Mit feinem Gespür und großer Intensität erschafft Ronja von Rönne ein Mosaik über Liebe als Behauptung und Wahrheit als Konstrukt.
23,00 €
(0,00 € / )
lieferbar
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 3-5 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Details
Sie zerstört. Sie rettet. Sie fehlt. Sie macht aus Opfern Täter: die Liebe, die Lüge.
Alles Liebe
»Ronja von Rönne hat mit ›Alles Liebe‹ den vielleicht coolsten Roman des Sommers geschrieben.« Laura Hertreiter, DIE ZEIT
»Mit ihrem neuen Roman ist Ronja von Rönne der große Wurf geglückt: ›Alles Liebe‹ ist unterhaltsam, grausam und zwingend.« Arno Frank, DER SPIEGEL
»Mehr als dieses Nachdenken, das einen lange nach der Lektüre begleitet, kann Literatur kaum erreichen.« Marie-Luise Goldmann, Die Welt
Mit feinem Gespür und großer Intensität erschafft Ronja von Rönne ein Mosaik über Liebe als Behauptung und Wahrheit als Konstrukt.
Laura hat schon als Kind verstanden, wie Mitleid funktioniert. Barbara füllt ihr leeres Haus mit Versandhauskatalogen und einem Mann, den es nicht gibt. Heike sitzt seit dreißig Jahren in einem Haus, das ihrer Schwiegermutter gehört, und träumt von einem Garten, den sie nie haben wird. Christina verkleinert mit ihrer Kunst die Welt, weil sie sie sonst nicht aushält.
»Ein Buch, von dem man sich wünscht, dass es nie zu Ende geht.« Betterov
»Ronja von Rönne schreibt einfach umwerfend.« Katja Riemann
Bibliografische Daten
4. Auflage
Autor*innen
Ronja von Rönne
Ronja von Rönne, geboren 1992, ist Schriftstellerin, Journalistin und Moderatorin. 2015 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Von 2017 bis 2022 moderierte sie auf ›Arte‹ die Sendung ›Streetphilosophy‹. Ab Herbst 2023 ist sie in dem neuen Format ›Unhappy‹ zu sehen. Sie schreibt für ›Die Zeit‹ und ›Zeit Online‹. Ihr Roman ›Ende in Sicht‹ wurde zum von der Kritik gefeierten Bestseller.
Pressematerialien
Leserstimmen
1 - 10 von 108 Leserstimme
Scheinwelten
Zum Buch: Fünf Kurzgeschichten über ein Mädchen und drei Frauen, die sich ihr Leben zurechtträumen. Da ist z.B. Laura, die die Krebserkrankung ihrer besten Freundin nimmt, um im Mittelpunkt zu stehen. Oder Barbara, der Kind palliativ behandelt wird und sie sich einen Katalogmann erträumt. Dann gibt es noch Heike, die im Haus ihrer Schwiegermutter von einem eigenen Garten träumt ...Meine Meinung: Ich bin kein Fan von Kurzgeschichten, aber von denen hätte ich auch nicht mehr ertragen. Was die Frauen erleben, hat mich tief berührt. Was sie allesamt gemeinsam hatten, sie träumen sich in ein schöneres, besseres Leben. Mehr schein als sein. Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil, ich konnte gut mit den Frauen mitfühlen und ich konnte es doch tatsächlich auch nachvollziehen, warum die Frauen so handelten und warum sie schwer wieder aus diesem Teufelskreis rauskamen. Sehr berührend, aber auch unterhaltsam. So mag sogar ich Kurzgeschichten.
Kurzgeschichten
Lauras Freundin hat Krebs und plötzlich ist Laura im Mittelpunkt. Diesen wieder zu verlassen fällt ihr schwer.Barbara hat ihr Kind überlebt und füllt nun die Leere mit einem Versandhauskatalog-Mann. Heike wünscht sich einen Garten, sitzt aber im Haus ihrer Schwiegermutter fest.Christina hat ihre Kunst, die sie am Leben hält.Alle Frauen haben aber eins gemeinsam, sie machen sich die Welt ein bisschen, wie sie ihnen gefällt und finden schwer wieder zurück.Fünf Kurzgeschichten, jede für sich absolut Lesenswert und irgendwie miteinander verbandelt, haben mich sehr berührt. Ein Kind hat Krebs, eins stirbt und so geht es immer weiter. Nicht leicht zu lesen, normal so gar nicht mein Genre, aber die Autorin versteht zu unterhalten. Trotz der Schwere des Themas. Vielleicht ist es ganz gut, übet seinen Tellerrand zu schaurn. Mich hat es unterhalten und zum Nachdenken angeregt.
