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Drei Schwestern zwischen Zukunft und Vergangenheit

Elternhaus

Ein Thema, das uns alle angeht: Was passiert, wenn unsere Eltern alt werden?

Sanne, die nur ein paar Straßen von ihren Eltern entfernt lebt, bekommt deren Alltag hautnah mit. Immer häufiger muss sie helfen, den Eltern wächst das Haus über den Kopf. Und so beschließt sie, dass die beiden umziehen müssen. Doch sie fällt diese Entscheidung allein, immerhin ist sie die Älteste.

So viel mehr als vier Wände und ein Dach: das Elternhaus.

Als ihre Schwester Petra von den Plänen erfährt, ist sie entsetzt. Wie kann Sanne die Eltern entwurzeln? Wie kann sie alles zerstören, was Sinnbild ihrer gemeinsamen Kindheit ist? Diese Pläne reißen Petra den Boden unter den Füßen weg.

Eine emotionale Reise in die Vergangenheit und ein liebevoller Blick auf die oft schwierige Familie.

Das angespannte Schwesternverhältnis wird auf eine existentielle Probe gestellt. Und auch die Kleinste, Gitti, gerät zwischen die Fronten. Die Geschwister müssen sich die Frage stellen, wann sie sich so unglaublich fremd geworden sind? Und wie es sich anfühlt, plötzlich kein Elternhaus mehr zu haben? Doch sind Wände, Fenster und Türen wirklich so wichtig?

Eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Klug beobachtend und mit liebevollem Blick erzählt Ute Mank von alten Eltern, entfremdeten Schwestern und von einem Haus, das so viel mehr ist als vier Wände und ein Dach.

»Wo Nostalgie aufhört, fängt Ute Manks Erzählkunst an, so nah, so traurig-schön, dass man sich gern darin verliert.« Sandra Lüpkes

Bibliografische Daten

EUR 22,00 [DE] – EUR 22,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28350-2
Erscheinungsdatum: 13.07.2023
1. Auflage
304 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Ute Mank

Ute Mank wurde in Marburg geboren. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, lernte einen Gesundheitsberuf, studierte Erziehungswissenschaften und promovierte später nebenberuflich. Ihr erster Roman ›Wildtriebe‹ erschien 2021 und war für den Klaus-Michael-Kühne-Preis nominiert. Sie lebt mit ihrer Familie in Hessen.

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105 von 105 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.57 von 5 Sternen


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10 - 10 von 105 Leserstimme

leana am 01.07.2023 10:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr realistisch

Irgendwann werden die Eltern alt und man muss sich kümmern. Das macht Sanne, die älteste von drei Schwestern. Sie kümmert sich um die Eltern, um ihre eigene Familie mit 2 Kindern, ihren Haushalt und ihre Arbeitsstelle. Sie wohnt halt in der Nähe. Irgendwann geht es aber nicht mehr. Das wird spätestens dann klar als die Mutter krank wird und er Vater nicht viel tun kann. Also sucht Sanne nach einer Lösung und findet sie in einer altersgerechten Wohnung. Gitti, die jüngste der Schwestern hilft, wenn auch widerwillig, beim Umzug, kann aber nicht verstehen warum die Eltern umziehen müssen und kümmert sich auch nicht weiter. Petra, die mittlere Schwester, wird gar nicht über die Aktion informiert und geht danach lange Zeit davon aus, dass die Eltern zu Sanne gezogen sind.Der Vater hat das Haus „mit eigenen Händen“ gebaut, aber es hat den Schwestern nie viel bedeutet, es war eben „nur“ ein Haus. Als Petra erfährt, dass das Haus verkauft werden soll eskaliert die Situation und die Erinnerungen an die Zeit im Elternhaus kommen (bei allen Schwestern) hoch. Ute Mank hat hier ein Buch aus dem „wahren“ Leben geschrieben. Durch geschickte Rückblenden versteht man warum die Schwestern sind wie sie sind. Die Situation der Schwestern wird gut und einfühlsam beschrieben. Man kann vieles verstehen, aber teilweise habe ich mich gefragt „warum redet ihr nicht miteinander?“Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, und regt zum Nachdenken über die eigene Familie an. Der Schreibstil ist einprägsam und gut zu lesen. Allerdings hätte ich mir gewünscht ein wenig mehr von Gitti zu erfahren. Sie lief im Buch, so wie im Leben als jüngstes Kind, einfach so mit.Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für dieses Buch und verdiente 5 Sterne

ikatzhorse2005 am 01.07.2023 08:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Irgendwann findet man sich selbst mit dieser Situation konfrontiert

