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Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss  – im Leben wie in der Natur

Der Einsiedlersommer

Mit Wärme, feinem Witz und großem sprachlichem Einfühlungsvermögen erzählt Anne Sverdrup-Thygeson von zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – und von einem Sommer in den uralten Eichenwäldern Norwegens, der zeigt, wie aus Verletzlichkeit neue Kraft erwachsen kann. Dieser berührende, vielschichtige Roman verbindet die Suche nach dem Eremitenkäfer mit einer entscheidenden Frage unserer Zeit: Was müssen wir bewahren, damit Leben möglich bleibt – in der Natur und in uns selbst?

Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo, Norwegen, in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.

»Niemand schreibt so über die Natur wie Anne Sverdrup-Thygeson« Maja Lunde

Warm, hoffnungsvoll, hochaktuell – ein Roman mit echter Relevanz
Dieser Roman verbindet eine intime, emotional packende Geschichte mit großen Zukunftsfragen: Artensterben, Naturschutz, Verantwortung und die fragile Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Mit Wärme, Hoffnung und erzählerischer Kraft zeigt er, wie Natur trösten kann – und wie Freundschaft Grenzen von Alter, Erfahrung und Lebenswegen überwindet.

Für Fans von Die Geschichte der Bienen‹ von Maja Lunde, Der Gesang der Flusskrebse‹ von Delia Owens und Die Hummerfrauen‹
Wer Romane liebt, die Natur, Menschlichkeit und gesellschaftliche Themen klug miteinander verknüpfen, findet hier die perfekte Lektüre – atmosphärisch, berührend und lange nachhallend.

Internationaler Spitzentitel: Der große Roman der Frankfurter Buchmesse 2025
Ein Titel mit enormer Strahlkraft: auf der Frankfurter Buchmesse 2025 international gefeiert und bereits in 15 Länder verkauft – ein Roman, der Leserinnen und Leser weltweit erreicht.

Warum dieses Buch jetzt lesen?

  • Roman über die besondere und heilsame Kraft der Natur 
  • Generationenübergreifende Freundschaft zwischen Frauen 
  • Aktueller Konflikt um Umwelt, Arbeitsplätze und die Zukunft

Bibliografische Daten

EUR 16,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-45060-7
Erscheinungsdatum: 01.07.2026
1. Auflage
480 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Norwegischen
Autor*innenporträt

Anne Sverdrup-Thygeson

Anne Sverdrup-Thygeson ist Professorin für Naturschutzbiologie an der Norwegischen Universität für Biowissenschaften. Sie hat sechs gefeierte Sachbücher veröffentlicht, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden, darunter ›Extraordinary Insects‹, ein Sunday Times-Bestseller. ›Der Einsiedlersommer‹  ist ihr erster Roman, der in fünfzehn Ländern weltweit erscheint.

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141 von 141 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.61 von 5 Sternen


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12 - 10 von 141 Leserstimme

taina am 16.06.2026 18:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Einfühlsam, aktuell, lesenswert

