Viveca Sten ist die Königin der skandinavischen Spannung – niemand erzählt so packend von der Grausamkeit der Natur und den Abgründen der menschlichen Seele
23,00 €
(0,00 € / )
lieferbar
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 3-5 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Details
In Åre kennt man seine Nachbarn. Aber man traut ihnen nicht.
Gnadenopfer
Viveca Sten ist die Königin der skandinavischen Spannung – niemand erzählt so packend von der Grausamkeit der Natur und den Abgründen der menschlichen Seele. Der 5. Band der Åre-Morde um Ermittlerin Hanna Ahlander ist der perfekte Scandi Crime für die kalte Jahreszeit.
Eine Reihe rätselhafter Todesfälle sucht das Bergdorf Åre im Norden Schwedens heim. Die Opfer haben eines gemeinsam: Sie alle waren sehr alt und tagtäglich auf Hilfe angewiesen. Obwohl keine der Leichen Spuren äußerer Gewalt aufweist, ahnt Hanna Ahlander, dass etwas nicht stimmt. Mit ihrem Verdacht steht sie allein da, denn seit einem heftigen Streit kann sie auf die Unterstützung ihres engsten Kollegen Daniel Lindskog nicht mehr zählen. Als unberechenbares Tauwetter Hannas Ermittlungen im winterlichen Åre erschwert und sich der Konflikt mit Daniel weiter verschärft, wird ein weiterer Toter gefunden. Hanna weiß, dass die Zeit läuft – doch um zu verhindern, dass weitere Menschen ermordet werden, müssen sie und Daniel wieder zueinanderfinden.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Autor*innen
Viveca Sten
Viveca Sten ist eine der bekanntesten schwedischen Krimiautorinnen der Gegenwart. Mit ihrer Familie lebt sie nördlich von Stockholm. Seit ihrer Kindheit verbringt sie jeden Sommer auf Sandhamn in den Schären. Im Winter aber reist sie zum Skifahren nach Åre – dem Schauplatz ihrer aktuellen Reihe. Die Verfilmung der Åre-Morde stand auf Platz 1 der Netflix-Charts, ihre Sandhamn-Krimis lieferten den Stoff für die beliebte TV-Serie ›Mord im Mittsommer‹. Viveca Stens Bücher gehören zu den erfolgreichsten Krimiserien aus Skandinavien und erscheinen in über 25 Ländern.
Pressematerialien
Leserstimmen
1 - 10 von 89 Leserstimme
Spannung auf gewohnt hohem Niveau
Nachdem in Åre etwas Ruhe eingekehrt ist, häufen sich auf einmal die Todesfälle unter älteren bis hochbetagten Menschen, die zwar zu Hause lebten, aber auf einen Pflegedienst angewiesen waren. Keine der Leichen weist Spuren von Gewalt auf, aber nachdem die Tochter eines Verstorbenen um Nachforschungen gebeten hat, weil ihr Vater doch sehr plötzlich verstorben ist, geht Hanna Ahlander dem Fall nach. Allerdings alleine, denn mit Daniel liegt sie seit einiger Zeit im Clinch. Das macht die Arbeit allerdings nicht einfacher, ganz im Gegenteil.Wie man es von Viveca Sten gewohnt ist, besteht der Krimi aus vielen (sehr) kurzen Kapiteln, die einen durch das Buch fliegen lassen. Ich konnte es schwer aus der Hand legen, auch wenn der Anfang anders war als bei ihren anderen Büchern. Auf der einen Seite ist er ruhiger, man begegnet relativ vielen Personen, auf der anderen Seite bekommt man auch schon erste Einblicke in die Gedanken des Mörders. Zwischendurch musste ich aufpassen, dass ich bei den Personen den Überblick behalte, aber das hat sich mit der Zeit gefunden.Was mich stellenweise genervt hat, war Daniels Sturheit. Ich vermute, dass das so beabsichtigt war, aber ich hätte ihn gerne mal geschüttelt. Insgesamt wurde so manches verzögert, was zwar die Spannung mit aufgebaut hat, aber meine Nerven manchmal auch an Grenzen gebracht hat.Fazit: Ein weiterer sehr guter Band der Reihe, die ich nur empfehlen kann.
