Wie ein Vogel
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Wie ein Vogel
Bibliografische Daten
1. Auflage
Gerda Raidt
Gerda Raidt, Jahrgang 1975, studierte an der Burg Giebichenstein in Halle und an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Seit 2004 arbeitet sie als freie Illustratorin. Für Klett Kinderbuch hat sie bereits „Drachentod und Zauberflöte“ und „Fritzi war dabei“ illustriert. Gerda Raidt lebt mit ihrer Familie in Leipzig.
Mehr Informationen unter: www.gerda-raidt.de
3 - 10 von 28 Leserstimme
Frei wie ein Vogel
Vögel spielen im Leben der kleinen Gerda und ihrer Familie eine große Rolle. Manche werden in Käfigen gehalten, andere wiederum können frei umherfliegen - auch über die Mauer, die Deutschland während Gerdas Kinderzeit in zwei unterschiedliche Staaten teilt. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte, wie eine Metapher für die Bewohner der beiden deutschen Republiken.Zu Beginn ihrer Erzählung macht Gerda uns mit ihrer Familie bekannt, in Schwarz-Weiß-Bildern, wie sie lange Zeit noch in der DDR als Fotos üblich waren. Doch der Alltag des kleinen Mädchens besteht nicht nur aus Grau- und Weißtönen, sondern vor allem aus farbigen Erlebnissen und einem liebevollen Miteinander in der Familie. Aus der Sicht des Kindes beschreibt Raidt ihr Leben in Ostberlin. Politik spielt für sie noch keine Rolle; sie erlebt ihren Kindergarten- und später Schulalltag mit seinen negativen und positiven Aspekten, unangenehmen und schönen Erlebnissen und schließlich den Tag der Maueröffnung. Die zahlreichen, teilweise ganzseitigen Illustrationen verdeutlichen den Text und vermitteln einen guten Einblick in Gerdas Umgebung. Die Aufmachung des Buches erinnert an ein Schulheft oder -Kladde, eine Art kindliche Erinnerungsbuch.Am Schluss des Büchleins erklärt eine kurze, für Kinder leicht zu verstehende Passage in wenigen Sätzen die Situation der beiden deutschen Staaten; eine passende Gelegenheit für den Vorleser, eigene Erfahrungen hinzuzufügen oder auf Fragen einzugehen.
Einfühlsam erzählt
Gerdas Familie, die in Ostberlin lebt, hat seit jeher eine besondere Beziehung zu Vögeln und diese zieht sich durch ihre gesamte Kindheit. Sie wird dadurch bunt und lebendig.Vögel stehen auch für Freiheit. Sie können fliegen, wohin sie wollen. Sogar über die Berliner Mauer! Viele Menschen in der ehemaligen DDR dagegen fühlten sich eingesperrt wie ein Vogel im Käfig.Um den Kindern von heute das Leben von damals ( Gerda ist 1975 geboren) zu veranschaulichen, ist dieses Buch aus der Reihe WIR KINDER VON FRÜHER super geeignet.Die von der Autorin selbst gemalten Zeichnungen lassen die Leserin direkt in diese Zeit eintauchen.In der Erzählung geht es nicht um Politik, sondern um das alltägliche Leben eines Krippen - und Schulkindes in der ehemaligen DDR.Ich würde das Buch zum gemeinsamen Lesen oder Vorlesen ab der Grundschule empfehlen!
