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Pünktlich zum 60. Geburtstag: Das neue Meisterwerk von Kevin Brooks

Deathland Dogs

Die Deathlands. Eine öde Wüste, die von wolfsähnlichen Hunden – den Deathland Dogs - beherrscht wird.

Das Nomansland am Rande der Deathlands. Hier leben die wenigen verbliebenen Clans, die um die kargen Ressourcen streiten.

Jeet ist ein sogenanntes »Dogchild«: Aufgewachsen bei den Deathland Dogs, lebt er seit einigen Jahren wieder unter den Menschen. Doch immer noch sind die Deathland Dogs für ihn seine eigentliche Familie, ihre Instinkte schlummern weiterhin in ihm. Als es zum Kampf zwischen seinen Leuten und dem benachbarten Clan der Dau kommt, soll Jeet sich mittels seiner als »Dogchild« erworbenen Fähigkeiten in die Siedlung der Dau einschleusen. Sein Auftrag: Material für den bevorstehenden Kampf sicherzustellen. Dadurch gerät er unversehens ins Zentrum des Konflikts und ist sich seines Lebens nicht mehr sicher. Doch für eine Flucht ist es bereits zu spät…

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43544-4
Erscheinungsdatum: 22.03.2019
1. Auflage
560 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem britischen Englisch von Uwe-Michael Gutzschhahn
Lesealter ab 14
Autor*innenporträt

Kevin Brooks

Kevin Brooks, geboren 1959, wuchs in einem kleinen Ort namens Pinhoe in Südengland auf. Nach seinem Studium verdiente er sein Geld mit Gelegenheitsjobs. Seit dem überwältigenden Erfolg seines Debütromans ›Martyn Pig‹ widmet er sich ganz dem Schreiben. Für seine Arbeiten wurde er mit renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. mehrfach mit dem ›Deutschen Jugendliteraturpreis‹ sowie der ›Carnegie Medal‹ für ›Bunker Diary‹. Er schreibt auch Thriller für Erwachsene.

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Übersetzer*innenporträt

Uwe-Michael Gutzschhahn

Uwe-Michael Gutzschhahn, geboren 1952, studierte Anglistik und Germanistik und schloss sein Studium mit der Promotion ab. Er war viele Jahre als programmverantwortlicher Lektor in diversen Verlagen tätig und lebt heute als Autor, Übersetzer, Herausgeber und freier Lektor in Cuxhaven. Seine Bücher wurden vielfach prämiert, für sein Gesamtwerk als Übersetzer erhielt er den Deutschen Jugendliteraturpreis.

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34 von 34 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.26 von 5 Sternen


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3 - 10 von 34 Leserstimme

pusteblume85 am 17.03.2019 16:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Weltuntergangsszenario!

Die Welt nach dem "Weltuntergang"! Jeet ist ein "Dogchild". Er ist von den wolfsähnlichen Hunden, den Deathland Dogs aufgezogen worden, nachdem er von seiner leiblichen Mutter getrennt wurde. Von seinem Onkel wird er sozusagen resozialisiert und lebt nun wieder unter Menschen.In dieser neuen Welt geht es einzig ums Überleben. Es kommt aus diesem Grund regelmäßig zu Kämpfen gegen die gegnerischen Dau. Ein Jugendbuch voller Action und Abenteuer. Mitreißend und fesselnd geschrieben. Der Schreibstil ist locker und leicht verständlich.Allerdings ist es sehr brutal und blutrünstig, daher würde ich es eher für etwas ältere Jugendliche empfehlen. Aber dadurch eignet es sich auch ausgezeichnet für Erwachsene.

hundeliebhaberin am 16.03.2019 14:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Sehr gelungene, düstere Dystopie

