Der Tag, an dem Barbara starb

Ein Fall für Margaret Winterbottom und ihren Enkel

Charmant, britisch und warmherzig! Ein Cosy Crime mit einem außergewöhnlichen Ermittlerduo

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Den Schlüssel zum Rätsel hat nur sie. Doch wo hat sie ihn hingelegt?
Der Tag, an dem Barbara starb

Margaret ist 89 und eine Institution in dem kleinen nordenglischen Dorf, in dem sie fast ihr gesamtes Leben verbracht hat. Einzig auf ihr ehemals gutes Gedächtnis ist in letzter Zeit wenig Verlass. Als ihre Nachbarin Barbara ermordet wird und die Polizei nicht vorankommt, nimmt die resolute Margaret die Dinge selbst in die Hand. An ihrer Seite: ihr cleverer Enkel James, 15, der ihrem Gedächtnis immer wieder auf die Sprünge hilft. Denn Margaret weiß: Barbara hat ihr kurz vor ihrem Tod etwas sehr Wichtiges anvertraut. Wenn sie sich nur erinnern könnte …

Ein charmanter Cosy Crime und eine herzerwärmende Familiengeschichte mit viel Humor und einem Schuss Melancholie

Inspiriert von der eigenen Familiengeschichte

»Eine originelle Perspektive, einfühlsam erzählt.« Susanne Goga

Bibliografische Daten
EUR 17,00 [DE] – EUR 17,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-26432-7
Erscheinungsdatum: 13.11.2025
1. Auflage
384 Seiten
Format : 13,6 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg
Autor*innenporträt
Richard Hooton

Richard Hooton hat Englische Literatur studiert und als Journalist gearbeitet, bevor er in die PR wechselte. Für seine Kurzgeschichten hat er schon zahlreiche Preise erhalten, zudem stand er auf der Shortlist für den Bridport Prize und den Cambridge Prize. Er lebt in der Nähe von Manchester. Sein Debütroman ›Der Tag, an dem Barbara starb‹ ist von der Beziehung zu seiner eigenen Großmutter inspiriert, die an Alzheimer starb, als Richard ein Teenager war.

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Übersetzer*innenporträt
Susanne Goga-Klinkenberg

Susanne Goga-Klinkenberg lebt als Übersetzerin und Autorin in Mönchengladbach und ist Mitglied des deutschen PEN-Zentrums. Sie studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und ist seit 1995 freiberuflich für verschiedene renommierte Verlage tätig. Für dtv hat sie unter anderem Chris Cleave, Wendy Walker und Jessica Barry übersetzt.

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88 von 88 Leserstimmen


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neobook am 09.01.2026 15:01 Uhr
Nachbarschaftliche Ermittlungen mit Herz

Das Buch Der Tag an dem Barbara starb hat mir wirklich sehr gut gefallen, da hätte ich gern noch weiter gelesen! Aufgrund der vorherigen Rezensionen war ich schon darauf eingestellt, dass es kein richtig spannender Kriminalroman wird. Deshalb hatte ich vermutlich die richtigen Erwartungen und wurde sehr positiv überrascht!Die Story spielt in einem Ort in England, wo plötzlich Margarets Nachbarin Barbara erdrosselt aufgefunden wird. Margaret weiß, dass Barbara ihr was wichtiges kurz vorher gesagt hat, aber aufgrund ihrer beginnenden Demenz kann sie sich nicht erinnern. Mit Hilfe ihres jugendlichen Enkels James gehen die beiden der Sache weiter auf den Grund und stellen in der Nachbarschaft Nachforschungen an. Wie die beiden zusammen interagieren, hat mir sehr gut gefallen. Ein bisschen Schwung kommt dann doch noch ins Geschehen als plötzlich James auch ins Visier der Polizei gerät. Aber hier ging es auch viel um Margarets Demenz und wie sie und die Familie versucht damit umzugehen. Das wird sehr realistisch dargestellt, weil alles aus Margarets Sicht geschrieben ist und man merkt den persönlichen Bezug des Autors. Trotz des ernsteren Themas ist doch viel leiser Humor enthalten, der mich oft schmunzeln ließ und das ganze nicht zu schwer macht. Es ist also ein schöner, dank kurzer Kapitel, leicht zu lesender Roman, mit einer Auflösung eines Mordes und Einblick in das Leben einer demenzkranken älteren Dame.

