie Menschen ihr Zusammenleben in der Moderne über Körper, Gesundheit und Essen verstehen und gestalten. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift ›Body Politics – Zeitschrift für Körpergeschichte‹. Ihre Arbeit wurde u. a. unterstützt von der DFG, der VolkswagenStiftung und dem German Historical Institute in Washington, D.C..
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