Das Leuchten vergangener Sterne

Roman

Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die junge Nina Winter von München nach Sevilla. Dabei gerät Nina zwischen die Fronten zweier rivalisierender Männer, die bereit sind, mit allen Mitteln für ihr Ziel und um Ninas Herz zu kämpfen.

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Leben kann gefährlich sein – manchmal auch die Liebe
Das Leuchten vergangener Sterne

Frühling in Andalusien. Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die junge Nina Winter von München nach Sevilla. Für einen wichtigen Großkunden soll die erfolgreiche Unternehmensberaterin die Seriosität einer archäologischen Ausgrabung prüfen. Grabungsleiter ist der so attraktive wie eigenwillige Dr. Taran Sternberg, der sich mit Leib und Seele der Wissenschaft verschrieben hat. Ist er wirklich einem sensationellen phönizischen Goldschatz auf der Spur? Und welche gefährliche Rolle spielt dabei der zwielichtige Archäologe Orlando Torres? Nina gerät zwischen die Fronten der rivalisierenden Männer, die bereit sind, mit allen Mitteln für ihr Ziel und um Ninas Herz zu kämpfen.

Bibliografische Daten
EUR 12,99 [DE]
ISBN: 978-3-423-44585-6
Erscheinungsdatum: 15.07.2022
1. Auflage
480 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Rena Fischer

Rena Fischer lebte und arbeitete einige Jahre in Irland und Spanien, bevor sie anfing, Bücher zu schreiben. Auf Reisen kommen ihr immer die besten Schreibideen. Ganz besonders schlägt ihr Herz für die unendlichen Weiten der schottischen Highlands. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.

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04.08.2022 10:08 Uhr
Auf den Spuren der Vergangenheit

Da für mich das Buch -Das Lied der Wölfe- ein absolutes Highlight war, habe ich sehnsüchtig auf diese Neuerscheinung von Rena Fischer gewartet. Das bildgewaltige Cover passt von der Gestaltung sehr gut ins südländische Andalusien und zur Story. Ein nicht gerade üblicher Auftrag führt die junge Unternehmensberaterin Nina Winter nach Sevilla, sie soll für einen wichtigen Kunden die Erfolgsaussichten einer Ausgrabungsstätte bewerten, welche er finanziell unterstützen möchte. So trifft Nina, ganz sachliche Geschäftsfrau, auf den bodenständigen Ausgrabungsleiter Taran Steinberg, dessen Leidenschaft von Kindheit an die Herkunft und Vergangenheit archäologischer Funde ist. Im ersten Moment treffen hier zwei Welten aufeinander, so dass die beiden immer ein wenig aneinander reiben. Noch verzwickter wird das Ganze, als der als Gutachter eingesetzte Archäologe Orlando Torres zu ihnen stößt. Ganz offensichtlich vertreten die beiden Männer unterschiedliche Standpunkte, was die Wissenschaft angeht. Taran, immer in Angst, ob seine Anstellung verlängert wird und lediglich einem Verdienst, der ihn gerade so über die Runden bringt, liebt es sich selbst die Hände schmutzig zu machen auf der Suche nach den Spuren der Vergangenheit. Orlando, im schicken Anzug, mit Porsche und schickem Haus scheint mit ganz anderen Dingen sein Geld zu machen. Sein gehobener Lebensstil kann keineswegs durch die Erstellung von Gefälligkeitsgutachten unterhalten werden. Doch er hüllt sich in Schweigen. Die beiden geraten in einen regelrechten Machtkampf, nicht nur was die wissenschaftlichen Aspekte angeht, auch in Bezug auf Nina, zu der sich beide hingezogen fühlen. Anfangs genießt Nina die Aufmerksamkeit Orlandos, den Besuch nobler Restaurants und Abende in angesagten Clubs. Doch nach einer Motorradrundreise mit Taran zu den Highlights von Andalusien beginnt sie dessen Liebe und Leidenschaft zur Vergangenheit zu verstehen und entdeckt ihre Gefühle für ihn. Doch Orlando gibt sich nicht einfach geschlagen und fährt nunmehr ganz andere Geschütze auf, die Gefahr und Kriminalität mit sich bringen. Genau wie Nina hatte ich mit Archäologie bisher gar nichts zu tun. Ich hielt sie für eine trockene und teilweise langweilige Wissenschaft. Durch Tarans leidenschaftliche Schilderungen und die bildhaften, perfekten Erklärungen von Rena Fischer, die hier extrem viel Recherche betrieben hat, konnte auch ich mich für die Vergangenheit begeistern. Der Nachthimmel über den Ruinen einer Palaststadt bei Cordoba war einfach fantastisch und der Ausblick von einem Hügel auf das nächtliche Granada atemberaubend. Nach diesen Erlebnissen ist Nina klar, dass sie alles daran setzen wird um Taran zu unterstützen. Sie findet Gefallen am freien Leben, ohne beruflich in ein starres Korsett gezwängt zu werden. Neben einer Liebesgeschichte und dem interessanten Thema Archäologie hat die Autorin ihr Augenmerk sehr auf die Kindheit und Familiengeschichte der beiden Protagonisten Taran und Orlando gelegt. Mit Hilfe ihrer gedanklichen Rückblenden habe ich viele Dinge erfahren, die mir deren Handlungen und Meinungen verständlicher machten. Da die Informationen zu den Charakteren nur häppchenweise bekannt werden, nimmt die Geschichte immer wieder überraschende Wendungen und gestaltet sich in der zweiten Hälfte extrem spannend. Ein unterhaltsames Buch, welches ich sehr gerne weiterempfehlen möchte. Mein Fazit: Die Autorin hat mir eine unterhaltsame Liebesgeschichte mit kleinen Wirrungen vor einer malerischen Kulisse bereitet. Vielen Dank auch für den gelungenen Einblick in die Archäologie. Zu gerne würde ich gleich meinen Koffer packen um auf den Spuren der Phönizier durch Andalusien wandeln. Die erstellten Charaktere sind interessant und mit Ecken und Kanten. Auch die Nebencharaktere Ramón, Sofia und Jennifer hatten mich schnell für sich gewonnen. Liebe Rena Fischer, ich danke Dir für diese leidenschaftliche literarische Reise in die Vergangenheit und die vergnüglichen Lesestunden.