Liebe oder doch die Abwesenheit von Liebe
Ronja von Rönne erzählt fünf Geschichten, in denen es um Liebe geht. In jeder Geschichte wird die Liebe auf eine andere Art und Weise betrachtet und beleuchtet, manchmal (oder häufig) auch die Abwesenheit von Liebe. Oder wird da die Liebe zu sich selbst porträtiert? Die Geschichten sind alle miteinander auf die eine oder andere Art verknüpft, was mich positiv überrascht hat, da ich das an Kurzgeschichten sehr gerne mag. Die Geschichten fand ich sehr unterhaltsam, einige haben mich traurig und wütend zurückgelassen. Keine der Geschichten war eine glückliche, daher ist es auf jeden Fall kein feel-good-buch über Liebe. Die letzte Geschichte hätte meiner Meinung nach auf jeden Fall eine Triggerwarnung gebraucht, da diese mich echt aus dem Nichts erwischt hat, war aber trotzdem top.Ein tolles Buch über komplizierte und unterschiedliche Liebe
Liebe und Lüge
Alles Liebe ist ein scharf beobachteter, moderner Erzählband über Selbsttäuschung, Sehnsucht und die fragile Konstruktion von Identität. Fünf lose verbundene Geschichten zeigen Menschen, die sich in Ersatzwelten flüchten, weil die Realität zu schmerzhaft, zu laut oder zu enttäuschend ist. Im Zentrum stehen Figuren, die sich in Geschichten verheddern, die sie selbst erfinden. Diese Menschen lügen nicht aus Bosheit, sondern aus Notwendigkeit: die erfunden Geschichten sind Schutzräume - und Fallen zugleich.Die Grundidee gefällt mir, ist interessant und neuartig. Allerdings ist mir der Roman phasenweise zu deprimierend und negativ geschrieben. Ich konnte ihn nicht am Stück lesen. Das Buch fängt sehr stark an, die erste Geschichte ist klasse geschrieben und hat mich am meisten beeindruckt. Zwischendurch fiel es mir manchmal schwer, das Interesse zu halten. Das Ende hat dann aber wieder den Roman abgerundet.
Facetten der Liebe
Ronja von Rönnes Buch „Alles Liebe“ bietet eine interessante und lesenswerte Lektüre. Das Werk ist im Grunde wie eine Sammlung einzelner, ineinandergreifender Geschichten aufgebaut. Bei vielen dieser Episoden ertappt man sich beim Lesen dabei, dass man gerne noch mehr erfahren und wissen möchte, wie es mit den Figuren weitergeht.Die Autorin nähert sich dem Thema Liebe von sehr unterschiedlichen Seiten. Das Buch zeigt Liebe in vielen Facetten, scheut sich aber auch nicht davor, die damit verbundenen Abgründe zu beleuchten. Es geht um Beziehungen mit Ecken und Kanten, um Verletzungen und schwierige Dynamiken. Dadurch wirken die Charaktere und ihre Handlungen oft nah am echten Leben.Insgesamt ist es eine Sammlung, die zum Nachdenken anregt und einen Blick auf die komplexen und manchmal schmerzhaften Seiten des menschlichen Miteinanders wirft.
Lebenslügen
Lebenslügen5 Kurzgeschichten, die mit "Alles Liebe" überschrieben sind, aber mit Liebe wenig zu tun haben. Zumindest ist das mein Eindruck.Laura, Barbara Heike, Fedor und Mattis versuchen mehr oder weniger erfolgreich mit Lügen die Anerkennung oder Liebe ihrer Mitmenschen zu erhalten. Auch wenn es erst nicht den Anschein hat, hängen alle Geschichten irgendwie zusammen. Ich hatte mir unter dem Buchtitel vorgestellt, "echte" Liebesgeschichten lesen zu dürfen. Ich habe dann aber bei den ersten Seiten festgestellt, dass es hier wohl eher um die Suche nach Liebe geht bzw. um das was darunter verstanden wird. Und um diese "Liebe" zu erhalten, verfallen die Protagonisten auf die merkwürdigsten Ideen, die meiner Meinung nach eher Verzweiflungstaten ähneln. Und obwohl die Protagonisten mit ihrer Strategie scheitern, wenden sie ihre Taktik an anderer Stelle wieder an.Ronja von Rönne schildert sehr anschaulich und eindringlich die Gefühle dieser fünf Menschen und ihre Beweggründe für ihr Handeln. Ich kann kein Verständnis für deren Vorgehen entwickeln, nur Mitleid. Aber interessant ist es zu beobachten wie erfindungsreich Menschen sein können um etwas zu erreichen. Mir haben nicht nur die Kurzgeschichten gut gefallen, sondern auch das ungewöhnliche Nachwort der Autorin, das auf keinen Fall ausgelassen werden sollte.
