Cainstorm Island – Der Gejagte
Zwischen dem reichen Asaria und dem verarmten Cainstorm Island lässt sich der junge Kämpfer Emilio dazu überreden, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Ob das eine gute Idee war?
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Cainstorm Island – Der Gejagte
»Meine Zuschauer lieben die Gefahr. Zumindest, wenn ich sie erlebe und sie durch meine Augen dabei zuschauen dürfen.«
Emilios Welt ist geteilt. Auf der einen Seite das reiche Asaria. Auf der anderen Seite Cainstorm Island, überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen. Dort kämpft der 17-Jährige, umgeben von brutalen Gangs, gegen die Schulden seiner Familie. Eines Tages spricht ihn ein Mitarbeiter von Eyevision an und bietet Emilio einen Deal. Emilio willigt ein, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Dieser Chip ist an seinen Sehnerv angeschlossen und überträgt jeden Tag eine halbe Stunde lang, was Emilio sieht. Seine Videos, waghalsige Kletter- und Trainsurf-Aktionen, kommen an, die Zuschauerzahlen steigen langsam. Bis sein Leben eine unvorhergesehene Wendung nimmt: Emilio gerät in das Gebiet einer Gang und tötet einen der Anführer in Notwehr. Live und auf Sendung. Das Video verbreitet sich rasend schnell und Emilio wird zum Gejagten. Und zwar nicht nur von der Gang, sondern auch von Eyevision, die sehr eigene Pläne mit Emilio haben.
Bibliografische Daten
1. Auflage
2 - 10 von 93 Leserstimme
Super spannend und toll geschrieben
MeinungIch habe es schon ein wenig geahnt, als ich gesehen habe dass der Titel Cainstorm Island einen Untertitel hat. Denn mit "Der Gejagte" ist die Geschichte noch nicht beendet. Es ist erst der Anfang und endet unheimlich gemein. Tatsächlich fühlt es sich auch nicht nach einem Ende an. Es ist einfach vorbei. Ich würde am liebsten sofort weiter lesen, ich will wissen wie es nun weiter gehen wird!Gerade an dieser Stelle das Buch zu beenden. Wirklich fies, das würde ich eindeutig einen Cliffhanger nennen. Zum Glück habe ich keine Probleme mit diesen. Es ist ärgerlich nicht weiterlesen zu können, aber die Geschichte war trotzdem wirklich toll. Also auch wenn ihr keine Cliffhanger mögt, gebt dem Buch eine Chance und wartet wenn nötig einfach auf Band 2!Cainstorm Island war ein unheimlich spannendes Buch, dass zu keiner Sekunde beim Lesen langweilig wurde. Es führt direkt an in die menschlichen Abgründe, zeigt die Spanne zwischen arm und reich, und die Auswirkungen von zu viel Macht für Einzelne. Gleichzeitig zeigt es uns wahre Freundschaft und Zusammenhalt, aber auch was Geld eigentlich anrichten kann. Ob nun bei den eh schon reichen, oder wenn man nichts mehr zu verlieren hat. Was ist ein Leben wert? Hat ein Mensch das Recht, über ein anderen zu bestimmen? Über Leben und tot zu bestimmen? Menschen in Gefahr zu bringen, nur damit man noch mehr Geld bekommt? Dieses Buch ist nicht nur spannend, sondern zeigt auch wichtige Ding auf. Was passiert, wenn man sich über andere stellt und meint, das manche Leben wichtiger seien als andere. Aber auch, dass es Perfektion nicht gibt. Dass niemand ein Recht hat, Menschen einfach auszusortieren, nur weil sie in irgendeiner Art anders sind und nicht in anderer Leute System passen. Leute die so denken, bei denen läuft gewaltig was falsch. Denn seien wir ehrlich: Es kann immer irgendwas passieren und schon sind diese Menschen am Ende die, die selbst nicht mehr rein passen. Und vor allem zeigt es, dass nicht jeder Mensch tatsächlich auch menschlich ist, und was Rache eigentlich auslöst.Die Figuren sind wirklich toll und lebensnah geschrieben. Ich konnte sehr mit ihnen mitfiebern, konnte die Beweggründe verstehen und habe vor allem viel für Emilio, dem Protagonisten übrig. Er ist ein wirklich toller Charakter. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band, denn nach diesem Ende verspricht er mindestens genau so spannend zu sein, wie schon dieser hier. Kurz und KnappInsgesamt würde ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Die Spannung, die Geschichte, die Hintergründe und das gesamte Setting. Es ist wirklich rundum gelungen und hat mir sehr gefallen. Es ist einfach etwas, dass einen Anstoß zum Nachdenken geben könnte. Und selbst wenn es das bei manchen nicht tut, wird es sicher unterhalten. Denn toll geschrieben ist diese Geschichte auf jeden Fall!Ich hoffe trotzdem, dass es einigen einen Denkanstoß geben wird, denn niemand hat das Recht Menschen auszusortieren oder sich über andere zu stellen und deren Leben zu steuern. Und wie ich schon sagte, niemand ist perfekt. Nicht in dem Buch und nicht in der Realität. ein tolles Leseerlebnis!
