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Die Geschichte eines Sommers vierzehn Jahre nach dem Krieg

Abschiedssommer

Flensburg, 1959. Gustav Hasse, Pianist in einer Swing-und-Rock-′n′-Roll-Schülerband, verbringt die Sommerferien auf einem Campingplatz an der Geltinger Bucht. In Gedanken ist er bei Johanna, der Tochter einer aus Ostpreußen stammenden Miederwarenverkäuferin. Wenn da bloß die Ohrfeige nicht wäre, die er ihr aus Eifersucht gegeben hat. Er fühlt sich schuldig, doch was ist das für ihn – Schuld? Sein Kunstlehrer ist der Maler Gerhard Fritz Hensel, dessen Schwester Hedwig mit dem Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß verheiratet war; das weiß damals nur keiner. Mehr und mehr geht Gustav den ungeheuerlichen großen und kleinen Dingen auf den Grund. Ein Roman über Liebe, Schuld und allmähliches Begreifen, erzählt mit lakonischer Poesie.

Bibliografische Daten

EUR 19,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-45088-1
Erscheinungsdatum: 16.07.2026
1. Auflage
240 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Jochen Missfeldt

Jochen Missfeldt, geboren 1941 in Satrup bei Schleswig, war Fliegeroffizier bei der Luftwaffe und studierte dann Musikwissenschaft und Philosophie. Er veröffentlichte die Romane ›Solsbüll‹, ›Gespiegelter Himmel‹, ›Steilküste‹ und ›Sturm und Stille‹, außerdem Erzählungen, Gedichte und eine Biographie Theodor Storms. Im Jahr 2002 erhielt er den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis, später auch den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein, den Theodor-Storm-Preis der Stadt Husum sowie den Italo-Svevo-Preis. Jochen Missfeldt lebt in Nordfriesland.

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Jochen Missfeldt liest aus ›Abschiedssommer‹
01.10.2026
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06.12.2026
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Zitat
Ein Prosaereignis. Das Repertoire der Vergegenwärtigungsvirtuosität, vom Dramolett über die phantast...ische Himmelspassage bis hin zum historischen Fotorealismus. Die Tonfälle und Tonarten. Die Nuancen zwischen Lakonie und Wehmut. Die konkrete Poesie der Namen. Das deutsche Thema. Und: sehr komisch, auf existentielle Weise. mehr weniger

Wolfgang Hegewald, 25.08.2026

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Es gibt keinen anderen gegenwärtigen Erzähler deutscher Sprache, der einer Landschaft derart subkuta...n die in ihr verborgenen Erinnerungen ablauschen und – erzählend – nachfühlen kann. mehr weniger

Stephan Opitz, 22.08.2026

mein-bielefelder.de
Missfeldt gelingt es, die Atmosphäre dieses zarten und doch so vernarbten Sommers kongenial einzufan...gen. mehr weniger

11.08.2026

NDR
Ein leiser und großartiger Roman.

Annemarie Stoltenberg, 11.08.2026

FAZ
Die Freiheit, die sich der Schriftsteller dabei genommen hat, das selbsterlebte zu montieren und zu ...kombinieren, um in Archiven gefundenes und ausgedachtes zu ergänzen, macht die Solsbüll-Tetralogie zum eindrucksvollen Panorama deutscher Kriegs- und Nachkriegsgeschichte. mehr weniger

Fridtjof Küchemann, 07.08.2026