Ein mitreißender Schicksalsroman über weibliche Selbstbehauptung in einer Zeit, in der es dafür noch kein Wort gab. Tief berührend und mit großer Sprachgewalt erzählt Bestsellerautor Max Moor von drei Schwestern, die einander verlieren und doch ein Leben lang nie ganz loslassen.
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Details
»Gerti, Rudi, Hansi. Vergesst niemals, was ihr seid: eine großartige, wunderbare, bunte Truppe! Schwestern seid ihr, Schwestern bleibt ihr. Das ist ein großes Glück! Auch wenn sonst keiner zu euch hält, ihr habt einander.«
Schwestern. Trotz allem
Ein mitreißender Schicksalsroman über weibliche Selbstbehauptung in einer Zeit, in der es dafür noch kein Wort gab. Tief berührend und mit großer Sprachgewalt erzählt Bestsellerautor Max Moor von drei Schwestern, die einander verlieren und doch ein Leben lang nie ganz loslassen.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges verliert Gerti alles: den Vater, der verschwindet, die Mutter, die stirbt, und die Schwestern, die ins Heim verstoßen werden. Allein bleibt sie bei den Großeltern zurück. Nur drei Knöpfe, abgerissen von einer alten Kletterweste, gedacht als Glücksbringer für jede von ihnen, erinnern Gerti ihr Leben lang an die geliebten Schwestern.
Drei Schwestern. Drei Leben. Vier Jahrzehnte
Als junge Frau lernt sie den verheirateten Albert kennen und verliebt sich in ihn. Er liebt auch sie, verlässt sie jedoch wieder, kehrt zurück und verschwindet immer wieder in ferne Länder. Gerti bleibt ihm treu. Zwei Kinder entstehen aus dieser schwierigen Liebe, die sie allein großziehen muss. Dem Argwohn der Nachbarn ausgesetzt und der Gefahr, durch die Jugendwohlfahrt die Kinder jederzeit zu verlieren. Mit Stolz und ihrer Sturheit meistert Gerti das Leben, getragen von ihrem größten Wunsch: einer eigenen Familie.
Rudi, schön und glamourös, möchte nur eines: ihre Kindheit im Heim vergessen. Sie jagt von Mann zu Mann, von Ehe zu Ehe. Stets begleitet von dem Gefühl, niemandem zu genügen, kämpft sie gegen sich selbst.
Alle drei sind sie Überlebende, jede auf ihre Weise, Kinder einer Zeit, die kein Erbarmen kannte
Hansi, bald von einem liebevollen Ehepaar adoptiert, ist die rastlose Jüngste, die sich weder durch Kind noch Mann gebunden fühlen möchte. Sie liebt ihre Unabhängigkeit, macht ihre Lehre als Hotelkauffrau und schließlich Karriere. Und trotzdem bleibt etwas, das fehlt.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Autor*innen
Max Moor
Max Moor, 1958 in Zürich geboren, ist Moderator, Autor und Schauspieler. Anfang der 90er Jahre moderierte er das preisgekrönte Medienmagazin ›Canale Grande‹ auf VOX. Es folgten verschiedene weitere Sendungen, wie beispielsweise ›Bauer sucht Kultur‹ für den RBB. Bis 2024 war er der Kopf des ARD- Kulturmagazins ›Titel, Thesen, Temperamente“. ›Schwestern. Trotz allem‹ ist sein Romandebüt, wobei er bereits mehrere Sachbuch-Bestseller geschrieben hat, u.a. ›Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht‹.
