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Wie ein Vogel

Für Gerda gehört die Berliner Mauer zur Normalität. Erst wenn sie so alt ist wie ihre Oma, wird sie rüber in den Westen dürfen. Nur Vögel können einfach so über die Grenze fliegen. Vögel sind wichtig in Gerdas Familie. Ihr Vater hat eine geheimnisvolle Verbindung zu ihnen, und bei ihrer Oma lebt der Wellensittich Coco. Mit Gerda erleben wir eine entschwundene Welt mit Fahnenappell auf dem Schulhof, selbst gebastelten Friedenstauben und Westgeschenken. Über die Reihe "Wir Kinder von früher": In jeder Kindheit passieren Dinge, die man nie vergisst. Schlimme, lustige, aufregende – vor allem: selbst erlebte Geschichten. Diese Reihe weckt sie zum Leben. Für alle Kinder von heute und früher.

Bibliografische Daten

EUR 16,00 [DE] – EUR 16,50 [AT]
ISBN : 978-3-95470-298-5
Erscheinungsdatum: 15.08.2024
1. Auflage
88 Seiten
Format : 15,0 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Lesealter ab 7
Autor*innenporträt

Gerda Raidt

Gerda Raidt, Jahrgang 1975, studierte an der Burg Giebichenstein in Halle und an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Seit 2004 arbeitet sie als freie Illustratorin. Für Klett Kinderbuch hat sie bereits „Drachentod und Zauberflöte“ und „Fritzi war dabei“ illustriert. Gerda Raidt lebt mit ihrer Familie in Leipzig.

Mehr Informationen unter: www.gerda-raidt.de  

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28 von 28 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.68 von 5 Sternen


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3 - 10 von 28 Leserstimme

solveig am 14.08.2024 15:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Frei wie ein Vogel

Vögel spielen im Leben der kleinen Gerda und ihrer Familie eine große Rolle. Manche werden in Käfigen gehalten, andere wiederum können frei umherfliegen - auch über die Mauer, die Deutschland während Gerdas Kinderzeit in zwei unterschiedliche Staaten teilt. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte, wie eine Metapher für die Bewohner der beiden deutschen Republiken.Zu Beginn ihrer Erzählung macht Gerda uns mit ihrer Familie bekannt, in Schwarz-Weiß-Bildern, wie sie lange Zeit noch in der DDR als Fotos üblich waren. Doch der Alltag des kleinen Mädchens besteht nicht nur aus Grau- und Weißtönen, sondern vor allem aus farbigen Erlebnissen und einem liebevollen Miteinander in der Familie. Aus der Sicht des Kindes beschreibt Raidt ihr Leben in Ostberlin. Politik spielt für sie noch keine Rolle; sie erlebt ihren Kindergarten- und später Schulalltag mit seinen negativen und positiven Aspekten, unangenehmen und schönen Erlebnissen und schließlich den Tag der Maueröffnung. Die zahlreichen, teilweise ganzseitigen Illustrationen verdeutlichen den Text und vermitteln einen guten Einblick in Gerdas Umgebung. Die Aufmachung des Buches erinnert an ein Schulheft oder -Kladde, eine Art kindliche Erinnerungsbuch.Am Schluss des Büchleins erklärt eine kurze, für Kinder leicht zu verstehende Passage in wenigen Sätzen die Situation der beiden deutschen Staaten; eine passende Gelegenheit für den Vorleser, eigene Erfahrungen hinzuzufügen oder auf Fragen einzugehen.

pedi68 am 09.08.2024 10:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Einfühlsam erzählt

Gerdas Familie, die in Ostberlin lebt, hat seit jeher eine besondere Beziehung zu Vögeln und diese zieht sich durch ihre gesamte Kindheit. Sie wird dadurch bunt und lebendig.Vögel stehen auch für Freiheit. Sie können fliegen, wohin sie wollen. Sogar über die Berliner Mauer! Viele Menschen in der ehemaligen DDR dagegen fühlten sich eingesperrt wie ein Vogel im Käfig.Um den Kindern von heute das Leben von damals ( Gerda ist 1975 geboren) zu veranschaulichen, ist dieses Buch aus der Reihe WIR KINDER VON FRÜHER super geeignet.Die von der Autorin selbst gemalten Zeichnungen lassen die Leserin direkt in diese Zeit eintauchen.In der Erzählung geht es nicht um Politik, sondern um das alltägliche Leben eines Krippen - und Schulkindes in der ehemaligen DDR.Ich würde das Buch zum gemeinsamen Lesen oder Vorlesen ab der Grundschule empfehlen!