Macht nachdenklich!
"Alles Liebe" ist ein Episodenroman mit fünf kurzen Geschichten von Menschen, die sich mit kleinen Alltagslügen behelfen. Doch manche dieser Notlügen verselbständigen sich, werden zu kapitalen Lebenslügen.Da ist zum Beispiel die Schülerin Laura, die sich durch Lügen interessanter machen will. Oder die verwaiste Mutter Barbara, die sich in eine Scheinwelt flüchtet und sich das Leben schöner lügt.Für einige der Menschen konnte ich leicht Mitgefühl und Verständnis aufbringen, das Verhalten anderer löste bei mir dagegen leichtes Entsetzen und auch Abneigung aus.Faszinierend ist dabei: die Geschichte wirkt zunächst sehr fragmentiert, doch irgendwann versteht man wie die Ausschnitte zusammenhängen und wo sich die Wege der Menschen kreuzen.Das Buch lebt von den leisen Zwischentönen, lässt durch den abrupten Wechsel zwischen den Kurzgeschichten auch gerne mal etwas offen. Es hat mich zum Nachdenken angeregt, bis zum welchem Punkt Lügen moralisch vertretbar sind und wo ich die Grenze setzen würde.Fazit: klug konstruiert und voller authentischer Figuren!
Besonders und ganz anders als erwartet
Ich hatte nicht allzu viele Erwartungen an das Buch und ich wurde total überrascht. Die 5 einzelnen Geschichten waren berührend, man konnte sich so gut in viele Protagonisten und Protagonistinnen hineinfühlen und die Erzählweise und der Schreibstil sind clever gewählt und sehr gut zu lesen. Dabei sind die Geschichten ganz unterschiedlich - manche einfach traurig oder schön und manche zeigen einfach die Abgründe des Menschen und irritieren oder verstören sogar etwas. Manchmal hätte ich mir doch irgendwie gewünscht, die Geschichten würden noch weiter gehen und wir würden noch mehr erfahren. Insgesamt kann man das Buch sehr schnell lesen und sich entweder noch weiter mit den Geschichten und Charakteren beschäftigen oder direkt in die nächste Geschichte überspringen. Alles in allem empfehle ich das Buch auf jeden Fall gerne weiter.
Tragikomische Geschichten von der Liebe
Ronja von Rönnes „Alles Liebe“ versammelt mehrere Geschichten über gescheiterte Beziehungen, unerfüllte Sehnsüchte und die oft erstaunlichen Wege, auf denen Menschen nach Nähe suchen. Die einzelnen Erzählstränge sind eigenständig, aber locker miteinander verbunden. Sie alle kreisen weniger um romantische Lieb, sondern mehr um Selbsttäuschung, Hinterlist und Einsamkeit.Ronja von Rönne stattet ihre Figuren mit schrägen Charakterzügen aus. Manche lügen, um Aufmerksamkeit zu bekommen, andere erfinden sich selbst neu oder halten an einer längst zerbrochenen Beziehung fest. Dabei kippen die Geschichten immer ins Tragische. „Alles Liebe“ ist ein kluges, böses und unterhaltsames Buch über Menschen, die an der Liebe scheitern, und darüber, wie unsere Gesellschaft an eine romantische Zweierbeziehung glaub.
Liebe ist manchmal wie Schluckauf.
