Details
»Dieser Roman war seiner Zeit fünfzig Jahre voraus. Es ist Zeit, ihn zu lesen.« Norman Mailer
Planet ohne Visum
Marseille 1942, der Hafen quillt über vor Menschen: vom Vichy-Regime Verfolgte, die auf Ausreise hoffen, Résistance-Kämpfer, Spitzel, Kollaborateure, Profiteure. All ihre Schicksale sind verstrickt, sie zappeln, taktieren, denunzieren und debattieren. Ein polyphoner und packender Roman voller unvergesslicher Figuren – 1947 erschienen, liegt er nun, virtuos übersetzt von Nadine Püschel, erstmals auf Deutsch vor.
Der Roman aus dem Marseille von Uwe Wittstocks Bestseller: ein wildes Geschwister von Anna Seghers’ ›Transit‹, ein Großstadtroman vom Format eines ›Berlin Alexanderplatz‹ oder ›Manhattan Transfer‹.
Jean Malaquais, geboren 1908 in Warschau, lebte seit den 1920er Jahren in Frankreich. Er war Autor, Marxist und Weltenwanderer, Weggefährte u. a. von André Gide und Walter Benjamin. Mithilfe von Varian Fry gelang ihm über Marseille die Flucht in die USA. Er starb 1998 in Genf.
»Was für ein Glück, Jean Malaquais jetzt kennenzulernen! Man möchte ihn im Bücherkosmos nicht mehr missen.« Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung
Bibliografische Daten
1. Auflage
Autor*innen
Jean Malaquais
Jean Malaquais, 1908 als Wladimir Malacki in eine säkulare jüdische Familie in Warschau geboren, war Autor und Übersetzer, Kosmopolit und Marxist. Seit den 1920er-Jahren in Frankreich, schrieb er auf Französisch und erhielt für seinen Debütroman »Les Javanais« 1939 den Prix Renaudot. Im Zweiten Weltkrieg in Kriegsgefangenschaft, schließlich Flucht über Marseille in die USA. Jean Malaquais war u.a. befreundet mit André Gide, André Breton, Max Ernst, Victor Serge, Heinrich Mann, Walter Benjamin und Norman Mailer, dessen Roman »Die Nackten und die Toten« er übersetzte. In den 1990er Jahren begleitete Malaquais die Neuausgaben seiner Werke in Frankreich; er starb 1998 in Genf.
Nadine Püschel
Nadine Püschel, geboren in Starnberg, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und lebt als Übersetzerin für englische und französischsprachige Literatur und audiovisuelle Medien in Berlin.
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Leserstimmen