pina_alina am 08.08.2024 09:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein Fenster in die Vergangenheit: Geschichte der deutschen Teilung für Kinder

Dieses Buch bietet eine wunderbare Möglichkeit, mit jungen Kindern über die deutsche Teilung ins Gespräch zu kommen. In Form eines Fotoalbums erzählt es die Geschichte von Gerda, die in der DDR aufwächst. Die Mauer ist ein ständiger Bestandteil ihres Lebens und trennt das Land sowie die Menschen. Der Alltag von Gerda ist geprägt von Fahnenappellen, Friedenstauben, Westgeschenken, Schwarzweißfotos und Wählscheibentelefonen. Besonders die Liebe zu Vögeln, die im Buch symbolisch für Freiheit stehen, zieht sich als roter Faden durch die Geschichte und verleiht ihr Struktur.Das Buch vermittelt Kindern einen Eindruck von dieser wichtigen Epoche der deutschen Geschichte, wobei die kindgerechte Sprache und die anschaulichen Bilder besonders hervorzuheben sind. Die authentischen Beschreibungen und Bilder bieten ein realistisches Bild jener Zeit. Nach dem Vorlesen bietet es sich an, mit realen Fotos aus dieser Epoche weiterzumachen und die Kinder dazu zu ermutigen, mit Großeltern oder anderen Zeitzeugen über deren Erfahrungen zu sprechen. Ich empfehle, die Kinder beim Lesen zu begleiten, um ihnen Zusammenhänge zu erklären und Fragen zu beantworten.

lysan am 06.08.2024 21:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine schöne Erinnerung...

Ein irgendwie typisches DDR-Kinderbuch mit blasser Farbe und heute seltsam anmutenden Bild schickt uns zurück in die DDR der frühen 80er... Ich bin nur 2 Jahre älter als die Autorin und habe diesen kleinen Rückblick wirklich genossen. Ein Ausflug in vergangene Zeiten ohne Anklage - einfach aus Kindersicht dargestellt und sehr anschaulich bebildert - Ganz wunderbar!Es gibt Familie und Familienfotos; eine Oma, die in den Westen darf; Kindergarten mit Mittagschlaf; Fahnenappell, Wellensittiche und Westgeschenke; eine beste Freundin, die nicht mehr aus dem Urlaub kommt...und auch einen kleinen Ausflug noch weiter zurück in der Zeit in die Kindheit des Vaters...Auch wer nicht in Berlin wohnte, kannte diesen Frust, dass es all die schönen Dinge nur im Westen gab, wo man nicht hin kam... Mir hat diese Zeitreise gut gefallen. Ob sich meine Kinder und Enkelkinder dafür interessieren, wird die Zeit zeigen.

bücherliebe74 am 06.08.2024 14:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Jeder soll fliegen können, wohin er will!

Gerda Raidt ist mit "Wie ein Vogel" aus der Reihe "Wir Kinder von früher" ein besonderes Kinderbuch gelungen. Mit klarer, kindgerechter Sprache und anschaulichen Bildern erzählt das Buch aus der Ich - Perspektive der kleinen Gerda. Gerda wächst im Osten der DDR auf, die Mauer gehört wie selbstverständlich zu ihrem Leben, und trennt das Land und die Menschen. Zu ihrem Alltag gehören Fahnenappelle, Friedenstauben, Westgeschenke, schwarz-weiß-Fotos, Telefone mit Wählscheibe - und die Liebe zu Vögeln, die ein wenig Farbe in ihr Leben bringen.Das Buch lässt kleine (und auch große) LeserInnen ein Stück deutsche Geschichte erahnen. Die Beschreibungen und Bilder sind authentisch und geben ein realistisches Bild dieser Zeit wieder. Ungekünzelt und unpolitisch bekommt man einen Blick auf das Leben "drüben", hinter Grenzen und Mauern.Das Cover passt gut zum Inhalt, die Farbgebung und die Größe des Buches gefallen mir gut. Ein schönes Buch, um Kindern ein Stück Geschichte nahe zu bringen. Es bekommt von mir eine Leseempfehlung für kleine und große LeserInnen und 5 von 5 Punkten!

