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Details

Das Treffen mit Uta von Naumburg – die Geschichte einer feinsinnigen Obsession

Figurenstehen

Ende der 1980er-Jahre auf Lesereise in der DDR entdeckt der Erzähler die schönste Frau des Mittelalters, Uta von Naumburg, inmitten von elf anderen Stifterstatuen im Naumburger Dom. Und weil auf dem Papier alles möglich ist, bittet er die, nach deren Abbild der Künstler im 13. Jahrhundert die Skulpturen geschaffen hat, in seinem Garten zu Tisch. Die Tochter des Goldschmieds, die für Uta Modell stand, hat es ihm besonders angetan. Inzwischen steht sie auf Plätzen in Köln, Mailand oder Frankfurt für ihren Lebensunterhalt »Figuren«. Der Erzähler verfällt ihr so sehr, dass er überall nach ihr Ausschau hält. Ein literarisches Fundstück aus dem Nachlass, mit Zeichnungen des Literaturnobelpreisträgers illustriert.

»Ein für sich stehender, sehr einnehmender Text, dessen späte Veröffentlichung aus dem Nachlass schlichtweg sensationell erscheint.« Jan Drees, Deutschlandfunk

»Eine Erzählung, die im Kleinen noch einmal den großen Grass zeigt: seine Geschichtsbesessenheit, seine Weltlichkeit, seinen Sinn für das Sinnfällige und Soziale, sein Vergnügen an irrwitzigen Wendungen.« Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung

Bibliografische Daten

EUR 12,00 [DE] – EUR 12,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-14993-8
Erscheinungsdatum: 15.07.2027
1. Auflage
72 Seiten
Sprache: Deutsch

Autor*innen

Autor*innenporträt

Günter Grass

Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren, absolvierte nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft eine Steinmetzlehre, studierte Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien sein erster Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 sein erster Roman, ›Die Blechtrommel‹. 1999 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Bis zu seinem Tod am 13. April 2015 lebte er in der Nähe von Lübeck. Sein gesamtes literarisches Werk ist auch bei dtv erschienen. 

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