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Details

»Er brauchte sie, damit es funkelte. Und sie brauchte ihn, um ungestört funkeln zu können.«

Die zweitgrößte Liebe

Reicht die Liebe im Zweifel? Ein Roman über die Liebe, die Freiheit, die Abhängigkeit:

Michelle ist Anfang dreißig, als ihr Leben im Osten des Landes auseinanderbricht. Sie steigt auf ihre Vespa, lässt alles hinter sich und fängt von vorne an: Als Rezeptionistin eines Hotels trifft sie auf Luxus, westdeutschen Reichtum und – Henry. Einer, der ganz andere Startmöglichkeiten hatte als sie, dem es nie an irgendetwas gemangelt hat. Sie verlieben sich, allen Unterschieden zum Trotz. Ein sorgenfreies Leben scheint Michelle erstmals möglich – nur zu welchem Preis?

Ruth-Maria Thomas erzählt von der bösen Zufälligkeit, die darüber entscheidet, in welches Leben man hineingeboren wird – und von der Liebe dazwischen. Ein Buch, in das man tief hineinfällt und aus dem man verändert wieder auftaucht.

Bibliografische Daten

EUR 24,00 [DE] – EUR 24,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28576-6
Erscheinungsdatum: 30.07.2026
4. Auflage
304 Seiten
Format : 11,8 x 19,5 cm
Sprache: Deutsch

Autor*innen

Autor*innenporträt

Ruth-Maria Thomas

Ruth-Maria Thomas, 1993 geboren und in Cottbus aufgewachsen, war als Sozialarbeiterin in der Jugendhilfe tätig. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihr Debüt ›Die schönste Version‹ (2024) war für den Deutschen Buchpreis, den aspekte-Literaturpreis, den Buddenbrookhaus-Preis, den Preis der deutschen Wirtschaft nominiert und wurde mit dem Ulla-Hahn-Preis ausgezeichnet. 2025 erschien der rbb-Podcast ›Der Bruch – Frauen zwischen Ost und jetzt‹, dessen Host Thomas war. ›Die zweitgrößte Liebe‹ ist ihr zweiter Roman.

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Leserstimmen

116 von 116 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.69 von 5 Sternen


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9 - 10 von 116 Leserstimme

eternal-hope am 02.08.2026 15:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Muss die Liebe an sozialen Unterschieden scheitern?

