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Agneta entdeckt die bunten Farben des Lebens

Bonjour Agneta

Agneta reicht es. Sie ist 49 und fühlt sich, als ob das Leben an ihr vorbeizieht. Ihre Kinder melden sich nur, wenn sie Geld brauchen, für die Kollegen ist sie unsichtbar und ihren Mann Magnus sieht sie neuerdings nur noch in Radlershorts oder Neoprenanzug. Weißbrot, Käse, Wein – strengstens VERBOTEN. Also alles, was Agneta liebt – und seit Neuestem hinter dem Kühlschrank versteckt. 

Wenn man sich einfach ins Leben fallen lässt: Emma Hamberg gelingt ein leichtes Buch über eine Heldin, die sich neu erfindet. 

Als sie eines Tages eine seltsame Zeitungsanzeige entdeckt, fasst sie einen Entschluss. Kurz darauf findet Agneta sich in einem malerischen Städtchen in der Provence wieder.Es beginnt ein Abenteuer, in dem sie endlich die Liebe zu sich selbst entdeckt – und vielleicht auch die zu einem anderen Mann.

»Bissig, witzig, voller Lebenslust: Agneta muss man einfach lieben!« Femina

Bibliografische Daten

EUR 17,00 [DE] – EUR 17,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-26386-3
Erscheinungsdatum: 16.05.2024
6. Auflage
416 Seiten
Format : 13,6 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn
Autor*innenporträt

Emma Hamberg

Emma Hamberg ist Autorin, Illustratorin und Drehbuchautorin und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Töchtern in Schweden. Ihre lebensbejahenden Romane werden von den Leserinnen geliebt und führen in ihrem Heimatland regelmäßig die Spitze der Bestsellerliste an.

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Übersetzer*innenporträt

Wibke Kuhn

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128 von 128 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.62 von 5 Sternen


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13 - 10 von 128 Leserstimme

ginger am 21.04.2024 20:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Befreiung auf Französisch

Agneta ist 49 Jahre alt, steckt in einer Ehe fest, die ihr zunehmend fremd wird. Zumindest ihr Mann. Während Magnus als Gesundheitsapostel in Neopren versucht, ihr Leben zu kontrollieren (inklusive dem Verzicht auf Wein, Käse und jegliche Art von Weissmehlgenuss), sucht sie für eben jene Dinge ein Versteck und geniesst dann heimlich.Als sie eine Anzeige in der Zeitung entdeckt, dass ein schwedischer Jungen in der französischen Provence Hilfe brauche, entschliesst sie sich zu gehen. Einar ist zwar kein Junge mehr, sondern ein achtzigjähriger Mann mit Demenz. Trotzdem braucht er Hilfe. Und wird zu Agnetas besten Freund.Unterhaltsam und liebevoll überzogen, so werden die Charaktere beschrieben. Demenz und auch Homosexualität sind ernste Themen, aber auch hier ist die Autorin mit Herz dabei. Und mit einer grossen Portion französischer Lebensfreude.

ranke am 21.04.2024 17:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Überraschend

Das Buch Agneta hat mich etwas überrascht, da es nicht so vorhersehbar weiterging, wie ich es nach der Leseprobe angenommen hatte.Das Cover ist hübsch, es zeigt eine farbenfroh gekleidete rothaarige Frau ohne Gesicht, die vermutlich gerade auf einer Schaukel sitzt. Es wirkt lebhaft und fröhlich.Anders als die 49 jährige Agneta, die sich von ihrem Mann Magnus innerlich immer weiter entfernt hat. Die Kinder sind aus dem Haus, Agneta fühlt sich schüchtern und unsichtbar - ihr Mann dagegen flüchtet sich in Sport und gesundes Essen. Agneta träumt von Käse, Schokolade, Chips und Rotwein.Und was ist mit ihrer Libido?Die Leseprobe war leicht und lustig. Mit dem weiteren Verlauf der Story habe ich persönlich leichte Probleme.Eine gute Idee von Agneta, sich aufgrund einer Stellenanzeige für eine vermeintliche Au-Pair-Stelle, einfach auf den Weg in ein südfranzösisches Dorf zu machen.Sie soll dort jedoch keinen Jungen, sondern den älteren, dementen Einar betreuen, der seit Jahrzehnten in einem ehemaligen Kloster lebt und homosexuell ist.Der Rest der Geschichte ist teils herzerwärmend und teils etwas grotesk.Das war irgendwie nicht mein Ding, weil es so übertrieben war.Aber das ist leider mein persönlicher Eindruck und sollte jeder Leser oder eher Leserin selber beurteilen.

mil am 21.04.2024 17:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Von der Hausfrau zur Lavendelfrau