Kevin Brooks konnte mich in Jugendjahren regelmäßig mit seinen Romanen fesseln und mich begeistert. Dementsprechend freudig habe ich "Deathland Dogs" entgegengeblickt und wurde nicht enttäuscht.Da der Roman in einer Zukunft spielt, in der nur wenige Menschen lesen und schreiben können, wurden in der deutschen Übersetzung auf Kommas und Anführungszeichen in der wörtlichen Rede verzichtet. Für mich stellte das keinerlei Einschränkungen beim Lesen dar.Jeet wurde als Baby von den Deathland Dogs entführt und später von den Menschen rehumanisiert. Er ist ein sogenanntes Hundskind. Mit seinen besonderen Fähigkeiten, die auf seinem Instinkt und seiner schnellen Reaktionsfähigkeit gründen, soll er sich in das verfeindete Lager der Dau einschleichen. Sein Auftrag besteht darin, wichtige Gegenstände für die bevorstehende große Schlacht zu besorgen.Kevin Brooks konnte mich, wie nicht anders von ihm erwartet, von der ersten Seite an mit seinem Schreibstil und dem Spannungsbogen an Jeet und seine Geschichte fesseln. Die dystopische Welt ist verständlich dargestellt, die Schwierigkeiten und Nöte, mit denen jeder Clan kämpfen muss, sind anschaulich beschrieben.Während der Plot sich hauptsächlich um Jeets Auftrag und die bevorstehende Schlacht dreht, entfaltet der Autor komplexe Sachverhälte, Beziehungen, Intrigen und Machtaffären, die in die Handlung hineinspielen.Zwischendurch gab es einige Längen. Im Gesamten konnte mich Kevin Brooks jedoch mitreißen, in die dystopische Welt einführen, die Abenteuer von Chola Se und Jeet mitverfolgen und atemlos, dem Spannungsbogen folgend, bis zur letzten Seite die Handlung verfolgen.

misery3103 am 14.03.2019 20:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Eine gefährliche Welt

Jeet bekommt von seinem Anführer die Aufgabe, die Geschichte seines Volkes aufzuschreiben, da er einer der wenigen ist, die lesen und schreiben können. Und Jeet erinnert sich … an seine Kindheit, die er als sogenanntes Dogchild bei den Deathland Dogs verbrachte, bevor er rehumanisiert wurde und wieder in der Welt der Menschen landete. Doch das Volk ist gefährdet. Es gibt kaum Nahrung und auch das Wasser wird knapp. Doch vor den Toren der Stadt lauern die Dau und die Deathlands und so wird das Überleben immer schwerer.Da die Geschichte von einem Volk erzählt, in dem wenige Leute lesen und schreiben können, ist das Original einfach geschrieben. Im Deutschen ließ man die Kommas weg, was mich auf den ersten Seiten des Buches ein wenig störte, aber im Verlauf der Geschichte immer weniger störte. Die Geschichte an sich ist spannend erzählt und Jeet ist faszinierend und seine Vergangenheit sehr interessant. Das Leben in der Stadt ist schwierig und die Verzweiflung der Leute mit Händen greifbar. Dazu kommt, dass Jeet sich durch seine Zuneigung zu dem falschen Mädchen in Gefahr bringt, was die Geschichte noch einmal spannender macht.Mir hat die Welt, in der Jeet lebt, sehr gut gefallen. Es gibt monströse Tiere, die die Menschen bedrohen, die Gefahren, die außerhalb der Mauern lauern, jeder frisst jeden und alles greift die Menschen an. Das ist spannend und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Ein Jugendroman, der anders ist, aber sehr spannend. Gut!

lauragoller am 12.03.2019 19:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Endzeit-Thriller

Dieses Buch hat mit umgehauen! Ein absoluter Pageturner. Ein Endzeit-Thriller der ohne viel Tamtam auskommt und einen sofort in den Bann zieht. Jeet der im Herzen halb Mensch, halb Hund ist. Der sich in ähnlich geartetes Mädchen Chola Se verliebt. Menschen die am Ende und am Rand der Zivilisation ums überleben kämpfen. Sie werden bekriegt von anderen Menschen, anstatt Zusammenhalt herrscht ein bitterer Kampf. Jeet der viel mehr Sinne durch das Zusammenleben mit den Deathland Dogs entwickelt hat und noch immer in Verbindung mit ihnen steht. Der Autor benutzt einen eigenwilligen modernen Schreibstil, der sich hervorragend liest. Die Buchvorlage würde sich gut verfilmen lassen. Für ein Jugendbuch fast zu "hart", ich würde es erst ab sechzehn frei geben. Ein tolles Buch!

