Buch Wir Freitagsmänner und Text Männer und ihre besten Jahre: Sackgasse oder Startrampe?
Buch Wir Freitagsmänner und Text Männer und ihre besten Jahre: Sackgasse oder Startrampe?
Stell Dir vor, dein Leben dauert eine Woche – und heute ist Freitag
Wir Freitagsmänner

Wenn ein Mann bei einem Date gesagt bekommt, dass er älter aussieht als sein brandaktuelles Foto, dann weiß er, die Dinge in seinem Leben laufen nicht gerade toll. So wie bei Henri. Irgendwie geht es ihm okay. Aber irgendwie auch überhaupt nicht: seine Ehe ist Geschichte, die Affäre aber auch. Als sein Hausarzt dann auch noch "die Wechseljahre" bei ihm diagnostiziert, reicht es Henri langsam.

Die funkensprühende Gebrauchsanweisung für den Mann in den besten Jahren.

»Ich habe neuerdings ein Loch im Bart. Es ist kein großes Loch. Aber wenn man morgens in den Spiegel schaut und einen älteren, müden Herren mit Brille sieht, der ein Loch im Bart hat, dann ist das ein echter Stimmungskiller. Außerdem hat ein Loch etwas Surreales. Was denkt sich ein Körper dabei, wenn er plötzlich im Bart Testläufe für eine Halbglatze veranstaltet?«

Immerhin passt es ganz gut, dass seine Traumfrau Emily als Coach arbeitet. Kann sie ihm helfen? Dummerweise steht Emily privat auf junge Männer. Aber so leicht gibt Henri nicht auf. Er merkt: Er will noch lange nicht aufs Abstellgleis. Und vielleicht sind die Wechseljahre ein Gleiswechsel, den er begrüßen sollte. 

Fragen Sie als Mann in den Wechseljahren nicht nur Ihren Arzt oder Apotheker, sonder auch Ihren besten Freund, Ihre Ex-Frau, Ihren Hund und am Ende sich selbst, was gut für Sie ist. 

Männer im gewissen Alter brauchen keinen neuen Anstrich, sondern dieses Buch!

»Ein Buch für alle: Frauen lernen was über Männer. Männer auch.« Christoph-Maria Herbst

Bibliografische Daten
EUR 16,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44925-0
Erscheinungsdatum: 01.02.2026
1. Auflage
288 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Hans-Gerd Raeth

Hans Gerd Raeth, Jahrgang 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie. Er lebt als freier Autor und Drehbuchautor mit seiner Familie in Berlin und wundert sich schon länger, dass auch in seinem Leben längst Freitag ist.

zur Autor*innen Seite
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10 von 88 Leserstimmen

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duckyputz am 14.02.2026 11:02 Uhr

Wirklich lesenswert

Das Cover ist dynamisch und augenzwinkernd gestaltet, es weckt Neugier und trifft den Ton des Romans sehr gut. Klappentext und Leseprobe halten, was sie versprechen: eine ebenso humorvolle wie nachdenkliche Geschichte über einen Mann, der sich mit dem Älterwerden auseinandersetzen muss.Im Mittelpunkt steht Henri Albers, ein Mittfünfziger, dessen Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist. Nach der Scheidung bleiben ihm vor allem Schuldgefühle, sein Arzt diagnostiziert „Wechseljahre“ und verordnet eine radikale Lebensumstellung, und auch beruflich wächst der Druck. Während er zunächst die etwas schräge Cindy datet, begegnet er schließlich Emily, einer Life Coach, die ihn stärker beschäftigt als gedacht. Zwischen Selbstzweifeln, gut gemeinten Ratschlägen seines besten Freundes Felix und dem Wunsch nach einem Neuanfang versucht Henri, seinen Platz im Leben neu zu bestimmen.Der Roman überzeugt vor allem durch seinen ruhigen, eingängigen Stil. Der Autor erzählt aus der Ich-Perspektive, wodurch man Henri sehr nahekommt. Seine Gedanken wirken authentisch, seine Verunsicherung angesichts körperlicher Veränderungen und gesellschaftlicher Erwartungen ist nachvollziehbar geschildert. Besonders gelungen ist der feine, oft selbstironische Humor, der nie ins Klamaukartige kippt. Henri ist kein Held im klassischen Sinne, sondern ein reflektierter, manchmal ratloser Mensch – gerade das macht ihn sympathisch.Auch die Nebenfiguren sind sorgfältig gezeichnet. Felix sorgt mit seiner eigenwilligen, großzügigen Art für humorvolle Momente, ohne zur Karikatur zu werden. Emily bringt eine neue Perspektive in Henris Leben, bleibt dabei jedoch mehr als nur Projektionsfläche. Die Dialoge wirken lebendig und tragen wesentlich zur Dynamik der Geschichte bei.Kleinere Schwächen zeigen sich in einigen Passagen, in denen innere Monologe etwas ausführlich geraten und das Tempo verlangsamen. Manche Entwicklungen sind zudem früh absehbar. Dennoch überwiegt der positive Eindruck deutlich.„Wir Freitagsmänner“ ist ein stiller, kluger Roman über Selbstwahrnehmung, Midlife-Crisis und den Mut zur Veränderung. Er verbindet Leichtigkeit mit Nachdenklichkeit und bleibt dabei stets empathisch gegenüber seinem Protagonisten.

