Eine verstörende Mordserie hält Kopenhagen in Atem – und eine tödliche Jagd beginnt
12,99 €
(0,00 € / )
Wird sofort digital versendet
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 3-5 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Details
Eine verstörende Mordserie hält Kopenhagen in Atem – und eine tödliche Jagd beginnt
Der Prätorianer
Der erste Fall für Kriminalkommissarin Sara Levin und ihren Partner Janus West – die Bestseller-Sensation aus Dänemark!
Schnee und eisige Kälte haben sich über die Stadt gelegt, als Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West zu einem schaurigen Tatort gerufen werden. Ein junger Mann wurde ermordet aufgefunden und seine Leiche auf besondere Weise inszeniert: Im Schein hunderter Kerzen sind die Augen des Opfers mit antiken Goldmünzen bedeckt und lateinische Inschriften in seine Haut geritzt, während eine feine Schicht Eiskristalle den Körper bedeckt. Diese bizarre Entdeckung entpuppt sich als der erste einer Reihe brutaler Ritualmorde.
Dieser Killer hat seinen Opfern ein ganz besonderes Schicksal zugedacht …
Auf der Jagd nach einem offenbar von der Antike besessenen Killer kontaktieren die beiden Ermittler Saras Bruder Adam, einen auf Serienverbrechen spezialisierten Profiler. Einst standen sich die Geschwister nahe, doch seit der Verurteilung ihres Vaters Christian Levin wegen Mordes haben sie sich entfremdet. Als sich herausstellt, dass die beiden Goldmünzen ausgerechnet Christian Levin zu gehören scheinen, droht der Fall zu Saras persönlicher Zerreißprobe zu werden.
Zwischen Licht und Dunkelheit lauert das Böse
Um die Ermittlungen voranzutreiben, muss Sara tief in die düstere Vergangenheit ihrer Familie eintauchen und sich schließlich ihren dunkelsten Dämonen stellen.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Autor*innen
Tobias Bukkehave
Tobias Bukkehave, geboren 1980, hat einen Master of Arts in Medienwissenschaften und lebt in Dänemark. ›Der Prätorianer‹ ist der Auftakt einer packenden Thrillerreihe um die eigenwillige Ermittlerin Sara Levin und ihren Partner Janus West. Wenn er nicht gerade schreibt, arbeitet Tobias Bukkehave als Drehbuchautor für Film und Fernsehen.
Pressematerialien
Leserstimmen
5 - 10 von 186 Leserstimme
Interessante Thematik
Mit Janus West und Sarah Levin gibt es ein neues Ermittlergespann in Kopenhagen. Die beiden werden bei ihren Ermittlungen mit Ritualmorden konfrontiert, die besonders grausam sind. Die Toten werden detailreich inszeniert. Die Zeit der Antike spielt bei diesen Morden eine zentrale Rolle. Mit von der Partie ist auch Adam Levin, Sarahs Bruder. Adam ist ein Profiler, der in den USA studiert und gearbeitet hat und auf Serienverbrechen spezialisiert ist.Sara Levin hat eine bemerkenswerte Vergangenheit. Ihr Vater wurde als Serienmörder verurteilt. Auch wenn der Vater bereits in diesem Buch eine Rolle spielt, bleiben die Details allerdings sehr vage und ich nehme an, dass diese Morde in einem weiteren Band noch weiter zur Sprache kommen. Adam finde ich sehr speziell und schwer einzuschätzen. Im Vergleich zu Sara bleibt Janus etwas blass, wirkt aber dennoch sympathisch.Die Beschreibung der Szenen ist sehr bildhaft und detailliert. Der Schreibstil hat mir gefallen, die Kapitel waren schnell und gut lesbar. Die Konflikte im Ermittlerteam waren teilweise etwas anstrengend, aber durchaus realistisch.Ein solider und unterhaltsamer Thriller, bei dem aber noch Luft nach oben bleibt.