Ein Fenster in die Vergangenheit: Geschichte der deutschen Teilung für Kinder
Dieses Buch bietet eine wunderbare Möglichkeit, mit jungen Kindern über die deutsche Teilung ins Gespräch zu kommen. In Form eines Fotoalbums erzählt es die Geschichte von Gerda, die in der DDR aufwächst. Die Mauer ist ein ständiger Bestandteil ihres Lebens und trennt das Land sowie die Menschen. Der Alltag von Gerda ist geprägt von Fahnenappellen, Friedenstauben, Westgeschenken, Schwarzweißfotos und Wählscheibentelefonen. Besonders die Liebe zu Vögeln, die im Buch symbolisch für Freiheit stehen, zieht sich als roter Faden durch die Geschichte und verleiht ihr Struktur.Das Buch vermittelt Kindern einen Eindruck von dieser wichtigen Epoche der deutschen Geschichte, wobei die kindgerechte Sprache und die anschaulichen Bilder besonders hervorzuheben sind. Die authentischen Beschreibungen und Bilder bieten ein realistisches Bild jener Zeit. Nach dem Vorlesen bietet es sich an, mit realen Fotos aus dieser Epoche weiterzumachen und die Kinder dazu zu ermutigen, mit Großeltern oder anderen Zeitzeugen über deren Erfahrungen zu sprechen. Ich empfehle, die Kinder beim Lesen zu begleiten, um ihnen Zusammenhänge zu erklären und Fragen zu beantworten.
Eine schöne Erinnerung...
Ein irgendwie typisches DDR-Kinderbuch mit blasser Farbe und heute seltsam anmutenden Bild schickt uns zurück in die DDR der frühen 80er... Ich bin nur 2 Jahre älter als die Autorin und habe diesen kleinen Rückblick wirklich genossen. Ein Ausflug in vergangene Zeiten ohne Anklage - einfach aus Kindersicht dargestellt und sehr anschaulich bebildert - Ganz wunderbar!Es gibt Familie und Familienfotos; eine Oma, die in den Westen darf; Kindergarten mit Mittagschlaf; Fahnenappell, Wellensittiche und Westgeschenke; eine beste Freundin, die nicht mehr aus dem Urlaub kommt...und auch einen kleinen Ausflug noch weiter zurück in der Zeit in die Kindheit des Vaters...Auch wer nicht in Berlin wohnte, kannte diesen Frust, dass es all die schönen Dinge nur im Westen gab, wo man nicht hin kam... Mir hat diese Zeitreise gut gefallen. Ob sich meine Kinder und Enkelkinder dafür interessieren, wird die Zeit zeigen.
Jeder soll fliegen können, wohin er will!
Gerda Raidt ist mit "Wie ein Vogel" aus der Reihe "Wir Kinder von früher" ein besonderes Kinderbuch gelungen. Mit klarer, kindgerechter Sprache und anschaulichen Bildern erzählt das Buch aus der Ich - Perspektive der kleinen Gerda. Gerda wächst im Osten der DDR auf, die Mauer gehört wie selbstverständlich zu ihrem Leben, und trennt das Land und die Menschen. Zu ihrem Alltag gehören Fahnenappelle, Friedenstauben, Westgeschenke, schwarz-weiß-Fotos, Telefone mit Wählscheibe - und die Liebe zu Vögeln, die ein wenig Farbe in ihr Leben bringen.Das Buch lässt kleine (und auch große) LeserInnen ein Stück deutsche Geschichte erahnen. Die Beschreibungen und Bilder sind authentisch und geben ein realistisches Bild dieser Zeit wieder. Ungekünzelt und unpolitisch bekommt man einen Blick auf das Leben "drüben", hinter Grenzen und Mauern.Das Cover passt gut zum Inhalt, die Farbgebung und die Größe des Buches gefallen mir gut. Ein schönes Buch, um Kindern ein Stück Geschichte nahe zu bringen. Es bekommt von mir eine Leseempfehlung für kleine und große LeserInnen und 5 von 5 Punkten!