Spannend bis zum Schluss
In dem Bergdorf Åre sterben überraschend mehrere ältere Menschen. Sie alle sind auf Hilfe durch einen Pflegedienst angewiesen. Alle Verstorbenen werden von dem Pflegedienst Stjärnan betreut. Die Toten weisen keine äußerlichen Spuren von Gewalt auf. Als die Tochter eines der verstorbenen Personen Hanna Ahlander gegenüber den Verdacht äußert, dass ihr Vater nicht eines natürlichen Todes verstorben ist, reagiert Hanna skeptisch. Sie bittet ihren Kollegen Daniel um seine Meinung, doch der findet den Verdacht völlig aus der Luft gegriffen und lässt sich auf keine Diskussion mit Hanna ein. Als eine weitere betreute Person unerwartet stirbt, ist Hanna beunruhigt und beginnt mit den Ermittlungen.Dies ist der fünfte Band um die Polizeikommissarin Hanna Ahlander und ihrem Kollegen Daniel Lindskog. Viveca Sten hat einen wunderbaren Schreibstil, so dass sich ihre Bücher gewohnt leicht und flüssig lesen lassen und man von dem Inhalt gefangen ist. Durch die ständigen Perspektivwechsel und die kurzen Kapitel wird die Spannung stets hochgehalten und man verliert nie den Anschluss bei den unterschiedlichen Protagonisten. Oft enden die Kapitel mit einem Cliffhanger, so dass man unbedingt wissen will, wie der jeweilige Handlungsstrang weitergeht und es mir nicht möglich machte, das Buch zur Seite zu legen. Auch findet die Autorin wieder eine ausgeglichene Balance zwischen Privatleben der ermittelnden Personen und dem Kriminalfall.Viveca Sten gelingt es fabelhaft die Leserschaft auf neue Fährten zu locken, es gibt immer wieder unerwartete Wendungen, die im nächsten Moment schon wieder zunichte gemacht werden. Man möchte unbedingt wissen, wie denn letztendlich alles zusammenhängt. Die Spannung nimmt am Schluss an Tempo zu bis auf den letzten Seiten der Täter entlarvt wird. Ein Krimi, der zum Mitraten einlädt.
Leise, atmosphärisch und lesenswert
Åre im Winter klingt nach Glühwein und Pulverschnee. Viveca Sten sorgt dafür, dass man den Ort danach mit anderen Augen sieht. In „Gnadenopfer“, dem fünften Fall für Hanna Ahlander, sterben im Skiort auffallend viele ältere Menschen. Jeder Einzelfall könnte für sich genommen ein natürlicher Tod sein, und genau das macht die Sache so unangenehm. Hanna beschleicht früh das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt, nur beweisen kann sie es lange nicht.Daneben läuft ein zweiter Strang, der mich fast mehr beschäftigt hat als der Fall selbst: Das Verhältnis zwischen Hanna und ihrem Kollegen Daniel Lindskog ist schwer angeschlagen. Die beiden müssen weiter zusammenarbeiten, obwohl es zwischen ihnen knirscht. Das gibt der Geschichte eine menschliche Reibung, die ich in vielen Krimis vermisse. Ermittlungsarbeit ist eben auch Büroalltag mit Menschen, die gerade nicht miteinander reden wollen.Sten erzählt ruhig und ohne Effekthascherei. Wer Verfolgungsjagden im Minutentakt sucht, ist hier falsch. Wer gern dabei zusieht, wie sich ein Verdacht Stück für Stück verdichtet, bekommt genau das, und die verschneite Kulisse tut ihr Übriges. Das Thema des Buches ist leise und trotzdem unbequem. Es dreht sich darum, wie wenig Aufmerksamkeit manche Menschen am Ende ihres Lebens bekommen, und was daraus entstehen kann.Man kann den Band dank der Figuren auch ohne Vorkenntnisse lesen, ich hatte aber den Eindruck, dass die Beziehung zwischen Hanna und Daniel für Kenner der Reihe noch mehr Gewicht hat.Gnadenopfer ist ein spannender, atmosphärischer Schweden-Krimi, der mehr auf Stimmung und Figuren setzt als auf Knalleffekte,und gerade das hat mir sehr gut gefallen!