Dieser sehr lesenswerte Roman stellt die Natur und das Leben sowie deren Fragilität in den Mittelpunkt des Erzählens. Norwegen im Jahr 2012. Eva, 34-jährig, Promotionsstudentin, sucht nach der Stillgeburt ihres kleinen Sohnes den Abstand von ihrem Umfeld und ihrem Lebensgefährten, den ihr eine Arbeit in Lopperud, einem norwegischen Landstrich, bieten soll. Sie bezieht ein kleines Haus im Wald und soll nun für drei Monate die Gegend kartieren und Insektenfallen anbringen, um die Vorkommen und den ökologischen Wert der Gebiete zu erfassen. Vor allem der Eremit erregt ihr Interesse, er galt als ausgestorben, bis ein Exemplar in dieser Gegend gefunden wurde: ‚Der seltenste Käfer Norwegens /…/, ein Symbol dafür, dass es immer noch Hoffnung gab.‘ Hoffnung auch für sie, ihr Trauma zu überwinden?Ausgerechnet in dem Gebiet, in dem uralte Eichen Lebensraum für so viele Spezies bieten, soll Gestein abgebaut werden, der Larvikit. Älter als die Bäume, nur in diesem Teil Norwegens vorkommend, bietet der Abbau den Gemeinden die Möglichkeit für wirtschaftlichen Aufschwung. Das Gestein ist regional und damit ökologischer als importierte Ware, dennoch würde der Abbau die Natur unwiederbringlich zerstören. Der Konflikt ist ein unlösbarer, er wird behutsam thematisiert, die Diskussion eröffnet.Eva lernt ihre sechsundsiebzigjährige Nachbarin Olga kennen, die anfänglich sehr abweisend reagiert. Langsam finden die beiden Frauen zu einem vertrauensvollen Verhältnis. In ihren Leben gibt es Parallelen, beide haben ein Kind verloren. Olga hat den Krieg miterlebt, die Ereignisse haben tiefe Spuren bei ihr hinterlassen. Der auktoriale Erzähler bietet den Lesern abwechselnd die Innensichten von Eva und Olga. Die Kapitel sind kurz und spannend, der Fokus wechselt zwischen den beiden Frauen, sodass sich immer wieder Verzögerungen im Erzählverlauf ergeben. Dadurch kann das Geschehen in das Bewusstsein der Lesenden einsickern, sie können Vermutungen anstellen und das Gelesene nachwirken lassen. Nach und nach wird Olgas Vergangenheit enthüllt und sie kann sich mit dem versöhnen, was geschehen ist. Eine schöne Lektüre, die sensibel und vielschichtig mit den komplexen Problemen umgeht. Psychologisch glaubwürdig wird Evas Trauer geschildert, selten sind für den Tod eines Kindes so überzeugende Bilder gefunden worden. Die Autorin schafft es, den inneren Schmerz Evas und dessen körperliche Symptome in Worte zu kleiden, deren Wahrheit die Lesenden erreicht. Fast zerbricht Evas Partnerschaft daran, obwohl auch ihr Lebensgefährte Eirik dieses Gefühl aushalten muss. Und die Trauer wird nicht enden – die Menschen müssen lernen, damit zu leben. Olga bringt ihrer kleinen Tochter stets frische Blumen auf deren Grab.

scarletta am 16.06.2026 12:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ringen um den Platz im Ganzen