tochteralice am 07.01.2026 15:01 Uhr
Alt und jung findet sich in gemeinsamen Ermittlungen

Und zwar sind das die 89jährige Margaret Winterbottom und ihr 15jähriger Enkel James. Margaret wird von der Nachricht erschüttert, dass ihre Nachbarin und liebste Freundin Barbara, deutlich jünger als sie selbst, ermordet wurde. Einfach so, in ihrem Haus, in der ruhigen und friedlichen Straße, in der sie beide seit über 50 Jahren leben und sich fast täglich gesehen haben! Margaret besinnt sich auf ihre Kernkompetenz - Kombinieren und das Lösen von Rätseln war bereits in der Jugend sowohl ihr liebstes Hobby als auch ihre größte Begabung, die sie sogar beruflich nutzte.Doch leider macht ihr Kurzzeitgedächtnis ihr immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Der Einzige, der sie immer noch in jeder Hinsicht ernst nimmt, respektiert und unterstützt, ist der 15jährige James. Gemeinsam machen sie sich auf die Mörderjagd, wobei ihnen nicht nur Margarets schwächelndes Erinnerungsvermögen, sondern auch James' Unfähigkeit, sich mit Kommentaren und Fragen zurückzuhalten, einen Strich durch die Rechnung machen.Mir hat dieser ebenso unterhaltsame wie geistreiche Krimi gut gefallen, er ist tiefsinniger als erwartet. Auch wenn die Auflösung mit zunehmender Handlungsentwicklung immer wahrscheinlicher wird, hat mir die Lektüre großen Spaß gemacht. Vor allem, weil die beiden Ermittler nicht nur mit Verstand, sondern auch mit Herz dabei sind!

kristall am 06.01.2026 08:01 Uhr
Unterhaltung

Mit ihren 89 Jahren ist Margaret eine anerkannte Persönlichkeit in dem nordenglischen Ort, in dem sie lebt. Als ihre Nachbarin stirbt, ahnt sie gleich, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und beginnt zusammen mit ihrem Enkel zu ermittelt. Dass ihr Gedächtnis nicht mehr ganz taufrisch ist, ärgert sie, ist aber nicht wirklich ein Hindernis. Sie weiß aber, dass sie ihr vor ihrem Tod etwas Wichtiges anvertraut hat. Mir hat der Cosy Krimi sehr gut gefallen. Er bietet eine entspannte Wohlfühlatmosphäre, ist aber durchaus spannend und aufregend. Am besten hat mir gefallen, dass der Humor hier nicht zu kurz kommt. Der Schauplatz ist besonders schön gewählt und ist auch wunderbar beschrieben. So hat man oft das Gefühl beim Lesen vor Ort zu sein. Überhaupt ist er angenehm und flüssig. Das Cover passt ebenfalls sehr gut. Sehr empfehlenswert.

bibliophil am 29.12.2025 22:12 Uhr
Ermitteln mit Honig im Kopf

Der Krimi "Der Tag, an dem Barbara starb" (dtv) von Richard Hooton, übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg, ist ein Fall für Margaret Winterbottom und ihren Enkel, die eigene Ermittlungen anstellen, nachdem Margarets Nachbarin ermordet wird und die Polizei ratlos ist.Das Cover ist typisch britisch und zeigt eine Häuserreihe sowie eine Dame mit Halstuch und Handtasche auf rosa Hintergrund. Margaret ist eine rüstige Rentnerin, die jedoch mit ihrem Gedächtnis ein wenig Probleme hat. Sie hat das Gefühl, dass ihre Nachbarin und gute Freundin Barbara ihr vor ihrem Tod etwas Wichtiges gesagt hat, doch kann sie sich nicht an die Worte erinnern. Ihr Enkel James animiert sie dazu, eigene Ermittlungen anzustellen. Die beiden tragen die Verdächtigen zusammen und führen Gespräche mit den Anwohnern. Gleichzeitig kämpft Margaret mit ihren Erinnerungen und spricht mit ihrem verstorbenen Mann Albert, während ihre Familie sich große Sorgen um sie macht und sie ihre eigenen Geheimnisse bewahren möchte. Hooton schafft es durch seinen Stil, dass der Leser sich gut in Margarets Kopf hineinversetzen kann. Die Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt und ist speziell geschrieben. Das kann mitunter auch anstrengend sein, gibt aber gut die Lage und Gedankenwelt der Rentnerin wieder. Die Geschichte ist aber auch herzlich geschrieben und zeigt das Dorfleben mit seinen unterschiedlichen Charakteren sehr gut. Fazit: Ein interessanter Krimi mal aus einer anderen Perspektive und in einem anderen Stil, doch herzlich und lohnenswert.

cellissima am 25.12.2025 11:12 Uhr
Unerwartetes Highlight!