solide Geschichte
Tobias Bukkehave schickt das Ermittlerduo Sara Levin und Janus West auf die Suche nach einem Mörder, der vorgibt der Prätorianer zu sein. Bei der Ermittlung wird auch Saras Bruder Adam hinzugezogen. Der Vater der Geschwister wurde vor langer Zeit aufgrund vieler Indizien als Mörder verurteilt. Nähere Hintergründe zu diesem Fall bleibt der Autor den Lesern schuldig, dazu werden nur Andeutungen gemacht. Vielleicht erfährt man im Verlauf der weiteren Bücher mehr über diese Geschichte.Die Erzähler der einzelnen Kapiteln wechseln immer wieder zwischen Sara, ihrem Bruder und dem Täter. Dadurch bekommt man unterschiedliche Einblicke in deren Gedanken. Die einzelnen Personen sind grundsätzlich interessante Persönlichkeiten. So ganz greifbar wurden sie jedoch nicht.Die Geschichte selbst finde ich sehr gut inszeniert. Der Autor schafft es Spannung aufzubauen und immer wieder Hinweise einzustreuen. Am Ende dachte ich mir zuerst, dass er mit der Lösung des Falls den guten Eindruck zunichte machen wird, hat dann aber für mich doch noch die Kurve bekommen und einen abenteuerlichen, aber vertretbaren Weg für den Ausgang des Falls gefunden.Das Buch hat mich positiv überrascht und ich bin gespannt wie es mit dem Ermittlerteam weitergehen wird.
Guter Thriller
„Der Prätorianer“ von Tobias Bukkehave handelt von Kommissarin Sara Levin, die in einer eisigen Stadt einen rätselhaften Ritualmord untersucht. Als Hinweise zu ihrem verurteilten Vater führen, muss sie sich ihrer dunklen Familienvergangenheit stellen um den Serienkiller zu stoppen. Der Autor erzählt die Geschichte in einem flüssigen und bildhaften Schreibstil. Besonders das skandinavische Setting wird atmosphärisch beschrieben und sorgt für eine kalte, düstere Stimmung. Durch die wechselnden Perspektiven bleibt die Handlung abwechslungsreich und bekommt zusätzliche Spannung. Stellenweise hätte man einige Passagen jedoch kürzen können, da sie das Tempo etwas bremsen. Die Charaktere sind klar und gut nachvollziehbar gestaltet. Besonders Sara Levin wirkt glaubwürdig in ihrem Denken und Handeln. Auch ihr Partner Janus sowie ihr Bruder Adam passen überzeugend in die düstere Handlung. Insgesamt ist das Buch ein guter Thriller für alle Skandinavien Fans.
Gefesselt beim Lesen
Schon auf den ersten Seiten von Tobias Bukkehaves „Der Prätorianer“ war ich völlig gefesselt und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Obwohl mich das Cover zunächst nicht besonders angesprochen hat, war der Inhalt umso spannender. Die Geschichte rund um die grausamen Ritualmorde in Kopenhagen hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Die ungewöhnlichen Tatorte, die antiken Goldmünzen und die lateinischen Inschriften sorgen für eine düstere und beklemmende Atmosphäre.Besonders spannend fand ich, wie sich die Ermittlungen immer stärker mit Saras eigener Familiengeschichte verbinden. Dadurch bekommt der Thriller neben der spannenden Mörderjagd auch eine persönliche Ebene. Die Geheimnisse rund um ihren Vater und ihren Bruder Adam sorgen für zusätzliche Spannung und viele Fragen.Die Handlung ist packend, die Spannung bleibt durchgehend erhalten und immer wieder gibt es Wendungen, die mich überrascht haben. Für mich ein Thriller, der seinem Titel alle Ehre macht und den ich nur schwer unterbrechen konnte. Eine klare Leseempfehlung für alle, die spannende und düstere Krimis lieben. 5 von 5 Sternen!