Anne Sverdrup-Thygesons Romandebüt ist wegen des zugrundeliegenden Naturthemas bereits vor seiner Veröffentlichung in Verlagen vieler Länder mit großem Interesse aufgenommen worden. Denn Sverdrup-Thygeson ist Professorin an der Norwegischen Universität für Umwelt- und Biowissenschaften (NMBU), wo sie Naturmanagement und Biodiversität des Waldes erforscht und lehrt. Nicht nur in Norwegen ist sie bekannt als enthusiastische Vermittlerin von Wissen über die Natur, vor allem über Insekten. Ihre Sachbücher haben internationale Aufmerksamkeit erlangt, einige sind preisgekrönt.Mich bewegte gleich die Frage, warum eine erfolgreiche Wissenschaftlerin und Sachbuchautorin in ein neues, komplett anderes Genre springt und ob dies gelingt. Ihre Motivation liegt vermutlich darin, den Menschen jenseits der Sachbuchebene zu zeigen, wie stark natürliche Vielfalt weltweit unter großem Druck steht – also statt von der faktischen, dieses Mal von der emotionalen Ebene.Und gelingt es der Autorin? So viel sei schon mal verraten: meine Erwartungshaltung, dass der Roman faszinierende Geschichten und Sachverhalte über Insekten als Waldbewohner beinhaltet, wird bestätigt. Aber überrascht wurde ich mit vielschichtigen menschlichen Charakteren, einer Handlung um tragische Verluste, Familiengeheimnissen, Schweigen statt Kommunikation, Konflikten zwischen Naturschutz und Wirtschaftswachstum und letztendlich mit einer Geschichte über Hoffnung und gegenseitigem Vertrauen:Das Leben der vierunddreißigjährigen Biologin Eva Wist gerät durch einen tragischen Verlust aus den Fugen. Ohne ihrem Lebenspartner Eirik davon zu informieren, nimmt sie sich eine Auszeit von Partner und Alltag in Oslo für einen wissenschaftlichen Sommerjob im ländlichen Vestfold. Einzige Begleiter in der abgelegenen Landschaft sind ihr schwarzer Labrador Orca und die Trauer. Ihr Auftrag von der Gemeinde ist es, weitere Exemplare des seltenen, großen schwarzen „Osmoderma eremita“ – Eremit- oder auch Juchtenkäfers zu finden, der kurz zuvor dort gesichtet wurde. Eigentlich gilt diese Art in Norwegen als ausgestorben. Eva zieht für den Sommer in ein altes, vernachlässigtes Gehöft, Lopperud, das früher zu dem benachbarten Bauernhof gehörte. Während das heruntergekommene Gebäude Eva eher enttäuscht, faszinieren sie die alten, kaum bewirtschafteten zauberhaften Eichenwälder, in denen sie ihre Untersuchungen vornehmen soll. Zunehmend neugierig macht sie aber auch ihre scheinbar recht exzentrische Nachbarin, die 76-jährige Olga Frøyshov, die ebenso einsam nur mit einer Katze auf dem Nachbargehöft lebt.Nun ist man neugierig, ob Eva weitere Eremitenkäfer, z.B in hohlen alten Eichen finden kann. Daneben untersucht sie, begleitet von Labbi Orca die Insektenvielfalt in 18 Waldgebieten. Nur den Zutritt zum vielversprechenden steilen Beinnesberget und dem dortigen unberührten Eichenwald verweigert ihr Eignerin Olga. Auch gegenüber Verkaufsangeboten von Seiten der Gemeinde und anderer wirtschaftlicher Interessenten verweigert sich diese kategorisch. Hat Olga etwas zu verbergen oder zu schützen oder ist sie nur stur? Ehe sich Eva und Olga versehen, sind beide zudem mit weitaus größeren, wirtschaftlich mächtigen Interessenskonflikten konfrontiert. Die beiden weiblichen Charaktere scheinen anfangs sehr unterschiedlich, doch im Laufe der Handlung wird Olgas Lebensgeschichte aufgerollt. Olga zeigt, was alles in ihr schlummert. So mürrisch und abweisend sie nach außen auch tut, als Eva in ihr weltabgewandtes Leben stolpert, so herzig ist es, Olga beim Klettern auf Bäume oder im Gespräch mit ihrer Katze beschrieben zu sehen. Eva stürzt sich engagiert in ihre Suche nach dem Eremitenkäfer. Aber sehr intensiv erleben wir sie als junge Frau, die sich in einem unverarbeiteten Trauma verstrickt hat. Ihre Krise wird authentisch und berührend dargestellt. Die beiden Frauen verbinden sich, anfangs widerwillig, dann immer offener trotz des Generationenunterschiedes freundschaftlich. Beide teilen gemeinsame Erfahrungen und haben sich verrannt – die eine noch auf der Flucht vor dem Erlebten, die andere in der Vergangenheit. So perfekt passt da auch der Titel „Eremitensommer“, weil er sich nicht nur auf die Käfersuche, sondern auch auf die Situation der beiden einsam in den Gehöften verharrenden Frauen bezieht.Die männlichen Charaktere sind nicht so facettenreich. Da hat man eher das Gefühl eines Kontrastes von Schwarz und Weiß, Böse und Gut.Wie bei der erfahrenen Autorin zu erwarten ist, erlebt man die Geheimnisse der alten Wälder in diesem Roman detailreich und einfühlsam dargestellt. Die Begeisterung für Artenvielfalt und das magische, vielfältige Ökosystem im Wald kommt durch das Erleben der Biologin Eva absolut rüber. Natürlich stehen der seltene Eremitenkäfer und seine Bedrohung durch den Verlust der alten Eichenwälder im Mittelpunkt. Auch der Konfrontation zwischen dem Erhalt der unbeeinflussten Natur und der Bewirtschaftung bis zur Vernichtung durch die Industrie wird nicht aus dem Weg gegangen. Der Naturschutz und besonders der Schutz des Waldes sind Anne Sverdrup-Thygesons intensivste Anliegen. Hier liegt auch die Grundidee dieses Romans: die harte Auseinandersetzung zwischen Naturschutz und industriellen Profit mit der Lebensgeschichte zweier Frauen zu verbinden.Die Frage ist, ob es Sverdrup-Thygeson gelingt ihren Leser*innen zu vermitteln, warum es absolut notwendig ist, diesen speziellen Käfer und seinen Lebensraum zu schützen. Dazu braucht es vermutlich harte Fakten. Im Roman arbeitet die Autorin hauptsächlich mit Gefühlen.Die Handlung hält eine Menge Komplikationen, Twists und Überraschungen sowie sehr feine Naturdarstellungen in Petto. Es wird auch der Bogen in die Geschichte Norwegens zur Zeit des 2. Weltkriegs geschlagen.Spannend sind die Bezüge des Titels, die zum einen auf den Eremiten-Einsiedlerkäfer hinweisen, aber auch auf die Situation von Eva und Olga, die kurz- oder auch langfristig wie Einsiedlerinnen leben. Aber die Erkenntnis reift in ihnen, dass die Menschen einander brauchen, alle Teil eines gemeinsamen Ganzen sind – wie auch der Eremitenkäfer seinen Platz in diesem Ganzen beanspruchen darf und dort benötigt wird. Während ihrer Zeit in Vestfold, in der sie nach dem Eremitenkäfer sucht, schreibt Eva ein Tagebuch. Meistens finden sich dort Hinweise auf ihre Untersuchungen. Man lernt einiges über den Eremitenkäfer, die Bedeutung der Biodiversität im Wald, die biologischer Arbeitsmethoden im Feld. Schnell eignet man sich den liebevollen Blick darauf an. Hier wäre eigentlich auch eine geeignete Stelle gewesen, mehr über die Bedeutung dieser Artenvielfalt auszubreiten, also mehr Fakten, die die Leser*innen genauso überzeugen, wie auch die Gefühlswelt der Charaktere.Die Autorin legt mehrere Erzählstränge an, wie Verlust und Trauer, Suche nach dem Vater, Widerstand in der Besatzungszeit, Lügengeflechte, Industrieintrigen, einem Gemeindemitglied, dass verschiedene Ziele verfolgt und verschleiert. Nicht alle Stränge werden aufgelöst, sondern liegengelassen, so dass man als Leser*in sich die Fortsetzung ergänzen kann. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Durch die spannende Handlung und Entwicklung der Charaktere hat mich der Roman absolut gefesselt.

