Ferien an der Küste von Maine zählen zu Minas schönsten Kindheitserinnerungen. Bis zu einem schicksalhaften Sommer. Viele Jahre später kehrt sie zurück und trifft auch Sam wieder, dessen Familie nach jenem Sommer auch nie mehr dieselbe war.
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Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Tessa Mittelstaedt.
Die Hummerfrauen
»Ich kann dir nichts über das Meer beibringen«, hatte Ann einmal zu Mina gesagt. »Du spürst es oder eben nicht. Am Ende ist es mit dem Meer wie mit dem Leben, man muss alles allein herausfinden. Andere können dich auf dem Weg nur begleiten.«
Die Sommer ihrer Kindheit verbrachte Mina jedes Jahr auf einer kleinen Insel in Maine, gemeinsam mit ihren Eltern und dem großen Bruder. Auf Eagle Island fühlte sich das Leben frei und leicht an: Mina streifte mit dem Fischerjungen Sam durch die Kiefernwälder, sammelte Muscheln und Vogelfedern, während die Erwachsenen die Tage am Strand und auf Gartenpartys vorbeiziehen ließen. Doch ein schicksalhafter Sommertag veränderte alles, die Wege von Mina und Sam trennten sich.
Ein eindringlicher und berührender Roman über eine große Liebe, die für immer im Schatten der Vergangenheit steht
Nun, fast zwanzig Jahre später, ist Minas Familie durch den plötzlichen Tod des Bruders zerbrochen. Sie hat allen Halt verloren, auch sich selbst ist sie fremd geworden. Und sie weiß: Ihre Suche nach sich selbst muss an jenem Ort beginnen, an dem sie zum letzten Mal glücklich war. In Maine, so hofft sie, wird sie endlich herausfinden, warum die Familie die Insel nach diesem Sommer für immer verließ und nie wieder zurückkehrte.
Stürmisch wie das Leben, tief wie das Meer
Mina strandet in einem Hummerfischerdorf bei den beiden Fischerinnen Ann und Julie. Die 72-jährige Ann lebt seit der Trennung von ihrer Lebensgefährtin allein in einem großen Haus am Wasser, nur ein seltener blauer Hummer namens Mr. Darcy leistet ihr Gesellschaft. Julie ist Mitte 50 und musste sich ihren Platz in der männlich geprägten Dorfgemeinschaft hart erkämpfen. Sie packt an, wo es nötig ist und nimmt kein Blatt vor den Mund, aber ihre Gefühle für den Fischer Nat kann sie aufgrund alter Verletzungen nicht zulassen.
Der raue Alltag der Hummerfischerinnen wird zum Schauplatz eines inspirierenden Romans über Liebe, die Kraft weiblicher Gemeinschaft – und die Frage, ob die Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt
Mit Ann und Julie fährt Mina hinaus aufs Meer, von ihnen erfährt sie Wärme und ein noch nie gekanntes Gefühl von Zugehörigkeit. Dann begegnet sie jedoch Sam wieder. Die tiefe Verbindung aus Kindheitstagen ist vom ersten Moment an wieder spürbar: Mina und Sam verlieben sich leidenschaftlich ineinander. Aber auch Sam kämpft mit seiner Vergangenheit, denn auch seine Familie war nach jenem schicksalhaften Sommer nicht mehr die, die sie einmal war.
»Wusstest du, dass ein Hummer nur deshalb fast hundert Jahre alt werden kann, weil er sich alle zwei bis drei Jahre häutet? Er stapelt einfach ein Leben auf ein nächstes, ohne zwischendurch den Tod reinzulassen. Er wächst sein Leben lang weiter und muss deshalb regelmäßig den alten Panzer abwerfen, damit er nicht zerquetscht wird. Klingt nicht schön, ist aber die größte Weisheit, die der alte Mr. Darcy mir mitgegeben hat.«
»Ein literarischer Pageturner voller Wärme, Humor, Menschenkenntnis und ein umwerfendes Romandebüt. Das Buch des Sommers, schon der erste Satz führt ins Leseglück.« Angela Wittmann, BRIGITTE
Bibliografische Daten
9. Auflage
Beatrix Gerstberger
Beatrix Gerstberger ist freie Autorin für ›Brigitte‹, ›Stern‹ und ›Geo‹. Sie schrieb den Bestseller ›Keine Zeit zum Abschiednehmen‹ über den frühen Tod ihres Partners und die Geschichten von weiteren jungen Witwen, als sie mehrere Monate in einem Fischerdorf in Maine lebte. Aus ihren Erinnerungen an diese Zeit entstand die Idee für den viel gelobten Roman ›Die Hummerfrauen‹, der monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand, und für ihr neues Buch ›Hummerjahre‹.