2025 war für mich leider das Jahr der schlechten cosy crimes - ich liebe das Genre; umso ärgerlicher und trauriger war es, dass ich dieses Jahr nur schlechte cosy crimes erwischt hatte; es war kein einziger dabei, den ich wirklich gerne gelesen habe, der mich wirklich überzeugt hat.Dann kam "Der Tag, an dem Barbara starb". Die Leseprobe hat mich nicht wirklich überzeugt, und so habe ich lange überlegt, ob ich dieses Buch lesen will und soll. Letztendlich habe ich "Der Tag, an dem Barbara starb" doch eine Chance gegeben - zum Glück, denn ich wurde absolut positiv überrascht!Es geht um Margaret, eine 89-jährige Dame, die in einem kleinen Dorf in England lebt. Sie leidet an Demenz. Eines Tages wird ihre Nachbarin ermordet. Die Polizei kommt einfach nicht voran mit den Ermittlungen, scheint das Verbrechen nicht aufklären zu können - zumindest nicht so bald. Margaret findet, dass man es Barbara schuldig ist, ihren Mörder zu finden und seiner gerechten Strafe zuzuführen - und so beginnt sie selbst zu ermitteln, gemeinsam mit ihrem 15-jährigen Enkel James. Die Chancen stehen gut, denn Barbara hatte Margaret kurz vor ihrem Tod etwas sehr Wichtiges anvertraut. Doch Margaret kann sich einfach nicht mehr daran erinnern, was es war ...Es handelt sich um Richard Hootons Debüt, zu dem er durch seine Großmutter, seine Beziehung zu ihr sowie durch deren Demenzerkrankung er inspiriert wurde.Ich wurde wie gesagt absolut positiv überrascht - dieser cosy crime ist gut geschrieben, lässt sich wunderbar lesen, überzeugt durch seine Figuren, allen voran natürlich Margaret und James, ein ebenso ungewöhnliches wie wundervolles Ermittlergespann.Neben dem Fall steht natürlich das Thema Demenz im Vordergrund und nimmt sehr viel Raum ein, was diese Geschichte zu einer extrem berührenden, melancholischen und traurigen Geschichte macht. Sie wird aber nie zu schwer und erdrückend, da diese Geschichte immer wieder durch ihren großartigen Humor besticht, der dem Leser ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Insgesamt ist "Der Tag, an dem Barbara starb" einfach auch herzerwärmend.Auch der Fall selbst, die Ermittlungsarbeit und die Auflösung haben mir gut gefallen - es ist durchgehend spannend, die Spannung steigert sich immer mehr, man kann beim Lesen herrlich mitverdächtigen und -ermitteln, nichts ist vorhersehbar, die Auflösung wirklich verblüffend.Es gibt nichts auszusetzen.Für mich war "Der Tag, an dem Barbara starb" ein unerwartetes Highlight, sowohl in diesem Genre als auch im Lesejahr 2025 generell.Ich habe das Buch so gerne gelesen, hätte noch weiterlesen können und wollen, hätte auch gerne weitere Bände gelesen. Eine Reihe wäre großartig, doch leider deutet das Ende stark an, dass es keine Reihe geben wird, sondern es bei diesem einen Fall für Margaret und James bleiben wird. Sehr schade.Leseempfehlung!