mollymoon108 am 16.06.2026 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein ganz wunderbarer Roman

"Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson ist ein ganz wunderbarer Roman, der mir sehr gut gefallen hat. Nach einem Schicksalsschlag und um Abstand von ihrem Partner Eirik zu bekommen verlässt die junge Biologin Eva Oslo und zieht in eine abgelegene Region Norwegens. Dort stößt ihr Ankommen zunächst nicht gerade auf Sympathie. Auch ihre Aufgabe, dort nach dem seltenen Eremitenkäfer zu suchen., gestaltet sich schwierig. Nach und nach entwickelt sich aber eine berührende Freundschaft mit Olga. Die Beschreibung dieser Freundschaft, die eindrückliche Darstellung der Natur und die schöne Sprache auch in der deutschen Übersetzung machen dieses Buch zu einer ganz besonderen Lesefreude. Mich hat der Roman mit den wunderbaren Naturbeschreibungen und der berührenden Frauenfreundschaft von Anfang an gefesselt und ich habe ihn sehr gerne gelesen. Große Leseempfehlung.

liberlotte am 15.06.2026 21:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Buch über Verluste - einfach lesenswert

Das Cover des Buches ist sehr ansprechend: ein Käfer, auch wenn der Eremit eigentlich schwarz ist, auf Eichenblättern. Und er, der Eremit, ist auch eine der Hauptpersonen dieses Buches. Zunächst einmal sind da aber die beiden Frauen Eva und Olga. Beide haben die Einsamkeit gewählt, die eine seit Jahrzehnten, die andere nur für diesen einen Sommer. Sehr eindrucksvoll wird geschildert, wie die beiden Frauen mit tragischen Verlusten umgehen und jede auf ihre Weise versucht damit fertig zu werden. Die Biologin Eva soll den gefährdeten Käfer in den Eichenwäldern Norwegens finden. Wunderbar sind die Naturbeschreibungen, man bekommt regelrecht Sehnsucht nach einem alten Eichenwald. Olga wird mit der durch den Krieg gezeichneten Vergangenheit nicht fertig. Nur zusammen können sie in das Leben zurück finden. Aber auch der Konflikt Umwelt und Industrialisierung kommt nicht zu kurz.

doralupin am 15.06.2026 21:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ruhige, naturverbundene Geschichte