Das Ende hat mir die Geschichte etwas kaputt gemacht
Worum geht’s?Sara Levin hat nicht nur häufig den richtigen Riecher bei ihren Ermittlungen, sondern vor allem eine große Portion Ehrgeiz. Als sie die Ermittlungen in einer mysteriösen Mordserie leiten soll, ist sie eigentlich voll in ihrem Element – wären da nicht die seltsam rituell gestalteten Tatorte, die den Fall näher in Verbindung zu ihrer eigenen Familie bringen, als ihr lieb wäre.Meine Meinung:Die Geschichte an sich hat mir eigentlich wirklich gut gefallen, was für ein Debüt definitiv ein gutes Zeichen ist. Trotz nur kleiner Kritikpunkt war es dann schlussendlich allerdings die Umsetzung der Auflösung, die meine Begeisterung beim Lesen und Hören dann doch merklich gedämpft hat.Um gleichzeitig auch dem Trend des immersiven Lesens eine Chance zu geben, habe ich Buch und Hörbuch konsumiert, was mir überraschend gut gefallen hat. Mein Lesetempo war zwar ungefähr gleichbleibend, trotzdem hatte ich das Gefühl, deutlich flüssiger durch die Geschichte zu kommen. Ob das allein Oliver Siebecks Verdienst war, oder generell bei der Kombination beider Medien bei mir der Fall ist, muss ich allerdings noch testen.Das Ermittlerteam fand ich grundsätzlich interessant, wirklich kennenlernen konnte man in meinen Augen aber noch keinen der drei in diesem Buch. Die einzelnen Einblicke waren für meinen Geschmack noch nicht tiefgehend genug, wobei ich auch ehrlicherweise zugeben muss, dass sich der Autor hier eine sehr ungewöhnliche Konstellation mit vielen Themen gebaut hat, die für wirkliche Tiefe einfach deutlich mehr Raum gebraucht hätte. Potenzial für die Fortsetzung sehe ich trotzdem, gleichzeitig war so dann die Handlung der Punkt, der mich wirklich hätte überzeugen müssen.Für den Großteil des Buches hat das auch tatsächlich funktioniert, ich bin schnell voran gekommen und wollte definitiv wissen, wer sich denn nun als Prätorianer herausstellen würde. Die Ermittlungsarbeit fand ich relativ spannend, man nähert sich der ein oder anderen Vermutung und kann definitiv über weite Teile der Handlung ordentlich miträtseln. Was mir dann allerdings nicht mehr so gut gefallen hat, war leider die Auflösung bzw. die Hinführung zum gesamten Schlussteil.Ich persönlich fand das Erzähltempo zu unvermittelt hoch, da das Ende so unglaublich gehetzt und nur wenig durchdacht auf mich gewirkt hat. Verkettungen glücklicher und unglücklicher Umstände müssen nicht zwangsläufig ein schlechtes Zeichen sein, hier hatte ich aber den Eindruck, dass unter allen Umständen besonders viel Action und Gewalt eingestreut werden sollte, was für mich nicht logisch funktioniert hat. Darüber hinaus hätte ich mir einige deutlichere Hinweise auf den Täter gewünscht, da ich ehrlicherweise den Eindruck hatte, dass er sehr plötzlich aus dem Hut gezaubert wurde. Eine Erwähnung zuvor reicht für mich nicht, um als Hinweis zu gelten, weshalb mir das Ende dann doch einiges meiner Begeisterung genommen hat.Fazit:Dieser Reihenauftakt hatte definitiv Potenzial, die Umsetzung des Schlussteils kam mir aber leider nur wenig durchdacht und deutlich zu überstürzt vor. Nichtsdestotrotz liest sich das Buch sehr spannend, was meine Erwartungen an den nächsten Band noch nicht ganz im Boden versinken lässt.Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.
Serienmorde im winterlichen Kopenhagen
Bei diesem neuen skandinavischen Thriller hat mich zunächst der Schauplatz Kopenhagen gereizt. Es handelt sich um den ersten Teil einer Reihe mit Kriminalkommissarin Sara Levin und ihrem Partner Janus West. Sie haben es mit mehreren Morden zu tun, bei denen sich recht schnell Zusammenhänge andeuten. Schon beim ersten Mordfall ist der Leichnam sehr aufwendig geschmückt worden, lateinische Inschriften wurden in seine Haut geritzt und es finden sich antike Goldmünzen, die früher ausgerechnet Saras Vater gehört haben, der wegen Mordes inhaftiert ist. Schon bald beschließt Saras Vorgesetzter, Saras Bruder Adam hinzuziehen, der sich in den USA zum Profiler ausbilden lassen hat und auf Serienmorde spezialisiert ist. Die Geschwister haben seit der Verurteilung ihres Vaters aber ein sehr angespanntes Verhältnis.Ich fand den Fall sehr spannend und es kam auch immer wieder zu falschen Fährten und überraschenden Wendungen, sodass der Ausgang nicht zu schnell vorherzusehen war. Auch die Konstellation der Ermittelnden mit der Familiengeschichte von Sara und Adam ist ungewöhnlich und Janus West bildet einen guten Gegenpart zu Adam. Die Verknüpfung von Gegenwart und symbolischen Handlungen aus der antiken Mythologie fand ich ebenfalls interessant. Für mich hätte der Schauplatz Kopenhagen aber noch eine etwas größere Rolle spielen und etwas mehr Lokalkolorit enthalten sein dürfen. Ich habe die Geschichte als Hörbuch angehört und war mit dem Sprecher, dem Schauspieler Oliver Siebeck, sehr zufrieden. Man konnte ihm angenehm folgen und er schafft es auch die Spannung aufrechtzuerhalten.