elohym78 am 12.03.2019 14:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

grandios

Jeet erhält von seinem Anführer Gun Sur den Auftrag, die Geschichte des Clans, oder viel mehr des Krieges zu schildern. Dafür erhält er Stift und Papier, da Jeet einer der Wenigen ist, die Lesen und Schreiben können. Mit dieser Aufgabe überfordert, sucht er Hilfe bei seinem Onkel und Ziehvater Starry, der ihm den Rat gibt, sachlich sie Abläufe zu schildern. Voller Elan stürzt sich der junge Mann in diese Aufgabe. Doch je mehr er berichtet, desto verzweifelter gestaltet sich sein Dasein plötzlich.Das Cover zeigt den Schattenriss eines heulenden Hundes. In seinem Körper ist die zerstörte Erde abgebildet und ein rennender Junge, beleuchtet von der untergehenden Sonne. Ich finde es sehr auffallenden und spannend gewählt, da es die beiden Seelen zeigt, die in Jeet um die Vorherrschaft zu kämpfen zu scheinen. Ist er Hund oder Mensch? Oder vereint er gar von beiden Seiten das Beste in sich?Kevin Brooks hat mich eiskalt mit seinem spannenden, packenden und mitreißenden Schreibstil erwischt. Ich dachte, dass ich einfach mal in die Leseprobe hineinschnuppere, aber dass sie so gut wird, damit habe ich wirklich nicht gerechnet und war dementsprechend auf das Buch gespannt! Habe ich die Leseprobe schon verschlungen, gab es bei dem Roman kein Halten mehr und die Seiten flogen wie nichts an mir vorbei. Selbst die Wahl der Sprache, bzw. auf Komma und die meisten Satzzeichen zu verzichten, merkte ich bald gar nicht mehr. Denn Brooks schildert nicht nur absolut spannend das Leben der wenigen, noch verblieben Menschen und deren harten Kampf ums Überleben, sondern lässt auch ein gewisses Maß an Gefühl hineinfließen. Allerdings ohne Mitleid zu erzeugen, sondern eher trocken und regt mich gerade dadurch zum Nachdenken an. Ob die Spirale von Krieg und Gewalt irgendwann durchbrochen werden kann ist fraglich und nicht nur die Protagonisten haben daran ihre berechtigten Zweifel.Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des jungen Hundskindes Jeet, der seine Geschichte und damit die Geschichte der letzten Überlebenden aufschreibt. Um sich und seine Vergangenheit und damit sein Jetzt besser zu verstehen, bittet er seinen Onkel um Hilfe. Starry schildert Jeet von dem harten Überlebenskampf durch die Deathlands und die Flucht vor den Dau. Und doch bleibt jetzt keine andere Wahl, als wieder in den Krieg zu ziehen, denn der Wassermangel setzt den wenigen noch verbliebenen Bewohnern zu. Sie sehen keine andere Möglichkeit, als in den Krieg zu ziehen, um ihr Überleben zu sichern. Ihr Überleben und den Tod der Dau. Vielleicht gelingt es Jeet, endlich eine neue Ordnung und ein Umdenken herbeizuführen, so dass ein Leben mit allen Parteien möglich ist. Doch dies scheint unmöglich, denn seine eigenen Leute machen Jagd auf ihn, liebt er das falsche Mädchen. Mein FazitEin Roman über das Anderssein; die Verbundenheit zu denen, die einen groß ziehen; die Familie und die Herkunft; über Vertrauen und Liebe.

svmo am 10.03.2019 17:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Von Hunden und Menschen...