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich schnell neugierig auf die Geschichte, die sich dahinter verbergen würde. Ich habe die Geschichte auch sehr gern gelesen, ohne viel Spannung oder Wendungen, dafür mit viel Natur und Freundschaft und Leichtigkeit. Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.Der Schreibstil hat mir gleich gut gefallen, er ist leicht verständlich und angenehm zu lesen. Besonders die Beschreibungen der Natur sind anschaulich und lebendig beschrieben und man merkt der Autorin auch an, das ihr die Natur sehr am Herzen liegt. Die Geschichte zeigt aber auch eine Gemeinschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Frauen die sich begegnen und sich nach und nach näher kommen. Oft liest man schnelllebige Geschichten die viel Spannung und Wendungen in sich tragen, diese Geschichte ist anders und punktet mit Natur und unterschiedlichen Charakteren die sich begegnen. Mir hat diese Geschichte gut gefallen und ich empfehle sie gern weiter.

sapere_aude am 15.06.2026 20:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Biologisch sehr informiert

Eine Biologin, Eva, ist auf einem mehrwöchigen Einsatz in einem einsamen Stück Natur mit dem Ziel, einen Eremitenkäfer ausfindig zu machen, dessen letzte Exemplare mit viel Glück noch in den tiefen Eichenwäldern Norwegens verborgen sind. Proviant gibt es nur in einem ohnehin schon abgelegenen Laden, der immer noch recht weit entfernt ist; sie selbst bewohnt für die Zeit ein eher heruntergekommenes Haus, das dafür aber praktisch im Wald zu liegen scheint.Evabringt aber nicht nur Interesse für den Käfer mit, sondern hat im Gepäck auch die schreckliche Erfahrung eines todgeborenen Kindes, die ihre Beziehung belastet, und aufgrund derer sie ebenso auf der Suche ist nach einer neuen Perspektive und einem neuen Selbst. Ihren Partner lässt sie etwas überrascht alleine zurück; vor Ort aber begegnet sie Olga, die mindestens so einsam und eigenbrötlerisch ist, aber vor allem ein Geheimnis verbirgt. Der Roman besticht vor allem durch die gute Kenntnis der Natur und der Begeisterung für diese, die hier in eine Geschichte gekleidet wird. Literarisch ist es trotz einer recht runden Story kein besonders großer Wurf.

vobabooks am 15.06.2026 16:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein norwegischer Sommer, zwei Frauen und die Natur

„Der Einsiedlersommer“ ist ein Roman von der Naturschutzbiologin Anne Sverdrup-Thyheson. Die 33jährige Biologin Eva verbringt den Sommer 2012 auf Lapperud in Norwegen. Sie wird von der Gemeinde beschäftigt und sucht den Eremiten, eine seltene Käferart. Dort begegnet sie ihrer Nachbarin, der 76jährigen Olga. Und zwischen Schmerz, Freundschaft und den weiten Wäldern stellt Eva sich große Fragen. Das war ein berührendes und nachklingendes Buch, welches ich sehr gerne gelesen habe. Es ist voller Faszination und Liebe für die Natur, und auch voller Traurigkeit angesichts der Situation des Klimaschutzes. Das Erzähltempo ist leise, ruhig und gediegen. Eva und Olga sind zwei starke Charaktere mit Ecken und Kanten. Ihre Biografie, ihre Familiengeschichte, ihr Schmerz und ihre Hoffnungen bekommen viel Raum in der Geschichte. Aus der Perspektive von Eva und Olga geschrieben, zudem gibt es noch Tagebucheinträge aus Evas Biologietagebuch. Sommerlich, melancholisch, tragisch und hoffnungsvoll zu lesen.

abibliophobia am 15.06.2026 13:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Natur pur

Ich liebe die Natur und verbringe gerne Zeit allein in ihr. Deshalb habe ich dieses Buch auch größtenteils mitten im Wald gelesen, die perfekte Kulisse für diese Geschichte. Eine gebrochene 33-jährige Frau, die Antworten sucht und eine 76-jährige Einsiedlerin, die bald nicht mehr so allein ist: die perfekten Zutaten für einen guten Roman.Das Buch beginnt mit einem Schicksalsschlag, man versteht so sehr, warum Eva diesen Abstand braucht und einfach mal raus muss. Andere sagen sie läuft weg, aber manchmal ist eine Flucht von einem Ort der Beginn einer Reise zu sich selbst. In dieser Geschichte schlummern so viele tiefe Geschichten und ungesagte Worte. Die Beschreibung der Natur nimmt einen gefangen und bringt einen gedanklich an diesen Ort.Das Buch behandelt viele schwierige Themen, die berühre und gleichermaßen eine Verbindung zu Eva und Olga schaffen. Und nebenbei lernt man ganz viel über die Natur.Das Buch berührt auf eine ganz besondere Art, macht demütig vor dem Leben und den Schicksalsschlägen. Die nahe und ferne Vergangenheit beeinflussen die Gegenwart.

wolken.seiten am 15.06.2026 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

"Und in der Regel steht die Natur auf der Verliererseite."