13 - 10 von 140 Leserstimme
Ein fantastisches Buch
Bevor ich mit dem Lesen angefangen habe, ist mir schon das erste Detail aufgefallen, was mir sehr gut gefallen hat. Auf dem Buchumschlag ist ein roter Hummer abgebildet, wenn man diesen aber entfernt, ist dort ein blauer Hummer auf den Bauchdeckel gedruckt. Ich fand das so schön, weil Mr. Darcy ja auch blau ist.Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es dreht sich 3 Frauen, die im Jahr 2000 in Maine an der Küste zueinander finden. Es entwickelt sich eine gemeinsame Geschichte, die mich sehr stark gefesselt hat. Das Buch beginnt allerdings mit einer Beschreibung, die 18 Jahre später geschehen wird. Man kennt also nun einen Teil der Geschichte und wird langsam dahin geleitet. Ab und an werden Details aus dem Jahr 1982 eingeflochten. So entwickelt sich im Laufe des Buches eine Geschichte, die mich mitgerissen hat. Alle Charaktere sind liebevoll und detailreich beschrieben. Ich habe Ihr Glück und Ihr Leid mitempfunden und hatte am Ende einen Kloß im Hals, als ich das Buch beendet habe. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir!
Verlustreiche Geschichte
Ein hartes Leben führen die Familien der Hummerfischer auf der Insel, welche jedes Jahr im Sommer zahlreiche Touristen anzieht. So auch die von Christopher und Mina. Beide haben sich mit Inselkindern angefreundet, die mit den Jahren mehr als nur Freunde geworden sind. Doch das Schicksal schlägt gnadenlos zu, auch bei den Feriengästen.Jahre später wird Mina wie Strandgut ans Ufer gespült und wieder in den Inselalltag eingegliedert, besonders von der alten Hummerfischerin Ann und ihrer jüngeren Freundin Julie. Da ist auch wieder Sam, ihr Vertrauter aus Kindertagen. Diese drei Generationen von Frauen leben vom Fischen, sie kennen die Härte von Klima und Meer, und jede hat tiefgreifende Verluste zu verschmerzen. Doch sie lassen sich nicht unterkriegen. Denn nicht sonniges Wetter, sondern schwere Stürme haben sie stark gemacht. Und so bewältigen sie auch gemeinsam, was im Lauf der Jahre noch daherkommt. Großartige Frauen, diese drei!Nach und nach treten Geschehnisse ans Licht, die auch noch zu verkraften sind. Es geht ebenfalls um Neuanfänge, ob beruflich, partnerschaftlich oder was die örtliche Zugehörigkeit betrifft.Mir hat der frische Erzählstil sehr gefallen, auch der Humor dieser schlagfertigen Frauen, die sich in der herkömmlichen Welt einer bisherigen Männerdomäne zu behaupten wissen. Spannend von A bis Z hat mich dieser Roman kaum zur Ruhe kommen lassen. Das ist kein leichter Sommerroman, um mal so an den Strand mitgenommen zu werden. Er beleuchtet auch die meist schwierige Situation zwischen Menschen, die sich nicht so leicht anderen Leuten öffnen können, auch die zwischen Müttern und Töchtern, welche sich nur schwer nähern können. Ausgezeichnet gefiel mir die äußerliche Gestaltung des Buches. Während auf dem Schutzumschlag ein rötlicher, also gekochter Hummer abgebildet ist, schmückt auf dem Hardcover ein blauer, lebender den glatten weißen Grund. Blau ist ja auch das „Haustier“ im Aquarium, Mr. Darcy, ein Hummer, der offensichtlich freiwillig bei Ann lebt. Ein wunderbarer Roman!