ophelia-liest am 16.02.2026 12:02 Uhr

Mit Humor durch den Wechsel

" Wir Freitagsmänner" von Hans- Georg Raeth ist das männliche Pedant zu den ach so zahlreichen Büchern zum Thema weibliche Wechseljahre.Mit unglaublich viel Humor berichtet er von Henri, der Frauen datet,die jünger sind als seine Kinder , oder Frau denkt,er hätte beim Datingportal ein altes Foto von sich eingestellt. Der Hausarzt sagt,er sei in den Wechseljahren und Felix,Henris bester Freund, überwacht das Tun dank einer Überwachungs- App. Felix beschließt, dank eigener Probleme, dass man praktischerweise erstmal zusammen wohnen könnte. Läuft... Würde ich mal sagen.Mir gefällt die Story richtig gut, habe mich bestens unterhalten gefühlt und es geht mal nicht um weibliche Wechseljahre.Auch Mann durchlebt sie.Hier gibt es keinen erhobenen Zeigefinger, keinen Moralapostel,sondern feine Unterhaltung pur.Ein gelungenes Buch.

island am 24.02.2026 15:02 Uhr

Männer in den Wechseljahren

Bei diesem Roman ist mir direkt das Cover aufgefallen, da es einen Männerkörper mit dem Kopf eines Dachses zeigt. Dass das dazugehörige Hörbuch von Christoph Maria Herbst eingelesen wurde, war ein zusätzlich Indiz für mich, dass mich gute Unterhaltung erwartet.Im Mittelpunkt der Handlung steht Henri, um die 50, der Personalchef bei einer Zeitung und seit einigen Jahren von der Mutter seiner erwachsenen Kinder getrennt ist. Nachdem er von einem Date gesagt bekommt, dass er auf seinem, eigentlich aktuellen, Profilbild jünger aussieht, das eine oder andere gesundheitliche Problem bei ihm auftritt, sein Hausarzt ihm schließlich sogar diagnostiziert, dass er sich in den Wechseljahren befindet, stürzt Henri das in eine leichte Krise. Zudem ist ihm zufällig seine Traumfrau begegnet, die aber anscheinend auf jüngere Männer steht. Aber, er gibt nicht auf. Mehr oder weniger hilfreiche Unterstützung leistet ihm dabei sein bester Freund Felix, der in einer On- und Off-Beziehung mit seiner Ehefrau steckt und vorübergehend dann auch mal Unterschlupf bei Henri sucht.Ich fand den Roman sehr unterhaltsam, weil er beleuchtet, dass nicht nur Frauen Probleme mit dem Älterwerden haben, wobei das Thema nicht bierernst angegangen wird, sondern mit einer ordentlichen Portion Selbstironie auf Seiten von Henri und so einiger skurriler Situationen, insbesondere, wenn Felix beteiligt ist. Die Charaktere sind trotz ihres teils etwas schrulligen, teilweise auch schon übergriffigen Verhaltens liebenswert und der Erzählstil war gut nachvollziehbar und lebendig. Christoph Maria Herbst ist perfekt als Sprecher für dieses Hörbuch geeignet. Seine Vortragsweise passt sehr gut zum Stil der Geschichte. So kann man ihm angenehm zuhören und wird gut unterhalten.

neo-123 am 04.02.2026 09:02 Uhr

Tolles Buch!