Elternhaus ein Roman von Ute Mank (dtv)„Ja, nun kommt doch!“ Sanne hatte Türen geöffnet, gerufen „Guckt doch mal, was für eine hübsche Aussicht“, oder „Ist diese Küche nicht praktisch?“ oder „Das Bad ist viel größer als eures. Und vor allem kann man in die Dusche fahren.“Die Eltern hatten genickt und „Ja, ja“ gesagt. Wie gehorsame Kinder, hatte Sanne gedacht. Als sie sie wieder an ihrem schmalen Haus abgesetzt hatte, war Sanne so erschöpft gewesen, als hätte sie zwölf Stunden ohne Pause gearbeitet. Sie hatte den Eltern noch viel bessere Wohnungen gezeigt. Moderner. Offener. Größere Fenster. Aber sie hatten die Köpfe geschüttelt. „ Das ist nichts für uns.“Einmal hatte die Mutter die Hand auf ihre gelegt und „Du meinst es ja gut“ gesagt. Als müsste Sanne getröstet werden. S.53In dem schmalen Haus sieht jeder etwas anderes für sich und zugleich ist es ein Zufluchtsort, an dem die Familie zusammenkommt und beieinander sein kann, auch hier jeder auf seine Art und Weise. Die Eltern sind dort die Basis, an einem Ort, an dem sich die Kindheit und das Erwachsenwerden noch immer versteckt haben. Doch was passiert mit diesem Haus, welches auch Heimat ist, wenn Vater und Mutter älter werden? Was geschieht mit den Eltern und ihren erwachsenen Kindern, wenn diese Situation unausweichlich näher rückt? Die Aufgaben kehren sich um und jeder muss seine Rolle finden, ob er sie nun freiwillig spielt oder nicht. Ute Mank hat ein feines Gespür für Situationen und umschreibt ihre Beobachtungen in klaren, kurzen Sätzen. Es ist ein stilles Hinsehen mit deutlichen Worten und spezifischen Gedankengängen. Ich habe ihre Zeilen gern gelesen.Die drei Schwestern sind sehr unterschiedlich und gehen jede für sich mit Sannes Entscheidung, die Eltern in einer altersgerechten Wohnung unterzubringen, um. Die Beweggründe und Argumente, ob realistisch oder gefühlsbetont, sind alle nachvollziehbar. Bei dem schwelgenden Konflikten und Entfremdungen reißen alte Wunden wieder auf. Es ist Zeit, verdrängte Sachen aufzuarbeiten. Für mich ist „Elternhaus“ ein brandaktuelles und zeitloses Buch. Mich hat die Lektüre zum Nachdenken angeregt. Die leisen Töne, die die Autorin anschlägt hallen noch deutlich nach. Vielleicht sollte man sich viel öfter in sein Gegenüber hineinversetzten, zeitnah miteinander reden, Hilfe annehmen und über die Bequemlichkeit hinaus dem anderen die Hände reichen. Es besteht die Kunst darin, sich von Vorwürfen zu lösen und wieder einen Schritt aufeinander zuzugehen.Ehrlich und nachdenklich stimmend! Berührend und lesenswert!

bookworm_franzi am 30.06.2023 19:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannend, wie im echten Leben!

Ich war sofort in der Geschichte drinnen, während ich die ersten Zeilen gelesen habe. Es geht hier viel mehr um ältere Eltern, die aus dem Elternhaus ausziehen müssen. Sanne die älteste Tochter hat dies über deren Kopf hinweg entschieden, weil sie denkt es wäre das Beste für die Eltern. Petra die Mittlere Tochter, die weit weg von ihren Eltern lebt, ist dagegen. Hier werden die Gedanken beider Töchter erzählt, wie die dabei fühlen und wie deren Leben ist. Sanne die nur paar Straßen weiterwohnt, verheiratet, zwei Kinder und Petra alleinstehend. Zwar gibt es noch Gitti die jüngste Schwester, aber die wird nicht in der Geschichte vertieft. Es geht um eine Familienkriese, Kriese zwischen Geschwistern und das alltägliche Leben. Literarisch fast schon poetisch erzählt. Ein Buch für zwischendurch. Es hat Charme und berührt auch. Die Erzählweise ist so fließend und spannend, dass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Definitiv eine Empfehlung.