Drei Generationen
Mina hat bis 1982 unbeschwerte Sommerurlaube mit ihrer Familie in Maine verbracht. Nach diesem letzten Urlaub hatte sich etwas verändert, und kurz nach dem Unfalltod ihres Bruders kehrt sie im Jahr 2000 dorthin zurück. Sie wird von der alten Hummerfischerin Ann aufgenommen, die vor vielen Jahren mit ihrer Partnerin dort sesshaft geworden ist und mittlerweile alleine lebt. Das Hummerfischen lernt Mina von Julie, die nach einem Unfall nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten konnte und ebenfalls in Stone Harbor einen Neuanfang wagte. Auch ihren alten "Sommerfreund" Sam trifft Mina wieder und erfährt, dass sein Bruder, der beste Freund ihres Bruders, bei ihrem letzten Urlaub ertrunken ist. Beatrix Gerstberger beschreibt die Landschaft so, dass man sich wirklich die rauen Lebensbedingungen an der Nordostküste der USA vorstellen kann. Auch die Protagonistinnen und die übrige Bevölkerung werden sehr authentisch beschrieben. Das Buch springt in den Zeiten von 1982 bis 2018 hin und her, lässt sich aber trotzdem gut lesen. Leichte Sommerlektüre mit gut gezeichneten Charakteren.
Verlust, Abschied, Neuanfang
"Die Hummerfrauen" von Beatrix Gerstberger hat mich total gefesselt - im Genre "Literatur" bislang einer der besten Romane von 2025.Das Setting spielt an der Küste von Maine, die Protagonistinnen sind Ann, Julie und Mina. Ann ist die ältesten der drei Frauen und Hummerfischerin, lebt sehr zurückgezogen mit einem Hummer als Haustier - Mr. Darcy - und leidet immer noch unter dem Weggang ihrer Partnerin Carolyn vor vielen Jahren. Julie, nach einem schweren Unfall immer noch traumatisiert, aber lebensbejahend, erlernt nach ihrer Ankunft ebenfalls das Hummerfischen und beweist sich gegenüber ihren männlichen Kollegen. Da wird plötzlich die 28-jährige Mina nach dem Kentern ihres Kanus an den Strand gespült. Auch Mina kämpft mit dem Verlust ihres großen Bruder Christophers, ihrer gefühlskalten Mutter und den Erinnerungen an frühere Zeiten an der Küste Mains, wo sie ihre große Liebe Sam traf. Ann nimmt sich ihrer an und zusammen mit Julie lehren sie Mina das Hummerfischen. Die drei Frauen unterstützen sich gegenseitig bei der Aufarbeitung ihrer Verluste und erleben zu dritt einen Neuanfang.Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. In der rauhen Küstenumgebung von Maine beginnen die Frauen jeweils einen Neuanfang, lernen, mit ihren Traumata und Verlusten umzugehen und sich gegenseitig Halt zu geben. Einfach nur wunderschön!
Gute Unterhaltung
Der Roman „Die Hummerfrauen“ ist im Sommer 2025 im dtv-Verlag erschienen und hat in der Hardcover-Ausgabe ca. 393 Seiten. Das Cover gefällt mir bei diesem Buch wirklich außerordentlich gut, es zeigt einen in Richtung Aquarell Stil gemalten Hummer in roter und pinker Farbe und passt damit ideal zum Titel, der sich in einem royalen Blau davon deutlich abhebt. Inhaltlich erzählt der Roman die Geschichte dreier Frauen, deren Leben und Schicksale in dem Ort Stone Harbor in Maine zusammenlaufen. Ann ist dabei die älteste der Drei, dann gibt es noch Julie und Mina. Alle drei finden ihre Passion auch im Hummerfischen und ihre Geschichten werden so miteinander verwebt. Meine Meinung: mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und auch der Schreibstil der Autorin Beatrix Gerstberger hat mich gut unterhalten. Ich kann daher eine klare Leseempfehlung aussprechen.
schöner Frauenroman
Der Titel und das Cover haben mich angesprochen. Auch der Inhalt war eine schöne Erzählung. Recht unaufgeregt, mit drei Frauen unterschiedlichen Alters, die der Ort eint. Nämlich ein kleines Dorf an der Ostküste der USA, wobei die Autorin in Deutschland geboren ist und lebt, ist Mittelpunkt des Geschehens. Man erfährt viel und kann sich teilweise gut in die Dorfbewohner hineinversetzen oder zumindest verstehen, warum sie so sind, wie sie sind. Ich mochte es, wie die Autorin die Charaktere aufbaut, schildert und zum Leben erweckt. Nach und nach werden aus losen Begegnungen Bekannt- oder sogar Freundschaften. Viele Themen werden nebenbei behandelt. Gleichberechtigung, die Rolle der Frau, Alkoholismus, Touristen versus Einheimische, Singledasein, geerbte Verpflichtungen, Ausleben des eigenen Lebenstraums und vieles mehr. Die Erzählperspektive ist auch gut gewählt, ab und zu schärft sich das Bild durch die Brille der Vergangenheit. Einfach schöne Unterhaltung!
