Spiegel-Bestseller

»Er dachte nicht mehr an das, was hinter ihm lag. Warum auch? Es war getan.«


Ab 21.2.2020

Der zweite Fall für Ex-Polizist Alexander Born


Linus Geschke

Linus Geschke wurde 1970 in Köln geboren und arbeitet als freier Journalist für führende deutsche Magazine und Tageszeitungen, darunter Spiegel Online und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Als begeisterter Taucher verfasst er zudem Tauch- und Reisereportagen, für die er bereits mehrere Journalistenpreise gewonnen hat, unter anderem den „Oman Media Award“.
 
Schon auf der Journalistenschule entwickelte er ein Faible für mysteriöse Verbrechen – seine Abschlussarbeit befasste sich mit der 3. Generation der Roten Armee Fraktion, deren meisten Morde bis heute keinem konkreten Täter zuzuordnen sind. Diesen Reiz verarbeitet er als Schriftsteller jetzt in seinen Krimis und Thrillern: Unaufgeklärte Verbrechen aus der Vergangenheit, die Auswirkungen auf die Gegenwart haben, sind sein Markenzeichen.
 
„Tannenstein“ ist Linus Geschkes Thrillerdebüt – das Buch, von dem er sagt, dass er es „dringender schreiben wollte als jedes andere“. Linus Geschke wohnt in seiner Geburtsstadt Köln, deren Fußballverein er in einer intensiven Hassliebe verbunden ist. Er mag Hunde und tritt Katzen nur mit äußerstem Misstrauen entgegen.
 

»Glatte und eindimensionale Typen langweilen mich.« – Linus Geschke im Interview

Ein gnadenloser Killer und ein krimineller Ex-Cop, der ihm dicht auf den Fersen ist: Linus Geschke hat mit ›Tannenstein‹ einen packenden Actionthriller vorgelegt.

Von Ihrem neuen Buch sagen Sie selbst, dass Sie es »dringend« schreiben wollten. Warum?

Vielleicht weil ›Tannenstein‹ das Buch ist, das ich immer gerne lesen wollte, bei deutschsprachigen Autorinnen und Autoren aber nie gefunden habe. Eine Geschichte über Rache und Moral, die sich so oder so ähnlich tatsächlich abgespielt haben könnte. Kein überkonstruiertes Kammerspiel, kein durchgedrehter Serienkiller, der nach dem Vorbild nordischer Götter mordet. Stattdessen ein Stoff, der die Frage aufwirft, was die Guten alles tun können, bevor sie selbst zu den Bösen werden (eine Antwort darauf habe ich übrigens immer noch nicht gefunden).

Ihr Ermittler ist ein ehemaliger Polizist - kantig und verletzlich zugleich, ein ambivalenter Charakter. Wie ist diese ungewöhnliche Figur entstanden?

Glatte und eindimensionale Typen langweilen mich, der gebrochene Kommissar mit einem Alkoholproblem aber auch. Alexander Born sollte anders sein. Hart und verletzlich. Nach Gerechtigkeit strebend, dabei aber mehr einem eigenen Moralkodex als den Buchstaben des Gesetzes folgend. Jemand, mit dem die Leser leiden, der aber gleichzeitig die Grenzen des Erlaubten immer weiter verschiebt.

»Der Mensch ist ein Produkt seiner Vergangenheit« lautet ein Zitat aus Ihrem Thriller. Ist das auch Ihre Überzeugung?

Ich denke schon. Wir sind, was wir sind, aufgrund der Entscheidungen, die wir in unserem Leben getroffen haben. Die Gene spielen
dabei gewiss eine Rolle, aber nicht die entscheidende. Am Ende des Tages ist jeder Mensch ein Produkt seiner Erfahrungen und der daraus gewählten Handlungsweisen. Vielleicht ist dies die Quintessenz dessen, was uns vom Tier unterscheidet.

Sie leben in Köln. ›Tannenstein‹ spielt in einem Dorf nahe der tschechischen Grenze, aber auch in Berlin, dessen pulsierendes Leben
Sie wunderbar einfangen. Was verbindet Sie mit Deutschlands Hauptstadt?


Berlin ist großartig - die einzige wirkliche Weltstadt Deutschlands. Gleichzeitig ist diese Stadt aber auch ambivalent. Betörend und ab-stoßend, dreckig und voller Schönheit. Eine bessere Kulisse hätte ich mir nicht wünschen können.
 
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