DDR aus Kindersicht
Ein schönes Buch, kein typisches "Kinderbuch ". Der Alltag der damaligen Zeit wird aus der Sicht eines Kindes erzählt. Damals als es noch die Mauer gab, die DDR und u.a schwarzweiß Fotos die die Erinnerungen der damaligen Zeit festhielten. Es wird uns ein Einblick gewährt um den Alltag damals zu verstehen. In dem Buch spielen Vögel eine große Rolle. Die Familie ist sehr fasziniert von Vögeln, egal ob von Wildvögel die es in der Natur zu beobachten gibt oder von dem Wellensittich der Oma .Ich denke, dass sich auch gut der ein oder andere Erwachsene in seine Kindheit zurück versetz fühlt wenn er dieses Buch seinen Kindern oder Enkeln vorliest .Das Cover ist ansprechend, die Bildlichen Darstellungen toll . Es gibt viel zu entdecken unter anderem lernt man auch verschiedene Federn der jeweiligen Vogelarten zuzuordnen was ich toll fand.
Da werden Kindheitserinnerungen wach
Die Buchbeschreibung hat mich sofort angesprochen, da ich selbst meine Kindheit in der DDR verbracht habe. Die Leseprobe ist für eine Rezension ziemlich kurz, aber die Eindrücke die ich gewonnen habe, haben mich in meine eigene Kindheit zurück versetzt. Die Geschichte wird aus der Perspektive der kleinen Gerda erzählt. Schon der Name alleine ist für mich einfach herrlich zu lesen und weckt positive Erinnerungen in mir. (Gerda und Kai in “Die Schneekönigen”, hach!) Gerda zeigt uns auf den ersten Seiten wundervoll detaillierte Bilder (Fotos) ihrer Familie und offenbar spielen Vögel in ihrem Leben eine große Rolle, denn ihr Vater weiß sehr viel über unsere gefiederten Freunde, und versucht sein Wissen seinen Kindern zu vermitteln. Dabei trifft Gerda auf Gegensätze zwischen Familie und Gesellschaft. Zum Beispiel werden zu Hause Vogelfedern bewundert, aber die Kindergärtnerin findet sie eklig, das erinnert mich an meine eigene Kindheit, die Neugier und das Staunen über die kleinen Dinge und dann wird einem gesagt: Fass das nicht an, davon wird man krank. Schade, dass die Leseprobe so kurz war, schade auch, dass meine Kinder schon groß sind, aber ich würde am dieses Kinderbuch auch einfach gerne für mich kaufen.
Gerdas Vogelperspektive - Ein Fenster in eine geteilte Welt
Inmitten der Tristesse des geteilten Berlins erhebt sich Gerdas Blick gen Himmel, wo sie in den frei fliegenden Vögeln Hoffnung und Inspiration findet.Schwarz-weiße Bilder fangen die karge Realität der Mauer, der Plattenbauten und kargen Schulhöfe ein, in denen Gerda aufwächst. Doch Gerdas Augen sehen mehr. Ihre Fantasie verwandelt diese graue Welt in ein farbenfrohes Kaleidoskop voller Wunder und Magie.Mit jedem Flügelschlag der Vögel schwingt sich Gerdas Geist über die Grenzen der Teilung hinaus. Sie träumt von einer Welt ohne Mauern, wo Freiheit und Hoffnung grenzenlos sind."Wie ein Vogel" ist weit mehr als nur ein Kinderbuch. Es ist eine berührende Erzählung über Kindheit in einer Zeit der politischen Spaltung, voller kleiner Abenteuer und großer Träume.Gerdas Geschichte erinnert uns daran, dass die Kraft der Fantasie Mauern überwinden und selbst in den dunkelsten Zeiten Hoffnung erblühen kann.Dieses reich bebilderte Buch ist ein Geschenk an alle, die sich nach einer Welt ohne Grenzen sehnen und die Geschichten einer vergangenen Zeit entdecken möchten. Gerdas Geschichte ist ein wichtiges Zeugnis der deutschen Geschichte und gleichzeitig eine universelle Erzählung über die Kraft der menschlichen Seele."Wie ein Vogel" nimmt uns mit auf eine berührende Reise voller Hoffnung und Inspiration. Ein Must-Read für alle Generationen!