Ich habe das Hörbuch zum Buch "Die zweitgrößte Liebe" von Ruth-Maria Thomas, sehr einfühlsam und differenziert gesprochen von Lili Zahavi, vor kurzem fertig gehört und bin auch jetzt, nach mehreren Tagen Abstand, noch tief bewegt, wenn ich daran denke.Ich glaube, ich habe noch nie so eine berührende, im Grunde tieftraurige und dabei so authentische Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen aus unterschiedlichen Sozialmilieus, die sich doch eigentlich so sehr lieben und zwischen denen dabei aber so viele Trennendes steht, gehört oder gelesen. Die meisten Liebesromane tendieren dazu, eher seicht, unrealistisch und überromantisch zu sein. Dieser gar nicht!Ich habe mich schon viel mit sozialen Unterschieden aus psychologischer und soziologischer Sicht befasst und auch die Autorin, die neben dem Schreiben auch gelernte Sozialarbeiterin ist, hat offensichtlich ganz viel Ahnung von diesem Thema. Hier ist ihr das große Kunststück gelungen, all ihr Wissen über verschiedene soziale Milieus und die damit verbundenen Unterschiede in Denken, Fühlen, Auftreten, Erfahrungen, Kommunikation, Sehnsüchten, Ängsten, Werten, Lebenszielen und noch so vielem mehr in einen absolut packenden Roman einzubauen, der überhaupt nicht akademisch oder sachbuchartig wirkt, doch wie nebenbei alle Lesenden, die hinschauen möchten, tief für soziale Unterschiede sensibilisiert.Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt, war die ganze Zeit tief emotional verbunden mit den beiden Hauptfiguren, hab mit ihnen gehofft und gebangt, ihre wachsende Beziehung miterlebt, dabei viel nachgedacht und gelernt.Worum geht es?Um Michelle, eigentlich Mishelle (die Mutter kannte bei der Eintragung des Namens die richtige Schreibweise nicht), arm bei einer alleinerziehenden Mutter im Osten von Deutschland aufgewachsen. Die die Kreativität liebt und einen eigenen Kunsthandwerksladen hatte, doch Corona und weitere Krisen haben dazu geführt, dass sie diesen nicht mehr gewinnbringend betreiben konnte und ihn mit Schulden schließen musste. Nun arbeitet sie im Servicebereich eines gehobenen Hotels, mehrere hundert Kilometer entfernt, in einem der "alten" Bundesländer. In diesem Hotel lernt sie auch Henry kennen, die zweite Hauptfigur des Romans. Henry heißt eigentlich Paul-Heinrich, ist der Sohn einer sehr wohlhabenden Familie mit erfolgreichen Eltern, die er in seiner Kindheit aber wenig zu Gesicht bekommen hat und viel von Au-Pairs betreut wurde, wobei er sich sehr einsam fühlte.Die beiden lernen sich also kennen und verlieben sich ineinander: Henry fühlt sich angezogen von Michelles natürlich-offener Art, ihrer unverblümten Sprache und ihrer Direktheit, während Michelle sich bei ihm sicher und geborgen fühlt und seine Sensibilität schätzt.Doch je besser sie sich kennen lernen, desto mehr zeigen sich die tiefgehenden Unterschiede in ihrer Prägung und den damit verbundenen Wünschen, Zielen und Lebensvorstellungen: Michelle ist es gewohnt, zu kämpfen, um durchzukommen: als sie zu einem tödlichen Autounfall kommt, zieht sie der Sterbenden den Ehering vom Finger, als Kompensation für das eigene erlittene Trauma durch das Erlebnis und als Sicherheit. Als sie Henry davon erzählt, ist er entsetzt. So etwas würde er nie tun! Braucht er aber auch nicht, denn durch das Vermögen seiner Familie ist er schon von Kindheit an bestens abgesichert.Dreisten Gästen spuckt Michelle heimlich in die Getränke. Ihre Wortwahl ist so direkt, dass sie manchmal fast schon ordinär wirkt, insbesondere auf Henrys gehobenes Umfeld. Und sie war immer schon gewohnt, für sich selbst zu sorgen und kann sich nicht vorstellen, die klassisch-konservative Rolle einer unterstützten Ehefrau an Henrys Seite einzugehen.Liebeswürdige Seiten hat sie auch eine Menge, doch die zeigen sich erst bei näherem Hinsehen und wenn sie sich sicher fühlt. Henry hingegen ist zwar sehr sensibel, doch wirklich nachfühlen kann er Michelles Existenzängste nicht und er versteht auch nicht, warum sie den sicheren Hafen, den er ihr doch so gerne großzügig anbieten möchte, nicht einfach annehmen kann und damit alle Probleme erledigt seien.Die beiden lieben sich sehr und kämpfen um ihre Liebe, das ist spürbar, und doch drohen die extremen Unterschiede in sozialem Hintergrund, Sozialisation und Vermögen, aber auch die unterschiedlichen Umfelder, sie auseinanderzureißen.Das Hörbuch bzw. Buch ist extrem gut erzählt. Beide Figuren sowie deren Umfelder und die daraus resultierenden Prägungen sind tiefgründig und authentisch gezeichnet, jedes Wort sitzt. Die Autorin Ruth-Maria Thomas ist für mich ein ganz außergewöhnliches Talent nicht nur im Schreiben, sondern auch im Fühlbar-Machen psychologischer Feinheiten und sozialer Unterschiede.Dieses Buch ist eines meiner Jahreshighlights, ich werde mir demnächst auch den mir bisher unbekannten Debütroman der Autorin besorgen und freue mich schon auf weitere Werke von ihr! Absolute Empfehlung für alle, die sich für Psychologie, Soziologie und soziale Unterschiede, aber auch für jene, die sich einfach nur für richtig gute Literatur interessieren!

eric.liest am 02.08.2026 14:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Liebe macht blind?

Michelle & Henry, beide Anfang 30, ein Paar. Henry kommt in die Wohnung. Die Fenster sind offen, die Vase zerbrochen & Blut im Bad. Michelle & ihre Sachen sind verschwunden. Wo ist sie & was ist passiert? Gehen wir 2,5 Jahre zurück.**************************************„Die zweitgrößte Liebe“ von Ruth-Maria Thomas ist ihr 2.Roman.Michelle & Henry sind ein ungleiches Paar. Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen & er aus einer reichen Familie. Sie besaß einen Schmuckladen & musste ihn aufgeben. Nun hat Michelle einen Berg voll Schulden. Henry lädt Michelle oft zum Essen ein, unterstützt sie finanziell damit sie wieder einen neuen Schmuckladen eröffnen kann. Derweil jobbt sie an einer Hotelrezeption. Wie reagiert Henry darauf?Liebe macht blind? Bei diesem Paar ist es der Fall bzw. bei einem von beiden. Kann die Liebe erkauft werden? Welchen monetären Wert hat sie? Hier spielt Herkunft eine wesentliche Rolle. Einer muss genau überlegen, wofür sie das Geld ausgibt & der andere nicht. Die Ungleichbehandlung zwischen Arm & Reich spielt in der Beziehung eine Rolle. Wie finanziell abhängig ist man voneinander & wie wichtig sind Bedürfnisse des anderen? Rituale & Traditionen die aus Kindheitstagen stammen werden im Erwachsenenalter weitergelebt. Sie unterstützen Erinnerungen, Bewältigung von Trauer & Verlusten. Sie geben Halt & dem Bewussten innehalten. Thomas hat einen authentischen, eindringlichen & mitfühlenden Roman geschrieben. Das Buch entwickelt beim Lesen eine Sogwirkung. Stellenweise waren Szenen konstruiert & überspitzt. Die Hauptprotagonist*innen sind stark gezeichnet & weitere Figuren haben bildhafte Charaktere. Interessant ist die Entwicklung zwischen Michelle & Carlotta, der Schwester von Henry, die zu Verbündeten werden. Das Buch beginnt mit dem Ende, dadurch wird ein kleiner Spannungsbogen aufgebaut. Lange bleibt offen, was in der Wohnung passiert ist & der Auslöser war.Kennt Liebe Grenzen bzw. wie weit kann sie gehen. Am Ende des Romans bleibt ein gebrochenes Herz zurück & mit dieser Person habe ich Mitleid.

