Playlist der Charaktere

Kleine Feuer überall spielt in den Jahren 1997 und 1998, wie hätte ich da der Versuchung widerstehen können, eine Playlist mit der Musik der 90er zusammenzustellen, zumal ich damit aufgewachsen bin? Jede wichtige Figur in dem Buch hätte völlig andere Musik gehört, deshalb gibt es für jede einen Song, den sie gehört hätte und der ihre Persönlichkeit widergibt. – CELESTE NG

MRS. RICHARDSON



Natürlich braucht Mrs. Richardson einen Song über die Vorstadt – aber nicht irgendeinen beliebigen. In Pleasant Valley Sunday geht es darum, dass das perfekte Leben nicht so perfekt ist, wie es scheint. Zur gleichen Zeit kritisiert der Song Anpassung und Gekünsteltheit … von den Monkeys, einer Band, die extra fürs Fernsehen erfunden wurde. Die diversen Ironieebenen scheppern immer noch durch das halldurchtränkte Ende. (Manche behaupten, in dem Song ginge es um das Eingesperrtsein in einem Irrenhaus – vielleicht ein ganz anderer Kommentar auf das Vorstadtleben.)

MIA



Als ich siebzehn war, spielte ich diesen Song auf meinem Kassettenrekorder im Auto, drehte die Fenster runter und fuhr einfach los. Und genau darum geht es in diesem Song – Jugend, Unbekümmertheit und das berauschende Gefühl, ständig auf Achse zu sein.

PEARL



Ironic ist vielleicht der Alanis-Song, der die 90er Jahre am besten abbildet, aber er ist immer mein Favorit gewesen und trifft Pearl am besten: erschreckend ernst, ein wenig verwirrt und widersprüchlich, trotzdem klug und bemüht, aus allem das Beste zu machen.

IZZY



Die Existenzangst, das Crescendo von resignierter Frustration zum wilden Schrei, das Gebet für eine Revolution: Mir fällt kein Song ein, der Izzy besser spiegelt.

MOODY



Moody hätte Alternative-Rock gefallen, und die Melancholie von Toad the Wet Sprocket wäre genau sein Ding gewesen. Und das Bedauern in diesem Song – »It’s hard to rely on my good intentions« – fängt Moodys Naturell kurz und bündig ein.

Lexie



Partys, Tat oder Wahrheit, einen Filmstar küssen: dieser Song ist eine tolle Mischung aus jugendliche-Unschuld-trifft-aufkeimende-Sexualität und fasst Lexies sonniges, leicht benebeltes Weltbild perfekt zusammen.

TRIP



Für mich ist das ein klassischer Partysong, bei dem man herumhüpft und durchdreht. Er ist herrlich eingängig, genau das, was Trip in seinem Jeep bei offenen Fenstern laut aufgedreht hätte. Auf die Komplexität des Songs und den Inhalt des Textes hätte er vermutlich keinen Gedanken verschwendet und nur den Rhythmus genossen.
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