Pressematerialien
Leserstimmen
1 - 10 von 57 Leserstimme
Berührende Familiengeschichte mit Tiefgang
Was für ein wortgewaltiges Werk, das mich berührt hat und nachhaltig beschäftigt. Zum Inhalt: Wir befinden uns in den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkrieges. Drei Schwestern wachsen in liebevollen, behüteten Verhältnissen auf. Doch als die Mutter schwer erkrankt und anschließend stirbt und der Vater von einem Auftrag nicht zurückkehrt, werden Gerti, Rudi und Hansi in die Obhut von Großeltern und der herrischen Tante gegeben. Diese entscheidet, dass das älteste Mädchen verbleiben darf, die beiden jüngeren Schwestern werden zur weiteren Erziehung in ein Kloster gebracht. Von da an trennen sich die Lebenswege der Schwestern. Gleichzeitig wird der Leser mit den Briefen Alberts an einen Pfarrer vertraut, der darüber versucht seine Kriegserfahrungen zu verarbeiten. Die Wege Alberts und Gertis kreuzen sich schließlich und wir begleiten deren Leben, sowie das der beiden jüngeren Schwestern in wechselnden Erzählsträngen. Leben, die geprägt von Verlust und fehlender Eltern- und Selbstliebe sind. Dabei geraten die Protagonisten immer zwischen die Mühlsteine gesellschaftlicher Konventionen und Erwartungen und dem Druck der dadurch entsteht und müssen sich diesen anpassen, um zu bestehen. Dieser Roman hat mich sehr beeindruckt. Der Autor hat einen sprachlich sehr anspruchsvollen Schreibstil verwendet und "Schwestern. Trotz allem" ist alles andere als leichte Kost. Stellenweise wurden mir die steinigen Wege und düstere Atmosphäre, in der sich die Protagonisten befinden, fast ein bisschen viel. Es ist ausgezeichnet gelungen eine dichte Atmosphäre zu weben, der ich mich kaum entziehen konnte. Kleiner Kritikpunkt: Ich hätte mir gewünscht, dass auch das Leben von Hansi und Rudi mehr Platz gefunden hätten. Auch die Versöhnung der Schwestern blieb sehr im Unklaren und war für mich aus dem Kontext gegriffen. Außerdem hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht; besonders für Gerti!;-)Darüber hinaus ein wirklich beeindruckendes Werk mit viel Interpretationsmöglichkeiten.
Drei Schwestern - Drei Leben
Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Tod ihrer Eltern werden die drei Schwestern Gerti, Rudi und Hansi getrennt und wachsen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen auf. Jede der „Bunten Truppe“ geht ihren eigenen Weg, doch die Erfahrungen ihrer Kindheit begleiten sie ihr ganzes Leben.Am Anfang konnte ich Gertis Verhalten oft nicht verstehen. Je mehr man aber über ihre Kindheit und die Schicksalsschläge der Schwestern erfährt, desto nachvollziehbarer wird, warum sie so geworden ist. Die Erlebnisse der drei sind teilweise wirklich schwer zu lesen. Besonders Rudis Zeit im Kinderheim hat mich sehr getroffen. Es ist kaum vorstellbar, wie grausam man zu einem kleinen Kind sein konnte – und gleichzeitig weiß man, dass solche Zustände damals leider nicht unrealistisch waren.Sehr gut gefallen hat mir dagegen Hansis Kindheit. Auch ihre Geschichte als junge Erwachsene mochte ich besonders gerne. Bei Rudi tut es mir vor allem leid zu sehen, wie sehr ihre Kindheit sie geprägt und gebrochen hat. Auch wenn ich nicht jede ihrer Entscheidungen gutheißen konnte, konnte ich viele ihrer Handlungen dadurch nachvollziehen. Gerti handelt ebenfalls nicht immer verständlich, überrascht aber später als Mutter, denn sie ist für ihre eigenen Kinder eine deutlich bessere Mutter, als man zunächst erwartet.Schön fand ich, wie die Geschichten der Schwestern immer wieder fern miteinander verbunden sind, selbst wenn sie sich nicht direkt begegnen. Die historischen Hintergründe sind sehr gut in die Handlung eingebaut. Dass die Geschichte auf wahren Hintergründen beruht, hat sie für mich zusätzlich interessant gemacht. Auch die vielen österreichischen Begriffe haben mir gefallen. Nicht alles war mir bekannt, aber meistens konnte man sich die Bedeutung gut aus dem Zusammenhang erschließen.Der Anfang hat mich sehr gefesselt, später konnte mich die Geschichte leider nicht mehr ganz so stark mitnehmen. Einige Entwicklungen wirkten auf mich etwas konstruiert oder unrealistisch und nicht alle Handlungen der Figuren waren für mich nachvollziehbar. Das Ende hat mir dann wieder gut gefallen.