Nach einem schweren Schicksalsschlag lässt Eva alles hinter sich: ihren Lebenspartner, ihre Wohnung, das Leben in der Großstadt Oslo. Nur mit ihrem Hund und dem Nötigsten macht sie sich auf den Weg in ein abgelegenes Dorf in Norwegen. Der Ruf der Gemeinde erreicht sie genau zur richtigen Zeit: Gesucht wird eine Biologin, die in diesem Sommer nicht nur die Wälder kartieren, sondern auch den Einsiedlerkäfer aufspüren soll, eine Art, die in Norwegen bereits als ausgestorben gilt. Für Eva ist es die perfekte Gelegenheit, ihren eigenen Problemen zumindest vorübergehend zu entfliehen.Ihre einzige Nachbarin ist Olga, eine eigenwillige, verschlossene alte Frau, mit der Eva zunächst kaum zurechtkommt. Doch mit der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden eine leise, tiefgehende Vertrautheit. Denn nicht nur Evas Vergangenheit lässt sie nicht los, auch Olga trägt ihre eigene Geschichte mit sich. Gemeinsam stellen sich die beiden Frauen im Laufe dieses Sommers ihren Erinnerungen und Verlusten.Gleichzeitig rückt die Bedrohung der umliegenden Natur immer stärker in den Fokus: die Zerstörung der Wälder, das Verschwinden von Lebensräumen und das fragile Schicksal des seltenen Käfers. Das Buch vermittelt so eindrucksvoll, wie wichtig Arten- und Naturschutz ist. Ein eindringlicher, ruhiger Roman, der seine Kraft aus der Tiefe seiner Figuren und der atmosphärischen Erzählweise schöpft. Die Natur wird hier so lebendig beschrieben, als wäre sie einer der Protagonisten. Die beiden unterschiedlichen Frauen wirken zugleich stark und distanziert, und die enge Verbindung zur Natur ist in jeder Zeile spürbar. Ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite berührt hat und noch lange nachhallt.

frangipani am 15.06.2026 09:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zwischen alten Eichen und neuen Wegen!

Manche Bücher sind laut, andere flüstern. Dieses hier gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, durch einen norwegischen Wald zu streifen, das Rascheln der Blätter zu hören und den Duft von Moos und Erde wahrzunehmen. Die Natur ist in diesem Roman nicht nur Kulisse, sondern ein eigener Charakter - lebendig, tröstend und voller Geschichten.Im Mittelpunkt steht Eva, die nach einem schweren Verlust versucht, in einem kleinen Dorf einen Neuanfang zu wagen. Die Suche nach dem seltenen Eremitenkäfer ist dabei nur der Ausgangspunkt für eine viel größere Reise. Es geht um Trauer, Erinnerungen, Freundschaft und die Frage, was wir bewahren möchten - in der Natur ebenso wie in unserem eigenen Leben.Besonders berührt hat mich die Beziehung zwischen Eva und ihrer älteren Nachbarin Olga. Zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben und doch mehr miteinander verbindet, als zunächst sichtbar wird. Ihre Begegnungen gehören für mich zu den schönsten Momenten des Buches.Was mir außerdem sehr gefallen hat: Die Autorin vermittelt viel Wissen über Natur, Artenvielfalt und Naturschutz, ohne jemals belehrend zu wirken. Alles fügt sich ganz selbstverständlich in die Geschichte ein. Man lernt etwas - und fühlt gleichzeitig mit den Figuren.Der Schreibstil ist ruhig, warm und angenehm zu lesen. Es ist kein Buch voller dramatischer Wendungen, sondern eines, das sich langsam entfaltet und dabei lange nachhallt.Für mich ein berührender Roman über Verlust, Hoffnung, Freundschaft und die heilende Kraft der Natur. Wer Geschichten liebt, die entschleunigen und gleichzeitig zum Nachdenken anregen, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Für mich war es wie ein Spaziergang durch einen alten Wald - ruhig, kraftvoll und voller kleiner Entdeckungen.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Zwei Seiten - Der Podcast über Bücher (WDR)
Für mich hat sich dieses Buch angefühlt wie ein Waldspaziergang.