Alltagshelfer
Die Tochter eines kürzlich Verstorbenen bringt den Stein ins Rollen. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater trotz seines hohen Alters an natürlichen Ursachen gestorben ist, dafür war er in zu guter Verfassung. Sie wendet sich damit an die Ermittlerin Hanna Ahlander, bei der allerdings erst die Alarmglocken schrillen, als kurz danach ein weiterer Senior plötzlich tot im Bett aufgefunden wird. Beide Verstorbenen wurden von demselben Pflegedienst betreut, dessen Leiterin ausgerechnet Hannas Freundin Karro ist. Hannas Kollege Daniel, dem sie von ihrem Verdacht erzählt, erklärt zunächst Nachforschungen als reine Zeitverschwendung, muss jedoch bald einsehen, dass Hannas Instinkt sie nicht getrogen hat. Eine fieberhafte Suche nach dem Mörder bzw. der Mörderin beginnt. Es kommen viele in Frage, nicht nur das Personal des Pflegedienstes, sondern jeder, der bei den Senioren ein- und ausgegangen ist. Und natürlich stellt sich auch die Frage nach dem Motiv. Hier ist der Leser im Vorteil, denn in kurzen Kapiteln kommt auch der „Gnadenengel“ zu Wort, der von einer inneren Stimme angeleitet wird, einsame alte Menschen zu „erlösen“…„Gnadenopfer“ ist bereits der fünfte Band der Åre-Reihe und auch dieser Band hat mich nicht enttäuscht. Der Fall ist spannend, bis zuletzt rätselt man mit, wer sich hinter dem Gnadenengel verbergen könnte. Was ich an dieser Reihe ebenfalls mag, ist, dass man viel über das Privatleben der Ermittler erfährt, auch wenn mir das Verhalten von Daniel Lindskog hier doch recht kindisch erschien. Das Buch endet mit einem für mich nicht ganz unterwarteten Cliffhanger. Bleibt zu hoffen, dass Viveca Sten uns nicht zu lange auf eine Fortsetzung warten lässt!
Gnadenlos und unerbittlich packend bis zum Ende!
Endlich geht es wieder weiter mit Hanna und ihren Kollegen - die Are-Reihe ist eine meine Lieblingsthrillerreihen! Und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Das Cover mit dem typisch nordischen Flair und der roten Schrift erkennt man natürlich gleich wieder, Ich finde es passt klasse zu den Büchern und es gefällt mir immer wieder - auch wenn hier kein direkter Bezug zum Fall geschaffen wurde. Im aktuellen Fall beweist Hanna einmal wieder ihren "Instinkt" und fängt an zu ermitteln. Leider ist ihre Arbeit zu Beginn doch arg getrübt durch den Streit mit Kollege Daniel. Es gelingt den beiden aber im Laufe des Buches, das zu klären und gemeinsam sind sie unschlagbar. Gut gefallen haben mir auch die kurzen Einschübe aus Sicht des Täters, des Gnadenengels, geschickt platziert, sodass man als Leser auch hier immer wieder auf eine falsche Spur gelenkt wird. Die Seiten fliegen durch den flüssigen und direkten Schreibstil der Autorin einfach nur so dahin, mir fällt es dann immer schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Auch das Privatleben des Ermittler nimmt wieder einen Teil des Buches ein, mir gefällt das sehr gut und gehört irgendwie dazu, lockert auf und macht es andererseits auch immer spannend. Hier kommt dann am Ende noch ein echt gemeiner Cliffhanger dazu... man darf neugierig sein, wie es hier weiter geht. Ich war ebenso begeisterter Leser wie bei den anderen 4 Büchern der Reihe und vergebe eindeutige 5 Sterne!
super spannend
ich bin riesiger Fan dieser Reihe und mochte diesen neuen Band richtig gerne. Thematisch find ich den Plot nahbar und trotzdem spannend und brisant angesiedelt und auch sehr authentisch, da man von derartigen Fällen ja durchaus schon gehört hat. Das macht das ganze Thema noch greifbarer. Hab richtig mitgefiebert und versucht mitzurätseln. Bin ja absoluter Fan von Hanna, die Frau ist so cool und hat echt ein untrügliches Gespür. Dass der Fall dieses Mal durch die Verbindung zu Karro im unmittelbaren Umfeld von ihr und ihrem Team passiert, fand ich spannend geplottet. Ich mochte die unterschiedlichen Perspektiven der Geschichte richtig gern und fand vor allem auch die Täter-Sicht sehr eindrücklich. Bedingt durch das Rahmensetting ist es dieses Mal alles etwas gemäßigter, aber trotzdem sehr stimmungsvoll. Ich hatte tatsächlich sehr schnell einen Anfangsverdacht, der sich in großen Teilen sogar bestätigt hat. Vor allem auch die Zwistigkeiten in Karros team wurden sehr anschaulich dargestellt und ein bisschen hat sie mir leid getan, was da alles auf sie einprasselt. Neben dem Fall spielt auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Hanna und Daniel wieder eine große Rolle, was mir gut gefällt. Hannah wird mir jedem Buch nahbarer und ich fieber inzwischen auch mit ihrem Privatleben richtig mit. Denke da können wir uns im Folgeband noch auf einiges einstellen. Hat sich wieder fantastisch lesen lassen, gut unterhalten und war eine weitere packende Fortsetzung in dieser Reihe.