»Die meisten Menschen sind ein Leben lang in Beziehungen und lieben einander ab und zu, manchmal ein bisschen, spontan gar nicht, dann wieder mehr, aber für sie war es nun eindeutig. Da waren keine Zweifel. Sie liebte ihn nicht mehr. […] Sie hasste ihn auch nicht. Alle Gefühle ihm gegenüber waren einfach weg, wie ein Schluckauf, der plötzlich verschwindet.« Christina (165) Das kann nur Ronja von Rönne: Liebe mit Schluckauf vergleichen. Und wie gut sie das kann 😮💨 In »ALLES LIEBE« schreibt Ronja von Rönne von den Momenten, in denen Menschen sich entscheiden und entscheiden müssen. Ob das immer die richtige Entscheidung ist, bleibt dabei wertoffen, wird einfach menschlich beschrieben: Wir sind Menschen, wir lieben, wir leben und wir entscheiden uns. Zunächst wirken die Kapitel wie eigenständige Kurzgeschichten. Erst nach und nach entfaltet sich daraus ein Roman – und genau darin liegt für mich Ronja von Rönnes große erzählerische Kunst.Nichtsdestotrotz waren einige Teile des Romans gar nicht mal so einfach zu lesen. Das Lesen fühlt sich an wie eine Shaktimat: unbequem, manchmal schmerzhaft – und gerade deshalb möchte man nicht aufhören. Ein Roman, der unbequem ist, der verschiedene Perspektiven zeigt und unsere moralischen Vorstellungen und Empathie fordert. Am sympathischsten war mir Christina, wie sie anfängt für sich selbst einzustehen und ihren Weg zu gehen. »Wie sagt man jemandem, dass man ihn nicht mehr liebt? Vielleicht genauso, wie man zum ersten Mal wIch liebe dich« sagt. Spontan, ohne Anlass …« (166) Ronja von Rönne erzählt nicht von DER großen Liebe und DER einen Wahrheit – sondern davon, wie kompliziert das Leben und die Liebe sein kann. I LIKE! Große Empfehlung für Ronja von Rönne’s Schreiben und neustem Roman ❤️🩹
Veranstaltungen & Medientermine
Ludwig-Erhard Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
Ein Gespräch mit Tom Kraushaar, Michael Krüger, Susanne Schüssler und Ronja von Rönne
Ludwig-Erhard Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
Neuer Graben 78
44139 Dortmund
Pressestimmen
Liebeskummer fühlt sich oft an, als würde plötzlich alles im eigenen Leben infrage stehen. (...) Gen...au an diesem Punkt setzt der neue Roman ›Alles Liebe‹ von Ronja von Rönne an – er spricht die Momente aus, in denen es weh tut, und nimmt gleichzeitig die Schwere nicht ganz so ernst, dass man daran zerbricht mehr weniger
Nadine Rehm, 26.08.2026
Einer der Romane dieses Sommers.
Stella Birkey, 20.07.2026
Mit ihrem neuen Roman ist Ronja von Rönne der große Wurf geglückt: ›Alles Liebe‹ ist unterhaltsam, g...rausam und zwingend. mehr weniger
Arno Frank, 10.07.2026
›Alles Liebe‹ ist „für alle, die schon mal unter der Liebe gelitten haben“, so die Autorin Ronja von... Rönne. (…) Intensiv und leicht, böse und komisch. mehr weniger
09.07.2026
Je weiter man liest, desto atemloser verfolgt man die zart ausgelegten Fäden, die Rönne mit gemächli...cher Coolness und kunstvollem Geschick zu einem großen Ganzen verspinnt. mehr weniger
Marie-Luise Goldmann, 05.07.2026
›Alles Liebe‹ zählt zu den coolsten Büchern des Sommers, ehrlich.
Laura Hertreiter, 02.07.2026
Ronja von Rönnes Buch ist unterhaltsam, spannend, böse und tragisch. Ihre Geschichten entlarven unse...re auf Selbstbetrug, eitlen Schein und brutale Aufmerksamkeitsökonomie angelegte Gesellschaft, die oft die Falschen belohnt. Gott sei Dank aber hält das Buch auch Trost und Genugtuung bereit. mehr weniger
01.07.2026
Zuweilen erinnert ›Alles Liebe‹ an ›Sommerhaus, später‹, Judith Hermanns bedeutenden Erzählband von ...1998. Wegen ähnlicher Lebenswelten und Figuren, aber auch wegen der präzisen Psychologie und der ausgekühlten Sprache, die in Kontrast zu einer oft verstörenden Handlung steht. mehr weniger
Linus Schöpfer, 28.06.2026