bookworm53 am 07.12.2025 20:12 Uhr
Nicht packend, aber warmherzig

„Der Tag, an dem Barbara starb“, Richard Hootons Debutroman, ist an und für sich ein sogenannter Wohlfühlkrimi im britischem Stil, aber es steckt mehr dahinter, nämlich eine sehr feinfühlige Thematisierung von Demenz, geschickt verwoben mit einer ruhigen Mordermittlung, die mehr oder weniger den roten Faden des Romans bildet, während Margaret Winterbottom eigentlich im Mittelpunkt steht.Das so typisch britisch anmutende Cover, auch eine ältere Frau à la Miss Marple als Protagonistin, haben mich zum Lesen dieses Buches bewogen, das 2025 im dtv Verlag erschienen ist. Die Originalausgabe trägt den Titel „The Margaret Code“, welcher den Bezug zu Margarets besonderer Fähigkeit herstellt, nämlich Rätsel zu lösen und Codes zu dechiffrieren. Der Schreibstil liest sich locker und flüssig, doch letztlich entwickelte sich die Handlung anders als erwartet. Der Roman verläuft sehr ruhig, Spannungsmomente sind rar. Was aber nicht bedeutet, dass mir das Buch nicht gefiel. Die Handlung spielt im Frühjahr 2012, was auch durch Erwähnung historischer Geschehnisse verdeutlicht wird. Das britische Vorstadtflair, die nachbarliche Vertrautheit sowie Traditionen wie das Teetrinken, sind gut vorstellbar beschrieben. Der Schreibstil ist flüssig, locker und bildhaft. Insbesondere ist es dem Autor empathisch und achtsam gelungen, die Ängste und Irritationen von Menschen mit beginnender Demenz, auch jene der Umwelt, zum Ausdruck zu bringen. Es ist deutlich zu spüren, dass der Roman von der Beziehung des Autors zu seiner eigenen Großmutter inspiriert ist, die an Alzheimer starb, als er Teenager war. Diese doch ernste Thematik in einen Kriminalfall zu verpacken, noch dazu die Demenz der Protagonistin für Spannungs- und Überraschungsmomente zu nützen, fand ich sehr gelungen. Im Mittelpunkt des Romans steht Margaret, 89 Jahre alt und verwitwet, und, wie bald zu erkennen ist, leidet sie zunehmend an Vergesslichkeit und Verwirrtheit. Als ihre Nachbarin und beste Freundin Barbara ermordet aufgefunden wird, erinnert sie sich zwar, dass diese ihr beim letzten Treffen etwas Wichtiges anvertraut hat, aber was es war, hat sie verdrängt. Sie ahnt jedoch, dass diese Information für die Aufklärung des Mordes wichtig sein und zum Mörder führen könnte. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen gelingt es dem 15-jährigen Enkel James, dem Gedächtnis seiner Großmutter auf die Sprünge zu helfen. Puzzlestück für Puzzlestück rekonstruieren sie Barbaras letzte Tage und deren Bitte an Margaret. Auch wenn der Roman größtenteils ruhig verläuft, so endet er schließlich mit einem dramatischen Finale und einer für mich unerwarteten Lösung.Die Charaktere wirken lebendig und authentisch. Insbesondere Margarets Gefühls- und Gedankenwelt kann man sehr gut nachvollziehen, da der Roman ja aus ihrer Perspektive in Ich-Form verfasst ist. Sie ist einsam, wirkt verloren ohne ihren Mann Albert, der vor einem Jahr verstarb. Sie trauert um ihn, mit dem sie an die 60 Jahre glücklich und sehr harmonisch lebte, mit dem sie alles besprochen hat, auf dessen Rat sie stets hörte. Und so führt sie nach wie vor Zwiegespräche mit ihm, lässt Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse Revue passieren. Ich fand das so berührend. Erst langsam wird ihr ihre Krankheit bewusst, das Nachlassen des Gedächtnisses, der Verlust ängstigt sie. Denn die Erinnerungen verkörpern ihr Leben, ihre Persönlichkeit, ihre Vergangenheit. Ihr Zustand, dieser Wechsel von Verlorenheit und der Fähigkeit analytisch zu denken, ist exzellent dargestellt. James, ihr Enkel, ist ein cleverer Junge, der sehr an seiner Großmutter hängt, empathisch und liebevoll mit ihr umgeht. Tochter und Schwiegersohn wirken auf den ersten Blick weniger sympathisch, doch sind ihre Reaktionen und Handlungen von Verantwortungsgefühl und Sorge getragen.Ich mochte dieses Buch, auch wenn es nicht jene Spannung mit sich bringt, die man anhand Klappentext oder Titel erwartet. Es ist eine warmherzige, liebenswürdige und auch nachdenklich stimmende Geschichte über eine alte Dame, die eben so nebenbei eine Schlüsselrolle bei der Aufklärung eines Mordes spielt.

sunny14 am 02.12.2025 21:12 Uhr
Ein ungleiches Ermittlerduo :-)