27.07.2022 10:07 Uhr
Eine spannend-romantische Reise in die Welt der Archäologie

Wie es mir gefallen hat: Auch wenn mich schon die anderen Bücher von Rena Fischer interessiert haben und eines auch schon im Regal auf mich wartet, war „Das Leuchten vergangener Sterne" mein erster Roman aus ihrer Feder. Das schon auf dem Cover wunderschön in Szene gesetzte Andalusien-Setting hat mich sofort gereizt, zumal ich selbst noch nie in Spanien war, aber schon immer gern mal hinwollte. In die Handlung fließen viele tolle Geheimtipps und Infos zu Land und Leuten mit ein, was zwar hier und da das Tempo ein wenig drosselt, aber mir trotzdem gut gefallen hat. Obwohl es sich um entspannende Unterhaltungslektüre handelt, würde ich sagen, dass das Buch zu den anspruchsvollen seiner Art gehört. Es wird detailreich erzählt und eine große Bandbreite von Themen kommen zum Tragen: Neben den Einblicken in die Welt der Archäologie geht es auch um Kriminalität in Spanien, um Kindheitsprägungen, Familienkonflikte und die Prioritätensetzung im Leben. Besonders spannend sind auch die Fragen, die zum beruflichen Weg aufgeworfen werden: Was ist einem am und im Job am wichtigsten? Mit welcher Haltung arbeitet man und welchen Unterschied kann das machen, auch in Bezug auf die eigene Persönlichkeitsentwicklung? Während der Einstieg ins Buch noch recht informativ und von der Spannung her eher gemäßigt daherkommt, spitzen sich die weit in die Vergangenheit der drei Hauptfiguren reichenden Verwicklungen mit fortschreitender Handlung immer weiter zu und man wartet gespannt, zu welchem Ende all das finden wird. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz und fügt sich gut ins Geschehen ein, statt es komplett zu bestimmen. Der Konkurrenzkampf zwischen Orlando und Taran wird mitunter sehr kontrastreich und amüsant – und vielleicht sogar gefährlich. Dass die Geschichte aus den Er-/Sie-Perspektiven aller drei Hauptfiguren erzählt wird, fand ich großartig. Hier sind Rena Fischer drei authentische, eigene Stimmen gelungen, die ein explosives Zusammenspiel ergeben. Die Auflösung des Hauptkonflikts ist zwar einer glücklichen Fügung geschuldet, aber nichtsdestotrotz ein passender und vor allem unerwarteter Abschluss. In einem Satz: „Das Leuchten vergangener Sterne" ist ein äußerst vielseitiger Roman: Spannendes Wissen über die Archäologie verbindet sich mit Liebe, Spannung und nachdenkenswerten Lebensfragen – definitiv zu empfehlen! 4,5 Sterne