Berührende Familiengeschichte über Verlust, Stärke und Zusammenhalt
"Schwestern. Trotz allem" erzählt eine bewegende Familiengeschichte, die über mehrere Jahrzehnte hinweg die Lebenswege von drei Schwestern begleitet. Dabei entsteht ein Roman, der von Verlust, Neuanfängen und dem Wunsch handelt, selbst unter schwierigsten Umständen seinen Platz im Leben zu finden.Mich hat besonders die Entwicklung der drei Schwestern beeindruckt. Obwohl sie durch die Ereignisse nach dem Zweiten Weltkrieg voneinander getrennt werden, bleibt die Verbindung zwischen ihnen stets spürbar. Jede von ihnen geht ihren eigenen Weg, kämpft mit den Folgen ihrer Kindheit und versucht auf ganz unterschiedliche Weise, ihr Glück zu finden. Gerade diese unterschiedlichen Lebensentwürfe machen die Geschichte abwechslungsreich und authentisch.Im Mittelpunkt steht Gerti, die trotz zahlreicher Schicksalsschläge nie aufgibt. Ihre Stärke, ihre Sturheit und ihr unerschütterlicher Wunsch nach Familie haben mich während des gesamten Romans begleitet. Aber auch die Geschichten von Rudi und Hansi sind emotional erzählt und zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit Verlust und Entwurzelung umgehen.Der Autor schafft es, historische Ereignisse mit persönlichen Schicksalen zu verbinden, ohne dabei belehrend zu wirken. Vielmehr stehen die Figuren und ihre Gefühle im Vordergrund. Dadurch entstehen zahlreiche berührende Momente, die lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleiben.Auch der ruhige, eindringliche Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Figuren und deren Entwicklung, wodurch eine große emotionale Tiefe entsteht. Die Themen Familie, Zugehörigkeit, Liebe und Selbstbehauptung ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman und verleihen ihm eine besondere Intensität."Schwestern. Trotz allem" ist eine Geschichte, die ihre Wirkung durch starke Charaktere und glaubwürdige Lebenswege entfaltet und hat mir hervorragend gefallen.
Für immer Schwestern
In “Schwestern. Trotz allem“ erzählt Max Moor die Geschichte von drei Schwestern. Gerti, Rudi und Hansi sind die Töchter von Johanna und Johann. 1945 verlässt Johann die Familie, und wenig später stirbt die schwerkranke Johanna. Zu dem Zeitpunkt lebte die Familie auf Gut Hollerbrunn in der Nähe von Wien im Haus der alten Baronin. Dann holt der Großvater die Mädchen zu sich, aber seine Tochter Hedwig weigert sich, sie im Haus zu behalten. Nur Gerti darf schließlich bleiben. Die anderen müssen in ein kirchliches Heim, wo die Kinder hungern und drakonische Strafen erdulden müssen. Hansi wird nach kurzer Zeit adoptiert und hat eine schöne Kindheit und Jugend, während Rudi erst nach Jahren fliehen kann. Wir lesen vor allem, wie Gertis Leben verlief. Sie verliebt sich später in den gutaussehenden jungen Albert, der von der Front zurückkehrt und Christine, die Witwe seines Kameraden Heinz, über dessen Tod informieren will. Er verliebt sich in die wesentlich ältere Frau und heiratet sie. Später geht er eine Beziehung zu Gerti ein, mit der er zwei Kinder hat. Da seine Frau die Scheidung verweigert und er selbst immer wieder für lange Zeit im Ausland im Einsatz ist, zieht Gerti ihre Kinder allein auf, immer in Angst, dass ihr die Kinder entzogen werden, weil irgendwelche Nachbarn sie wegen Vernachlässigung der Kinder angezeigt haben. Die attraktive rothaarige Rudi lebt jahrelang in Italien und geht viele Beziehungen ein, die schon mal scheitern, wenn ihr familiärer Hintergrund ans Licht kommt. Einen großen Teil ihres Lebens verbringen die Schwestern getrennt, ohne jeden Kontakt, bis es 1973 zu einem Wiedersehen kommt. Nach all der Zeit ist da jedoch keine Nähe. Sie können sich nur fragen, wie anders ihr Leben verlaufen wäre, wenn man sie nicht als Kinder brutal auseinandergerissen hätte.Moors Debütroman ist auch sprachlich hervorragend gelungen. Mit den Dialektausdrücken hatte ich kein Problem. Mir hat der Roman sehr gefallen. Ich bin gespannt auf weitere Bücher des Autors.