Packender Krimi mit Thriller-Elementen
Eine tiefgefrorene Leiche, zwei antike Goldmünzen und eine Inszenierung, die an ein Mausoleum aus einem altrömischen Film erinnert - dieses Bild bietet sich den Kriminalkommissaren Sara Levin und Janus West, als sie am Tatort im verschneiten Kopenhagen eintreffen. Die Uhr tickt, denn Adam Levin, ein auf Serienverbrechen spezialisierter Profiler, ist sich sicher, dass das Team es mit einem Serienmörder zu tun hat. In Mitten von Schnee, Konkurrenzkämpfen, tragischer Familiengeschichte und blutigen Tatorten gibt Sara ihr bestes, um einen brandgefährlichen Killer zu stoppen...Tobias Bukkehave startet seinen "Prätorianer", indem er den Leser gleich an die Besonderheiten seines Schreibstils heranführt: Kurze, flott zu lesende Kapitel, unterschiedliche Erzählperspektiven und ein Spiel mit Informationen. Immer wieder werden bis ins kleinste Detail beschriebene Tatorte und Hintergründe geboten, die oftmals auch nichts für schwache Nerven sind, während an vielen Stellen nur an der Oberfläche gekratzt wird. Gerade genug, um die Neugier des Lesers zu entfachen, aber doch nicht ausreichend, um zu viel vorweg zu nehmen. Auf Grund dieser packenden Mischung konnte ich das Buch praktisch kaum aus der Hand legen, wollte immer weiter wissen, was es mit den Morden auf sich hat und inwiefern Saras Familiengeschichte diesbezüglich eine Rolle spielt.Diese fand ich als Ermittlerin grundsätzlich gut eingesetzt. Ich mochte ihre taffe Art und ihr Gespür für Details sehr gerne. Auch die kurzen leichtherzigen Geplänkel mit ihrem Partner Janus haben mir gut gefallen. Und doch blieb sie als Figur hier und da ein wenig blass. Ähnlich verhielt es sich mit Adam und Janus, die als Nebencharaktere zwar einen starken Auftritt hinlegten, mit ihrer Entwicklung teilweise aber an den Rand gedrängt werden.Wer also stark und intensiv ausgearbeitete Charaktere sucht, wird mit "Der Prätorianer" eher unzufrieden bleiben. Denn hier wird der Fokus vor allem auf die Ermittlungsarbeit gelegt.Diese fand ich toll umgesetzt. Sie orientiert sich an einem roten Faden, nimmt ab und zu falsche Abzweigungen, bleibt aber dennoch authentisch, keineswegs auf der Stelle und war für mich persönlich auch nicht allzu vorhersehbar. Ganz besonders gerne mochte ich den antiken Einschlag. Die Informationen dazu sind quer durch die gesamte Geschichte verstreut und immer wieder gab es neue Details und Fakten, die mich mitgerissen haben.Die Auflösung verlief letztendlich Schlag auf Schlag in einem fulminanten Showdown, sodass ich auch diese binnen kürzester Zeit verschlingen musste. Leider gab es an dieser Stelle ein, zwei kleinere Unglaubwürdigkeiten und noch einige offene Fragen. Ich hoffe, dass letztere möglicherweise noch in einem Folgeband thematisiert werden.Insgesamt hat mir dieser Krimi mit Thriller-Einschlag sehr gut gefallen. Er ist fix zu lesen und stets spannungsgeladen. Und auch wenn in den Charakteren sowie der Auflösung ein wenig unausgeschöpftes Potential steckt, so bin ich mir doch sicher, dass "Der Prätorianer" vielen weiteren Lesern gefallen wird.4,5/5 Sterne
Eine Mischung aus Kriminalroman, Psychothriller und psychologisch grundierter Familiengeschichte