petra-silie am 30.06.2023 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Familie

Mit "Elternhaus" ist Ute Mank eines der realistischsten Bücher gelungen, das ich seit langer Zeit gelesen habe. Es ist eine Geschichte, die durchaus in der eigenen Familie spielen könnte.Die Eltern dreier Töchter, die längst aus dem Haus sind, sind alt geworden. Es gibt gesundheitliche Probleme und es wird immer schwieriger in der gewohnten Umgebung weiter zu leben. Sanne, die älteste Tochter, wohnt in der Nähe des Elternhauses. Sie fühlt sich verantwortlich und organisiert eine barrierefreie Wohnung für die Eltern. Als die Älteste haben die Eltern ihr das Haus bereits überschrieben. Vielleicht auch ein Grund, dass sie denkt, sie muss handeln. Die jüngste Schwester Gitti hilft beim Umzug, hält sich ansonsten aber raus. Nur Petra, die Tochter, die früh die Familie verlassen hat und ihre eigenen Wege geht, wird nicht informiert. Natürlich ist sie entsetzt, als sie davon erfährt.Leseempfehlung!

mmk am 30.06.2023 08:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

berührend

Das Cover zeigt eine altmodische geblümte Tischdecke und ein Kaffeegedeck, das heutzutage schon wieder als retro modern wäre. Die Geschichte selbst erzählt von drei unterschiedlichen Schwestern, deren betagte Eltern noch im sogenannten "schmalen Haus", also ihrem Elternhaus leben. Altersbedingt - es gibt beschwerliche Treppen zu überwinden und einen Garten, der gepflegt werden muss - entscheidet Sanne, die als einzige in der Nähe der Eltern wohnt und sich daher um vieles kümmert, den Eltern eine altersgerechte Wohnung zu suchen. Das Buch bewegt sich zwischen dem Spannungsfeld der Eltern, die mehr oder weniger mit "sanfter Gewalt" aus ihrem angestammten Umfeld genommen werden und den drei Schwestern mit deren jeweils unterschiedlichen Lebensentwürfen und Einstellungen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es ein emotionales Thema sehr vielschichtig erzählt und man sich sehr gut in alle Charaktere einfühlen kann.

throki am 29.06.2023 13:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr realistisch

Selten fand ich ein Buch so realistisch wie dieses.Die Eltern von Sanne, Petra und Gitti werden alt und das schmale Haus, das der Vater gebaut hat, wird zu unpraktisch. Deshalb sucht Sanne für die Eltern eine barrierefreie Wohnung und sie ziehen um. Gitti findet das unnötig und Petra, die kaum noch Kontakt zu der Familie hat, ist nicht involviert. Als sie vom Umzug erfährt, ist es schon zu spät und das Elternhaus soll verkauft werden.Solche Konflikte spielen sich in vielen Familien ab. Es wird zu wenig miteinander geredet, wer sich kümmert macht immer etwas falsch (in den Augen der anderen Geschwister) und alle sind unzufrieden. In dieser Hinsicht ist das Buch sehr realistisch.Allerdings eskaliert die Situation bei Sanne, als ihr Mann sie verlässt und sie sich nicht mehr um das Elternhaus kümmert. Sie beginnt zu trinken und wird "komisch". Der Umzug der Eltern hat sie nicht entlastet, sondern die allgemeine Unzufriedenheit mit ihrem Leben geschürt. Petra dagegen findet so etwas wie Glück, auch wenn sie sich für bindungsunfähig hält. Allein Gitti führt ein ausgeglichenes Leben. Welche Rolle spielt das Elternhaus im Leben von Erwachsenen? Welche Erinnerungen und Gefühle sind damit verknüpft? Wo ist Heimat? Alle diese Fragen spielen eine Rolle.Ich fand das Buch ganz hervorragend in der Beschreibung der Geschwister-Eltern-Konstellation. Ute Mank bringt die Beziehungen ganz hervorragend auf den Punkt und viele Frauen können sich bestimmt darin wiedererkennen. Dazu ist das Buch sehr gut lesbar und spannend bis zum Schluss.Eine klare Leseempfehlung!

lese-abenteurerin am 29.06.2023 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Vom Altwerden und Geschwisterbeziehungen

