Demokratie ohne Mehrheit?

Die Volksparteien von gestern und der Parlamentarismus von morgen

Die Dominanz der Volksparteien, die nach 1945 für Jahrzehnte Deutschland und Österreich geprägt hat, ist unwiderruflich vergangen. Nach dem Ende des Kalten Krieges durchkreuzen neue gesellschaftliche Konfliktlinien die bereits existierenden und damit auch die »alten« Parteien. Die Größenunterschiede zwischen »großen« und »kleinen« Parteien schrumpfen. Mehrheiten sind unter diesen Bedingungen schwerer zu organisieren.

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Ein Beben geht durch das Koordinatensystem der Politik
Demokratie ohne Mehrheit?

Die Dominanz der Volksparteien, die nach 1945 für Jahrzehnte Deutschland und Österreich geprägt hat, ist unwiderruflich vergangen. Nach dem Ende des Kalten Krieges durchkreuzen neue gesellschaftliche Konfliktlinien die bereits existierenden und damit auch die »alten« Parteien. Die Größenunterschiede zwischen »großen« und »kleinen« Parteien schrumpfen. Mehrheiten sind unter diesen Bedingungen schwerer zu organisieren.

Der anerkannte deutsche Parteienforscher Michael Koß sieht darin eine gewaltige Herausforderung, aber trotz vermehrtem Streit und Konflikten keine Katastrophe. Bürger und Politiker sind nun gezwungen, die Demokratie und deren Regeln anders zu verstehen und die Austragung von Konflikten neu einzuüben. Das kann ein Gewinn sein.

Bibliografische Daten
EUR 12,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43844-5
Erscheinungsdatum: 18.03.2021
1. Auflage
272 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Michael Koß

Prof. Dr. Michael Koß, geboren 1976, ist ein deutscher Politikwissenschaftler mit den Schwerpunkten Vergleichende Politikwissenschaft, Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland und Demokratieforschung. Zusammen mit Daniel Ziblatt zählt er „zu den profiliertesten Demokratieforschern der Gegenwart“ (Die Zeit). Seit Oktober 2019 ist Koß Professor für Politikwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg.

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Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Süddeutsche Zeitung

Michael Koß, Professor in Lüneburg, ist es gelungen, ein bei aller Sachlichkeit nicht staubtrockenes..., sondern gut lesbares und teilweise eben sogar unterhaltsames Werk zu schreiben. mehr weniger

Ralf Husemann, 16.03.2021

Das Parlament

Ein Geschenk für die Leser politischer Bücher ist die gründliche und gut lesbare Arbeit des Lüneburg...er Demokratieforschers Michael Koß. mehr weniger

Politik & Kommunikation

Gerade im Superwahljahr 2021 wird die Frage nach der Bildung demokratischer Mehrheiten ein zentrales... Thema sein. Koß gibt in seinem Buch vielfältige Antworten darauf, die Mut machen. mehr weniger

Judit Cech

Handelsblatt

Koß arbeitet mit systemischer Disziplin. Er fragt nach Strukturen und Konfliktlinien der Mehrheitsfi...ndung. mehr weniger

Bodo Hombach, 23.07.2021

Landeszeitung für die Lüneburger Heide

Sein neues Buch: ›Demokratie ohne Mehrheit?‹ ist eine tiefschürfende, gleichwohl mit Genuss zu lesen...de Analyse. mehr weniger

Joachim Zießler, 14.05.2021