Mona Ameziane, 08.09.2026

Für Sie
Ein hoffnungsvoller Roman über Freundschaft und die Kraft der Natur, die es mehr denn je zu schützen... gilt. mehr weniger

26.08.2026

Meins
Eva und Olga kämpfen, jede auf ihre Weise, fürs Leben und für die Natur.

29.07.2026

TV Hören und Sehen
Berührend!

24.07.2026

Hamburger Abendblatt
Die Norwegerin Sverdrup-Thygeson versteht sich auf eine umstandslose Erzählweise. Dies ist ein guter... Stoff für Leseabende, an denen die Hitze des Tages langsam schwindet. mehr weniger

15.07.2026

Stavanger Aftenblad
Ein beeindruckender Debütroman. ›Der Einsiedlersommer‹ ist nicht nur eine Geschichte über Umweltschu...tz und bedrohte Artenvielfalt, sondern auch eine existenzielle Erzählung über Menschen, die nach dem Verlust von etwas Wesentlichem darum ringen, wieder Anschluss an das Leben zu finden. mehr weniger

09.06.2026

Zitat von dodo1 auf vorablesen.de: »Für alle, die daran interessiert sind, dass unser Planet geschützt wird. Für alle, die Verluste erlitten haben und damit leben müssen. Für alle, die Freundschaft zu schätzen wissen.«
Zitat von katto auf vorablesen.de: »In einer oft hektischen Welt wirkt das Buch wie eine kleine Auszeit und erinnert daran, wie wichtig die Verbindung zur Natur sein kann.«
Zitat von la calvaera catrina auf vorablesen.de: »Anne Sverdrup-Thygesons Naturbeschreibungen sind so detailliert und lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch den Wald zu wandern und die Insekten summen zu hören.«
Zitat von kerstin0312 auf vorablesen.de: »Es ist eine dringliche, aber leise Erinnerung daran, wie eng das menschliche Schicksal mit dem der Natur verknüpft ist.«
Zitat von connie94 auf vorablesen.de: »Ein Roman, der daran erinnert, wie schützenswert und kostbar unsere Natur und ihre Bewohner sind!«


Leseprobe

Fordern Sie hier Ihre exklusive Leseprobe an

Der Natur ganz nahe – Gewinnen Sie ein Wochenende im Baumhaus-Hotel

Gibt es einen besseren Ort für ›Der Einsiedlersommer‹ als mitten im Grünen? Anne Sverdrup‑Thygeson erzählt mit Wärme, feinem Witz und großem Einfühlungsvermögen von der tröstenden Kraft der Natur – und von der Frage, was wir bewahren müssen, damit Leben möglich bleibt: in der Natur und in uns selbst.

Mit unserem Gewinnspiel holen wir dieses Gefühl aus dem Roman in die Wirklichkeit: Der Natur ganz nahe können Sie ›Der Einsiedlersommer‹ dort erleben, wo man Waldluft atmet und den Alltag einmal leise werden lässt.

  • 1. Preis: Zwei Nächte inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie ein Exemplar des Romans
  • 2. Preis: Eine Nacht inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie eine Baumpatenschaft (mit Urkunde) und ein Exemplar des Romans
  • 3. Preis: 3x je eine exklusive Blogger*innen-Box zu ›Der Einsiedlersommer‹

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Wald, Strand oder Berge: Wo in der Natur tanken Sie am liebsten neue Kraft – und warum?

Das Gewinnspiel endet am 1. September um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Lerne die Protagonistinnen Eva und Olga kennen

Eingesprochen von Hörbuchsprecherin Heike Warmuth

Auch als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg

Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Heike Warmuth.

Mehr zum Hörbuch


Anne Sverdrup-Thygeson stellt ›Der Einsiedlersommer‹ vor


Interview mit Anne Sverdrup-Thygeson

Foto der Autorin Anne Sverdrup-Thygeson (Copyright: Agnete Brun)

Was hat Ihre Liebe zur Natur geweckt?