Gerade weil das Buchcover mal wieder so gestaltet war, wie es ist, habe ich sehr gern zu diesem "Cosy Crime" Roman gegriffen. Und damit war es eben in erster Linie auch kein wirklicher Krimi, was meinem Lesegeschmack doch sehr entgegen kam :-) Denn blutrünstig muss es für mich nicht sein, da kam mir dieses Buch doch gerade recht!In dieser Geschichte stand die 89-jährige Margaret Winterbottom im Vordergrund, um die sich erst einmal alles dreht. Man erfährt von Ihrem Leben, ihrer beginnenden Demenz und darüber hinaus auch sehr viel über ihren verstorbenen Ehemann Albert, mit dem sie, nach einem Jahr, noch immer im Zwiegespräch steht. Als in Ihrer direkten Nachbarschaft ein Mord passiert und dabei auch ausgerechnet noch ihre beste Freundin Barbara ums Leben kommt, weckt dies doch ihren Ermittlerinstinkt. Zusammen mit ihrem Enkel James, der gerade zu Besuch ist, begibt sie sich kurzerhand auf Verbrecherjagd und will auf jeden Fall zur Aufklärung des schrecklichen Mordfalles beitragen. Die Story beginnt recht schwungvoll, der Spannungsbogen nimmt aber im mittleren Teil des Buches dann leider doch etwas ab und die Erzählung wirkt ein wenig zähflüssig. Da hierbei mehr die Gebrechlichkeit von Margaret beleuchtet wird, tritt der Kriminalfall doch etwas in den Hintergrund. Zum Ende hin bekommt die Handlung dann aber doch wieder frischen Fahrtwind und die Spannung steigt erneut an. Dennoch hat es mir Spaß gemacht das ungleiche Ermittlerduo um Oma und Enkel auf ihren Streifzügen zu begleiten. Wenn man keine anspruchsvolle Lektüre sucht, dann ist man hier genau richtig und kann den beiden auf ihren Spuren folgen.

jackolino am 27.11.2025 14:11 Uhr
Seniorenmomente - Wenn das Gedächtnis einen im Stich lässt

Margaret ist 89 und wird zunehmend vergesslicher. Ihre Tochter macht sich darum große Sorgen und würde ihre Mutter am liebsten in einem Altersheim unterbringen. Margaret kann sich mit diesem Gedanken aber gar nicht anfreunden. Sie hat fast ihr ganzes Leben in diesem Haus verbracht und ist eine Institution in der Nachbarschaft. Mit den meisten Nachbarn ist sie gut befreundet, vor allem mit Barbara, ihrer direkten Nachbarin.Leider wird Barbara in einer Februar-Nacht ermordet, sie wurde erdrosselt. Bei ihrem letzten Treffen hatte sie Margaret noch etwas mitgeteilt, aber Margaret kann sich beim besten Willen nicht erinnern. Die Polizei ermittelt, auch die Nachbarn werden zu Verdächtigen und alte Streitigkeiten brechen wieder auf. Man erinnert sich an diesen oder jenen Vorfall, der zwar Jahre her ist, aber doch vielleicht ein Grund für den Mord gewesen sein könnte. Typisch englische Gepflogenheiten spielen eine große Rolle, so darf die Tasse Tee gegen alle Unwägbarkeiten des Lebens auch hier nicht zu kurz kommen.Für James, den 15jährigen Enkel von Margaret, ist das alles ganz spannend. Das was er bisher nur aus dem Fernsehen kannte, spielt sich jetzt direkt vor Omas Haustür ab. Margaret ist in ständiger Zwiesprache mit ihrem vor einem Jahr verstorbenen Ehemann Albert. Die Erinnerung an längst vergangene Zeiten funktioniert wesentlich besser als an das, was gestern passiert ist. Dennoch glaubt sie, es Barbara schuldig zu sein, ihren Mörder zu finden.Zusammen mit ihrem Enkel versucht sie, den Geschehnissen der letzten Tage nachzuspüren. In den Gesprächen mit seiner Oma lernt James Margaret von einer ganz anderen Seite kennen. Sie erzählt ihm von lange vergangenen Zeiten. Für James sind das ganz wichtige Erfahrungen, es erstaunt Kinder und Enkel doch immer wieder, dass ihre Eltern und Großeltern auch einmal jung waren und ein Vorleben hatten. Das Buch war für mich nur in zweiter Linie ein Krimi, Margarets Schwierigkeiten mit dem Älterwerden und ihre Erinnerungen an bessere Zeiten nehmen den meisten Raum ein. Es hat mich ein bisschen an Band 4 des Donnerstagsmordclubs erinnert. Dieser Band hatte ebenfalls die Gebrechen älterer Leute in den Blick genommen und war ehrlicher und authentischer als die vorausgegangenen Bände. Dennoch nimmt die Handlung im letzten Viertel des Buches noch einmal spannende Fahrt auf, schließlich will der Fall gelöst werden. Wir haben es auf jeden Fall mit einem ungewöhnlichen Ermittlerduo zu tun und die Zuneigung der beiden zueinander lässt Generationenkonflikte vergessen. Ich könnte mir vorstellen, dass James sich in einem Folgeband tatsächlich für eine juristische Ausbildung interessiert. Ob seine Oma dann allerdings noch so tatkräftig dabei sein kann, sei dahingestellt.