Inhalt & Handlung:Ein junger Mann wird bestialisch ermordet aufgefunden, wobei der Fundort der Leiche auffällig inszeniert erscheint: er befindet sich inmitten hundert Kerzen, in seiner Haut ist ein Schriftzug eingeritzt, seine Augen wurden mit Goldmünzen antiker Herkunft bedeckt, zudem wurden neben dem Leichnam Gegenstände hinterlassen, die Hinweise auf die römische Mythologie vermuten lassen. Dieser Mord ist jedoch nur der Auftakt einer Reihe von offensichtlichen Ritualmorden, die alle in Bezug zur Antike stehen, von der der Mörder besessen zu sein scheint.Mit der Ermittlungsarbeit betraut werden die Kriminalkommissarin Sara Levin sowie ihr Partner Janus West, in weiterer Folge wird Saras Bruder Adam, der sich als Profiler mit Bezug zu Serienverbrechern einen Namen gemacht hatte. Das Verhältnis der Geschwister zueinander ist ambivalent, seitdem ihr gemeinsamer Vater wegen Mordes verurteilt worden war.Schreibstil:Tobias Bukkehaves „Der Prätorianer“ präsentiert sich als düsterer Kriminalroman, der klassische Elemente des Thrillers mit Motiven aus der Antike und einer stark psychologisch geprägten Familiengeschichte verbindet. Bereits der Beginn erzeugt eine beklemmende Atmosphäre: Schnee, eisige Kälte, unzählige Kerzen und ein rituell inszenierter Leichnam eines jungen Mannes bedienen sich einer Bildsprache, die das Geschehen zwischen rationaler Ermittlungsarbeit und brutalem Schrecken bewegt. Die Morde wirken dadurch nicht wie gewöhnliche Verbrechen, sondern haben etwas Ritualisiertes und fast schon Künstlerisches – was gleichzeitig ziemlich verstörend ist.Daneben nimmt auch die Familiengeschichte immer mehr Raum ein. Die Vergangenheit von Sara und Adam wird nicht einfach irgendwo dazwischengeschoben, sondern mit dem aktuellen Fall verbunden. Dadurch bekommt die Geschichte noch eine persönliche Ebene, die über die reine Tätersuche hinausgeht.Charaktere:Im Zentrum steht Kriminalkommissarin Sara Levin, deren berufliche Ermittlungen zunehmend mit ihrer familiären Biografie kollidieren. Sie ist als Ermittlerin gewohnt, einen gewissen Abstand zu den Fällen zu bewahren. Bei diesem Fall funktioniert das allerdings immer weniger, weil ihre eigene Familiengeschichte plötzlich eine Rolle spielt.- Dass ausgerechnet ihr wegen Mordes verurteilter Vater mit den antiken Goldmünzen in Verbindung gebracht wird, gibt der Erzählung zusätzlichen Zündstoff: Die Vergangenheit drängt in die Gegenwart und zwingt Sara dazu, vermeintlich gesicherte Wahrheiten neu zu hinterfragen.Ihr Bruder Adam hingegen ist ganz anders mit der Vergangenheit umgegangen. Während Sara den Kontakt zum Vater komplett abgebrochen hat, sucht Adam noch immer nach dessen Anerkennung. Seine Arbeit als Profiler nutzt er sogar als Vorwand, um mit seinem Vater in Kontakt bleiben zu können. Er behauptet, ein Buch über Serienmörder schreiben zu wollen, obwohl dahinter eigentlich ein ganz persönliches Bedürfnis steckt.Das fand ich an Adam besonders interessant, denn dadurch bekommt seine Figur eine gewisse Verletzlichkeit. Er ist beruflich derjenige, der andere Menschen und ihre Motive analysieren kann, schafft es aber selbst nicht wirklich, sich aus seiner familiären Abhängigkeit zu lösen.Auch die Beziehung zwischen Sara und Adam ist dadurch interessant. Beide sind durch dieselbe Vergangenheit geprägt, gehen aber völlig unterschiedlich damit um. Der Kriminalfall bringt sie nun wieder zusammen und zwingt sie gleichzeitig dazu, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die sie lieber verdrängt hätten.Cover:Das Cover ist definitiv ein Hingucker und passt meiner Meinung nach sehr gut zum Buch.Die helle, kalte Gestaltung mit den Eiskristall-Strukturen vermittelt zunächst etwas Ruhiges und beinahe Steriles. Dazu