Ich war schon immer gerne draußen. Als Kind verbrachte ich die Sommerferien mit meiner Familie in einer kleinen Blockhütte im Wald. Abgesehen von Büchern war die Natur die einzige Unterhaltung – es gab einfach nicht viel anderes zu tun. So gewöhnte ich mich daran, mit den kleinen Waldbewohnern zu spielen und sie zu beobachten: Ameisen, Bienen und Käfer. Ich glaube, das war der Anfang meiner Faszination für die Natur.

Warum ein Roman – und kein weiteres Sachbuch?

Im Rückblick sehe ich, dass sich meine Stimme mit jedem Sachbuch, das ich geschrieben habe, weiterentwickelt hat. Nach und nach habe ich mich getraut, mehr von mir selbst in das Schreiben einfließen zu lassen – nicht nur „Professorin Anne“, sondern auch Anne als Mensch, als Bürgerin, als Mutter … wenn das Sinn ergibt? Dadurch entstand Raum für mehr literarische Elemente in meiner Arbeit. Und ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, also fragte ich mich: Könnte ich meine Stimme und Kreativität noch weiterentwickeln – bis hin zum Schreiben von Fiktion, vielleicht sogar eines ganzen Romans? Ich beschloss, es zu versuchen.

Warum der Eremitenkäfer – und was löst er in der Geschichte aus?

Ich habe in meiner Arbeit viel Zeit damit verbracht, alte Eichen und ihre Insektenbewohner zu untersuchen und zu beobachten – darunter auch den Eremitenkäfer. Dieser Käfer ist groß, schön und gilt sowohl in Europa als auch weltweit als gefährdet, vor allem, weil die Zahl alter hohler Bäume in unseren heutigen Landschaften abnimmt. Für mich ist der Eremitkäfer nicht nur für sich genommen faszinierend. Er steht auch symbolisch für das Dilemma, das entsteht, wenn menschliche Landnutzung mit den Bedürfnissen anderer Arten in Konflikt gerät.

Die Protagonistinnen Eva und Olga trennen 43 Jahre: Was unterscheidet sie und was verbindet sie?

Ja, sie sind in vielerlei Hinsicht unterschiedlich – in Alter, Persönlichkeit und Hintergrund. Eva ist jung, unruhig und aufgeschlossen, eine Wissenschaftlerin mit einer großen Leidenschaft für den Schutz der Natur. Die deutlich ältere und introvertiertere Olga hingegen lebt lieber zurückgezogen auf ihrem Hof, klettert auf Bäume und redet mit ihrem Kater – bis Eva unerwartet in ihr Leben tritt. Trotz all ihrer Unterschiede werden die beiden Frauen Freundinnen. Ich denke, sie erkennen etwas in der jeweils anderen – eine gemeinsame Erfahrung des Verlusts und eine geteilte Sehnsucht, die Welt zu verstehen. 

Der Roman hat ja den Titel ›Der Einsiedlersommer‹. Ist Olga eine Einsiedlerin?

In dem Moment, in dem wir sie kennenlernen, lebt Olga tatsächlich zurückgezogen von der Gesellschaft. Doch unter ihrer Schicht aus Misstrauen und Ablehnung verbirgt sich eine im Grunde warmherzige Frau, die den Kontakt zu anderen Menschen durchaus genießt. Das Leben hat sie jedoch mehr als einmal enttäuscht, und sie trägt Geheimnisse mit sich, die sie nur schwer verarbeiten kann.

Wie kamen Sie darauf, die Handlung im fiktiven Ort Lopperud bei Vestfold spielen zu lassen?

Diese Landschaft, mit einigen ihrer Schätze sichtbar und anderen, die unter der Oberfläche verborgen liegen, passt sehr gut zu meiner Geschichte. Sie spiegelt auch die realen Herausforderungen wider, vor denen wir ständig stehen: Wie finden wir einen Weg, unsere menschlichen Bedürfnisse mit denen der unzähligen anderen Arten in Einklang zu bringen, mit denen wir die Welt teilen?

Wie geht es nach ›Der Einsiedlersommer‹ weiter? Planen Sie einen weiteren Roman?

Jetzt, wo ich einmal damit angefangen habe, glaube ich nicht, dass ich mit dem Schreiben von Fiktion aufhören kann – auch wenn der Prozess manchmal holprig war, war er zugleich unglaublich bereichernd. Im Moment arbeite ich an einem Sachbuch, aber in meinem Kopf schwirren bereits Ideen und Figuren für einen neuen Roman herum …

Autorinnenfoto: © Agnete Brun