Coverbild »Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude« von Arye Sharuz Shalicar, ISBN-978-3-423-34980-2
Leseprobe

»Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude«

Die Geschichte eines Deutsch-Iraners, der Israeli wurde
Autobiografie
Taschenbuch
10,90 EURO
E-Book
9,99 EURO
Demnächst im Kino: Eine Jugend in Berlin, geprägt von Hip-Hop, Graffiti und Gewalt

Arye Sharuz Shalicar erzählt von seinem Leben im Wedding. Dort ist der Jugendliche mit iranisch-jüdischen Wurzeln konfrontiert mit dem krassen Antisemitismus seiner Mitschüler. Durch Zufall freundet er sich mit Husseyin an, der in der Gang-Hierarchie der Kolonie-Boys weit oben steht. Von nun an hat Shalicar wenig zu befürchten. Er mischt mit bei allem, was in dieser Welt dazugehört: Graffiti sprühen, Schlägereien, Diebstahl und Raub. Nachdem sein Freund Husseyin das Viertel verlassen hat, ist Shalicar wieder ständig antisemitischen Schmähungen und Angriffen ausgesetzt. Er will sich aus der Welt der Gangs befreien, einen anderen Weg einschlagen. Das ist nicht leicht …

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dtv Sachbuch
Mit einem Vorwort von Richard C. Schneider
Originalausgabe, 248 Seiten, ISBN 978-3-423-34980-2
Autor*innen
Portrait von Arye Sharuz Shalicar

Arye Sharuz Shalicar

Arye Sharuz Shalicar, geboren 1977 in Göttingen, ist ein deutsch-persisch-israelischer Politologe und Schriftsteller. Als Jugendlicher gründete er im Berliner Wedding ...