Wir Freitagsmänner – Wer wird denn gleich alt werden ist ein humorvoller und zugleich nachdenklicher Roman über Freundschaft, Zusammenhalt und die kleinen Dramen des Alltags. Hans-Gerd Raeth gelingt es, ernste Themen wie das Älterwerden, Veränderungen im Leben und persönliche Herausforderungen mit viel Leichtigkeit und Witz zu erzählen.Der Schreibstil ist flüssig, unterhaltsam und sehr lebendig. Raeth bringt die Charaktere durch Dialoge und Alltagssituationen authentisch zum Leben. Besonders die Freundesgruppe überzeugt durch ihre Individualität, ihre Eigenheiten und den Zusammenhalt, der sich trotz aller Unterschiede zeigt.Das Buch ist interessant für alle, die Geschichten über Freundschaft, Lebensphasen und persönliche Entwicklung schätzen, ohne dass sie zu ernst oder schwer wirken. Wir Freitagsmänner ist warmherzig, humorvoll und reflektiert – eine klare Empfehlung für Leser*innen, die leichte, aber zugleich tiefgründige Geschichten mögen.

kräutert am 24.02.2026 13:02 Uhr

Hab ich gelacht!

Hans Gerd-Raeth hat einen Roman geschrieben, der schon durch sein auffallendes Cover in jedem Bücherregal hervorsticht.In "Wir Freitagsmänner" erzählt Henri aus seinem Leben als Mittvierziger.Neben Scheidungsthema und Dating-Terminen kommt ihm noch sein Hausarzt mit einem Wechseljahresproblem. Doch die Wechseljahre stehen für Henri so gar nicht auf dem Plan. Allerdings, wenn er ehrlich ist, und das ist er, sind die Kreuze auf Dr. Bergers Fragebogen schon berechtigt. Und eine Umstellung der Lebensgewohnheiten steht schon länger auf der To Do Liste. Doch nun wird es dringlich.Ein solch witzig geschriebenes Buch habe ich schon lange nicht mehr in der Hand gehabt.Henri erzählt selbstironisch mit einer realistischen Einschätzung seiner Lebensumstände.Hans-Gerd Raeth schreibt witzig-erfrischende Dialoge über ein Männerleben, wie es im Buche steht.

trompete am 24.02.2026 08:02 Uhr

Humorvoll

Wenn dein Leben eine Woche lang dauert, Montag morgens geboren und Sonntag abends gestorben, wo stehst du dann? Dieser Frage muss sich Henri stellen. Und damit ist nicht das Alter als Zahl gemeint, sondern wie man sich fühlt und was man sich von seinem Leben noch vorstellt. Henri bezeichnet sich selbst als Freitagsmann.Seine Ehe ist geschiedenen seine Affäre beendet. Tinderdates verlaufen schlecht, da er als alt bezeichnet wird. Ist das wirklich so? Dieser Frage geht der Autor in diesem Roman nach. Und das auf eine lockere humoristische Weise. Der Roman ist aus der Sicht von Henri geschrieben, was mir sehr gut gefällt. Ich musste sehr oft beim lesen schmunzeln. Auf dem Cover ist ein Mann mit einem Tierkopf abgebildet der mit einem roten Anzug , lässig die Hände in den Taschen, auf einer Wiese vor einer Reihe von Häusern steht. Obwohl dieses Buch in den Bereich Männerroman fällt, habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen . Es ist sehr Humorvoll und definitiv auch auf Frauen übertragbar mit kleine Unterschieden.