Was unterscheidet den Menschen von einem Tier bzw anderen Lebensformen? Ist es die Möglichkeit, sich Fähigkeiten jenseits der üblichen Instinkte anzueignen und diese zum Wohle aller anzuwenden? Oder ist der Mensch eigentlich nur ein berechnendes Wesen, das ausschließlich auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und darüber hinaus auch die Eigenen hintergeht und/oder gar tötet? Tiere handeln instinktiv, für den Menschen manchmal ohne "Sinn und Verstand", Gefühle im Sinne von Empfindungen und sich dadurch leiten lassen, stehen wir ihnen kaum zu, zu sehr stellt sich der Mensch als vermeintlich denkendes Individuum über jede andere Lebensform...In einer wüstenähnlichen Umgebung, in der es kaum noch Menschen gibt, geht es um einen Jugendlichen namens Jeet, der als Baby bei einem Überfall "der (menschlichen) Wilden" auf seine Familie überlebt und fortan in den Deathlands von einem Rudel von wolfsähnlichen Deathland Dogs aufgezogen wird. Später, bei dem Versuch, mit seinem Rudel in einem Fort an Essbares zu kommen, wird sein Rudel getötet und er als 5-jähriger von einem der letzten 2 verbleibenden Clans Menschen aufgenommen und über Jahre hinweg von Starry rehumanisiert. Auch wenn Jeet irgendwann die Fähigkeiten des lesen und schreibens beherrscht, verliert er nie die Bindung, die Sehnsucht zu den Hunden, ganz besonders zu seiner Hundemutter, die ihn und seine (tierischen) Instinkte stark geprägt hat. Jeet empfindet Menschen gegenüber Misstrauen und kann ihr Handeln nicht immer nachvollziehen, was wohl auch daran liegt, dass man in den wenigen "Hundskindern", die in dem Fort leben, Menschen zweiter Klasse sieht und sie entsprechend schlecht behandelt. Hundskinder dürfen keinen Kontakt zu anderen Hundskindern haben und als Jeet eines Tage auf Chola Se, ebenfalls ein Hundskind, trifft, bahnt sich ein emotionales Wirrwarr an, dass Jeet in einen Konflikt mit den Bewohnern bringt. Überhaupt wirken die Fähigkeiten und Instinkte der Hundskinder auf die Bewohner eher bedrohlich, was sich die Führung des Clans zunutze machen will, als sich ein Kampf mit dem verfeindeten Clan der Dau anbahnt. Kann Jeet seinem Clan hilfreich zur Seite stehen und was hat das für Auswirkungen auf sein Dasein und das anderer Hundskinder bei den Menschen seines Clans? Kann er ihr Vertrauen gewinnen und auf ihre Unterstützung hoffen?Zu aller erst fällt natürlich das tolle Cover mit Hund und laufendem Jungen auf - in schönen, teilweisen hellen erdenen Farben, die sich bis zu kräftig orange-rot hinziehen. Das an sich ein Hardcover und liegt durch sein stattliches Gewicht sehr gut in der Hand. Durch die "simple" Schreibweise bzw. das weglassen der Kommatas und der wörtlichen Rede bekommt Kevin Brooks neuer Roman "Deathland Dogs" einen besonderen Touch, was das lesen selbst jedoch nicht immer einfach macht - in der englischen Version spielt dieses auf die Vielzahl von Analphabeten der letzten Überlebenden an, von denen nur noch eine kleine Handvoll lesen und schreiben kann. Das ganze Szenario spielt in einer Zeit nach der üblichen Zeitrechnung - durch Kriege und eine verheerende Umweltkatastrophe gibt es keine Zivilisation mehr im herkömmlichen Sinne. Hier gelten nur noch der Instinkt, überleben zu wollen und bei den letzten Menschen, wie gewohnt, Macht zu erlangen und diese auch mit allen Mitteln auszuüben, koste es, was es wolle, notfalls wird auch der letzte Mitbewohner umgebracht - typisch Mensch halt, selbst wenn es nichts mehr zu kämpfen und vernichten gibts, sucht man trotzdem noch irgendwo danach... Brooks erschafft eine stark minimalistische Landschaft - Wüste, ein paar schroffe Gebirgsketten und irgendwo ein Stück versifften Strand, der von üblen, wurmähnlichen Kreaturen bewohnt wird. Ressourcen wie Wasser oder etwas zu Essen sind ständige Mangelware und werden, sofern vorhanden, streng eingeteilt. Meist hat man nur das, was man am Leib trägt oder ein paar Habseligkeiten aus einer längst vergangenen Zeit, dass heute weder Wert noch Sinn hat. Die Hauptprotagonisten sind bildlich, aber auch emotional klasse dargestellt, mit manchen leidet und lacht man gerne mit, während man die anderen immer mehr verachtet und ihnen am liebsten selbst den Hals umdrehen würde. ;-) Apropos Hals umdrehen - Brooks stellt in dieser Endzeitstory viele gewaltvolle Szenen dar, von Vergewaltigung über Mord und Totschlag im wörtlichen Sinne, Waffen in allen Größen und Ausführungen - ich bin mir nicht sicher, ob das für ein Jugendbuch wirklich geeignet ist, allerdings denke ich auch, dass die Grundlage der Geschichte an sich, einen brutalen Ausgangspunkt hat, eine Zeit, in der Niemand mehr etwas zu verlieren hat. Dennoch wird auch hier das Spiel "Gut gegen Böse" angegangen, die Frage nach Moral und Verantwortung gestellt. Der Konflikt, dem Jeet körperlich, wie auch psychisch ausgesetzt ist, ist für den Leser spürbar dargestellt. Schade finde ich allerdings, dass die Deathland Dogs im Verhältnis relativ wenig im Buch vorkommen, schließlich sind sie es doch, die dem Buch den Namen gegeben haben. ;-) Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, das Szenario und die Handlungen sind klar nachvollziehbar und die Geschichte ist spannend aufgebaut. Wer sich mal an was anderes wagen möchte, ist hiermit gut beraten, von mir gibt´s 4 von 5 Sternen.