Drei Leben
In seinem Debütroman “Schwestern. Trotz allem“ erzählt Max Moor das Leben der Schwestern Gerti, Rudi und Hansi von 1945 bis 1973 mit einem Ausblick auf das Jahr 2016, als nur noch Gerti übrig ist. Nach dem Krieg wird die Familie auseinandergerissen. Erst verlässt der Vater Frau und Kinder, dann stirbt Johanna, die Mutter. Der Großvater lebt mit seiner rabiaten Tochter Hedwig in deren Haus. Die will keine ihrer Nichten im Haus haben, duldet aber schließlich widerwillig Gerti, die älteste. Die beiden jüngeren Mädchen müssen ins Heim der Barmherzigen Schwestern, die alles andere als barmherzig sind. Hansi wird nach kurzer Zeit von einem liebevollen Paar adoptiert. Sie bleibt ihren Adoptiveltern ein Leben lang verbunden. Dort wachsen auch ihre Kinder aus zwei gescheiterten Beziehungen auf. Nach einer furchtbaren Zeit gelingt Rudi die Flucht, und sie kann endlich ein selbstbestimmtes Leben führen. Die Geschichte der Schwestern ist bewegend und mit viel Empathie erzählt. Sie kämpfen ein Leben lang, jede für sich. Keine weiß, was aus den anderen geworden ist. Erst 27 Jahre später arrangiert Gertis Partner Albert ein Wiedersehen.Mir hat der Roman sehr gut gefallen. An die zahlreichen Ausdrücke im österreichischen Dialekt habe ich mich schnell gewöhnt, zumal dem Buch zum besseren Verständnis ein kleines Glossar beigefügt ist. Für mich bekommt die Geschichte durch den Dialekt noch mehr Authentizität. In einem Nachwort schreibt der Autor, dass sein Buch von der Familiengeschichte seiner Frau inspiriert ist. Auch seine Schwiegermutter und ihre Schwestern wurden nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandergerissen und hatten völlig unterschiedliche Lebensläufe. Ich bin sehr gespannt, ob der ehemalige Moderator von ttt seine Schriftstellerkarriere fortsetzt. Sollte dies der Fall sein, werde ich mir seinen nächsten Roman nicht entgehen lassen.
Ein Wechselbad der Gefühle voller Spannung und mit etwas Witz
Ich kannte Max Moor als Journalisten und unterhaltsamen Moderator aus dem Fernsehen. Als ich diesen Roman in die Hände bekam, hatte ich gleich die Vorstellung, dass das bestimmt eine ganz toll erzählte Story ist. Ich behielt recht. Das Buch als Schicksalsroman zu bezeichnen ist jedoch in meinen Augen etwas untertrieben. Ich sehe es als eine Mischung aus historischem Roman und Schicksalsroman. Im Mittelpunkt stehen die drei Schwestern Gerti, Rudi und Hansi, außerdem Albert, Gertis Liebe ihres Lebens. Die Perspektive wechselt zwischen diesen Personen, aber den meisten Raum nehmen Gerti und Albert ein. Das Besondere an Alberts Kapiteln ist, dass sie als Briefe geschrieben sind. Sie sind immer mit „Aus Alberts Schreibmappe“ überschrieben. Die Briefe sind an einen befreundeten Pfarrer gerichtet, aber niemals dafür gedacht, wirklich abgeschickt zu werden. Aber so wirkt das alles besonders ehrlich. Für mich ist Gerti die Hauptfigur, aber die Erzählstränge der Schwestern Rudi und Hansi lockern das Ganze auf und haben bei mir für so manche Erschütterung gesorgt. Interessant sind immer die jeweiligen dazugehörigen Zeitangaben und ganz leichte Andeutungen für kaum merkliche Handlungsüberschneidungen der Schwestern. Sehr gekonnt schafft es der Autor, die jeweils vorherrschende Zeit in der Phantasie wieder lebendig werden zu lassen. „So war das damals. Ziemlich verrückt aus heutiger Sicht!“, habe ich mich manchmal zu denken ertappt. Oft musste ich wegen der zwischendurch geschilderten Missbrauchsgeschichten wirklich schlucken. Es sind wirklich einige sowohl physisch als auch psychisch brutale Erlebnisse, die besonders die eine Schwester betreffen. Ich denke, eine Content-Warnung wäre dafür angebracht. Trotz manch schrecklicher und nur schwer vorzustellender Dinge, ist noch Raum für die eine oder andere humorvolle Situation, so dass ich beim Lesen oft schmunzeln musste und mich dann gleich wieder wohlgefühlt habe. Die österreichischen Mundart-Ausdrücke runden das Ganze noch ab. So wird das Lebensgefühl der jeweiligen Zeiten an den Handlungsorten besonders nachvollziehbar. Die einzelnen Geschichten der Personen fügen sich sehr schön zu einem großen Ganzen zusammen. Zum Schluss bleiben keine losen Enden. So mag ich das. Fazit: Von mir gibt’s für dieses Buch eine Leseempfehlung.
Tief berührend.
Der Roman von Max Moor erzählt sehr eindringlich die Geschichte dreier Schwestern nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. Nach dem frühen Verlust der Eltern kommen sie bei den Großeltern und der Tante unter, werden allerdings durch den Egoismus der Schwester und den schwierigen Bedingungen nach dem Krieg auseinander gerissen. Diese traumatische Erfahrung hinterlässt bei allen dreien tiefe Spuren, die jeweils ganz unterschiedlich das Leben der Schwestern beeinflussen.Dem Autor gelingt es, die drei völlig verschiedenen Leben der Schwestern gekonnt mit der Geschichte des aufstrebenden Deutschlands nach dem Krieg zu verbinden und so für den Leser den Hintergrund der Geschichten noch verständlicher zu machen.Ein sehr lesenswertes Buch, auch wenn ich persönlich mir noch mehr das Darstellen des Verhältnisses der Schwestern untereinander gewünscht hätte.