Starke Hummerfrauen
Durfte das Buch Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstenberger vorab lesen und bin begeistert.Hauptfiguren sind die 72 jährige Ann, die 54 jährige Julie und die 28 jährige Mina. Das Schicksal führt die Drei in einem kleinen Küstenort in Maine zusammen.Dort leben die Bewohner hauptsächlich vom Hummerfang und vom Sommertourismus.Mina verbrachte als Kind ihre Sommer in Stone Harbor. Im Jahr 2000 kehrt sie dorthin zurück und es kommen Kindheitserinnerungen in ihr auf...Ann ist die älteste Hummerfischerin. Sie musste Anfangs gegen eine Männerdomäne ankämpfen, ist aber mittlerweile fest ins Dorf verankert.Befreundet ist sie mit Julie, die sich nach einem Unfall zurück ins Leben kämpfen musste.In dem Roman geht es unter anderem um Solidarität unter Frauen.Konnte nicht aufhören zu lesen und kann das Buch nur weiter empfehlen!
Auch Trauer gehört zum Leben
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei unterschiedliche Frauen und ihre Schicksale,alle leben in Stone Harbour.Da ist Ann,72 Jahre alt, die nach dem Verlust ihrer großen Liebe noch mal einen Neustart gemacht hat und als Hummerfischerin arbeitet. Sie ist etwas eigenbrötlerisch und lebt alleine mit „Mister Darcy,einem Hummer,der in einem Aquarium lebt.Julie,54 Jahre alt ,findet nach einem schweren Unfall ,durch die Hummerfischerei, wieder ihren Platz im Leben.Die Jüngste im Bunde ist Mina,28 Jahre alt,die nach Maine zurückkehrt,wo sie als Kind, gemeinsam mit ihrer Familie,viele Urlaube verbracht hat.Die Geschichte wechselt zwischen den Jahren 1982 und 2000/2001 und wird jeweils aus Sicht einer der Frauen erzählt. Jede hat auf unterschiedliche Weise ihr Päckchen zu tragen und obwohl sie sehr verschieden sind,verstehen sie sich und profitieren voneinander.Neben den Lebensgeschichten der unterschiedlichen Frauen, ihren Wünschen, ihrem Begehren, ihrer Freude,ihren Niederlagen, Trauer und Tod,geht es auch um die Geschichte des Hummerfischens. Ich habe sehr viel über den oft harten Alltag der Menschen, die im Einklang mit der Natur und ihren Widernissen leben, gelernt.Auch wenn es, durch die sehr abrupten Wechsel, nicht immer einfach war, der Geschichte zu folgen, habe ich das Buch gerne gelesen.
Drei toughe Frauen aus Maine
Im Buch „Die Hummerfrauen“ von Beatrix Gerstberger geht es um drei Frauen aus Maine. Ann (72), Julie (54) und Mina (28) hat es nach Stone Harbor verschlagen und sie verdienen ihren Lebensunterhalt durchs Hummerfischen. Drei toughe, besondere Frauen mit starkem Charakter. Aus verschiedenen Perspektiven erzählt erfahren wir beim Lesen von ihrem Alltag und Leben - die Handlung spielt dabei primär 2000 und 2001, ergänzt durch Rückblicke auf 1982, als Mina als Kind mit ihrer Familie auf Eagle Island Urlaub machte. Das Leben nimmt seinen Lauf - so mancher Schicksalsschlag und Verlust ereilt sich. Das alles ereignet sich auf dem Schauplatz Maine, ich habe so manches übers Hummerfischen beim Lesen gelernt und richtig Lust bekommen, die raue Natur dort zu erleben. Für meinen persönlichen Geschmack war das Ende etwas überraschend und ein paar meiner Fragen sind unbeantwortet geblieben. Dennoch ist es ein unterhaltsames Sommerbuch mit melancholischen und traurigen Aspekten, das ich gerne weiterempfehle.