Fesselnd
Das Buchcover reiht sich passend zu den vorherigen Bänden nahtlos ein und passt auch perfekt zur näher kommenden Weihnachtszeit. Hanna Ahlander hat es mit einem kniffligen Fall zu tun. Es scheint so als gäbe es einen Täter, der es auf die ältere Generation abgesehen hat und gleichzeitig lediglich Personen ermordet, die mit dem Pflegedienst Stjärnan zu tun haben. Es hat bereits drei Tote gegeben und es ist nicht auszuschließen, dass weitere Personen aufgefunden werden. Hanna läuft die Zeit davon, da ist es auch gerade ungünstig, dass sie mit ihrem Kollegen Daniel Lindskog im Klinch liegt. Aber hier ist sie auf seine Hilfe angewiesen. Das Buch war durchgehend spannend und ich wusste bis zuletzt nicht, wer der Täter ist. Immer wieder dachte ich, ich bin dem Geheimnis auf der Spur. Leider nicht. Ein fesselndes Buch, dass ich innerhb kürzester Zeit weggelesen habe.
Schwächer als die Vorgänger
Ich mag die Bücher von Viveca Sten sehr gerne und so war ich gespannt auf den fünften Band dieser Reihe mit Hanna Ahlander.Die Autorin hat da ein heißes Thema angefasst, denn es geht um häusliche Pflege. Verständlich, dass jeder im Alter lieber im eigenen Zuhause bleiben möchte als in ein Heim zu ziehen. Was aber wenn man zu den täglichen Verrichtungen nicht mehr in der Lage ist und es keine Angehörigen gibt, die das vollumfänglich übernehmen könnten? Eine Lösung ist ein mobiler Pflegedienst so wie in diesem Fall. Das Pflegepersonal arbeitet oft unter Zeitdruck, so dass das Zwischenmenschliche dabei meist auf der Strecke bleibt. Der Krimi zeigt ein Szenario von einsamen und traurigen Menschen im Alter auf. Wünscht man sich dann den Tod herbei und empfindet ihn wirklich als Gnade?Dieses Thema ist wichtig und wird uns vielleicht irgendwann auch betreffen. Erschreckend fand ich, dass der Tod von älteren Menschen als selbstverständlich hingenommen wurde, einfach weil sie alt waren. Drei Tote, ohne dass irgendwer Verdacht schöpft! Als endlich Ermittlungen aufgenommen werden, gibt es eine Reihe Verdächtiger. Ich konnte mich auch auf keinen Täter wirklich festlegen.Mir gefällt es, wenn auch das Privatleben der Ermittler zur Sprache kommt, aber hier nahm es mir etwas zu viel Raum ein. Insgesamt fehlte es mir bei diesem Krimi an Spannung und ich fand ihn schwächer als die anderen Bände der Reihe.
Missstände in der Pflege, authentisch und subtil spannend dargestellt!