Agneta ist kurz vor 50 und mit ihrem Leben unzufrieden. Die Kinder sind aus dem Haus, ihr Mann interessiert sich für gesunde Ernährung, Sport und Vögel – aber gar nicht mehr für Agneta. Ihr Beruf ist ihr zu langweilig und golfen möchte sie auch nicht. Da kommt das Angebot aus dem kleinen französischen Dorf gerade recht.Das Buch wird von Agneta selbst erzählt. Sie berichtet sehr reflektiert, witzig und auch selbstironisch von ihrem Leben und ihren Gedanken. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Agneta ist sehr sympathisch, sodass ich gut mit ihr mitfühlen konnte. Die Figuren sind sehr lebensnah dargestellt. Der Kontrast zwischen ihrem Mann Magnus und dem savoir vivre der französischen Dorfbewohner ist frappierend. Die Darstellung der Ehe von Agneta und Magnus ist sehr realistisch gelungen. Man kann sich gut vorstellen, wie sie sich in unterschiedliche Richtungen verändert haben oder eigentlich schon immer so waren. Keinen trifft so richtig die Schuld, aber sie sind eben nicht (mehr) kompatibel. Das Dorf Saint Carelle wird so gut beschrieben, dass man es sich bildlich vorstellen kann. Es wirkt sehr malerisch und vielleicht etwas verfärbt durch ihre rosa Brille, wie die Ich-Erzählerin zugibt.Es ist schön, Agnetas Entwicklung von der unzufriedenen Hausfrau zur lebenslustigen Lavendelfrau zu begleiten. Aus Selbstironie und ein bisschen Selbsthass wird Selbstliebe. Wie die anderen Figuren, zweifelt sie an sich selbst und wirkt durchgehend menschlich und authentisch. Auch Einar ist ein toller Charakter. Die Mischung aus Verwirrtheit und liebem Mitbewohner ist gut ausgearbeitet. An seinen guten Tagen spritzt er vor Elan und hat viele tiefgründige Lebensweisheiten aus seiner bewegten Vergangenheit zu teilen. Agneta findet in Saint Carelle eine neue Heimat und in Einar einen Seelenverwandten völlig ohne romantische Verwicklungen. Ein tolles Buch, das ich sehr gern gelesen habe und auch gern weiterempfehle.

pusteblümchen am 21.04.2024 16:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Neuanfang

Die 49-jährige Agneta hat irgendwie den Absprung in ihr eigenes Leben verpasst. Die Kinder sind groß und melden sich nur noch, wenn sie etwas wollen und ihr Mann Magnus und sie haben sich auseinanderentwickelt. Ihr Leben ist langweilig und leer. Als Agneta eine etwas fragwürdige private Kleinanzeige entdeckt, eine Annonce von dem älteren Jungen in Frankreich, der Hilfe benötigt, lässt sie sich auf das Abenteuer ein und reist nach Frankreich. Damit beschreitet Agneta ein völlig neues Terrain und gibt ihrem Leben eine Wendung.In dem Buch steckt viel Wahrheit. Jeder weiß wie schnell sich das Leben in eingefahrenen Bahnen befindet aus denen man sich nur schwer befreien kann. Agneta hat den Mut und lässt sich auf etwas Neues ein. Mit einer Menge Witz, Ironie und Sarkasmus dürfen wir die Protagonistin auf ihrem Weg begleiten und mit ihr interessante Menschen und Orte kennenlernen.Es ist ein Roman aus dem Leben, mit Licht- und Schattenseiten, gelungenen Schauplätze und authentischen Charakteren. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und das nicht nur für gelangweilte Frauen in den mittleren Jahren, sondern für alle die das Leben, Frankreich, Neuanfänge, Umbrüche und Veränderungen lieben.

zebra am 20.04.2024 18:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Erstaunlich leichtfüßig erzählt

In letzter Zeit scheinen sich die Bücher über Frauen um die 50 zu häufen, „Bonjour Agneta“ ist eines von ihnen – allerdings ein interessantes Exemplar, was am Schreibstil der Autorin liegt, doch der Reihe nach. Die Geschichte handelt von Agneta, einer Ehefrau und Mutter, kurz vor der 50er-Schwelle, deren Mann Magnus auf den Ernährungs- und Fitnesstrip eingeschwenkt ist. Agneta existiert sie vor sich hin, als Geldgeber für die Kinder, wenig freudvoll. Und weil Magnus es ernst meint, ist auch Agneta in seinen strengen Ernährungsplan eingebunden, womit ihr auch noch die letzte Freude vermiest wird. Aber sie weiß sich zu helfen, bis sie letztlich sogar Reißaus nimmt, nach Frankreich, wo sie in einer Bäckerei die gesamte Auslage zu kaufen scheint … doch größer noch als die Essensumstellung ist die Veränderung, die mit Agneta selbst vorgeht …Mehr muss man über die Geschichte nicht wissen, denn was sie ausmacht, ist ihr Tonfall: Erzählt aus Agnetas Perspektive, die in einem herrlich lapidar-komischen, teils aber auch nachdenklichen Ton erzählt, was um sie und in ihr vorgeht. Das liest sich schlicht gut weg. Es geht um verpasste Chancen, verpasstes Leben, aber auch das Leben wie es ist, es geht um Partnerschaft, um Selbstverwirklichung (hier aber nicht zur Selbstoptimierung), um Liebe, um Entwicklung. Zwar wirkt das alles leicht, doch Emma Hamberg macht nicht den Fehler, ihre Protagonistin nicht auch an ihrem Ausbruch, sich selbst und ihrer Entwicklung zweifeln zu lassen, sodass die Geschichte authentisch wirkt. Ein erstaunlich leichtfüßig erzähltes Buch über die Liebe zu sich selbst.