Hummer rot oder blau
Das Cover mit dem Hummer in pink und rot fällt sofort auf und hat mein Interesse an dem Buch geweckt. Der Titel ist kurz und prägnant und lässt sich gut merken. Ann ist Anfang 70 und vor Jahren nach Stone Harbor gekommen. Nachdem sie ihren Gemüseladen schließen musste, begann sie mit dem Hummerfang. Ann lebt allein, nur der blaue Hummer Mr. Darcy leistet ihr Gesellschaft. Sie ist eine Eigenbrödlerin und ein wenig schrullig, aber sie hat einen weichen Kern. Julie ist Mitte 50. Nach einem schweren Unfall war klar, dass sie in ihrem Beruf als Entwicklungsingenieurin nicht mehr arbeiten kann. Sie hat auf Rock Island den Hummerfang erlernt, sich ein Boot besorgt und Fangrechte erworben. Julie hält mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg, mischt sich gerne ein und kümmert sich um jeden, ob er will oder nicht.Mimi wird wie eine Meerjungfrau vor die Füße von Ann und Julie gespült. Die beiden kümmern sich um Mimi und bald verbindet die drei Frauen eine Vertrautheit und Freundschaft. Mimi ist Ende 20 und hat bis zum Sommer 1998 die Ferien mit ihren Eltern und ihrem Bruder Christopher auf Eagle Island verbracht. Es waren glückliche Tage für Mimi und ihren Bruder, die mit den anderen Kindern über die Insel stromerten. Bis diese Urlaube plötzlich abbrachen. Nach den vielen Jahren trifft sie Sam in Stone Harbor wieder, ihren Freund aus Kindertagen.Die Autorin, Beatrix Gerstberger hat jeder der drei Frauen eine eigene Geschichte gegeben, die im Wechsel erzählt werden. Jede hat ihre Marotten, Ängste , Sehnsüchte und Stärken, und jede hat ihren unverwechselbaren Charme. Aber auch die Nebenfiguren, wie z. B. die Bibliothekarin Linda oder die Bäckerin Karen werden dem Leser vorgestellt und erhalten ein Gesicht. Besonders amüsiert haben mich die witzigen Wortgefechte zwischen Julie und Linda. Außerdem hat mich persönlich sehr beeindruckt, dass die Autorin als Grundlage für diesen Roman Hummerfischerinnen aus Maine auf ihren Bootstouren begleitet und interviewt hat.
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Pressestimmen
Es sind vor allem die stark herausgearbeiteten Charaktere und ihre Lebensgeschichten, die diesen Rom...an zu einem Pageturner machen. mehr weniger
Rebecca Cischek, 26.01.2026
Ein literarisch feinfühliger Wellengang über Freundschaft, Zugehörigkeit und heilende Kraft, die ent...steht. wenn man die Gegenwart annimmt. mehr weniger
31.10.2025
Toll geschriebener Roman über das Meer und den Mut, einen Schicksalsschlag zu überwinden.
10.09.2025
Drei Frauen, drei Lebensgeschichten, viel raue See und herzerwärmender Zusammenhalt.
Tinka Dippel, 29.08.2025
Eine Geschichte, die einen umschließt wie eine warme Decke, in die man sich hineinkuscheln kann.
25.08.2025
Drei Frauen in einer kleinen Maine-Krabbenfischergemeinde begegnen Neuanfängen, Freundschaft und fam...iliären Umbrüchen – erzählt mit viel Wärme und typisch nordatlantischem Flair. mehr weniger
Antonia Schöne, 18.08.2025
Ein bittersüßes Sommerbuch, das man genauso gern im Herbst und im Winter liest.
10.08.2025
Erzählung von Menschen, die sich gegenseitig so sein lassen. Für Fans von Elizabeth Strout und Mira...nda Cowley Heller. mehr weniger
01.08.2025
Die Hummerfrauen‹ ist ein starkes Romandebüt, bei dem es natürlich auch ums Hummerfischen geht. Doch... vor allem handelt es von Freundschaft: Von drei Frauen aus drei Generationen, die immer wieder aufstehen und weitermachen, auch wenn das Schicksal jede Einzelne auf eine harte Probe stellt - so wie Beatrix Gerstberger. mehr weniger
Stefanie Wittgenstein, 01.08.2025
Ein kraftvoller, leiser Roman über das Ankommen, das Verzeihen und die zweite Chance im Leben.