steht die Fliege in einem interessanten Gegensatz. Eigentlich ist eine einzelne Fliege auf den ersten Blick nichts Besonderes. In diesem Zusammenhang bekommt sie aber eine ganz andere Bedeutung, denn Fliegen verbindet man automatisch mit Verfall und Tod.Durch den kleinen roten Akzent wird dieser Eindruck noch verstärkt. Aus einem unscheinbaren Detail wird plötzlich ein Hinweis auf Gewalt und Mord.Man kann das Cover aber auch noch anders betrachten: Der Täter inszeniert seine Opfer wie Kunstwerke der Antike. Die Fliege könnte deshalb daran erinnern, dass hinter dieser künstlichen Ästhetik letztlich immer noch tote Menschen stehen. Die Schönheit der Inszenierung kann also nicht darüber hinwegtäuschen, dass es um Vergänglichkeit und Tod geht.Sprecher:Oliver Siebeck hat eine angenehme und ruhige Stimme, die meiner Meinung nach gut zu der Geschichte passt. Seine Art zu lesen ist eher sachlich und zurückhaltend.Was mir allerdings etwas gefehlt hat, war die stärkere Unterscheidung der einzelnen Charaktere. Durch unterschiedliche Stimmen oder etwas mehr Modulation hätte man die Figuren beim Hören vermutlich noch leichter auseinanderhalten können. Meinung:Tobias Bukkehaves „Der Prätorianer“ verbindet die typische Merkmale des Kriminalromans mit Elementen des Psychothrillers und einer psychologisch grundierten Familiengeschichte. Schon die ersten Morde sind ziemlich eindrucksvoll beschrieben: Schnee, eisige Kälte, einer Vielzahl an Kerzen, antike Goldmünzen und lateinische Inschriften auf dem Leichnam erzeugen eine beklemmende, fast schon morbide Atmosphäre. Interessant fand ich auch, dass die Handlung gar nicht so stark darauf ausgelegt ist, ständig neue Verdächtige aus dem Hut zu zaubern. Der Kreis der möglichen Täter bleibt vergleichsweise klein. Dadurch steht irgendwann weniger die Frage im Mittelpunkt, wer der Täter ist, sondern vielmehr, warum er diese Morde begeht und was hinter den Inszenierungen steckt. Die Spannung entsteht folglich weniger durch die permanente Neubewertung verschiedener Verdächtiger als durch die schrittweise Entschlüsselung der Bedeutung der Morde.Eine zentrale Rolle spielt dabei Christian Levin, Saras und Adams Vater. Als ehemaliger Professor für klassische Archäologie besitzt er genau das Wissen, das die Ermittler brauchen. Gleichzeitig sitzt er wegen Mordes im Gefängnis und ist alles andere als eine neutrale Informationsquelle.Die Situation hat mich ein wenig an „Das Schweigen der Lämmer“ erinnert. Auch dort müssen Ermittler auf das Wissen eines inhaftierten Mörders zurückgreifen, der dieses Wissen natürlich nicht einfach aus reiner Hilfsbereitschaft weitergibt. Ähnlich ist es hier: Christian Levin weiß, dass Sara und Adam ihn brauchen, und nutzt dieses Wissen für sich.Besonders spannend fand ich dabei die unterschiedlichen Beziehungen der Geschwister zu ihrem Vater. Sara hat nach seiner Verurteilung den Kontakt zu ihm abgebrochen. Adam hingegen versucht noch immer, seine Anerkennung zu bekommen. Dass er dafür sogar seine Arbeit als Profiler vorschiebt, fand ich gleichzeitig interessant wie traurig. Christian durchschaut seinen Sohn natürlich und macht seine Informationen davon abhängig, dass Adam ein Gespräch zwischen ihm und Sara ermöglicht. Dadurch entsteht eine interessante Dynamik: Obwohl Christian im Gefängnis sitzt und eigentlich derjenige sein sollte, der am wenigsten Kontrolle über die Situation hat, bestimmt er plötzlich die Bedingungen.Sara muss sich schließlich darauf