jenvo82 am 01.08.2026 17:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Das Bildnis einer Beziehung

"Es schmerzte in ihrer Brust, weil sie sich nicht in diesem Bild ausruhen konnte. Wo waren Maurice und Húng, Lara und Claudia und die getauften Kinder, die Henry sich wünschte, es passte nicht ins Bild, sie schaffte es nicht, sich all das zusammen vorzustellen."InhaltAls sich Henry und Michelle kennenlernen passt einfach alles, füreinander sind sie wie Sonne und Mond, endlich ein Gegenüber, dem man volles Vertrauen entgegenbringt, der das eigene Leben leicht und schön erscheinen lässt und mit dem eine Zukunft mehr als verheißungsvoll erscheint. Aus einem emotionalen Strohfeuer erwacht bald die Art von Liebe, die sich jeder wünscht und da kann man über kleine Differenzen hinwegsehen. Für Michelle ist es nicht leicht, sich in das unbedarfte, sorgenfreie Leben ihres neuen Partners einzufinden, doch obwohl sie ein Konto voller Schulden hat, einen Bruder, den sie finanziell unterstützen möchte und mittlerweile Gelegenheitsdiebstähle kultiviert hat, um irgendwie über die Runden zu kommen, empfindet sie großen Respekt vor Henry. Dieser teilt vollkommen uneigennützig mit ihr, lässt sie in seine Wohnung ziehen, finanziert ihren Lebensunterhalt und motiviert sie dazu, endlich ihrer Passion nachzugehen, anstatt dem schlecht bezahlten Aushilfsjob an der Hotelrezeption. Doch nach zweieinhalb Jahren wird deutlich, wie unterschiedlich ihre Maßstäbe sind, wie ein unausgewogenes Verständnis von Besitz und Geld zu immer größeren Brüchen führt und letztlich zu der Einsicht, dass die Liebe nicht jede Lücke zu füllen vermag ...MeinungDieses Buch habe ich mir direkt als Wunschbuch bei vorablesen gesichert, nachdem mich der Vorgängerroman der deutschen Nachwuchsautorin Ruth-Maria Thomas dermaßen fasziniert hat, dass ich mir sicher war, hier zumindest die "zweitgrößte Liebe" zu finden. Aufgrund der gesteigerten Erwartungshaltung, habe ich hier zwischen den Zeilen immer noch etwas mehr gesucht: mehr Tiefe, mehr Verständnis, mehr Emotionen. Die beiden Protagonisten empfand ich hier etwas zu klar umrissen, teilweise mit vorhersehbaren Gefühlen und dennoch mit einer gewissen Distanz. Im Vordergrund der Erzählung steht hier nicht die perfekte Beziehung, sondern die unterschiedlichen Prämissen der handelnden Personen, die aus vollkommen anderen sozialen Schichten stammen. Das latente Unverständnis des einen über die seltsamen Befindlichkeiten des anderen im Umgang mit Geld häuft sich, kleine Risse tun sich auf, die schließlich zu tieferen Gräben wachsen. Es ist gleichsam eine Milieustudie über verschiedene Ausgangssituationen in diversen Gesellschaftsschichten und damit sind nicht nur materielle Werte verbunden, sondern auch Ängste, Wünsche und Hoffnungen für die Gegenwart und Zukunft. Zwischen Faszination, kontrolliertem Nachgeben und der Erfüllung der eigenen Vorstellungen zwischen den Partnern handelt dieses Buch. Der Schreibstil ist einprägsam, akzentuiert und bringt vieles auf den Punkt. Der Roman liest sich sehr gut und hinterlässt eine gewisse Beklemmung aber auch ein tieferes Erkennen. FazitIch vergebe gute 4 Lesesterne für diesen ausgereiften, speziellen und nachvollziehbaren Roman, der mich dennoch weniger gefesselt hat, als erhofft. Vielleicht ist das ein ganz persönliches Empfinden, denn obwohl ich sowohl Michelle als auch Henry absolut glaubwürdig und konsequent empfand, bleibt hier die Thematik zu banal. Irgendwie hatte ich beim Lesen immer das Gefühl: das kennst du doch, es gibt zahlreiche solche Beispiele. Irgendwie hätte ich mir weitere Ansatzpunkte gewünscht, bzw. mehr Eindrücke von außen, von Familienmitgliedern, Freunden oder Arbeitskollegen. Darüber hinaus hätte es hier eigentlich gut klappen können, wenn man außer Liebe und Sex wirklich aufrichtige, intensive Gespräche geführt hätte. Manchmal war mir Henry einfach zu weich und unentschlossen und Michelle zu hart und verbohrt. Klar, niemand kann über seinen Schatten springen und die Ursachen wurden hier umfassend beleuchtet, nur zwischendrin hätte es vielleicht diesen einen Weg gegeben, der hier für ein Gelingen der Beziehung möglich gewesen wäre. Die Autorin hat ihn nicht gewählt, sondern ihre Protagonistin in ihr eigenes Leben entlassen:"Aber ich kann dir nicht beides geben: ich bleiben und gleichzeitig die werden, die wirklich in deine Welt passt."Ein sehr lesenswertes Buch, mit winzigen Abstrichen für mich und wenn das nächste Werk der Autorin erscheint, bin ich definitiv wieder mit im Boot.