total spannend
Dieser Jugend-Thriller hat einfach alle meine Erwartungen erfüllt und manche sogar übertroffen. Ich konnte beinahe nicht aufhören das Buch zu lesen und hatte es wie nichts ausgelesen, weil es so fesselnd war. Wer spannende, gutgeschriebene Unterhaltung möchte, ist mit diesem Buch genau richtig.Die Idee für dieses Buch ist einfach genial und wird mit einem Spannungsmoment nach dem anderen umgesetzt. Eigentlich muss man nach jedem Kapitel sofort weiterlesen, weil es wieder mit einer Überraschung endet, durchatmen kann man wirklich nur selten.Emilio hat dazu eingewilligt, durch einen Chip in seinem Gehirn, jeden Tag eine halbe Stunde zu filmen – und zwar das, was er durch seine Augen sieht. Für die reichen Leute aus Asaria ein netter Zeitvertreib, der ihm aus dem verarmten Cainstorm Island viel Geld einbringen kann. Doch dann filmt er, wie er in Notwehr einen Gang-Anführer tötet. Damit ist die Jagd auf ihn eröffnet und Asaria zwingt ihn, weiter auf Sendung zu bleiben…Allein diese Idee hat mich schon fasziniert, aber die Umsetzung toppt einfach nochmal alles. Die Welt, die die Autorin kreiert hat, fand ich sehr spannend und gerade durch die Touren von Emilio super gut beschrieben, ich habe richtig vor Augen, wie Milescaleras aussehen soll. Die Idee, dass es eine reiche Gesellschaft gibt, die sich die Armen vom Leib hält, ist zwar nicht neu, aber hier einfach super interpretiert worden. Emilio ist ein Charakter, mit dem man sich schnell identifizieren kann, weil er für sich und seine Familie kämpft.Die Sprache ist für einen Jugendroman einfach perfekt, eher einfach, aber dadurch fliegt man nur so durch die Geschichte und kann sich dem Tempo der Verfolgungsjagden und anderen Schlagabtauschen perfekt anpassen.Wie könnte es anders sein, ist die Geschichte zwar in sich abgeschlossen, endet aber trotzdem mit einem Cliffhanger. Ich hoffe einfach, dass uns Marie Golien nicht zu lange auf die Fortsetzung warten lässt.Ich habe an diesem Buch wirklich überhaupt nichts auszusetzen und empfehle es jedem herzlich weiter.
Zu viel gewollt
Emilio lebt in einer geteilten Welt. Auf der einen Seite gibt es das reiche Asaria. Hier leben die Menschen im Wohlstand und Luxus. Emilio lebt auf Cainstorm Island. Die Menschen kämpfen ums überleben und gleichzeitig werden sie von brutalen Gangs beherrscht. Um seine Familie finanziell zu unterstützen lässt sich Emilio einen Chip einpflanzen und überträgt somit alles von ihm Gesehene für seine Zuschauer. So auch einen Mord an einem Gangmitglied, denn er aus Selbstverteidigung begeht. Emilio muss nun versuchen, vor der Rache der Gangs zu fliehen.Das Buch hat mich leider nicht komplett überzeugen können. Es wollte auf den gut 330 zu viele Storylines erzählen, die sich meiner Ansicht nach immer wieder wiederholten. Das Buch ist für Leser ab 13 Jahren geeignet. Vermutlich bin ich da mit Ende 20 nicht mehr ganz die passende Zielgruppe.