ElternhausAutorin: Ute MankVerlag: dtvErschienen: 2023Meine MeinungDer Autorin Ute Mank ist mit „Elternhaus“ ein einfühlsamer und berührender Roman über das Älterwerden der Eltern, Geschwisterbeziehungen und Wendepunkte des Lebens wunderbar gelungen.In schnörkelloser Sprache, aber mit viel Liebe zum Detail, beschreibt die Autorin das Verhältnis der drei Schwestern Sanne, Gitti und Petra zueinander in der Jetztzeit und Vergangenheit. Daraus resultieren verschiedene Zugänge zu dem Problem, dass die Eltern in ihrem selbst gebauten Haus mit Garten zunehmend mit dessen Unterhalt überfordert sind. Wer soll sich wie viel einbringen oder soll alles einfach seinen Lauf nehmen? Die Autorin erzählt mit viel Einfühlungsvermögen und scharfer Beobachtungsgabe diesen Roman und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Es zog mich in seinen Bann und an vielen Stellen konnte ich mich oder meine näheren Verwandten im Geschilderten wiedererkennen. Das brachte mich zum Nachdenken und auch Überdenken.„Elternhaus“ ist ein schönes Buch, welches es meiner Ansicht nach schafft, noch längere Zeit in mir einen Nachhall zu erzeugen. FazitWer ein ansprechendes, berührendes und zum Denken anregendes Buch zum Thema Geschwisterbeziehungen und Älterwerden der Eltern sucht, dem sei „Elternhaus“ wärmstens empfohlen. Ein schönes Buch, dem ich gerne die volle Sternezahl gebe.

mabla59 am 28.06.2023 13:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zuhause ist mehr als ein Haus

"Elternhaus" von Ute Mank erzählt die Geschichte einer Familie die sich mit dem Älterwerden der Eltern und dem Umgang damit beschäftigen muss.Die Eltern sind inzwischen alt geworden und können ihren Alltag kaum noch alleine bewältigen.Sanne, die in ihrer Nähe wohnt, kümmert sich um die beiden. Ihre Schwester Petra hat das Elternhaus früh verlassen.Als Sanne den Entschluss fasst, daß die Eltern umziehen und sich verkleinern müssen, das Haus verkauft und ausgeräumt werden soll, fühlt sich Petra plötzlich ihrer Wurzeln beraubt.Konflikte brechen auf und über allem schwebt die Frage: ist nur das HAUS meiner Eltern meine Heimat oder bedeutet Heimat viel mehr?Ich glaube, dieser existenziellen Frage müssen sich viele Menschen stellen deren Eltern alt geworden sind und Hilfe benötigen.Von 17 Cousins und Cousinen leben inzwischen allein in meiner Familie die Hälfte ohne ihr eigentliches Elternhaus.Ute Mank schreibt dieses Buch unaufgeregt und ohne erhobenen Zeigefinger.Ihr Schreibstil ist flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten.Ein Buch, das nachdenklich macht und noch lange nachhallen wird.

büchermoni am 28.06.2023 10:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Das schmale Haus

Sanne steht vor einer schweren Entscheidung. Die Kraft der Eltern hat nachgelassen, das Elternhaus ist zu groß geworden ist. Was machen, ist es doch der Ort ihrer Kindheit, die sie mit den Eltern und den zwei jüngeren Schwestern, Petra und Gitti, dort verbracht hat. Sie ist die Älteste, die Eltern haben ihr das Haus überschrieben. Sanne hat eigentlich mit sich selbst zu tun und ist völlig überfordert. Am liebsten würde sie das Haus und ihre Probleme damit, durch einen Verkauf einfach auflösen, sprichwörtlich "unsichtbar" machen.Die Schwestern wenden sich ab, anstatt Sanne beizustehen.In "Elternhaus" erzählt die Autorin Ute Mank, von der Sprachlosigkeit innerhalb einer Familie. Nicht auszusprechen, was unvermeidlich ist und die Hilflosigkeit, wenn es einmal doch unvermeidbar wird.Wenn man einmal die Tasse, die auf dem so treffenden Cover abgebildet ist, entsorgen muss, und damit auch das Elternhaus.

keke am 27.06.2023 13:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Vom Altwerden der Eltern