Getrennt und wieder vereint
Drei Schwestern, die nach dem Zweiten Weltkrieg Vater und Mutter verlieren, sollen nun bei den Großeltern wohnen. Durch die Missgunst einer Tante darf nur Gerti bleiben. Ihre Schwestern Rudi und Hansi werden in ein Heim abgeschoben. Der Leser begleitet auf zwei Zeitebenen die Leben der drei Schwestern die getrennt wurden, einander jedoch nie vergessen haben. Der Schreibstil war mir streckenweise etwas zu besonders. Die Geschichte und Lebensläufe von Gerti, Rudi und Hansi waren jedoch so interessant und emotional, dass das Lesen dann doch Spaß gemacht hat. Das Thema finde ich auch sehr wichtig. Viele Familien wurden während und nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandergerissen aufgrund der schwierigen Lebensumstände. Das hallt bis heute nach und ich finde es relevant, dass Max Moor dies thematisiert hat. Zudem zeigt der Roman, wie unterschiedlich Menschen mit einer problematischen Kindheit umgehen und dennoch, wie in diesem Roman, als starke Persönlichkeiten aus dem Erlebten hervorgehen.
Schwerstern für immer?
Drei Schwestern, die so schlimmes durchlebt haben...Erst überstehen sie irgendwie den Krieg, dann verschwindet der Vater und kommt nie wieder und dann stirbt die eigene sehr kranke Mutter. Ein Glück, dass sie bei der Baronin ein zu Hause gefunden haben. Aber die Zeiten, kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, sind so unsicher und für Alle schwer. So scheint es als beste Lösung, die Mädchen ihrem Großvater mitzugeben. Dem Opa, der ihre Mutter verstoßen hat. Wird er nun sein schlechtes Gewissen etwas aufarbeiten können?Er merkt schnell, dass er mit Hansi, Gerti und Rudi überfordert ist. So schickt er die zwei jüngsten Mädchen in ein Kloster/Kinderheim. Die Schwestern versprechen sich, sich niemals aus den Augen zu verlieren...sie sind doch Schwestern, trotz allem. Es kommt jedoch wie es kommen muss: ihre Wege trennen sich ein für Alle mal. Und jede, der mittlerweile jungen Frauen, geht ihre eigenen Wege.Auch wenn sie auf ihre Art immer wieder auffallen...Gerti trifft auf den ehemaligen Soldaten Albert und verliebt sich Hals über Kopf in den verheirateten Mann. Auch wenn er sehr angetan von Gerti ist, so wird er seine Frau nicht für sie verlassen können, aber er kann ihr helfen ihre Familie zu finden. Und so versucht Albert, mit aller Kraft, auch dieses Rätsel zu lösen und kommt an seine Grenzen. Ist die Verbindung zwischen den Schwestern für immer gebrochen? Wie haben die Frauen ihre Kindheit und Jugend erlebt? Eine unglaublich tolle Nachkriegs-/Familiengeschichte. Es war so schön und zeitgleich erschreckend geschrieben, dass ich mit Gerti, Rudi, Hans und Albert mitgefiebert habe.
Schwestern
Der Roman „Schwestern. Trotz allem“ von May Moor hat mir zugesagt. Im Mittelunkt der Geschichte steht Gerti. Am Ende des zweiten Weltkriegs wächst sie bei den Großeltern auf. Ihre Mutter verstirbt, ihr Vater verschwindet und die Geschwister werden ins Heim abgeschoben. Ihr bleiben als Erinnerung nur 3 Knöpfe von einer Weste.Jede der Schwestern geht ihren Weg, der nicht einfach ist. Alle drei sind geprägt von den Geschehnissen des Krieges.Ich hatte mir zwar anhand der Leseprobe eine andere Story vorgestellt, aber der Roman hat mir gefallen. Sehr tiefgründig und emotional. Die Gefühle, Ängste und Gedanken der drei Schwestern sind sehr schön beschrieben. Sprachlich muss sich der Leser darauf einstellen, einen leichten österreichischen Dialekt zu lesen. Ein solider Roman, aber noch etwas Luft nach oben. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte.
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Lernen Sie die Schwestern kennen