InhaltWenn ein alter, schwerkranker Mensch vom Pflegedienst in seinem Bett tot aufgefunden wird, ist das nichts Außergewöhnliches und auch kein Anlass für eine Obduktion, sofern keine Spuren äußerer Gewalteinwirkung sichtbar sind. Wenn allerdings mehrere alte Menschen, Klienten desselben privaten Pflegedienstes, innerhalb weniger Wochen in ihren Betten versterben, werden zumindest wache Geister wie Hanna Ahlander aufmerksam. Hanna vermutet, dass jemand die alten Menschen ermordet hat, findet zunächst aber kaum Gehör bei ihren Kollegen von der Mordkommission. Die anhaltende Funkstille zwischen ihr und ihrem Kollegen Daniel nach einem Streit wird zum Problem, denn die beiden haben immer hervorragend zusammengearbeitet. Auch die Tatsache, dass Hannas Freundin Karro, die auch die Schwester ihres Kollegen Anton ist, als Leiterin des betroffenen Pflegedienstes tätig ist, macht die Sache nicht einfacher. Erst als Hanna im Alleingang einige verdächtige Umstände ans Licht gebracht hat, bekommt sie Verstärkung durch ihre Kollegen.BeurteilungAuch wenn der fünfte Teil der Reihe um Hanna Ahlander hinsichtlich des Kriminalfalls in sich abgeschlossen ist, sollte man die Bücher der Reihe in der korrekten Reihenfolge lesen, da auch die beruflichen und privaten Verstrickungen der Romanfiguren eine relativ große Rolle spielen.Die Autorin hat sich auch im fünften Band ihrer Reihe wieder eines gesellschaftlichen Missstandes angenommen, der nicht nur in Schweden, sondern auch in weiteren europäischen Ländern zu beklagen ist: die katastrophale Situation im Hinblick auf die Pflege alter Menschen. Wer keinen Platz in einem Pflegeheim bekommen hat, ist auf häusliche Pflege durch kommunale oder private Pflegedienste angewiesen. Die Mitarbeiter dieser Pflegedienste sind eher unterbezahlt und überfordert, ihre Besuche bei den Klienten sind durch Zeitdruck bestimmt. Unter diesen suboptimalen Bedingungen wäre es nicht verwunderlich, wenn es bei der Verabreichung von Medikamenten zu fatalen Fehlern käme. Das ist auch Hannas erster Gedanke, aber dann mehren sich die Hinweise, dass jemand die hilflosen Menschen absichtlich tötet. Bei einigen Pflegebedürftigen sind Wertgegenstände abhandengekommen, sollen Diebstähle vertuscht werden? Der Leser ist den Ermittlern voraus, denn in eingeschobenen Tagebucheinträgen eines selbsternannten „Gnadenengels“ wird ersichtlich, dass jemand glaubt, die Schwerkranken von ihren Leiden „erlösen“ zu müssen.„Gnadenopfer“ ist nicht von reißerischer Hochspannung und Blutvergießen bestimmt, trotzdem kommt beim Leser unwillkürlich durch die Sorge um die alten Menschen, deren Hilf- und Wehrlosigkeit eindrücklich dargestellt werden, Spannung auf. Besonders fürchtet man um das Leben einer älteren Patientin namens Kerstin, die in ihrer problematischen Familiensituation detailliert vorgestellt wird.Die Autorin weckt geschickt Empathie mit dieser körperlich kranken, aber geistig hellwachen alten Dame, die dem Leser ans Herz wächst.Im Verlauf der Handlung ergeben sich mehrere Verdächtige, sodass trotz relativ früher Kenntnis des Mordmotivs erst spät aufgelöst wird, welche der verdächtigen Personen für die Todesfälle verantwortlich ist.FazitInhaltlich düster und bedrückend, gibt „Gnadenopfer“ einen authentischen und hervorragenden Einblick in die desolate Pflegesituation und bietet auch ohne reißerische Szenen viel Spannung.
Mal wieder ein Pageturner
Endlich! Dem Cover nach unverkennbar: Ein Fortsetzungsband aus der Hanna Ahlander Reihe. Eines der wenigen Bücher, auf deren Erscheinen ich immer wieder sehnsüchtig warte.Und es ist eigentlich wie immer: Man ist sofort wieder mittendrin in den Dynamiken der Protagonist/innen, fühlt, denkt und leidet mit. Das ist eines der Dinge, die ich an der Reihe so gerne mag: Dass das Privatleben der Ermittler/innen eine große Rolle spielt. Auch die Kriminalhandlung ist wieder spannend. Für meinen Geschmack angenehm unblutig aber ohne dabei langweilig zu sein. Was mich vielleicht einzig und allein ein ganz klein wenig gestört hat war, dass Hanna als Ermittlerin eigentlich immer richtig lag mit ihren Ideen bezüglich des Tätervorgehens, dadurch wirkte es einen Hauch konstruiert.Die größte Stärke von Viveca Sten ist auch in diesem Buch wieder unverkennbar: Es ist ein absoluter Pageturner. Alle Bücher dieser Reihe habe ich in 2, maximal 3 Tagen durchge"suchtet", die Frau kann es einfach. Absolute Empfehlung für Krimi-Fans.
Pressestimmen
Auch ihr aktueller Roman brilliert und wird ihre Lesergemeinde bis zur letzten Seite fesseln.
07.10.2026
Eines ist sicher: Der Bücherherbst ist um ein Krimi-Highlight reicher!
17.09.2026