maulwurf123 am 08.03.2019 16:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

packend und spannend

"Deathland Dogs" heißt das neue Buch des bekannten Autors Kevin Books. Geschrieben für Jugendliche, packt dieser Roman doch auch den ein oder anderen Erwachsenen.Die Handlung spielt in den sogenannten Deathlands: Eine öde Wüste, beherrscht von wolfsähnlichen Hunden - den Deathland Dogs. Am Rande dieses Areals befindet sich das Niemandsland, in welchem die wenigen verbliebenen Clans leben. Täglich kämpfen diese ums 'nackte Überleben' und streiten um die kargen Ressourcen. Protagonist ist der Junge Jeet. Er ist ein sogenanntes 'Hundskind': Aufgewachsen bei den Deathland Dogs, lebt er seit einigen Jahren wieder unter den Menschen, wurde bei ihnen 'rehumanisiert'. Doch noch immer sind die Deathland Dogs seine eigentliche Familie, denn ihre Instinkte schlummern immer noch in ihm. Als es zum Kampf zwischen seinen Leuten und dem benachbarten Clan der Dau kommt, soll Jeet sich mit seinen besonderen Fähigkeiten in die Siedlung der Dau einschleusen. Material für den bevorstehenden Kampf sicherstellen, so lautet sein Auftrag. Unversehens gerät er dadurch ins Zentrum des Konflikts...Im englischen Original hat Kevin Brooks einen sehr einfachen Schreibstil verwendet, um zu verdeutlichen, dass die Handlung in einer Welt nach dem Untergang der heutigen Zivilisation spielt, in welcher die Fähigkeiten Lesen und Schreiben zu können nicht als selbstverständlich anzusehen ist. Um dieser Vereinfachung gerecht zu werden, verzichtete der Übersetzer Uwe-Michael Gutzschhahn in der deutschen Fassung auf sämtliche Zeichensetzung. Zunächst war dies sehr ungewöhnlich zu lesen, teils auch anstrengend. Jedoch hat gerade dieser Schreibstil doch auch das Buch auf seine gewisse Weise besonders gemacht.Alles in allem ist die Geschichte richtig spannend und packend. Mit den Figuren, besonders mit den beiden Protagonisten Jeet und Chola Se, lebt man richtig mit. Jede Person ist damit mit individuellen Charakterzügen und sehr realistisch vom Autor gestaltet worden. Die insgesamt 538 Seiten verschlingt man förmlich. Teilweise wird die Handlung gegen Ende hin etwas zäh und zieht sich in die Länge. Dafür konnte der Schluss wieder sehr überzeugen. Ebenfalls zu erwähnen ist auch noch das toll gestaltete Cover. Ein wahrer Blickfang im Regal.Gerne vergebe ich hier vier Sterne und eine klare Leseempfehlung. Nicht nur für Jugendliche sehr packend und unterhaltsam.

milena am 05.03.2019 10:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Kampf um die Ressourcen