antjedomenic am 01.08.2026 14:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Highlight

Dieses Cover finde ich wirklich großartig und auch der Klappentext klang wieder ganz nach einem Buch für mich. Ich habe bereits ein Buch der Autorin mit Begeisterung gelesen. Schon nach den ersten Seiten merkte ich, dass ich dieses Buch nicht aus der Hand legen werde und an einem Stück lese. Dazu war der regnerische Tag einfach gemacht. Der Schreibstil ist so gefühlvoll und auch das Thema, was die Autorin beschreibt war richtig gut. Es geht um Leben und wie jeder lebt. Die einen haben Geld und müssen sich keine Gedanken machen und andere Menschen müssen rechnen und planen, dass Sie den Monat überstehen und jeden Tag etwas zu Essen und Trinken haben, sowie ihre Rechnungen zahlen können. Hart, aber wahr. Ein Thema, was die Autorin für mich wunderbar in Szene geschrieben hat.Michelle musste gerade ihren Laden schließen und steht wieder einmal vor dem Nichts, denn auch früher war das so, als die Mama noch lebte und sie mit ihrem Bruder zusammen wohnten. Mittlerweile ist ihre Mama verstorben und Michelle wagt einen Neuanfang im Norden.In einem Hotel arbeitet und schuftet Sie, dass Sie ihre Schulden abzahlen kann und über die Runden kommt. Eines Tages trifft Sie dann auf Henry und ihre beiden Leben sind unterschiedlicher als Sie annimmt. Henry will ihr helfen und er will, dass Sie alles machen kann, denn das Geld dazu hat er.Doch wagt Michelle diesen Schritt, lässt jemanden so nah an sich heran und startet neu durch?Liebe, Hoffnung und das Thema Geld. Ein Buch war mich sehr erreicht hat und was ich unbedingt weiterempfehle. Für mich ein Roman, mit einer wichtigen Botschaft und ich hoffe, das viele Menschen dieses Buch lesen werden.

tänja_radi am 01.08.2026 12:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Absolut begeisternd

Zunächst muss ich sagen, dass mir das Cover deses Romans besonders gut gefällt. Es ist schwer zu erraten, welchen Gesichtsausdruck die abgebildete Frau gerade hat. Auch in der Liebesgeschichte zwischen Henry und Michelle wird viel geraten. Denn die beiden kommen aus sehr unterschiedlichen Welten. Michelle ist in prekären Verhältnissen aufgewachsen und am Aufstieg beim ersten Versuch gescheitert. Henry hingegen ist reich. Beide halten ein Teil dieser Lebenswelt vor dem anderen zurück.Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist trotzdem groß und ich liebe es, wie Ruth-Maria Thomas über das Verliebtsein schreibt.Gleichzeitig gelingt es der Autorin, den Lesenden vor Augen zu führen, wie klassizistisch unsere Gesellschaft ist. Sie zeigt auf, dass es oft eben nicht einfach ausreicht, sich anzustrengen, um aufzusteigen. Sie macht deutlich, dass die Lebenswelten von Arm und Reich extrem unterschiedlich und teilweise auch nicht verständlich für einander sind. Dabei begegnet sie beiden Seiten mit Wertschätzung und lässt nicht aus, dass auch reiche Menschen Probleme haben können. Besonders mag ich, dass sich der Roman zwischen den Zeilen viel mit der Frage beschäftigt, welcher Teil des Liebespaars den anderen eigentlich mehr braucht.So vereint sich eine Liebesgeschichte mit den aktuellen Fragen unserer Zeit. Ein höchst empfehlenswerter Roman.

lustaufbuch am 31.07.2026 21:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