Sandra Pfäfflein, 30.07.2025
Ein berührender Roman über Liebe, Verlust und die Suche nach Zugehörigkeit, der so stürmisch wie das... Meer und so tief wie die Erinnerungen ist. mehr weniger
30.07.2025
Ich war nach zehn Seiten so begeistert, dass ich das Buch an einem Sonntag komplett gelesen habe. (…...) So ein großartiges Buch! mehr weniger
Florian Valerius, 23.07.2025
Beatrix Gerstberger liefert mit ›Die Hummerfrauen‹ einen Roman über den Mut zum Weitermachen.
19.07.2025
Ein erfrischendes Leseerlebnis – ein vielgelobtes und vielgelesenes Buch.
17.07.2025
Wunderbarer, berührender Pageturner - man will am liebsten sofort die Koffer packen und an die US-Kü...ste fliegen! mehr weniger
01.07.2025
Der raue Alltag der Hummerfischerinnen wird zum Schauplatz eines kraftvollen, inspirierenden Romans ...über einen schicksalhaften Sommer vor bald zwanzig Jahren, eine Liebe aus Kindertagen und das Drama einer Familie. mehr weniger
27.06.2025
Mutmachende Sommerlektüre.
25.06.2025
Perfekter Lesestoff für den Sommer.
22.06.2025
Willkommen in Maine
Hier wurde Beatrix Gerstberger zu ihrem großen Roman inspiriert
Maine liegt in der nordöstlichsten Ecke der
USA, da wo es nicht mehr weitergeht, es sei
denn, man will nach Kanada. Es gibt dort riesige
Wälder, ein paar beeindruckende Berge, den
Acadia National Park, eine zerklüftete, endlos lange felsige Küste mit Bilderbuchdörfern,
eiskaltes Atlantikwasser und 3000 Inseln. Maine
ist bekannt für seine wilden Blaubeeren, die
strahlendweißen Leuchttürme – und natürlich
für seinen Hummer. Von ihm lebt auch heute
noch ein Großteil der Küstenbevölkerung, er
gilt als der schmackhafteste der Welt und wird
überall in Buden am Straßenrand angeboten.
Warnung an Touristen: Die Menschen in diesem
Bundesstaat nehmen kein Blatt vor den
Mund und sprechen mit einem nur ihnen verständlichen
einzigartigen Akzent. Was man
hier unbedingt machen sollte: einen Ausfug
mit einem der historischen Windjammer in der
Hafenstadt Camden, das jährliche Hummerfestival
in Rockland besuchen und schließlich
ein paar Tage auf Monhegan Island verbringen
– wegen des ganz besonderen Lichts lange Zeit
ein beliebtes Ziel für Maler und andere Künstler.
Wer sind die Hummerfrauen?
Ann (72)
ist die älteste Hummerfischerin von Stone Harbor. Sie wohnt allein in einem großen Haus am Meer, ist sarkastisch, hart zu sich selbst und anderen – außer ihrem blauen Hummer Mr. Darcy, der in einem Aquarium in der Küche lebt.
Julie (54)
fand nach einem schweren Unfall erst auf ihrem Fischerboot zurück ins Leben. Sie drängt sich ungerührt in die Angelegenheiten aller, die ihrer Meinung nach Hilfe benötigen. Doch als sie sich in den Witwer Nat verliebt, stehen alte Verletzungen einem Neuanfang im Weg.
Mina (28)
zieht es nach einem tragischen Verlust zurück nach Maine – wo ihre Familie vor Jahren das letzte Mal glücklich war. Sie begegnet Ann und Julie, die ihr das Hummerfischen beibringen. Und sie trifft Sam wieder, dessen Familie nach jenem letzten Sommer in Maine auch nie mehr dieselbe war.
Mr. Darcy
ist ein leuchtend blauer Hummer – und Anns Haustier. Sie hat gleich erkannt, dass er etwas ganz Besonderes ist: »Fürs Erste heißt du Mr. Darcy. Du bist so einer, der erst einmal einen Panzer trägt, und wenn er sich häutet, kommt doch kein so großer Idiot zum Vorschein.«
Beatrix Gerstberger im Interview
Wie sind Sie in Maine gelandet, dem Schauplatz Ihres Romans?