„Warum bloß hat man als diejenige, die sich sorgte und kümmerte und organisierte, ständig mit einem schlechten Gewissen zu kämpfen, dachte Sanne.“Obwohl sich Sanne sicher ist, das Richtige zu tun, als sie für ihre Eltern, denen ihr lange bewohntes Haus mit zunehmenden Alter immer mehr über den Kopf wächst, eine kleinere, altersgerechte Wohnung sucht, und deren Umzug organisiert, hat sie gleichwohl ein schlechtes Gewissen.Dieses wird noch dadurch verstärkt, dass ihre Schwester Gitti überhaupt nicht hinter ihren Plänen steht und Sanne vorwirft, die Eltern zu entmündigen und Entscheidungen über ihren Kopf hinweg zu treffen.Auch Petra, die dritte der Schwestern, kann Sannes Entscheidung nicht nachvollziehen, entdeckt doch gerade sie, die sich im Elternhaus immer fremd gefühlt hat, das es ihr doch mehr bedeutet, als sie ahnte .Gekonnt schildert Ute Mank, wie durch das Älterwerden der Eltern die alten Konflikte zwischen den Schwestern wieder aufbrechen. Dabei lernt der Leser jede der Schwestern und ihre Gedanken durch geschickte Rückblenden schon von Kindheit an kennen. Es waren besonders diese Rückblenden in die Kindheit, die mich an dem Roman berührt haben, denn vieles davon kenne ich noch aus meiner eigenen Kindheit. Eltern, die sich für ein kleines Häuschen krummlegen, Wohnzimmer, die nur am Sonntag genutzt werden, das Unverständnis der Tochter gegenüber, die lieber ein Studium absolvieren möchte als etwas „richtiges“ zu arbeiten. Alles in den 50er und 60ern, teils sogar noch in den 70ern des letzten Jahrhunderts Alltag, und doch heute so weit entfernt. Einmal angefangen, hat mich das Buch nicht mehr losgelassen. In jede Person konnte ich mich durch die anschauliche Erzählweise wie von selbst hineinversetzen, jede habe ich aus ihrer Sicht verstanden und mich bei allen aufgeworfenen Konflikten und Zweifel an der Richtigkeit der eingeschlagenen Lebenswege gefreut, dass das Buch ein versöhnliches Ende hatte.Eine großartige Geschichte, die dem Leser viele Denkanstöße gibt und auch genügend Freiraum für eigene Interpretationen lässt. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung für dieses Buch.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

DONNA
Wie erbittert die Heldinnen streiten, schildert Ute Mank eindringlich (…) und findet dabei klare, wo...hltuend schnörkellose Worte für dieses hochemotionale Thema. mehr weniger

01.09.2023

Freiburger Nachrichten
Ein höchst realitätsnaher Familienroman, der gesellschaftlich relevante Themen aufgreift und zur Dis...kussion einlädt. Berührend und gleichzeitig in klarer, mitreissender Sprache geschrieben. mehr weniger

Giovanna Rivolo, 25.09.2023

Aachener Zeitung
Eine fast „alltägliche Geschichte“, die die Autorin angenehm unaufgeregt, völlig kitschfrei und mit ...einem liebevollen Blick auf alle handelnden Personen erzählt. mehr weniger

Franzis Hensch, 18.09.2023

Die PTA in der Apotheke
Ein kluges, anrührendes Buch über das Elternhaus, das doch viel mehr ist als ein Dach und vier Wänd...e. mehr weniger

01.09.2023

Solinger Tageblatt
Eine Erzählung über alte Eltern, entfremdete Geschwister und die Bedeutung des Elternhauses – genau ...beobachtet, manchmal schonungslos und doch stets liebevoll. mehr weniger

24.08.2023

Kieler Nachrichten
Klug beobachtend und mit liebevollem Blick erzählt Ute Mank von alten Eltern, entfremdeten Schwester...n und von einem Haus, das so viel mehr ist als vier Wände und ein Dach. mehr weniger

04.08.2023

WO am Sonntag
Eine großartige Familiengeschichte, die uns trotz aller Problematik positiv gestimmt zurücklässt.

29.07.2023

B.Z.
In Ute Manks Roman treffen verschiedene Leben aufeinander. Sie erzählt von Heimat, von Klassenunters...chieden und vom Fremdsein. Und davon, was es heißt, entwurzelt zu sein. mehr weniger

23.07.2023

Eschborner Stadtmagazin
Die Autorin erzählt zwar gerade und schnörkellos, aber mit Blick auf Details und Nuancen bildhaft un...d transportiert viel Gefühl. mehr weniger

18.07.2023