»Er hatte, was sie brauchte. Und das war das Problem.«

Es scheint als wäre es Liebe auf den ersten Blick. Als würde sich alles fügen, positiv und unerwartet, aber doch so glücklich.Michelle und Henry entstammen komplett unterschiedlichen Milieus, was sich jedoch erst im Laufe der anbahnenden Beziehung so richtig zu erkennen gibt. Michelle ist mit wenig aufgewachsen und kämpft selbst jetzt noch ums finanzielle Überleben. Ihre Schmuckladen musste sie aufgeben und arbeitet nun in einem angesehenen Hotel, um ihre Schulden zurückzuzahlen. Währenddessen ist Henrys Familie reich. Zwar arbeitet er viel und ambitioniert, verfügt jedoch seit jeher über eine finanzielle Grundabsicherung. Die Kluft zwischen Arm und Reich spielt nicht nur von außen eine Rolle, sondern auch von den Erfahrungen, die jemand erlebt hat. Und Geld nimmt doch immer eine entscheidende Rolle ein. Besonders wenn etwas für manche selbstverständlich ist und für andere nie vorstellbar. So verheimlicht Henry ihr lange seine luxuriöse Wohnung und verbringt lieber Zeit in ihren einfachen vier Wänden. Dementsprechend ist es nicht nur möglich, während einer Beziehung in eine gewisse Abhängigkeit zu geraten, sondern unausweichlich. Ein Gefälle, das oft mit Erwartungen verbunden ist, sei es nur die Person von einem (finanziell) abhängig zu machen. Henry scheint Michelle über alles zu lieben, aber er fühlt sich zugleich wohl damit, jemanden zu haben, um den er sich kümmern kann, der abhängig von ihr ist und sich so gewissermaßen lenken lässt. Auch im Hinblick auf seine eigene Familie möchte er ihr – seit sie das erste Mal von ihrem Schmuckladen geredet hat – diesen Traum wieder ermöglichen und ihr den Job im Hotel ausreden. Hierbei missachtet er oft, was seine Freundin wirklich möchte. Und trotz all der glücklichen Momente, bleibt es eine Liebe, die nicht sein kann. Zudem ist das gegenseitige Missverstehen etwas, was die Autorin in diesem Buch so nahegehend und zugleich schmerzlich herausgearbeitet hat wie ich es bisher noch nie gelesen habe. Dieses Misslingen der Kommunikation, aneinander vorbei zu reden und zu denken, das Gegenüber könnte einen nachvollziehen und dabei nicht auf einen Nenner zu kommen.Der zweite Roman von Ruth-Maria Thomas ist so ganz anders als ihr Debüt „Die schönste Version“ und doch auch wieder nicht. Er ist ein eher unauffällig daherkommender Anstoß, die zwischenmenschlichen Beziehungen zu hinterfragen und was eine Liebe beeinflusst, selbst wenn alles zu stimmen scheint.

isaba am 31.07.2026 19:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Kluger, nachdenklicher Roman

„Die zweitgrößte Liebe“ von Ruth Maria Thomas ist ein Roman, der leise beginnt und eine enorme Wirkung entfaltet. Ein Buch, das nicht laut sein muss, um tief zu berühren. Für mich eine wunderbare Leseerfahrung.Michelle steht nach der Insolvenz ihres Schmuckgeschäfts vor einem Neuanfang. Sie verlässt ihre Heimat im Osten und beginnt als Rezeptionistin in einem Hotel. Dort lernt sie Henry kennen, der aus einer wohlhabenden westdeutschen Familie stammt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die von Anfang an (zu) stark von ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten geprägt ist.Die Autorin erzählt ihre Geschichte mit großer Sensibilität und einer beeindruckenden Beobachtungsgabe. Besonders die kleinen Momente und Zwischentöne machen den Roman so stark. Die Figuren wirken nie konstruiert, sondern wie echte Menschen mit Stärken, Widersprüchen und blinden Flecken. Gerade deshalb fällt es leicht, beide zu verstehen, auch wenn ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar erscheinen.Besonders gelungen ist der Blick auf soziale Herkunft und Klassismus. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie sehr Geld, Erziehung und Erfahrungen den Blick auf die Welt beeinflussen. Dabei verzichtet Thomas auf einfache Antworten oder Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Stattdessen entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie schwierig es sein kann, sich wirklich auf Augenhöhe zu begegnen, selbst wenn die Liebe eigentlich da ist.Was besonders nachhallt, ist die Art, wie das Buch gesellschaftliche Themen ganz selbstverständlich in eine persönliche Geschichte einwebt. Nie belehrend, sondern klug, nahbar und voller Empathie. Dadurch regt der Roman zum Nachdenken an, ohne seine Figuren auf Botschaften zu reduzieren.„Die zweitgrößte Liebe“ ist eine Geschichte über Liebe, Herkunft und die unsichtbaren Prägungen, die Menschen ein Leben lang begleiten. Ruhig erzählt, emotional und voller kluger Beobachtungen – ein Roman, der noch lange nach dem Zuklappen beschäftigt. Eine große Leseempfehlung.

adelebooks am 31.07.2026 19:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Über Liebe und Klassengrenzen: herausragend erzählt!