kaeferin am 06.08.2024 11:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

DDR aus Kindersicht

Ein schönes Buch, kein typisches "Kinderbuch ". Der Alltag der damaligen Zeit wird aus der Sicht eines Kindes erzählt. Damals als es noch die Mauer gab, die DDR und u.a schwarzweiß Fotos die die Erinnerungen der damaligen Zeit festhielten. Es wird uns ein Einblick gewährt um den Alltag damals zu verstehen. In dem Buch spielen Vögel eine große Rolle. Die Familie ist sehr fasziniert von Vögeln, egal ob von Wildvögel die es in der Natur zu beobachten gibt oder von dem Wellensittich der Oma .Ich denke, dass sich auch gut der ein oder andere Erwachsene in seine Kindheit zurück versetz fühlt wenn er dieses Buch seinen Kindern oder Enkeln vorliest .Das Cover ist ansprechend, die Bildlichen Darstellungen toll . Es gibt viel zu entdecken unter anderem lernt man auch verschiedene Federn der jeweiligen Vogelarten zuzuordnen was ich toll fand.

chocowitch_books am 06.08.2024 10:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Da werden Kindheitserinnerungen wach

Die Buchbeschreibung hat mich sofort angesprochen, da ich selbst meine Kindheit in der DDR verbracht habe. Die Leseprobe ist für eine Rezension ziemlich kurz, aber die Eindrücke die ich gewonnen habe, haben mich in meine eigene Kindheit zurück versetzt. Die Geschichte wird aus der Perspektive der kleinen Gerda erzählt. Schon der Name alleine ist für mich einfach herrlich zu lesen und weckt positive Erinnerungen in mir. (Gerda und Kai in “Die Schneekönigen”, hach!) Gerda zeigt uns auf den ersten Seiten wundervoll detaillierte Bilder (Fotos) ihrer Familie und offenbar spielen Vögel in ihrem Leben eine große Rolle, denn ihr Vater weiß sehr viel über unsere gefiederten Freunde, und versucht sein Wissen seinen Kindern zu vermitteln. Dabei trifft Gerda auf Gegensätze zwischen Familie und Gesellschaft. Zum Beispiel werden zu Hause Vogelfedern bewundert, aber die Kindergärtnerin findet sie eklig, das erinnert mich an meine eigene Kindheit, die Neugier und das Staunen über die kleinen Dinge und dann wird einem gesagt: Fass das nicht an, davon wird man krank. Schade, dass die Leseprobe so kurz war, schade auch, dass meine Kinder schon groß sind, aber ich würde am dieses Kinderbuch auch einfach gerne für mich kaufen.

nicole_l am 05.08.2024 16:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gerdas Vogelperspektive - Ein Fenster in eine geteilte Welt

Inmitten der Tristesse des geteilten Berlins erhebt sich Gerdas Blick gen Himmel, wo sie in den frei fliegenden Vögeln Hoffnung und Inspiration findet.Schwarz-weiße Bilder fangen die karge Realität der Mauer, der Plattenbauten und kargen Schulhöfe ein, in denen Gerda aufwächst. Doch Gerdas Augen sehen mehr. Ihre Fantasie verwandelt diese graue Welt in ein farbenfrohes Kaleidoskop voller Wunder und Magie.Mit jedem Flügelschlag der Vögel schwingt sich Gerdas Geist über die Grenzen der Teilung hinaus. Sie träumt von einer Welt ohne Mauern, wo Freiheit und Hoffnung grenzenlos sind."Wie ein Vogel" ist weit mehr als nur ein Kinderbuch. Es ist eine berührende Erzählung über Kindheit in einer Zeit der politischen Spaltung, voller kleiner Abenteuer und großer Träume.Gerdas Geschichte erinnert uns daran, dass die Kraft der Fantasie Mauern überwinden und selbst in den dunkelsten Zeiten Hoffnung erblühen kann.Dieses reich bebilderte Buch ist ein Geschenk an alle, die sich nach einer Welt ohne Grenzen sehnen und die Geschichten einer vergangenen Zeit entdecken möchten. Gerdas Geschichte ist ein wichtiges Zeugnis der deutschen Geschichte und gleichzeitig eine universelle Erzählung über die Kraft der menschlichen Seele."Wie ein Vogel" nimmt uns mit auf eine berührende Reise voller Hoffnung und Inspiration. Ein Must-Read für alle Generationen!