Fiction versus Reality
Eine tolle Buchidee, passend zu der heutigen Computerspielwelt (nicht, dass ich da viel Erfahrung hätte, aber es geht schon starkt in eine simulierte Welt).Die zukünftige Welt, in der das Buch spielt, ist zweigeteilt. Es gibt den reichen Teil Asaria und das verarmte, zurückgebliebene Cainstorm, in das Menschen zweiter Wahl abgeschoben worden sind oder auch noch immer abgeschoben werden. In Asaria darf nur leben, wer keine Behinderung hat, nicht auffällig wird oder sonst in irgend einer Weise aus der Norm fällt.Emilio ist bereits auf Cainstorm geboren und hat mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder schlimme Zeiten durchlebt. Sein Stiefvater hat ihnen ein Dach über den Kopf gegeben und durch Zufall wird ein Asarianer auf Emilio aufmerksam als dieser auf dem Zug mitfährt anstatt wie alle anderen drinnen. Er bietet an für eine ordentliche Entschädigung einen Chip in Emilios Kopf zu setzen, der einmal am Tag live im Internet sendet. Emilio muss nur dafür sorgen möglichst viele Zuschauer zu bekommen. Das funktioniert leider nur zu gut als er aus Versehen einen Bandenchef tötet... Die wilde Jagd beginnt. Emilio muss flüchten, doch wohin auf einer Insel und mit einer Videokamera ausgerüstet, die einmal am Tag zeigt wo er ist?Wirklich gut und kurzweilig geschrieben. Von der Grundidee ein bisschen was von den Hunger Games, aber nicht schlecht.
Eine wilde Jagd auf Cainstorm Island
Der in ärmlichen Verhältnissen aufwachsende Emilio arbeitet für Eyevision, einer millionenschweren Firma auf einem anderen wohlhabenden Kontinent, indem er sich einen Chip implantieren lässt und täglich waghalsige Aktionen durch seine Augen filmt. Doch eines Tages gerät er durch unglückliche Geschehnisse in eine tödliche Auseinandersetzung, die für den Gegner mit dem Tod endet, und das während seine Zuschauer alles miterleben. Unglücklicherweise ist der Tote ein hochangesehenes Mitglied einer gefährlichen Gang. Damit beginnt eine gefährliche und rasante Jagd über den Kontinent Cainstorm Island, angeheizt durch Eyevision und den abenteuerhungrigen Zuschauern. Kann Emilio dieses Spiel auf Leben und Tod überstehen?Zuallererst muss ich gestehen, dass mich die Idee mit dem Filmen von Ereignissen durch die Augen eines Menschen sofort gecatched und neugierig gemacht hat. Es gibt viele dystopische Erzählungen mit hochentwickelten Technologien, doch so etwas wie in diesem Buch habe ich bisher nicht gelesen. Zu Beginn wird man schnell mitten in das Geschehen reingeworfen und ehe man sich versieht, hat Emilio auch schon den wahrscheinlichst größten und folgenschwersten Fehler seines Lebens begangen. Ab dann verfolgte ich die Geschehnisse mit zunehmender Spannung, da so viele weitere Handlungsstränge möglich waren und auf eine spannende und rasante Verfolgung hindeuteten. Mit vielen Entwicklungen, gerade auch die Anreize durch Eyevision, habe ich so nicht gerechnet und war immer wieder erstaunt wie diese verliefen und welch unerwartete Wendungen auftraten.Die Hauptcharaktere, Emilio und seine neuen Freunde, auf Cainstorm Island konnten mich für sich gewinnen und durch die Ungleichheit zwischen den Kontinenten waren die Wut und der Hass leicht nachzuvollziehen. Emilio ist ein aufrichtiger junger Mann, der lediglich seiner Familie helfen wollte, und durch unglückliche Umstände sich und sie in Gefahr bringt. Er