Was für ein Roman, der mich atemlos, nachdenklich, wütend, berührt und traurig zurücklässt! Aber von vorn: Mishelle, intelligent, talentiert, schlagfertig, selbstbewusst, attraktiv, stammt aus der Lausitz, und verlässt nach dem Scheitern ihres Schmuckladens mit Anfang 30 und einem Haufen Schulden ihre Heimat um in Norddeutschland als Servicekraft in einem Nobelhotel neu anzufangen und finanziell wieder auf die Beine zu kommen. Dort läuft sie eines Abends nach Schichtende in der Bar dem attraktiven Henry über den Weg, ein kurzer Plausch über eine Zigarettenlänge - dies reicht für die Biochemie zwischen beiden ihre Wirkung zu entfalten. Schnell wird klar, dass Henry in einer Welt lebt, in die Mishelle lediglich über Hotelgäste Einblicke hat, die ihrer eigenen Erfahrung jedoch völlig fremd ist. Kurz: Für Mishelle haben viele ihrer Probleme mit Geld zu tun, während Henry nie über Geld nachdenken muss.Doch trotz aller Unterschiede verlieben sich die beiden und damit beginnt etwas Schönes und sehr Anstrengendes und Kompliziertes zugleich.Der Mangel, der tägliche Kampf um die Existenz seit ihrer Kindheit und die gesellschaftliche Abwertung aufgrund ihrer Herkunft haben sich tief in Mishelles Biografie, ihre Sozialisation und damit letztlich ihr Selbst eingeschrieben. Es ist eine Lebenswelt von der Menschen wie Henry vermutlich nicht einmal ahnen, dass sie existiert und wie diese Menschen prägt. Wie fühlt es sich an abgesichert zu sein? möchte Mishelle an einer Stelle von Henry wissen, ein Erleben und Selbstverständnis, das sie, die jenseits einer privilegierten, westdeutschen Mehrheitsgesellschaft aufgewachsen ist, sich nicht einmal vorstellen kann. Henrys Antwort: Normal. Und so beginnt man zu ahnen und bangen, ob zwei Menschen, deren „Normal“ sich so unterscheidet, trotz großer Liebe ein gemeinsames Leben aufbauen und sich ihr gemeinsames Normal schaffen können.All dies erzählt Thomas in einer unmittelbaren, manchmal rohen und gerade dadurch authentischen Sprache. Die Dialoge wirken wie aus dem Leben, die Figuren und ihre Lebenswelt, von denen ich selbst einige biografische Eckdaten mit Mishelle teile, sind fast erschreckend lebensnah. Es ist ein unglaubliches Verdienst der Autorin diese Lebenswelt mit all ihren Zwängen, aber auch schönen Momenten, in Literatur zu verwandeln und so erlebbar zu machen. Für mich geht der Roman sogar über diese Liebesgeschichte hinaus. Denn Mishelle und Henry zeigen auch, ob und wie auf gesellschaftlicher Ebene bei zunehmender Ungleichheit zwischen verschiedenen Klassen, die wenige Berührungspunkte haben, Verständigung möglich ist oder auch nicht… Seid gespannt und lest unbedingt diesen einzigartigen Roman, der Liebesgeschichte, Milieustudie und Gesellschaftskritik zugleich ist!

melli274 am 31.07.2026 09:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein toller Roman!

CoverDas Cover ist schlicht und hat mich sofort angesprochen.SchreibstilDer Schreibstil ist angenehm und hat mich sofort mitgenommen, ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Inhalt/RezensionIch war bereits vom ersten Roman der Autorin begeistert und so auch wieder hier. Die Art des Schreibens, der Schreibstil und auch die Thematik gefällt mir sehr.Die Protagonisten sind mir sofort sympathisch und vertraut gewesen. Man fühlt direkt mit, und kann sich in alle hinein versetzen. Michelle und Henry treffen und verlieben sich. Sie sind ganz unterschiedlich aufgewachsen und auch wenn man meint dass das nicht wichtig ist, merkt man doch beim Lesen, wie jeder davon geprägt ist. Ich habe während des Lesens meine Situation überdacht und es hat mich zum Nachdenken angeregt.FazitEin toller Roman, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

viddl am 31.07.2026 08:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr bewegend