anassa am 26.11.2025 09:11 Uhr
Kein gewöhnlicher Krimi

In diesem Buch begleiten wir die schrullige Margaret Winterbottom und ihren Enkel James, die gemeinsam ein wunderbares Detektivgespann abgeben. Denn die Nachbarin und gute Freundin von Margaret Winterbottom Barbara wurde Opfer eines heimtückischen Mordanschlags. Kaum zu glauben in dem sonst so geruhsamen Wohngebiet.Doch wer nur eine "very british" Krimigeschichte erwartet, liegt falsch: Denn das Buch gibt gleichzeitig tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der 89-jährigen Margaret. Nicht nur, dass sie ihren verstorbenen Ehemann sehr vermisst, auch ihr Gedächtnis spielt in letzter Zeit nicht mehr mit. So erleben wir, wie eine beginnende Demenz die Betroffene selbst und ihre Familie und Freunde bewegt und verändert. Eine gelungene Mischung aus meiner Sicht, da sich für den ein oder anderen sicher Parallelen in der eigenen Familie finden lassen.

chocoball am 24.11.2025 13:11 Uhr
Etwas anders als etwartet

Der Roman begleitet Margaret Winterbottom, eine ältere Frau, die mitten in der Nacht mitbekommt, dass bei ihrer langjährigen Freundin und Nachbarin Barbara etwas Schlimmes passiert sein muss. Als klar wird, dass Barbara unter verdächtigen Umständen gestorben ist, beginnt Margaret, unterstützt von ihrem Enkel James, beharrlich Fragen zu stellen.Schon der Klappentext hat mich sehr angesprochen. Ich hatte richtig Lust auf einen Cozy Crime-Fall, auf ein englisches Setting, viel Atmosphäre und eine ältere Protagonistin, die mit viel Herz einem mysteriösen Todesfall nachgeht.Die Spannung war eigentlich von Anfang an da: Das nächtliche Blaulicht, die Unruhe in der Straße, die Unsicherheit, was mit Barbara passiert ist – das war genau die Art von aufregender Stimmung, die ich mir erwartet habe. Auch die Erzählstimme von Margaret mochte ich anfangs sehr: warmherzig, ein bisschen schrullig, berührend.Doch nach diesem starken Start verschiebt sich der Fokus des Romans immer deutlicher: Statt eines klassischen Kriminalfalls steht plötzlich Margarets Demenz immer mehr im Mittelpunkt. Die Handlung dreht sich sehr ausgedehnt um ihre Verwirrung, ihr bröckelndes Gedächtnis und ihre Schwierigkeiten im Alltag. Das ist literarisch gut gemacht und sicher auch wichtig, aber eben nicht das, was ich mir von der Geschichte erwartet hatte.Gerade der Mittelteil hat sich dann ziemlich gezogen. Es passierte kaum etwas Neues, vieles wiederholte sich, und ich hatte das Gefühl, dass die eigentliche Krimihandlung auf der Stelle tritt. Erst gegen Ende wurde es wieder etwas spannender, aber leider nicht genug, um das Gefühl der Langatmigkeit komplett auszugleichen.Wer die Demenzthematik interessant findet, wird hier sicher fündig. Wer jedoch wie ich vor allem einen gemütlichen Kriminalfall erwartet, könnte etwas enttäuscht zurückbleiben.

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Passauer Neue Presse

Ein Krimi mit originellem Plot.

18.11.2025