einlassen, mit ihrem Vater zu sprechen – und genau dadurch wird die Familiengeschichte zu einem festen Bestandteil der Ermittlungen.Für mich ist das auch eine der Stärken des Romans. Die Familiengeschichte steht nicht einfach neben dem Kriminalfall, sondern beeinflusst ihn immer wieder. Es geht dadurch nicht nur um die Frage, wer für die Morde verantwortlich ist, sondern auch darum, wie sehr vergangene Ereignisse Menschen noch Jahre später beeinflussen können.Persönliche Kritikpunkte:Ein bisschen enttäuscht war ich allerdings von der Auflösung. Gerade weil die Handlung zuvor so detailliert aufgebaut wird und die Morde mit so vielen Symbolen verbunden sind, hatte ich mir vom Ende etwas mehr erhofft.Die Auflösung war für mich im Vergleich zum Rest der Geschichte etwas zu konstruiert und stellenweise fast schon plump. Spannend bleibt es zwar bis zum Schluss, aber ganz überzeugen konnte mich die Lösung des Falls leider nicht.Fazit:„Der Prätorianer“ ist für mich vor allem eine interessante Mischung aus Kriminalroman, Psychothriller und Familiengeschichte. Besonders die Verbindung zwischen den ritualisierten Morden und der schwierigen Vergangenheit von Sara und Adam hat mir gefallen.
Einfach empfehlenswert
Bereits das Cover machte mich neugierig auf dieses Buch. Es hat sich gelohnt. Tobias Bukkehave versteht es durch den gezielten Einsatz sprachlicher Stilmittel eine düstere und teilweise beklemmende Atmosphäre. Kurze, präzise Sätze treiben das Tempo an, während die düstere Symbolik für eine bedrohliche Atmosphäre sorgt. Die Erzählperspektive springt dynamisch zwischen der Ermittlerin (Sara) dem Profiler (Adam) und teilweise der Täterperspektive hin un her. Ein weiteres wiederkehrendes Stilmittel ist der rhetorische Gegensatz zwischen dem kühlen und rationalen Polizeialltag und den emotionalen und rituellen Kulissen des Täters. Die grausame Mordserie die Kopenhagen erschüttert hat mich vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen und kaum mehr ausgelassen. Der Autor versteht es so zu schreiben, dass man als Leser meint mitten in der Handlung zu sein. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung.
guter ester Teil
Für Thriller-AutorINNen ist es sicherlich schwer, noch etwas Neues zu erzählen. Es gab ja schon jede Art von Mörder, jede Art von Ermittler. Dennoch noch etwas unerwartetes zu komponieren und die Leserschaft abzuholen, das ist in diesem Genre eine besonders schwierige Sache, finde ich. Hier ist das ungewöhnliche, dass die Familie der Ermittlerin Sara Levin eine große Rolle spielt. Also neben ihr als Kommissarin ist der Bruder als Profiler mit an Bord und im HIntergrund gibt es den Vater der beiden, der als verurteilter Mörder im Gefängnis sitzt und im Laufe des ungewöhnlichen Mordfalles - der schnell zum Serienmord wird - zur Unterstützung gebracht wird.Es handelt sich um einen ersten Teil und der ist wirklich gelungen und extrem spannend. Wahrscheinlich ist nicht alles so ganz realistisch. Aber ich wurde gut unterhalten und bin gespannt auf die Fortsetzung.
Auch als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg
Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Oliver Siebeck.
Leseprobe
Fordern Sie hier Ihre exklusive Leseprobe an
Der Sound zum Thriller
Finden Sie heraus, wie sich ›Der Prätorianer‹ anhört
Autor Tobias Bukkehave über ›Der Prätorianer‹
Erfahren Sie direkt von Tobias Bukkehave, dem Autor von ›Der Prätorianer‹, was Sie in seinem neuen Thriller erwartet!