p.keim am 17.04.2024 10:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

so ist das Leben

Schon das Cover mit den markanten Farben verspricht Esprit. So findet man sich direkt in der Szene einer längst nicht mehr erfüllenden Ehe, in welcher sich die Protagonistin und ihr Mann sich in zwei nicht kompatible Richtungen entwickelt haben. In der "Ich"-Form beschreibt die Hauptfigur Agneta mit einer Portion Sarkasmus und Selbstironie den Zustand. Wie wird sie sich aus dieser eingefahrenen Ehe befreien? Wird sie ihren eigenen Weg finden und dadurch ihr Glück finden? Der spritzige Schreibstil der Autorin lassen authentische Figuren lebendig werden, die einem selbst tag-täglich begegnen können. Fast jeder kennt Ehen, die eingefahren sind und mit unterschiedlichen Persönlichkeitsentwicklungen der Partner sich eigentlich einer großen Herausforderung stellen könnte... oder einer, besser gesagt in diesem Fall eine Betroffene bricht aus und sucht sich einen neuen Weg.

easymarkt3 am 16.04.2024 16:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Libido, Demenz und Homosexualität – tragisch.

Das Cover zeigt partiell eine junge Frau, sommerlich gekleidet und auf einer Schaukel schwingend – vielleicht nicht 100 % optimal ausgesucht für den Buchinhalt, denn die Hauptperson Agneta Strömberg ist bereits 49 Jahre alt, sowohl Im beruflichen als auch im privaten Umfeld äußerst unzufrieden. Wegen dieser Leere in ihrem Leben öffnet sie sich einem unerwarteten Abenteuer, in dem sie schließlich zu sich selbst im Äußeren und Inneren findet. Thematisiert werden schwierige Themen wie Libido, Demenz und Homosexualität. Die Szenarien spielen in Sollentuna, Schweden und in Saint Carelle, Avignon und Nîmes in der Provence. Frankreich. Der Charme und die Liebenswürdigkeit der Franzosen sowie ihr Savoir vivre, die Kunst, das Leben zu genießen, kommt voll zum Tragen. Die Beschreibung des Dorflebens und des Klosters in Saint Carelle als künstlerische Wohnstätte des dementen, homosexuellen, alten Schweden Einar ist gelungen. Historische Fakten wie z.B. das klassische Straßenradrennen für Profis und Amateure Paris–Brest–Paris oder Stiere zur Volksbelustigung auf dem Marktplatz in diesem Teil von Südfrankreich gefallen ebenso wie die künstlerische Einflechtung des Malers Jacob Jordaens und seinem Akt (dem Gemälde König Kandaules von Lydien zeigt seine Frau Gyges) , um die Verwandlung und das neue Lebensgefühl von Agneta als Lavendelfrau zu verdeutlichen. Interessant als dazu kontrastierende Lebenseinstellung ist auch das Gesetz von Jante, Moses Zehn Geboten nachgebildet, das als Verhaltenskodex sozialer Spielregeln im skandinavischen Kulturraum verstanden wird. Agnetas Finden des Seelenverwandten in Einar stellt das tiefgehende Thema des Romans dar, dargeboten in teils humorvollem, teils tiefsinnigem Schreibstil.

Isabell am 29.03.2024 10:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bonjour Agneta

Ich habe das Buch auf der Leipziger Buchmesse erhalten und mich sehr gefreut. Schon das ansprechende Cover sagt: lies mich! Und daher war es nun nach der Buchmesse das erste Buch, welches ich mit vornahm. Ein wirklich schön und unterhaltsam zu lesender Roman, der viel Selbsterkenntnispotential mitbringt. Und jetzt würde ich gern ewig mit Agneta bei Einar in der Provence verweilen und den zweien beim philosophischen Essen Gesellschaft leisten. Aber nun muss ich erstmal schauen, wann und wie ich mal in die Provence komme. ☺️

P.S. Ganz klare Empfehlung von mir!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

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Eine charmante Reise nach Frankreich.

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