Pressestimmen

Cornelia Fiedler, Süddeutsche Zeitung, Dezember 2010
»Diese Geschichte eines Bewusstsein- und Erwachsenwerdens hat etwas von einem Entwicklungsroman, nur dass dies keine Fiktion ist, sondern beängstigende Realität.  «
Bücher, 9. Februar 2011
»Packende Autobiografie, die eine drastische Form von Antisemitismus in Deutschland aufzeigt, die vielen so nicht bekannt sein dürfte.«
Gudrun Büscher, Westdeutsche Allgemeine, 30.Oktober 2010
»... ein verstörender Augenzeugenbericht aus dem Teil Deutschlands, um den es auch in der Sarrazin-Debatte geht.«
tachles, Zürich, 29.Oktober 2010
»Arye Sharuz Shalicar schildert in seinem Buch sehr eindrücklich seinen Weg auf der Suche nach Identität und Verwurzelung.«
Moritz Schuller, Der Tagesspiegel, 25. Oktober 2010
»Es ist, während wieder einmal viel über Ein- und Auswanderung gesprochen wird, auch die Geschichte eines Deutschen, der dieses Land freiwillig verlassen hat.«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»Ein sehr gutes Buch. Der erste Teil bis ungefähr Seite 150 zeigt die Entwicklung des Autors und seinen Umgang mit der Situation in seinem Milieu, der moslemisch geprägte Teil Berlins,  danach eine Bestandsaufnahme des Antisemitismuses. Persien der 50ger Jahre ist sicher vergleichbar mit Europa und Deutschland der letzten Jahrhunderte. Die Konstellation Perser und Jude in einem moslemischen Milieu in Deutschland zu sein und die daraus resultierenden Konsequenzen waren mir so nicht bewusst.  Moslems würden ihm am Liebsten den Kopf abreißen,  deutsche Juden können ihn nicht einordnen und der Ureinwohner ordnet ihn der ersten Gruppe, mit Zusatz krimineller Teil, zu und fragt sich , was diese Menschen hier eigentlich zu suchen haben, denn wenn er von Diebstahl und Raub schreibt werden die Opfer sicher nicht im moslemischen Lager zu finden sein, sondern allgemein Menschen dieses Landes sein. Respekt für seine Entwicklung und seine Leistung, sich aus diesem "Sumpf" zu befreien. Ich glaube aber, dass dieses Buch großflächig den Weg in die Schulen nicht finden wird. Zu viel arabischer und zu wenig deutscher Antisemitismus. Passt entweder nicht in das Bild der Lehrerschaft oder diese befürchtet Aggressionen ihrer Schülerschaft. Dabei ist es sehr wichtig, dass Migration - Integration - Judentum - Islam bei allen jungen Menschen dieses Landes in den richtigen Blickwinkel gebracht werden. Parallelwelten - Rassismus - Ausländerhass - Antisemitismus werden unsere Gesellschaft auf Dauer zerstören. Auf Arye bin ich bei den letzten palestinensischen Raketenangriffen auf Israel aufmerksam geworden. Als Sprecher der IDF hat er in den Sozial Medias darüber berichtet. Die bissigen Kommentare "vom Kleinkriminellen zum israelischen Offizier - eine gradlinige Karriere " haben mich dazu bewogen, dieses Buch zu kaufen, um mehr über diesen Menschen erfahren zu können. Zeigt diese Aussage doch, dass Antisemitismus in Deutschland in allerhand Köpfen vorhanden ist. Den Film werde ich mir auch ansehen.«
ANTWORTEN
»Arye Sharuz Shalicar schreibt die Biographie seiner Kindheit und Jugend in den Berliner Bezirken Wedding und Kreuzberg aus einem bislang einmalig dargestellten Blickwinkel: aus der persönlichen Sicht eines jungen Menschen mit iranischen Eltern, der zunächst altersentsprechend mit seinen Freunden in der lokalen Berliner Straßenszene sich durchsetzen lernen muss und dazu (auch) den Fußball als Sport findet. Die von ihm zu meisternden Herausforderungen nach der für ihn dicken Überraschung in fortgeschrittener Jugend, Jude zu sein, beschreibt er packend und mit einer mitreißenden direkten Art aus der Sicht des unmittelbar Beteiligten; der Leser fiebert wirklich mit ihm bei den beschriebenen Aktionen mit. Ob er nächtlich oder täglich unterwegs in seinem „Kiez“ war: er gibt einen Blick auf ein Deutschland frei, das den meisten verborgen geblieben ist und bleibt. Die Eröffnung des Zugangs zu seiner Gefühlswelt – hier im Zwiespalt zu meist muslimischen Jugendlichen seiner eigenen Streetgang und auch der konkurrierenden Jugendbanden, dort hinsichtlich der Unsicherheit im Verhältnis zu seiner Freundin und Familie - ist für einen Leser wie mich einmalig: seine Erfahrungen sind repräsentativ für eine Generation, die sich von einer Mehrheitsgesellschaft abgewandt hat und „eigentlich doch dazugehören wollte“. Über die literarische Leistung hinaus