Mit „Die zweitgrößte Liebe“ erzählt Ruth-Maria Thomas einen feinfühligen Roman über gesellschaftliche Unterschiede, Sehnsüchte und die Frage, ob Liebe soziale Gegensätze wirklich überwinden kann. Michelle ist eine glaubwürdige Protagonistin, deren Neuanfang ebenso hoffnungsvoll wie verletzlich wirkt. Die Beziehung zu Henry eröffnet neue Möglichkeiten, macht aber zugleich deutlich, wie stark Herkunft und Lebensrealität das eigene Denken prägen können.Besonders beeindruckend ist die unaufgeregte Erzählweise, mit der existenzielle Themen wie soziale Ungleichheit, Aufstiegswünsche und Verlustängste behandelt werden. Der Roman verzichtet auf einfache Antworten und zeigt stattdessen, wie komplex Beziehungen sein können, wenn unterschiedliche Erfahrungen aufeinandertreffen.Für mich ist „Die zweitgrößte Liebe“ ein kluger, atmosphärischer und emotionaler Roman, der weit über eine klassische Liebesgeschichte hinausgeht. Er regt zum Nachdenken an und bleibt mit seinen vielschichtigen Figuren und den gesellschaftlichen Fragen noch lange im Gedächtnis.

Veranstaltungen & Medientermine

Veranstaltung
Ruth-Maria Thomas liest aus ›Die zweitgrößte Liebe‹ im Rahmen von "Literarischer Herbst"
Moderation : Verena Kessler

mit Dana Vonwinckel

15.10.2026
19:00 Uhr (CEST)
Werk 2 Halle D
Kochstraße 132
04277 Leipzig
Veranstaltung
Ruth-Maria Thomas liest aus ›Die zweitgrößte Liebe‹
24.10.2026
19:30 Uhr (CEST)
Kapitel 10 GmbH
Limmattalstr. 197
8049 Zürich
25,00 €
Veranstaltung
Ruth-Maria Thomas liest aus ›Die zweitgrößte Liebe‹

im Rahmen der Literaturtage "Lesezeichen"

06.11.2026
18:00 Uhr (CEST)
"Gleis3" Brauhaus am Bahnhof
Bahnhofstr. 4
09633 Halsbrücke
Veranstaltung
Ruth-Maria Thomas liest aus "Die zweitgrößte Liebe"
17.11.2026
19:00 Uhr (CEST)
Buchhandlung am Fellbacher Platz
Heinsestr. 25
13467 Berlin
Veranstaltung
Ruth-Maria Thomas liest aus ›Die zweitgrößte Liebe‹

Mit Dana Vowinckel

24.11.2026
Kresslesmühle
Barfüßerstraße 4
86150 Augsburg
Veranstaltung
Ruth-Maria Thomas liest aus ›Die zweitgrößte Liebe‹
Moderation : Teresa Reichl
02.02.2027
20:00 Uhr (CEST)
Buchhandlung Dombrowsky
St. Kassians-Platz 6
93047 Regensburg
Veranstaltung
Ruth-Maria Thomas liest aus ›Die zweitgrößte Liebe‹
02.03.2027
20:00 Uhr (CEST)
Studio Filmtheater
Wilhelminenstr. 10
24103 Kiel
Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

WDR 2
Eine unbedingte Empfehlung für den Sommer, egal ob man den in der eigenen Villa mit Pool in Spanien ...verbringt, weil man es dicke hat, oder zu Hause auf dem Balkon, weil das Geld knapp ist. (...) Für alle, die auf der Suche nach einem klischeefreien und gesellschaftskritischen Liebesroman sind. mehr weniger

Christine Westermann, 02.08.2026

NDR Buch des Monats
Einer der schrecklich-schönsten Liebesromane der heutigen Zeit.

23.07.2026

Welt am Sonntag
Emotional mitreißend und nüchtern realistisch.

Mari-Luise Goldmann, 04.10.2026

Madame
Ruth-Maria Thomas kann wunderbar präzise über Liebe schreiben.

01.09.2026

SRF-Bestenliste
Ein Beziehungsdrama, das man verschlingt.

01.09.2026

Aachener Zeitung
Ruth-Maria Thomas lässt Lebenswelten kollidieren und zeigt sich einmal mehr als präzise Beobachterin... mit sprachlicher Brillanz. Gesagtes und Unausgesprochenes sorgen in starken Dialogen für nahbare und nachvollziehbare Charaktere. mehr weniger

Norbert Windeck, 31.08.2026

Tages-Anzeiger
Ruth-Maria Thomas beweist auch in ihrem zweiten Buch, welch großartige Erzählerin sie ist, wie schar...f und feinfühlig zugleich sie gesellschaftliche Themen – Klasse, Geld und letztlich auch Macht – bearbeitet. mehr weniger

31.08.2026

ARD Druckfrisch
Thomas erzählt aufregend neu die alte Geschichte von den zwei Königskindern, die nicht zueinanderkom...men. mehr weniger

Denis Scheck, 23.08.2026

SZ-Magazin
In nüchterner, unaufgeregter Sprache, zwischen Momenten rosarot-verliebter Zuckerwatte stellt die Au...torin Fragen nach Klasse, Geschlecht und Herkunft. Worteinschübe und lange Schachtelsätze erinnern stellenweise an einen Gedankenstrom und ziehen direkt in das Erleben der Figuren. Wie schon in ihrem Debüt „Die schönste Version“ erzählt Thomas die Geschichte der vielschichtigen Charaktere mit so vielen Details, dass man sie fast riechen, schmecken, greifen kann. mehr weniger