ada2011 am 15.02.2026 09:02 Uhr

Nicht nur ein Männerbuch

Wir Frauen erwarten oft, dass uns die Männer verstehen. Ganz sicher dürfen Männer deshalb wohl auch erwarten, dass wir Frauen sie verstehen wollen, wenigstens hin und wieder, naja ein wenig wenigstens.Ich denke, dazu kann dieses humorige Buch von Hans-Gerd Raeth sicher etwas beitragen. Nicht ganz unerheblich dürfte dabei allerdings auch das Alter der Lesenden sein. Bei Frauen denke ich, sollten ´mindestens 40 Lebensjahre Erfahrung und etwas Gelassenheit, gepaart mit Weisheit Voraussetzung für den Konsum des Buches sein. Bei Männern habe ich hier keine Ahnung.Henri ist der Hauptprotagonist. Er ist Mitte Fünfzig und schlägt sich mit den Männerwechseljahren herum, etwas mehr Gewicht, als guttut, wenig Antrieb, wenig Ziel, wenig Frau. Denn er ist geschieden und hier plagen ihn auch noch Schuldgefühle.Sein Job macht ihm soweit Spaß, seine Hündin auch und die beste Nebenrolle hat sein Freund Felix. So einen Freund wünschte ich meinem Mann auch. Felix geht ihm manchmal ganz schön auf die Nerven, aber er ist einfach immer da, selbst wenn Mann ihn nicht braucht.Der Freitag ist für Henri im Übrigen der Tag, an dem er sich sieht, wenn das Leben eine Woche lang wäre. Hin und wieder deprimiert ihn das ein wenig. Mit Humor und Ehrlichkeit geht er in sich und kommt schließlich zum gleichen Schluss wie sein Arzt und sein Freund Felix – es muss noch etwas kommen und es geht noch was. Und zum Ende gibt es vielleicht ja auch eine neue Liebe, wer weiß?

glückliche am 15.02.2026 17:02 Uhr

Ist denn heute schon Freitag?

Ich bin zwar kein Mann, dennoch haben mich der Titel und der Klappentext angesprochen. Und ich wurde nicht enttäuscht.Der Roman von Hans-Gerd Raeth ist unglaublich leicht, unterhält wunderbar und greift dabei dennoch wichtige Alltagsthemen auf. So geht es um das Älterwerden, um Wechseljahre, Untreue, Trennungen. Es geht aber auch um die Liebe, um Vertrauen und um Freundschaft. Natürlich kommen auch Beruf, Karriere, Work-Life-Balance, Gesundheit und Krankheit vor. Und das alles wunderbar locker und mit einem Humor, der genau der meine ist. Mein Mann ist des Öfteren zusammengezuckt, wenn ich ohne Vorwarnung laut losgelacht oder geprustet habe. Es ist aber alles auch so schön erzählt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.Auch was es mit dem Freitag auf sich hat, ist eine interessante Frage. Lest darüber gern im Buch.Mir haben auch die Vergleiche, die der „Freitagsmann“ Henri, die Hauptperson in der Geschichte, in Richtung der achtziger Jahre anstellt, sehr gefallen. Was hat sich nicht alles verändert in dieser Zeit.Das Buch unterhält nicht nur hervorragend, es lädt auch zum Nachdenken und Reflektieren ein.

wieselkatze am 13.02.2026 18:02 Uhr

Mann in den Wechseljahren ...

Das Cover ist dynamisch und witzig, es macht neugierig. Es passt zu diesem großartigen Roman aus der Sicht eines Mannes in den WechseljahrenWährend Henri die schräge Cindy datet, gewinnt er meine Sympathie - ich fühle sofort mit ihm. Sehr schöne Einführung ins Buch. Auch das Treffen mit seinem besten Freund Felix gefällt mir. Cover, Klappentext und Leseprobe halten, was Autor und Verlag versprechen.Der Schreibstil von Hans-Georg Raeth begeistert mich das gesamte Buch über. Der Autor erzählt eine gute Geschichte mit interessanten und authentischen Figuren, mit eloquenten Dialogen.Sein Hauptprotagonist Henri staunt über sein Älterwerden und die unausweichlichen Konsequenzen, und über die Dinge, die reifen Menschen angedichtet werden. Einerseits steht er diesem Prozess hilflos gegenüber, andererseits zeigt er sich ebenso reflektiert wie tiefgründig, vor allem jedoch macht ihn sein pointierter Humor sympathisch. Auch die Beziehung zu seinem besten Freund Felix bringt mich zum Lachen – ein seltsamer und überaus großzügiger Typ.Und dann ist da noch die Traumfrau.Was passiert, als Henri Emily begegnet, sollten Sie unbedingt selbst lesen!