sind die Beschreibungen von wissenschaftlicher Relevanz, insbesondere die persönlichen Einstellungen und Denkweisen aller Beteiligten. Denn in der aktuellen Diskussion um Bekämpfung von sog. „Clankriminalität“ und der dazu anzudenkenden Lösungsansätze sind entsprechende Wissensquellen wie in diesem Buch ausführlich angeboten, entscheidend. Insoweit erfordern erfolgreiche juristische wie gesellschaftliche Handlungskomplexe eine umfangreiche Kenntnis der - vermeintlich oder tatsächlich als kriminell angesehenen Teile der Gesellschaft - und der in ihnen herrschenden Gefühls- und Weltanschauungsfelder. Das Buch hat gute Voraussetzungen, eine wichtige Schullektüre und darüber hinaus auch Studienlektüre für sozialwissenschaftliche Studiengänge zu werden - ich kann es uneingeschränkt empfehlen!«
ANTWORTEN
»Ein Buch, dass eine Reihe von Themen anspricht; deutsche Parallelgesellschaften, die Entwicklung vom naiven, unwissenden Kind zu einem Erwachsenen mit Zielblick, der selber geprägt von Rassismus und Antisemitismus, gegen seine Person ist, aber auch dem Wert von Freundschaften kennenlernt, da, wo man sie nicht vermutet. Es ist keine schwarz / weiß Lektüre, es ist ein Buch zum Nachdenken. Es gibt keine Gegenwart ohne Geschichte. Als unsteter Geist entdeckt daher der Autor seine Familiengeschichte und damit auch seinen Weg in die Zukunft und seine Liebe zu Israel, wie sie viele kennenlernen, egal welcher Religion, die Israel besucht haben.«
ANTWORTEN
»Arye Sharuz Shalikar ist ein Jude, ein Perser, ein Deutscher und ein Israeli. Alles zugleich. Einer, der den Berliner Wedding und seine türkisch-arabisch dominierten Bolzplätze so gut kennt wie das Otto-Suhr-Institut für Politische Wissenschaft in Berlin-Dahlem oder das Büro des israelischen Ministerpräsidenten in Jerusalem. Die aktuellen Hauptkonflikte des Nahen und Mittleren Ostens, aber auch die im multikulturellen gesellschaftlichen Inneren Deutschlands vereinen sich in der Person des brillianten Autors in einer faszinierend und lebendig geschilderten Lebensgeschichte. Wer Arye Sharuz Shalikars Buch „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“ gelesen hat, kann nicht mehr teilnahmslos Schlagzeilen aus der Welt des Multikulturalismus an sich vorüberziehen lassen – er wurde spätestens durch die Lektüre Teil eines gemeinsam zu bewältigenden Prozesses, in den der Autor uns auf intime Weise durch sein Schreiben hineinführt und den er uns hautnah miterleben lässt. Die Odyssee eines Mannes, der immer von sich und zugleich von uns selbst erzählt. Von den Fronten, die auch unser Leben mitbestimmen, den politischen wie den ganz privaten Fronten. Diese Mission setzt Shalikar in seinem im Herbst erscheinenden neuen Buch fort. Gerade junge Leser können hier Orientierung finden - Arye Sharuz Shalikar nimmt alle an die Hand, die neuen Horizonten entgegenstreben wollen. Egal, ob sie Deutsche, Perser, Istaeli, Jude oder Muslime sind.«
ANTWORTEN
»Ein aktuelles Buch! Ab September 2021 in allen Kinos! Der authentische Zeitzeugenbericht eines jüdischen Jungen in Berlin-Wedding der 90ger Jahre. Arye trifft auf eine Parallelgesellschaft, ohne Respekt für Deutschland, gespickt mit blankem Judenhass, der ihn erbarmungslos verfolgt. Fast alle sehen weg, aber Arye will leben und findet Unterstützung allein bei Strassenbanden. Diese Überlebensstrategie kostet ihm fast das Leben - bis ihm die Freundlichkeit Einzelner einen Weg nach Israel öffnet. Das Buch berichtet über eine aktuelle deutsche Wirklichkeit. Der Leser rennt atemlos mit Arye von einem Versteck zum anderen und fragt sich, ob das nicht alles doch im Berlin der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts passiert. Ein atemberaubendes Buch. Präzise geschrieben, voll Details neu-deutscher Realität. Doch in Israel kann Arye endlich leben.«
ANTWORTEN
»Hervorragendes Buch Habe es heute bekommen und in einem Rutsch durchgelesen. Sehr fesselnd und spannend. Sollte in deutschen Schulen als Pflichtlektüre 11. oder 12. Klassen eingeführt werden, gerade bei der momentanen Integrationsdiskussion. Shalicar zeigt die Abgründe von religiöser Beeinflussung. Interessant ist wie er aus einem nicht religös beeinflussten (jüdischen) Elternhaus zu einem bekennenden Juden wurde, der realistisch, weltoffen und zukunftsorientiert geblieben ist.«
ANTWORTEN
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