steht für seine Liebsten ein und würde bis zum Äußersten gehen, Hauptsache sie sind in Sicherheit. Diesen Mut und diese Willenskraft haben mich beeindruckt und seine Charakterstärke eindrucksvoll dargestellt. Fantastisch fand ich die Thematik und di Reflexionsansätze zur Nutzung der neu entwickelten Technologien und wie diese das Leben entscheidend beeinflussen und prägen. Hier wird dies anhand eines Negativbeispiels dargestellt und scharf kritisiert, welche Gefahren bestehen wenn man bewusst die Kontrolle und eigene Entscheidungsfreiheit über sein Leben durch unberechenbare technologische Errungenschaften mit ungeahnten Konsequenzen an Dritte abgibt.Das Worldbuilding wird leider nur angerissen und in aller Kürze dargestellt. Da habe ich mir mehr gewünscht, da nur ein oberflächlicher Vergleich zwischen den Kontinenten und ein kurzer Einblick in die historischen Entwicklungen gegeben wird. Da es sich allerdings um eine Reihe handelt, gehe ich davon aus, dass noch mehr Informationen dazu gegeben werden.Das Ende schließt mit einer Art Cliffhanger ab, wenngleich ich den Eindruck hatte, dass die Geschichte einfach mitten in einer Handlung abbricht, sodass mir der Abschluss nicht ganz rund und wie ein richtiges Ende erschien. Das ist zwar unerheblich für die Geschichte und weckt die Neugier auf den nächsten Band, aber für mich wirkte es nicht wie ein passendes Ende.Fazit: Eine actionreiche, aufregende und brutale Jagd, die überraschende Wendungen bereithält und die Gefahren neuer Technologien darstellt, wenn diese aus niederen Profitgründen schamlos ausgenutzt werden.
Auf Leben und Tod
Der Jugendliche Emilio lebt in einer geteilten Welt: Er wohnt auf der völlig übervölkerten Insel Cainstorm Island, die von Armut und Gewalt geprägt ist. Unerreichbar für ihn wie für alle anderen Bewohner dieser Insel ist das reiche Asaria. Emilio arbeitet für Eyevision, eine asarianische Firma: Über einen Chip in seinem Kopf wird jeden Tag eine halbe Stunde übertragen, was Emilio sieht – er soll für den nötigen Nervenkitzel sorgen. Als er dabei in Notwehr den Anführer einer Gang tötet, beginnt die Jagd auf ihn: Die Gangmitglieder wollen ihn dafür töten, während Eyevision mit dieser Geschichte auf Quote geht. Nicht nur Emilio, sondern auch seine Familie und seine Freunde geraten in Lebensgefahr…Anfangs noch wie im leichten Geplänkel, zieht die Geschichte schnell an Tempo an, so dass der Leser unversehens in der rasanten Jagd auf Emilio drinsteckt, der um sein Leben (und das seiner Familie) befürchten muss. Mich hat vor allem die Detailgenauigkeit dieser Welt erstaunt, in der die Autorin Marie Golien ihre Geschichte spielen lässt, aber auch der zugespitzte Verlauf der Erzählung mit immer wieder überraschenden Wendungen. So gerät das Buch schnell zu einem Pageturner, bei dem man mit Emilio mitfiebert. Während der Fokus vor allem auf die gnadenlose und fast aussichtslose Hetzjagd auf Emilio bleibt, gelingt es der Autorin dennoch im Auge zu behalten, wie die Medienfirma Emilios Leben ohne Skrupel verheizt zu Gunsten der Quote. Dieser Seitenhieb ist einfach nur gelungen!Mit diesem Buch ist der Autorin ein guter Einstieg in eine Dystopie gelungen, die den Leser von Anfang bis Ende fesselt und mitreißt. Dafür vergebe ich alle fünf möglichen Sterne und empfehle das Buch unbedingt weiter. Klar bin ich bei der Fortsetzung unbedingt mit dabei!