Cara Hofmann, 22.08.2026

Berliner Zeitung
Ruth-Maria Thomas gelingt besonders gut: Sie zeichnet mit diesem Roman ein Bild der Ungleichheit in ...der Gesellschaft, ohne auch nur eine einzige journalistische These aussprechen zu müssen. Es ist ein Ost-West-Roman, ohne dass die Namen der politischen Himmelsrichtungen fallen. mehr weniger

22.08.2026

Stuttgarter Zeitung
›Die zweitgrößte Liebe‹ ist weit mehr als ein gelungenes zweites Buch. Ruth-Maria Thomas schärft das..., was ihr Schreiben schon im Debüt so besonders gemacht hat: ihren Blick für das Ungesagte, für die leisen Verschiebungen zwischen Menschen und für die Art, wie gesellschaftliche Verhältnisse bis in die intimsten Beziehungen hineinreichen. mehr weniger

Sandra Belschner, 10.08.2026

tz
Dabei schafft die Autorin Identifikationsfiguren und erweitert den Horizont – mit ihrer klugen, einf...ühlsamen Sprache, die sich weigert, Menschen in Schubladen zu stecken. mehr weniger

Johanna Scultheiss, 03.08.2026

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Der zweite Roman von Ruth-Maria Thomas, ist die kluge Geschichte einer Liebe über soziale Unterschie...de hinweg. (...) Thomas erzählt das aus beiden Perspektiven, und sie tut es fair. (...) Am klügsten ist der Roman dort, wo er die Scham umverteilt. mehr weniger

Mariya Martiyenko, 02.08.2026

InStyle
In ›Die zweitgrößte Liebe‹ schreibt Autorin Ruth-Maria Thomas eine Lovestory, die mehr ist, als nur ...romantisch – und traut sich, wie gewohnt, auch über das zu schreiben, bei dem die meisten wegsehen. mehr weniger

Greta Lowak, 02.08.2026

Die Welt, Literarische Welt
Beziehungen wie die zwischen Henry und Michelle, also solche, die auf ökonomischen Ungleichheiten be...ruhen, gibt es in der Realität viele. Doch noch nie wurden die dahinterstehenden Gedanken, Hoffnungen und Gefühle so präzise durchleuchtet wie hier. mehr weniger

Marie-Luise Goldmann, 01.08.2026

rbb Radio 3
Ruth-Maria Thomas hat ihre Stimme und ihre Themen gefunden. Auf sensible Weise macht sie Machtgefäll...e in Beziehungen begreifbar. (...) Es ist eine der schmerzlich-schönsten Liebesgeschichten, die man aktuell lesen kann. mehr weniger

Corinne Orlowski, 31.07.2026

MDR
›Die zweitgrößte Liebe‹ besticht durch mitreißende Dialoge und ist psychologisch auf den Punkt erzäh...lt – [zum Beispiel, wenn Michelle und Henry dem jeweils anderen nur zögerlich von der eigenen Herkunft berichten]. Ruth-Maria Thomas meidet in ihrem Roman nicht nur jedes Klischee, sie fragt auch auf kluge Weise, wie selbstlos wir wirklich sind in der Liebe. mehr weniger

30.07.2026

SWR Kultur
Ruth-Maria Thomas besitzt ein gutes Gespür für Dialoge und zwischenmenschliche Spannungen. Ihre Figu...ren sprechen lebendig und lebensnah, sie findet starke Szenen. (...) Ruth Maria Thomas gelingt ein präzises Porträt zweier Menschen, die sich lieben – und dennoch an völlig unterschiedlichen Vorstellungen von Sicherheit scheitern. mehr weniger

Theresa Hübner, 30.07.2026

SRF
Legt man das Buch beiseite, wünscht man sich, die Autorin möge bitte bald eines nachlegen. Gerne auc...h wieder mit einer Protagonistin wie Michelle, die einem mit ihrer direkten, kaltschnäuzigen Art sofort ans Herz wächst. mehr weniger

Katja Schönherr, 30.07.2026

Leipziger Volkszeitung
Erneut erreicht Ruth-Maria Thomas mit der verblüffenden Leichtigkeit einer unbekümmert wirkenden Spr...ache emotionale Tiefen, wenn sie erzählt, wie möglich oder unmöglich es sein kann, ein Leben gleichberechtigt zu teilen. (...) Auch von solchem Schmerz erzählt dieser zweite Roman, der den hohen Erwartungen gerecht wird. mehr weniger

Janina Fleischer, 29.07.2026

Die Zeit
Es ist ein Roman, der eine wilde Sogkraft entwickelt, bis zu seinem fulminanten Ende.

Jolinde Hüchtker, 23.07.2026