marionhh am 13.02.2026 14:02 Uhr

Über das Glück in der zweiten Lebenshälfte

Für den Mittfünfziger Henri Albers läuft es gerade nicht so rund. Er hat bei seiner Scheidung nichts behalten außer jeder Menge Schuldgefühle, sein Arzt diagnostiziert Wechseljahre und verordnet eine komplette Lebensumstellung und zu allem Überfluss bekommt sein Bart Löcher. Wird er etwa alt? Als er bei einem missglückten Date zufällig auf seine Traumfrau trifft, setzt er alles daran, sie näher kennen zu lernen. Wie gut, dass sie Life Coach ist! Wenn das mal nicht der perfekte Aufhänger ist, um sich von ihr sein Leben optimieren zu lassen. Leider läuft nicht alles so wie geplant.Herrlicher Roman über einen Mann in den besten Jahren, der die Midlife-Crisis erfolgreich hinter sich gebracht hat und nun Angst hat, aufs Abstellgleis abgeschoben zu werden. Mit wunderbarer Leichtigkeit, aber auch der nötigen Schwermut, nie seicht, sondern sehr tiefgründig und immer empathisch erzählt der Autor von Henri, dem es eigentlich ganz gut geht, der aber nicht komplett immun gegenüber dem allgemein herrschenden Drang zur Selbstoptimierung ist. Da er ein selbstreflektierter Mensch ist, fallen die Salven von außen auf fruchtbaren Boden. Sein Arzt und sein besten Freund Felix verordnen ihm ein gesalzenes Gesundheitsprogramm, seine Frau macht ihm gehörig Schuldgefühle wegen seines Seitensprungs und der Chef im Verlag möchte ihm seinen Job aufs Auge drücken. Alles Dinge, die Henri eher nicht braucht. Schon nützlicher sind die Tipps von Traumfrau und Life Coach Emily, in deren Praxis er sich einschleicht. An sich will er sie nur zu einem Date überreden, aber dann erweisen sich ihre Tipps und Anregungen als ungeheuer hilfreich für sein neues Lebensgefühl. Und so erkennt er, dass er nicht nur ein Freitagsmann ist, sondern je nach dem auch mal ein Mittwochs-, Donnerstags- oder Sonntagsmann sein darf. Der Autor versteht es meisterhaft, in sehr eingängigem, lockerem Stil die alltäglichen Geschehnisse und Gedanken Henris zu erzählen, mit einer guten Prise Humor und immer voller Sympathie mit seinem Helden seine Kümmernisse, Selbstzweifel und Gefühlsausbrüche aufs Trapez zu bringen, ohne ihn zu verurteilen. Durch die Ich-Perspektive kommt man als Leser Henri sehr nah, man lebt mit ihm mit und er wird zu einem guten Freund. Im Laufe des Buches kann man so verfolgen, wie Henri reift, wie er wieder Selbstbewusstsein bekommt und letztlich lernt, was ihm guttut und was nicht. Auch die anderen Figuren sind bestens beschrieben, besonders Henris bester Freund Felix sorgt für einiges Schmunzeln und macht ebenso eine positive Entwicklung wie auch Jenny, Henris Ex, die zum Glück von ihrem nervigen und belehrenden Schuldgefühle-Einreden wegkommt.Ein kurzer Exkurs sei dem Cover gegönnt, das mit leuchtenden Farben und dem Dachskopf sofort ins Auge sticht. Mir gefiel es sehr gut und ich habe länger darüber nachgedacht, was man dem Leser da wohl mitteilen wollte. Henri ist eher kein Frechdachs und auch kein junger Dachs, schon eher ein Meister Grimbart, der mit dem Ergrauen des Bartes langsam, aber sicher seinen Platz im Leben gefunden hat, der aber noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Der Dachs steht symbolisch oft für Selbstentdeckung und persönliche Entwicklung, was in dem Zusammenhang sehr gut zu Henri passt. Fazit: Das mit seinen knapp 290 Seiten eher dünne Buch erweist sich als intensive und zu Herzen gehende Geschichte, die immer kurzweilig und kompakt und bisweilen auch überraschend daherkommt und bis zum einigermaßen hoffnungsvollen Ende bestens unterhält. Henri ging mir ins Herz, ließ mich lachen und schmunzeln und gerührt ein Tränchen verdrücken. Nicht nur für Freitagsmänner ein wunderbarer Roman über Selbstbestimmung und das Schmieden des eigenen Glücks.

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