Eine virtuelle Jagt beginnt
Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Die Idee hinter dem Buch hat mich echt begeistert. Die Charaktere werden gut beschrieben und man kann sich gut in den Hauptcharakter Emilio hineinversetzten. Auch die Orte werden super beschrieben. Sowohl in der Reichen Welt als auch in den Slums gibt es Vor- und Nachteile. Die Idee von Eyevision ist interessant und gleichzeitig irgendwie schrecklich. Man ist immer Neugier was Emilio erlebt und fiebert mit. Dieses Buch beschreibt teilweise sehr gut die heutige Welt. Es geht um Klicks und Reichweite und was man tun muss um diese zu erreichen. Es wird wunderbar sowohl die Vor- als auch die Nachteile beschrieben. Mehr als einmal frage ich mich: Würde ich auch gerne einen Chip tragen, würde ich nur zuschauen wollen, oder würde es mich nicht interessieren, wenn es sowas wirklich geben würde? Mir hat das Buch wirklich gefallen und ich kann es jedem weiter empfehlen dem auch "NERVE - Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen" gefallen hat.
Für ein selbstbestimmtes Leben
Der siebzehnjährige Emilio lebt auf Cainstorm Island. Einer überbevölkerten, von Armut geprägten Insel, in der Hand von Gangs. Auf der anderen Seite des Meeres befindet sich das Festland: Asaria ist das genaue Gegenteil. Reich, technologisch ganz weit vorn und in der Hand des Unternehmens Eyevision. Der Name ist Programm, wer bei Eyevision mitmacht, bekommt einen Chip in den Kopf implantiert und sendet jeden Tag eine halbe Stunde lang, die Welt durch seine Augen. Emilio trägt so einen Chip, seine waghalsigen Kletteraktionen kommen beim asarianischen Publikum an, bis er in Notwehr ein Gangmitglied tötet. Von da an ist er nicht nur vor der Gang auf der Flucht, denn Eyevision hat keine Skrupel alles für Zuschauerzahlen zu tun.Stellenweise merkt man es „Cainstorm Island – Der Gejagte“ an, dass Autorin Marie Golien als Spieleentwicklerin arbeitet. Die rasante Handlung erinnert teilweise an Jump’n’Run Sequenzen aus Action-Adventurespielen. Dazu passend ist das Erzähltempo entsprechend hoch und lässt dem Leser kaum Atempause, nichtsdestotrotz bleibt genug Zeit für die Beschreibung von Emilios Welt und Charakterentwicklungen. Die Handlung ist leicht verständlich und nachvollziehbar, allerdings liegt der Fokus eindeutig auf den Figuren und der Botschaft des Inhalts.Marie Golien beschreibt in „Cainstorm Island – Der Gejagte“ eine dystopische Welt, in der die negativen Effekte technischer Möglichkeiten und Sensationslust sehr deutlich werden. Zwar ist es in unserer Welt (bisher noch) nicht möglich, Chips in Köpfe zu verpflanzen, die Schaulust ist bei vielen aber durchaus vorhanden und manchmal geht vielleicht auch die Einschätzung, ob etwas real oder gestellt ist, verloren. Insofern greift die Geschichte ein wichtiges Thema auf. Auch wenn die Handlung in einer fiktiven Welt spielt, lassen sich die im Roman beschriebenen technischen Möglichkeiten problemlos in unsere Welt übertragen und regen dadurch gründlich zum Nachdenken an.