Mein Leseeindruck ist ein zwiespältiger. Auf der einen Seite gefällt mir die sehr eigentümliche Erzählweise, die darauf abhebt, dass das Buch in einer Welt nach dem Untergang unserer heutigen Zivilisation spielt und nur noch wenige Menschen lesen und schreiben können. Auf der anderen Seite irritierte mich, dass man in der deutschen Fassung komplett auf Kommas verzichtet, um die reduzierte Ausdrucksweise der Überlebenden widerzuspiegeln. Anfänglich tat ich mir schwer, ins Buch zu kommen. Das Habitat der Überlebenden sind die sogenannten Deathlands, eine öde Wüste, die von wolfsähnlichen Hunden, den Deathland Dogs bevölkert wird. Im Niemandsland leben die wenigen verbliebenen Clans, die sich um die kargen Ressourcen, vor allem das Wasser, streiten. Die Hauptperson ist Jeet, ein Hundskinds, das dann wieder rehumanisiert wurde, dem aber noch viele der alten Instinkte innewohnen. Jeet fällt die Aufgabe zu, die Geschichte aufzuschreiben. Damit wird eine weitere Ebene angesprochen, der Schreibprozess an sich. Im Buch sind viele gewalttätige Situationen beschrieben, die mich zweifeln lassen, für welche Altersgruppe es geeignet ist. Die bis zu 8 Meter langen Riesenaale, die eine ständige Bedrohung darstellen, haben mich bis in den Schlaf verfolgt, weil sie so grausam geschildert wurden. Das Buch lässt den Leser wenig versöhnlich zurück: "Ich weiß es. So wird es kommen. Hund gegen Mensch. Mensch gegen Hund und der Himmel wird wieder brennen." (S. 538)

inge1978 am 04.03.2019 09:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Endzeitstimmung

Jeet ist ein sogenanntes "Hundskind", er wird als Kind von den wilden Hunder der Deathlands geklaut und wächst in dem Rudel der Deathland Dogs auf. Als er wieder zu den Menschen kommt wird er "rehumanisiert", behält aber seine Instinkte. Jeet erzählt uns seine Geschichte, und die Geschichte seiner Volkes. Da er nicht gut schreiben kann und auch die anderen Menschen nicht so sehr gebildet sind bedient er sich einer einfach Sprache. Symbolisiert wird die im Buch durch fehlende Zeichensetzung. Dies macht das Buch sehr anstrengend zu lesen und mir fehlte damit auch der richtige Lesefluss. Ich habe lange gebraucht um mich daran zu gewöhnen. Was sehr schade ist, denn die Story hat mich gepackt. Jeet Schicksal und das Schicksal seiner menschlichen Familie sind spannend. Das Leben in dieser Dystopie ist hart. Interessant waren aber auch Jeets Schilderung seines Lebens bei den Deathland Dogs. Das Buch ist ein Jugendbuch, ist dafür aber wirklich recht hart und manchmal auch recht brutal. Das hat mich überrascht. Man muss sich einlassen auf Jeet und seine Geschichte.

annamagareta am 03.03.2019 22:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Anders & spannend

"Deathland Dogs" ist ein außergewöhnlicher Roman des Autors Kevin Brooks. Jeet ist bei den Deathland Dogs - wolfsähnlichen Hunden - aufgewachsen, lebt nun aber schon einige Jahre wieder bei den Menschen.Bei den Deathland Dogs hat er einige Fähigkeiten erlernt.Diese soll er nun Einsetzen, da es zwischen den verschiedenen Clans, die rund um Deatlands leben, zu Konflikten gekommen ist. Kevin Brooks schreibt sehr detailliert und man erfährt eine Menge Einzelheiten über die Welt in der Jeet lebt.Dieser ist ein sehr sympathischer Protagonist und ich konnte mir ihn, ebenso wie die anderen Caharktere, gut vorstellen. Die Story selbst ist spannend und ungewöhnlich und mir gefiel die Idee, die hitnter dem Buch steckt.Allerdings war mir der Schreibstil teilweise etwas zu einfach, was für ein Jugendbuch vielleicht passend sein mag.Gleichzeitig fand ich die Beschreibungen von Gewalt und Tod für diese Zielgruppe ein wenig zu ausufernd.Durch die fehlende Interpunktion fand ich das Lesen ein wenig mühsam. Insgesamt hat mich das Buch allerdings gut unterhalten und gefesselt, von daher vergebe ich trotz der Kritikpunkte 4 Sterne.

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01.06.2019

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Jeder neue Roman von Kevin Brooks ist eine literarische Überraschung.

11.04.2019

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