Ich bin Anfang der 2000er mit meinem damals noch kleinen Sohn für ein halbes Jahr in ein Hummerfischerdorf gezogen, nachdem mein Partner gestorben war. Ein Ort am Meer, ein kleines Dorf schien mir der richtige Platz zu sein, um einen Weg aus der Trauer zu finden. Und mit der Zeit habe ich gelernt, dass es viele unterschiedliche Formen von Verlust auch in so einem Dorf gibt, dessen schöne Kulisse vielleicht darüber hinwegtäuscht. Und dass es genauso viele unterschiedliche Wege gibt, damit umzugehen.
Warum ist dieser Ort zu Ihrem Sehnsuchtsort geworden?
Ich mag dieses direkt am Meer leben mit Menschen,
die immer noch vom Meer leben. Die
Bewohner sind zwar auf den ersten Blick rau und
unzugänglich, aber wenn sie dich mögen, dann sind
sie umwerfend hilfsbereit und herzlich.
Welchen Bezug haben Sie persönlich zu den Hummerfrauen dort?
Zunächst gab es damals nur wenige Frauen, die mit
raus zum Fischen fuhren, es sei denn, sie halfen ihren
Männern. Die Hummerfischerinnen mit eigenem
Boot waren selten und sind es auch heute noch. Ich
bin mit einigen rausgefahren und habe mit ihnen Interviews
geführt. Sie alle waren sehr unterschiedlich,
aber fast jede hatte Tragisches in ihrem Leben erfahren,
ist auf ihre ganz eigene Weise damit umgegangen,
das hat mich zu diesem Roman inspiriert.
Die Hummerfrauen, das sind drei Frauen aus drei Generationen: Zufall – oder Absicht?
Eigentlich ist es eher Zufall. Ann, die älteste, war
von Anfang an da, ihr Leben wollte ich erzählen,
aber dann kam Mina dazu, als Auslöser für eine
Neuausrichtung in Anns Leben. Und schließlich
gab es schon immer Julie in meinem Kopf, sie hat
sich sozusagen dazwischen gedrängt, was ganz ihre
Art ist, und ist zum Klebstoff zwischen den drei
Generationen geworden, die am Ende zu einer
Wahlfamilie zusammenwachsen.
Welche Figur ist Ihre persönliche Lieblingsfigur?
Es ist tatsächlich Julie. Ich mag ihren Humor wahnsinnig
gern, mit dem sie sich durchs Leben kämpft.
Dass sich unter all ihrer Schlagfertigkeit aber auch
ein verletzlicher Mensch versteckt, das zu zeigen,
hat mir sehr viel Freude gemacht.
Verraten Sie uns, ob Ihr Roman autobiografische Züge hat?
Nur insofern, als mein erster Aufenthalt in Maine für mich von der Frage geprägt war, wie man nach einem schweren Verlust weiterlebt. Genau diese Frage stellen sich alle meine Protagonistinnen in diesem Roman.
Wie kamen Sie auf Ihre exotischste Figur – den blauen Hummer Mr. Darcy?
Als ich in Maine gelebt habe, gab es am Hafen einen
kleinen Schuppen, in dem man die Hummer
fangfrisch kaufen konnte. Sie waren in einem riesigen
Aquarium, und nur einer von ihnen hatte eine
ganz besondere blaue Farbe. So einen Hummer gibt
es im Schnitt nur einmal unter zwei Millionen. Die
Frau in dem Laden hat ihn nie verkauft, hat immer
mit ihm gesprochen und ihn am Ende der Saison
wieder ins Meer gelassen. Dieser Hummer und die
Verbindung zwischen der Frau und ihm, das hat
mich berührt.
Welche Botschaft möchten Sie mit Ihrem Roman transportieren?
Dass es in der Trauer auch sehr frohe und sogar
witzige Momente geben kann. Die passieren oft
genau dann, wenn man nicht damit rechnet. Und
mit Menschen, die man vorher oft gar nicht richtig
wahrgenommen hat, weil sie vielleicht komplett
anders sind als man selbst. Trauer macht großzügig
und offen anderen gegenüber, so wie meine beiden
älteren Hummerfischerinnen Ann und Julie. Die
sind absolut unterschiedlich und haben trotzdem
ein feines Gespür für den Schmerz und die Hoffnungen der anderen.
Und last but not least: Wie sieht die Zukunft aus? Haben Sie denn vor, Maine noch einmal zu besuchen?
Ich war in den letzten 25 Jahren sieben Mal dort,
zuletzt im vergangenen Sommer. Am liebsten hätte
ich dort ein kleines Haus auf einem Felsen direkt
am Meer, aber das wird wohl immer ein Traum
bleiben.