Brutal und faszinierend
Dieses Buch für Jugendliche fasziniert durch sein Tempo, die tolle Geschichte und die sympathi-schen Figuren. Ich war wirklich neugierig und auch gespannt, ob ich dieses Buch mag, da ich schon lange aus der eigentlichen Zielgruppe heraus bin. Dennoch muss ich sagen, dass mich das Buch quasi von der ersten Seite an begeistert und mitgerissen hat und ich es fast in einem Rutsch gelesen habe. Die Autorin Marie Golien weiß, wie man jugendliche und auch ältere Leser begeistert und mitreißt. Schon auf den ersten Seiten schlägt sie ein hohes Tempo an und der Leser springt mit dem jungen Emilio durch seine Welt. Er liebt auf der chaotischen und armen Cainstorm Island. Um Geld zu verdienen und die Schulden seiner Familie reduzieren zu können, hat er sich einen Chip einpflan-zen lassen, der mit seinem Sehnerv verbunden ist und täglich eine halbe Stunde live sendet. Dann wird er angegriffen und tötet in Gegenwehr den Boss einer gefährlichen Bande. Ab da ist nichts mehr wie es war und jeder, der Emilio kennt und mag, ist in Gefahr. Am meisten natürlich seine Familie...Auf seiner rasanten und gefährlichen Flucht erfährt der Jugendliche, was Freundschaft und Zu-sammenhalt bedeuten und wie gefährlich die Armut ist, wenn beispielsweise Bekannte oder Nach-barn ihn wegen ein paar Münzen verraten. Ein tolles Buch mit beeindruckenden Protagonisten, die sehr detailreich und klar gezeichnet sind. Man kann sich die Cainstorm Island mit den vielen Menschen, den dreckigen Gassen, dem Müll, dem Gestank und der Trostlosigkeit gut vorstellen – gleichzeitig schimmern da aber Freundschaft, Familie, Treue, Zusammenhalt und vieles mehr durch die Ritzen der Megacity. Einfach wunderbar und schön zu lesen. Ich freue mich auf den nächsten Teil dieser Reihe!
Now you see me..
Ich muss sagen, ich bin ein bisschen ratlos. Ratlos, weil ich gerne in meinen Rezensionen auch einen etwas kritischeren Blick auf das Werk werfe. Bei "Cainstorm Island - Der Gejagte" war dies für mich wirklich nicht einfach.Marie Goliens Still erschien mir schlicht beschreibend - ambivalent also. Und genau so empfinde ich dieses faszinierende Buch - ambivalent.Ich mag Emilios Wesen und mag es doch irgendwie auch nicht. Ich mag seine Freunde, aber leider fehlt mir ein kleines bisschen etwas von ihnen.Cainstorm Island ist für mich ein Auftakt, der mir viel bietet: viele Charaktere, viel Story, viel Realistisches, viel Setting, viel viel eben.Ich schrieb zu Beginn, das mit der kritische Blick hierauf mitunter sehr schwerfiel und doch sehe ich dieses Buch als äußerst ambivalent an.Warum?Ganz einfach, ich bin mir noch nicht sicher, ob mir eine Fortsetzung von Cainstorm Island gefallen würde, oder ich lieber meine eigenen Gedanken ein Ende malen lassen möchte!
Pressestimmen
Ein atemloses Lesevergnügen, das die wichtigen Fragen unserer Science Fiction-reifen Welt auf sehr u...nterhaltsame Weise neu stellt. mehr weniger
Jana Magdanz, 15.06.2021
Eine rasante Dystopie über die Instagramisierung einer gespaltenen Welt.
Wieland Freund, 29.06.2019
Einfach richtig spannend!
Lisa Reim
Dieser Thriller lässt einen nicht los.
Jeder, unabhängig von Geschlecht oder bevorzugten Genres, kann und sollte dieses Buch lesen, da es w...irklich für jeden etwas bereit hält. mehr weniger
Verena Caspers
Alle, die Fan von Dystopien sind, sollten bei ›Cainstorm Island‹ zugreifen. Eine klare Leseempfehlun...g. mehr weniger
Florian Wende
Der Autorin ist es meisterhaft gelungen, beeindruckende Figuren und eine düstere, beklemmende Szener...ie zu entwerfen, die Leser*innen dennoch faszinieren wird. mehr weniger
Christa Robbers, 09.08.2021
Ich habe selten ein Buch erlebt, das so fesselnd geschrieben ist.
Sonja Hackel, 10.08.2019
Man ist beim Lesen total gefesselt und fühlt sich in die Welt hineinversetzt.
24.06.2019